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#165 „Irgendwann kommt das Licht

#165 „Irgendwann kommt das Licht": Anna über viele Verluste, Sternenkinder und ihren langen Trauerweg

‧ 74m 29s

„Es gibt immer ein Ende des Tunnels, auch wenn der Tunnel lange ist."
Vielleicht kennst du das: Ein Verlust ist noch gar nicht richtig angekommen, und schon kommt der nächste. Der Körper bleibt dann dauernd in Alarmbereitschaft, der Schlaf wird unruhig und die Kraft immer weniger. In dieser Folge erzählt mir Anna von vielen Jahren voller Abschiede: Sie hat ihre beste Freundin bis zum Tod begleitet, ihren Papa verloren und mehrere Fehlgeburten erlebt, darunter eine Eileiterschwangerschaft mitten im Lockdown, die sie ganz allein durchstehen musste. Anna erzählt, was ihr geholfen hat: Schreiben, Singen, nächtliche Gespräche am Friedhof, eine Sternenkinder-Gedenkstätte in...

#164 Eine Hochzeit und meine heftigste Trauerwelle seit Jahren

#164 Eine Hochzeit und meine heftigste Trauerwelle seit Jahren

‧ 33m 3s

Es gibt Momente, die dich völlig unvorbereitet erwischen, und manchmal sind es ausgerechnet die schönen. Ich war auf der Hochzeit von Nina, der besten Freundin meiner verstorbenen Schwester Larissa, und schon Tage davor hat mein Körper reagiert: Albträume, schlechter Schlaf und ein Kiefer, der so verspannt war wie seit Jahren nicht mehr. Auf der Feier lag dann alles gleichzeitig übereinander, die Sehnsucht nach Larissa und eine riesige Liebe zu all den Menschen, die dort zusammen gefeiert haben, und als ihr Lieblingslied gespielt wurde, hätte ich fast den Raum verlassen. In dieser Folge erzähle ich dir ganz offen, wie ich mich...

#163 Wenn vor dem Todestag alles kippt: Meine Übungen in der akuten Trauerkrise

#163 Wenn vor dem Todestag alles kippt: Meine Übungen in der akuten Trauerkrise

‧ 47m 18s

„Auch mein Hirn ist nach 13 Jahren noch ziemlich durcheinander, wenn es um solche besonderen Tage geht."

Eigentlich war für diese Woche eine ganz andere Folge geplant – und dann war das Wochenende vor Larissas Todestag so wild, dass ich dir lieber ganz ehrlich erzähle, was da wirklich passiert ist. Ich habe im Geschäft Preisschilder gelesen, bei denen mein Kopf die Hälfte der Zahl einfach ausgeblendet hat. Ich bin im Wald in einen Hundehaufen gesessen und habe den Bach direkt neben mir schlicht nicht mehr wahrgenommen. Und auf der Wanderung am nächsten Tag war da erst Panik wegen einer giftigen...

#162 Wenn der Todestag näher rückt: Körpersignale und meine Erfahrung nach 13 Jahren

#162 Wenn der Todestag näher rückt: Körpersignale und meine Erfahrung nach 13 Jahren

‧ 31m 11s

Manchmal wird man plötzlich unrund, gereizt, bekommt Halsschmerzen oder schläft schlechter – und erst Tage später fällt einem auf: Ach ja, der Todestag steht bevor. Genau davon erzähle ich in dieser Folge: 13 Jahre nach dem Mord an meiner Schwester Larissa blicke ich darauf, wie sich diese Zeit für mich Jahr für Jahr verändert hat – vom Kloß im Hals, mit dem ich damals von Arzt zu Arzt gelaufen bin, bis zu dem Nachlauf, der oft erst kommt, wenn der Tag längst vorbei ist. Ich spreche darüber, warum ein Todestag nach Mord, Suizid oder Unfall eine doppelte Schicht hat, warum...

#161 „Meinen Hass kriegst du nicht

#161 „Meinen Hass kriegst du nicht": Annika über den Prozess, das Urteil und ihre Trauer als Mama (Teil 2)

‧ 102m 5s

„Meinen Hass kriegst du nicht. Du bist nicht ein Gedanke wert. Hier ist nur Liebe, und die gilt einzig und allein Hannah."
Es gibt eine Trauer, die kaum jemand kennt: die Trauer, die parallel zu Aktenzeichen, Gutachten und Verhandlungstagen läuft. Im zweiten Teil unseres Gesprächs erzählt Annika, wie ihre Familie nach dem Mord an ihrer Tochter Hannah von der Presse überrollt wurde, wie sie sich bewusst gegen jedes Interview entschieden hat und was zehn Prozesstage über Monate hinweg mit einem Körper machen, der ohnehin schon im Ausnahmezustand ist. Sie spricht sehr offen darüber, was sie im Gerichtssaal gespürt hat –...

#160 „Ein letztes Blaulicht für Hannah

#160 „Ein letztes Blaulicht für Hannah": Annika über den Femizid an ihrer Tochter (Teil 1)

‧ 96m 24s

„Hannahs Mörder hat 13 Jahre bekommen – und wir haben lebenslang."
Manchmal ist es nicht der Verlust selbst, der dich als Erstes trifft, sondern die Unwirklichkeit: Der Kopf sagt, das kann nicht sein, während der Körper längst kalt wird und nichts mehr isst. Genau davon erzählt mir Annika in diesem Gespräch. Ihre Tochter Hannah, 21 Jahre alt und mit ganzem Herzen Rettungssanitäterin, wurde im Oktober 2023 von einem Kollegen getötet – und Annika nimmt dich mit in die Stunden danach, in die Beerdigung mit Blaulicht und Klopfern, und in einen Alltag, in dem plötzlich die eigene Küche zum unbetretbaren Ort...

#159 Sommerpause: Ein kurzer Impuls für deine Trauer in der Hitze

#159 Sommerpause: Ein kurzer Impuls für deine Trauer in der Hitze

‧ 6m 12s

„Manchmal ist die liebevollste Entscheidung in der Trauer, kurz innezuhalten."

In dieser kurzen Folge melde ich mich mit einer Sommerpause bei dir: Am 16. und 23. August erscheint keine neue Folge – am 30. August bin ich wieder für dich da. Weil die Sommerhitze einen Körper, der ohnehin schon so viel trägt, zusätzlich fordern kann, gebe ich dir drei sanfte Impulse mit durch die heißen Wochen – ganz im SeelenSport-Sinn: nicht gegen die Hitze und nicht gegen deine Trauer, sondern als kleine Fürsorge für deinen Körper. Und ich gebe dir schon einen Ausblick auf das, was nach der Pause kommt:...

#158 Ein Schmetterling mitten im Dezember: Petra über die Trauer um ihren Papa

#158 Ein Schmetterling mitten im Dezember: Petra über die Trauer um ihren Papa

‧ 87m 41s

„Wir haben uns angeschaut und wir wussten beide, es wird nicht mehr."
Manchmal geht alles so schnell, dass der Körper Wochen später noch nachzittert, während der Kopf längst wieder funktioniert. Bei Petra lag zwischen der Diagnose Bauchspeicheldrüsenkrebs und dem Tod ihres Papas eine einzige Woche – ein letzter Abschied am Aufzug, ein letztes gemeinsames Abendessen, und dann ein Dezembertag, an dem plötzlich nichts mehr war wie vorher. In diesem Gespräch erzählt Petra sehr offen, wie ihre Familie den Enkelkindern einen echten Abschied ermöglicht hat, welche Rolle Musik in ihrer Trauer spielt – und warum sie zwischendurch vor allem Stille braucht....

#157 „Melde dich, wenn du was brauchst

#157 „Melde dich, wenn du was brauchst": der Satz, auf den sich keine Trauernde meldet

‧ 21m 43s

„Es gibt keine trauernde Person, die diesen Satz noch nicht gehört hat – und kaum eine, die sich je darauf gemeldet hat."

„Melde dich, wenn du was brauchst" kam bei mir von wildfremden Menschen auf Facebook genauso wie von meiner engsten Freundin – und gemeldet habe ich mich so gut wie nie. In dieser Folge erkläre ich, warum das weder Undankbarkeit noch Versagen ist, sondern an der Richtung des Satzes liegt: Er schiebt die Initiative genau der Person zu, die sie gerade am wenigsten aufbringen kann. Ich schaue mit dir auf drei Blickwinkel – warum wir den Satz überhaupt sagen,...

#156 Wie mein Umfeld auf meine Trauer reagierte: 6 Arten der Anteilnahme

#156 Wie mein Umfeld auf meine Trauer reagierte: 6 Arten der Anteilnahme

‧ 30m 40s

„Für sie war es halt eine gute Tat und abends gingen sie heim, alles gut. Und bei mir war nichts gut."

Nach dem Mord an meiner Schwester Larissa war für mich das Anstrengendste oft gar nicht die eigene Trauer – sondern das, was von außen kam: die riesige Anteilnahme am Anfang, in der ich gar nicht aufnahmefähig war, dann die gut gemeinten Ratschläge, die Neugier fremder Menschen auf der Straße, die Freunde, die plötzlich weg waren, und schließlich die Stille, als meine Trauer erst richtig begann. In dieser Folge sortiere ich diese Erfahrungen in Wellen und erzähle sehr offen, wie...