#148 „Endlich eine, die über meine Witze lacht": Eva Schroll über den Tod ihrer Nichte

Shownotes

In dieser Folge spricht Eva Schroll mit mir zum zweiten Mal. In Folge 145 hat sie schon vom Tod ihrer Eltern und vom Abschied bei Demenz erzählt – heute geht es um den Verlust ihrer Nichte, die ihr von Anfang an besonders nah war. Mitten in der zweiten Schwangerschaft kam die Diagnose Sarkom, dann OPs als Schwangere, ein Frühchen per Kaiserschnitt, Hoffnung, Rückschläge, Corona-Distanz und am Ende ein Abschied, der trotz aller Vorbereitung den Boden wegzieht. Eva erzählt, wie sie zwischen kranker Nichte, pflegebedürftigen Eltern und drei eigenen Kindern in den reinen Funktionsmodus gerutscht ist – und wie sie Stück für Stück wieder zu sich gefunden hat. Aus der SeelenSport-Perspektive sprechen wir darüber, wie kleine Anker im Alltag – die Tasse Kaffee am Balkon, frische Bettwäsche, ein lautes Lachen – dem Körper Sicherheit zurückgeben, wenn das Leben dich gerade zwischen zu vielen Verlusten zerreißt.

✅ Trauer mitten in der Schwangerschaft und in der Pandemie: was es bedeutet, geliebte Menschen nicht halten zu dürfen, wenn du es am meisten möchtest. ✅ Warum der „Funktionsmodus" bei mehrfachem Verlust eine Schutzstrategie ist – und wann er beginnt, dich auszuzehren. ✅ Kraftquellen, die wirklich tragen: Spontanität, Humor, Andenken und kleine Körpersignale wie ein frisches Handtuch oder ein bewusstes Lächeln.

→ Die erste Folge mit Eva über den Verlust ihrer Eltern und Trauer bei Demenz findest du hier: https://seelensport-trauerwelle.podigee.io/145-trauer-bei-demenz-abschied-zu-lebzeiten-mit-trainerin-eva-schroll

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Trauerwelle ist der SeelenSport® Podcast für trauernde Menschen, die selbstsicher und mutig ihre Trauerwellen surfen wollen. Du erfährst, wie du deiner Trauer Raum und Zeit gibst und aus ihr deine körperliche Kraft zurückgewinnst. Denn Trauerwellen sind anstrengend und kosten Kraft, wenn sie über dich hereinbrechen, du sie ignorierst oder versuchst zu unterdrücken. In den einzelnen Podcast-Folgen leitet dich Katy Biber liebevoll und achtsam, und gleichzeitig mit Leichtigkeit durch die Wellen der Gefühle, damit du deine Trauer verstehst und den Mut findest deinen eigenen Trauerweg selbstwirksam zu gehen.

Transkript anzeigen

00:00:00: Trainerin Eva Schroll war vor drei Folgen schon mal bei mir.

00:00:04: In Folge hundredfünfundvierzig hat sie über den Tod ihrer Eltern und über Trauerbeitemenz gesprochen, heute geht es um einen weiteren Verlust in ihrem Leben – dem Tod ihrer Nichte!

00:00:17: Die beiden waren gerade mal vierzehn Jahre auseinander und so nah, dass sie in fast jeder Lebensphase miteinander telefoniert gelacht und sich besucht hat.

00:00:26: Mit der zweiten Schwangerschaft ihrer Nichte kam dann die Diagnose Sarkom.

00:00:32: Operationen als Schwangere ein Frühchen, lange Krankenhauszeiten Hoffnung und Rückschläge im Wechsel – und das alles in der Corona-Zeit, in der Nähe gar nicht so möglich

00:00:44: war.".

00:00:45: Eva spricht sehr offen und berührend darüber, wie sich diese Jahre angefühlt hat und welche kleinen Alltagsmomente ihr nach und nach zurückgegeben haben.

00:00:56: Den Link zur ersten Folge mit Eva findest du in den Show Notes und zudem den Link zur Warteliste zu meinem Online-Programm Gefühlskraftreise.

00:01:06: Jetzt geht es los mit dem Gespräch Trauerwelle Dein Seelensport-Podcast für einen sicheren, ehrlichen und bewegten Weg durch all deine Trauergefühle hindurch.

00:01:18: Von und mit mir Kati Biber.

00:01:25: Liebe Eva!

00:01:26: Eine bekannte Stimme heute für euch weil die liebe Eva war vor Kurzem schon mal bei meinem Podcast mit dabei Und irgendwie sage ihr ganz oft so ich freue mich dass wir heute miteinander darüber sprechen können.

00:01:40: offen ehrlich Und irgendwie auch nicht mal ein Tacht war krass.

00:01:44: Irgendwie freue ich mich auf dieses zweite Gespräch, weil es voll schiene schon immer mit dir in Austausch zu kommen und zu sprechen.

00:01:50: Und gleichzeitig würde ich mir wünschen dass es kurzweites Gespräch brauchen würde an der Stelle.

00:01:56: Weil die meisten in meinem Podcast sind einmal da und erzählen ihre Geschichte.

00:02:02: aber bei deiner, die ihr ja schon länger kennen, war mir von Anfang an klar Ich kann das nicht in einer Podcastfolge abdecken.

00:02:10: So, das würde nicht gerecht werden.

00:02:12: demal, was du da erlebt hast in den letzten Jahren weil du eben sehr viele Verluste in kurzer Zeit erlebt hast und wir haben in der ersten gemeinsamen Folge ja hauptsächlich über deine Eltern gesprochen.

00:02:24: dein Papa ist verstorben, deine Mama ist verstorben dann ist ganz viel im Demenzjau gegangen Und wie sich das so ausgewirkt hat auf der Leben oder beruflich Was du da verändert hast bei dir.

00:02:38: Wenn ihr diese Folge anhören wollt, dann kannst du da gerne noch mal reinhören.

00:02:43: und jetzt eben heute in dieser Folge wird es um deine Nichte gehen.

00:02:48: Um den Verlust einer Nichte.

00:02:50: Ja weil oh die Person ist gestorben und das ist wieder einmal mittendrin so passiert.

00:02:58: Und ja mir hat gerade vorhin schon angefangen, ein bisschen so reinzumreden.

00:03:05: Wie wird es sein?

00:03:06: Das ist schon was ganz anderes Nommel und hat dann schon eine Runde geheult, bevor man überhaupt aufzeichnet.

00:03:13: Also das wird auch für mich sehr emotional, weil ja... Es ist einfach wirklich emotional.

00:03:23: Wir haben die Taschentücher bereit und alles.

00:03:28: Und vielleicht als Einstieg Wie geht es dir denn so generell jetzt nach der ersten Folge?

00:03:35: Wie war das für dich und bist du jetzt mehr aufgeregt oder weniger, oder hat's nur mit dem Thema zum Touren das mehr aufgekriegt?

00:03:43: Oder ja allgemein wie gehts da dann zurückblickend noch mal?

00:03:48: Tatsächlich bin ich mehr aufgerägt weil es jetzt nur um mich persönlich geht.

00:03:57: Und Eva, wie ich die Verluste erlebt habe von meiner Nichte und die anderen Themen, die da noch kommen.

00:04:06: Und ich habe die Folge mir angehört.

00:04:11: Ja!

00:04:13: Und wie war's?

00:04:15: Das war schon sehr spannend.

00:04:17: Es ist immer wieder spannend wenn ich mich selber höre.

00:04:23: Aber auch schön dass du das wiedergeben kannst meine Gefühle Vielleicht dazu beitragen kann, dass es jemand hört, der in derselben Situation oder in einer ähnlichen ist.

00:04:39: Ja und mir geht's gleich wie dir!

00:04:40: Ich bin richtig aufgeregt heute.

00:04:43: Auf der einen Seite freue ich mich und auf der anderen Seite ja hab schon Runde gequält

00:04:51: Wenn wir wahrscheinlich zwischendurch und danach noch weitermachen, heute ist ein Heultag.

00:04:55: Das Wetter passt oder zu?

00:04:57: Es regnet und schneit bei uns Mitte Mai.

00:04:59: Juhu!

00:05:02: Passend dazu.

00:05:05: Also vielleicht magst du kurz mal so... Deine Nichte und die Beziehung zu deiner Nichte vorstellen.

00:05:13: Wie alt war sie zu dem Zeitpunkt?

00:05:15: Und wie war so euer gemeinsames Leben, wie oft habt ihr euch gesehen?

00:05:19: Weil es gibt ja Nichten, die wohnen ganz weit weg und dann gibt's welche, die sind ganz nahe... Also wie habt ihr das so gemeinsam erlebt?

00:05:28: Ja ich war damals also im Abstand zu meiner Schwester sehr ein bisschen größerer.

00:05:32: Dieses dreizehn Jahr älter als ich.

00:05:35: Das hab ich nicht gewusst!

00:05:37: Und ich war vierzehn Jahre alt, wie meine Ichte auf die Welt kommen ist.

00:05:44: Und sie war immer schon gesagt, ich bin ihr Lieblings-Tante und wir waren eigentlich sehr eng.

00:05:55: Sie hat das immer zelebriert!

00:05:58: Also auf Facebook oder so hat sie geschrieben, meine Lieblingstante und Lieblingsmensch.

00:06:04: Und wie ich dann nach Wien gegangen bin vor vielen Jahren?

00:06:09: Vor neun bis zu dreißig Jahren also bin schon lange in Wien haben wir einfach Fernbeziehung geführt.

00:06:18: Ich bin oft noch grad gekommen Sie ist immer wieder nach Wieren kommen war tagelang da Also in allen Lebensphasen, wir haben das alles gemeinsam gemacht und gelebt.

00:06:32: Und sie ist dann nachher dann wie sie vor einigen Jahren beruflich noch auf Deutschland gegangen hat und ihren Mann kennengelernt und den Partner und die Kinder kriegt.

00:06:49: Da geht es natürlich ein bisschen... Distanz hat dann doch ein bisschen weite hineingebracht, aber grundsätzlich war sie immer bei jedem wichtigen Anlass dabei.

00:07:06: Sie ist wie sagt man denn die Firmpathin einer meiner Döchter?

00:07:13: Sie ist zur Matura Ball reingeflogen und war paar Tage da.

00:07:17: also Familie und die Nähe zu uns beiden und der Austausch war extrem wichtig.

00:07:24: Und natürlich, wir haben extrem viel telefoniert und also wirklich auch wenn Not am Mann war oder auch was Freutiges.

00:07:33: Weißt du?

00:07:34: Wenn irgendwie das Herz übergeht und es muss sich schneller zählen... Ja da hat's mir angerufen!

00:07:41: Schön schön.

00:07:43: Wo in Deutschland hat sie eigentlich gelebt ungefähr?

00:07:45: Also wie weit?

00:07:47: Weil Deutschland ist ja groß.

00:07:49: Baden-Württemberg.

00:07:53: Ja, ist dann schon was anderes und ich kenne es ja selber.

00:07:56: Ich habe auch gerade einen Sohn, also manchmal fühlte das an als wäre es gestern gewesen aber er ist jetzt bald fünf und ich finde da nicht mehr so beschäftigt mit seiner eigenen Familie und du natürlich auch mit deinem und dann ist das ja vollkommen okay dass man sich nicht mit wöchentlich gerade sieht in einem gewissen Alter oder bestimmten Phasen seines Lebens und so weiter.

00:08:17: Aber schien das ihr trotzdem dann diesen Kontakt aufrechterhalten habt, kennen?

00:08:22: Oh eben über Telefon- und eben regelmäßiges Sehen über besondere Tage und so.

00:08:27: Und ja oh spannend weil er dann doch vom Alter her gar nicht soweit auseinander warts und da ist es auch so was anderes.

00:08:36: weil ich kenne es ja auch von mir, meine Onkel, Tanten und so weiter.

00:08:40: Man ist ja oft ganz weit auseinander oder mein Neffe jetzt auch natürlich.

00:08:45: Ich bin vierzig und er ist halt zehn.

00:08:48: Das ist schon wieder was anderes.

00:08:51: Spannend!

00:08:52: Danke dass du uns da ein bisschen mitgenommen hast.

00:08:55: Du sagt eben, sie hat einen Partner gett und ein Kind hat's ja schon gekriegt.

00:09:00: Und dann ist die wieder schwanger geworden?

00:09:05: Mit dem

00:09:07: zweiten Kind.

00:09:08: Ja, also so klassisch gesehen hat die das erste Kind war dann um die zweieinhalb Jahre ungefähr wie sie wieder schoner waren ist und sie wollte immer zwei Kinder haben.

00:09:22: Wie alt

00:09:25: war Sie da?

00:09:28: Anfang Dreißig.

00:09:36: Vierunddreißig quasi.

00:09:38: Also Anfang dreißig, also nur zum Einordnen?

00:09:42: Ja ja, also...vierunddressig.

00:09:47: Ach gerade ich hab's jetzt so mit die Zahlen.

00:09:50: Ja ja fast schon deswegen du musst gar nicht genau sondern nur ungefähr auf.

00:09:54: Ich finde, es macht schon Unterschiede, ob jetzt jemand mit achtzehn Grad Schwangerschaft die zweite oder mit vierzig oder so damit man einfach ein Gefühl dafür kriegt.

00:10:02: Wo steht die Person vielleicht gar im Leben?

00:10:04: Hat sie schon gearbeitet noch nicht oder wie auch immer?

00:10:07: und Anfang dreißig?

00:10:08: Ja

00:10:10: eigentlich Mitte dreißiger würde ich fast sagen.

00:10:12: So vierunddreißig.

00:10:16: Okay!

00:10:18: Und dann hat sich ja jeder wahrscheinlich gefreut über die Schwangersschaft und alles.

00:10:25: Ich meine, das war echt wie sie mir da angerufen hat.

00:10:29: Da war ich bald bei der Arbeit im Telefon.

00:10:31: Also hauptsächlich, das weißt du ja im Auto-Telefon.

00:10:37: Wenn ich irgendwo was anhöre im Auto und dann hat es mich angerufen, hat es mir geklappt.

00:10:46: und so wie beim ersten haben wir uns auch Uriks gefreut und zum zweiten haben Das glaube ich, das glaube ich.

00:10:52: Es ist immer cool.

00:10:54: Ja voll voll voll.

00:10:56: Das wird ein größer

00:10:57: Wert, das ist schön!

00:11:04: Und dann hat jeder seine Dinge getan, Familie aufgebaut und wieder Nest vorbereitet.

00:11:14: Ich habe viel gearbeitet, alles Corona kommend.

00:11:18: Dann war man wirklich sehr beschäftigt mit der Mama.

00:11:21: Wir haben viel zu tun gehabt.

00:11:22: Die Mama hat ihren die Elektrolytverschiebung gehabt, Corona.

00:11:30: Aber

00:11:30: die haben wir ja auch geredet in

00:11:32: der

00:11:32: ersten Folge.

00:11:34: Also das war so zeitgleichen in der Zeit?

00:11:40: Das war quasi zuerst mit der Mama und ich war es noch bei uns dieser Firmung angestanden mit Jüngsten oder Firmungen gehabt.

00:11:48: also viel!

00:11:52: können wir in der Corona-Zeit quasi die Firmung machen.

00:11:54: Wie die feiern, das war mit den Lockdowns alles nicht so einfach.

00:12:00: Und dann hast du mir gesagt dass sie Schmelzen kriegt während der Schwangerschaft schon?

00:12:08: Ja also es war ja nix.

00:12:12: Das Thema denkt ja nicht an was Schlimmes, sondern sie hat gesagt beim Radfahren, da hat sie manchmal Schmerzen und die sind halt immer wieder dort.

00:12:23: Sie ist abklären gegangen, sie ist zum Arzt gegangen, hat das gesagt.

00:12:27: Und ich habe gesagt, das kann schon mal sein!

00:12:33: Dann hat es aber nicht aufgehört und sie ist dann öfter zum Arz gegangen und zu verschiedenen... Und nach einiger Zeit, doch längerer Zeit hat sich dem ganzen einen Arzt angenommen und er hat es dann zum Röntgen geschickt.

00:12:57: Und dann hat das Angriffen und gesagt, sie muss ganz schnell kommen.

00:13:03: Ja vor allem also da war's mir dann eh schon... Wie schlimm es in den Schmerzen gewesen wäre, wenn der Arzt Röntgen verordnet.

00:13:11: In der Schwangerschaft war's ja nicht so normal.

00:13:12: Man schiebt immer als aufs Meter.

00:13:16: Aber da muss das dann auch schon klar oder für ihn klar gewesen sein, dass da irgendwas sein muss?

00:13:22: Ja... Oder was ein Ultraschall!

00:13:24: Er hat auf jeden Fall es verordnert und gesagt, da müssen wir jetzt genauer hinschauen.

00:13:32: natürlich ist man vorsichtig Es war ja auch in der... Der Oberschenkel ist doch in der Nähe vom Becken, das ist eine gefährliche Zone.

00:13:45: Und er hat aber zum Glück hingeschaut und...

00:13:51: Und dann war es die Diagnose ein Sarkom?

00:13:55: Ja, sie sind so... Man kann

00:13:56: selber erst mal googeln müssen und schauen müssen weil ich bin jetzt medizinisch also Da kann ich mich jetzt unnatürlich nicht mit allem ausgehen.

00:14:04: Und ich glaube, dir ist es ja ähnlich gegangen oder?

00:14:06: Du hast selber ge-googelt und geschaut was bedeutet so etwas überhaupt.

00:14:12: Hast du's dann von ihr direkt erfahren?

00:14:15: Also hat sie dich angreifen und das die erzählt?

00:14:19: Ja, sie hat da noch recht geschrieben... ...und als erstes was seht brauchst deine Zeit und ich war dann sehr.

00:14:38: aber zuerst du denkst gut, du hast die Diagnose blöd.

00:14:44: Du musst operiert werden oder sie schauen mal... Die erste Geschichte war wir schauen mal was sie tun können ja?

00:14:54: Dann war die Frage wie groß das Teil war Und wo es liegt und Tatsache war, dass das raus muss.

00:15:06: Mit sehr viel Schmerzen verbunden.

00:15:08: Dann war die Frage wann sie verschwanger zu dem Zeitpunkt?

00:15:14: Wie lange... Wird auch schon

00:15:15: gegen Ende der Schwangerschaft oder nur mittendrin so?

00:15:21: Und dann ist die Frage wie lange paten kann man so?

00:15:27: Welche Mittel darf man in der Schlagschaft nehmen?

00:15:30: Ja, das kommt noch dazu.

00:15:32: Weil es hat ja schon Schmerzen.

00:15:35: Zum Emotionalen, zum Verarbeiten, die Diagnose ist das eine aber da folgt ja noch relativ viel und du musst verarbeiten.

00:15:48: Du weißt dass es nicht so läuft wie du dir das gewünscht hast.

00:15:55: Aber es ist dann auch relativ schnell ein Therapiemanagement Angesetzt waren und ...

00:16:07: Hast du da das Gefühl gehabt, sie war in guten Händen.

00:16:10: oder hat sie auch das Gefühl gemacht?

00:16:11: Warst du das also dass man sich gut betreut fühlt?

00:16:16: Ich glaube schon.

00:16:19: Also

00:16:21: das macht ja auch was so gerade wenn es dann so Entfernung gibt.

00:16:24: oder du hast ja nicht gesehen zu der Zeit.

00:16:26: Du hast gesagt es war ja Corona-Zeit.

00:16:29: Das hast du dann ohne darf auf und hinkennen

00:16:33: Nein, ich habe nicht hin können.

00:16:34: Immer meine Schwester sofort hingefahren natürlich.

00:16:38: Ich hatte auch die Mama und denke es gibt ja immer so diese engsten Bezugspersonen und so.

00:16:44: Und da war gar keine Diskussion also Eltern durften immerhin.

00:16:48: Auch über die Grenze.

00:16:49: das war damals dieser ganz harte Lockdown noch wo die Bestimmungen waren wie sie waren.

00:17:00: Also wir haben halt Probleme gehabt, dass du die Grenze übertretest.

00:17:05: Woanders in der Grosthaus gehen darfst oder so.

00:17:07: Es war ja bei uns alles runtergefahren und da haben wir viel geschrieben.

00:17:15: aber in der ersten Zeit hat sie sich natürlich auch mit ihren Ängsten besprochen.

00:17:25: Und das ist einmal der Partner, das ist mal die Mama ist einmal schauen die untersuchungen machen das ist dann relativ zackig gegangen und schnell auch zu wissen die schmerzen die ich habe wenn weder eingebildet weil man hört ja dann sehr viel

00:17:49: in der klar

00:17:51: wieder eingebildert noch war ich unaufmerksam noch habe ich irgendwas falsch gemacht die strömt ja so plötzlich Alles auf dich ein.

00:18:03: Ja, voll.

00:18:04: Und das war das Arne zu wissen... Da ist wirklich was!

00:18:11: Es ist etwas und jetzt gehen wir es an und schauen wie die Therapie ist.

00:18:18: Ja ich habe dann gegoogelt?

00:18:20: Genau.

00:18:24: War dann ziemlich erschütternd so.

00:18:27: Also ihr habt gegooogelt Es gibt verschiedene Arten, also es ist ein Tumor soweit die das verstanden hat.

00:18:35: Der sehr selten ist.

00:18:36: irgendwie einen Prozent oder so der Krebserkrankungen macht das aus.

00:18:40: Also da schon wo du denkst, das gibts doch nicht, gell?

00:18:44: Also richtig nachempfinden oder versucht nachzum empfinden wie's dir damals wohlgangen isch wenn man dann solche Sachen googelt und ich denke so gehts vielen, wahrscheinlich auch vielen die uns zuhauchen, wenn wir eine Diagnose... Ich kann mich auch noch erinnern, meine Mama hat damals Adahaut Melanome.

00:19:00: Was ist denn das?

00:19:01: Das habe ich ja noch gar nie gehört.

00:19:02: Natürlich was durchschauliches, die irgendwie selber informieren und googeln.

00:19:07: Und einerseits gibt es gute Geschichten aber das erste, was dann ins Auge springt, sage ich mal, sind wirklich die Horrorszenarien.

00:19:17: Die ganz schlimmen Sachen.

00:19:19: Aber

00:19:20: das glaube ich gerade beim... Wenn man am Internet nachschaut, die Horrorszenarien kommen relativ schnell.

00:19:29: Da kommt recht schnell was es alles sein kann und deswegen habe ich sie einmal sein lassen.

00:19:37: mir war einfach wichtig Ich weiß was das Ding ist.

00:19:41: Ja Und dann hab' ich auch nicht mehr googled.

00:19:49: Du warst sicher dann auch mit deiner Schwester in Kontakt.

00:19:54: Wie hast du sie wahrgenommen?

00:19:55: Oder wie war das für dich so als Schwester?

00:19:58: Ich kann ja selber schwächtern und so, wenn man die eigene Schwester so leiden sieht ja auch.

00:20:03: Also dieses Sieg ist die Mama Und ich finde es sich immer so schwer alles auszumalten oder wenn wir dann die anderen so traurig und da nicht mehr selber ja traurigt.

00:20:13: deswegen aber man sieht dann auch so auf jeden Fall mal die Worte

00:20:19: Das war ja am Anfang.

00:20:21: Also natürlich, ich war traurig.

00:20:23: Wir waren eher geschockt im ersten Moment und meine Schwester und wir sind halt all... also wir sind in den Betriebsmodus.

00:20:33: Also wie du dich machst.

00:20:36: Was braucht's?

00:20:37: Was organisiert es?

00:20:38: Ich habe sie schon öfter angesprochen, ist mal aufgefallen.

00:20:42: Wir organisieren dann sehr gerne

00:20:45: Das

00:20:46: alles.

00:20:46: an seinem Platz ist, dass in dem Ganzen durcheinander noch ein bisschen halt da ist.

00:20:54: Und meine Schwester ist dann nach Deutschland gefahren und ich hab ... Wir haben eigentlich auch abgesprochen wie machen wir es denn mit den Eltern?

00:21:02: Wir unterstützen die Eltern weil sie ... Sie ist halt die Stütze ja!

00:21:09: Und sie stützt jetzt ihre Doktor.

00:21:14: Ich bin in der Zeit bis zu drei Mal in der Woche von Wien nach Graz gefahren, so hin und her.

00:21:20: Zum Glück habe ich eine flexible Arbeit gehabt.

00:21:24: Das ist alles gut gegangen.

00:21:26: Mein Bruder hat da mitgespürt und jeder hat mitgetan.

00:21:32: Wie er konnte ja.

00:21:34: Du hast ja dann auch so das Gefühl, du kannst ja gar nicht anders jetzt.

00:21:37: Du musst ja irgendwie funktionieren weil du sagst, durch deine Eltern hat die ja auch betreut werden müssen.

00:21:43: Die haben dir auch etwas gebraucht und dann hast du ja auch nicht wirklich die Wahrheit sondern es ist ganz klar zack bumm.

00:21:49: Ich organisiere jetzt und gleichzeitig gibt's irgendwie ein gewisses Kontrollgefühl wieder oder?

00:21:54: Eben dieses ich kann irgendwas tun als wie nur da sitzen und aushalten all des Ungewissheit, dann auch noch dazu macht es natürlich auch schwierig.

00:22:05: Genau und meine Schwester hat mir immer am Laufenden gehalten.

00:22:13: Aber wir sind so Schwestern eigentlich telefonieren wirklich sehr oft.

00:22:21: Und kurz davor haben wir halt so von mir aus ein bisschen ein Boyschen gebraucht.

00:22:32: Da haben wir uns wieder öfter gehört und in der Zeit jetzt mit dem ganzen schlechten Nachrichten sind wir einfach wieder, braucht jeder ein bisschen Zeit um das zu verarbeiten.

00:22:48: Um es zu Verstoff wechseln.

00:22:51: Also besser gesagt dass man nicht verstoffwechselt wird!

00:22:55: braucht man seine Zeit unbedingt.

00:22:58: Und dann habe ich ihr was sehr wohl, also am Anfang habe ich schon den Trank gehabt.

00:23:03: Oh mein Gott gibt mir sofort bitte die Info in der Sekunde.

00:23:07: Ich hab genau gewusst waren sie wo sind welche Untersuchungen sind natürlich auch wie es ihnen geht?

00:23:17: und dann ist eines der wirklich schlimmsten für mich sehr anstrengenden Sachen war zu warten bis eine Ergebnis kommt, bis bei einer Untersuchung eine Antwort kommt.

00:23:29: Bis die weiteren Schritte digital werden und welche Schritte sich das Ärztetim überlegt hat, wie es ausschaut in welchen Krankenhaus, welche Wahlmöglichkeiten hat man?

00:23:46: Bleibt sie in Deutschland?

00:23:50: Wie schaut das aus?

00:23:52: Was möchte meine Nichte?

00:23:55: Also das ist auch ganz, ganz wichtig.

00:23:59: Das einfach der Rücksicht darauf genommen wird.

00:24:02: Das Medizinische ist das eine und das andere ist aber der Mensch die Persönlichkeit dahinter und wie es sich gerade fühlt.

00:24:12: Und ich finde grad in diesem Thema ist es extrem wichtig dass auch das medizinische Management auf die Gefühlslage Rücksicht nimmt.

00:24:29: Ja, voll absolut!

00:24:31: Und da finden die halt auch ja... Die Familie ist da gefordert um das ein gutes Nest zu erhalten und einen Anker zu bieten aber auch die Hilfskräfte.

00:24:47: Und dann ist sie aber dementsprechend nur gut durch diese Schwangerschaft ja begleitet worden oder?

00:24:56: Also

00:24:56: Sie

00:24:57: Sie ist operiert worden als Schwangere.

00:25:05: Es war eine sehr, sehr lange OP.

00:25:07: Sie haben sehr lang überlegt wie aber sie musste als Schwagere operiert werden

00:25:21: und Wie war das dann also die OP?

00:25:26: Ist die dann gut überstanden gewesen oder Das ist gut gegangen,

00:25:35: das Komis entfernt worden.

00:25:42: Ihr war extrem wichtig, sie hat ja gekämpft.

00:25:44: also ihre Entscheidung war jeder Tag den ihr Baby länger von ihr sich entwickeln darf als ein gewonnener Tag, es ist ein wertvollen Tag Und da hat auch jeder Rücksicht darauf genommen und sie haben das möglich gemacht.

00:26:06: Also die Baby wurde dann per Kaiserschnitt geholt, zu dem Zeitpunkt wo es gegangen ist er war natürlich ein Frühchen aber auch drauf hat ihr Partner ganz viel übernommen und hat ganz viele Liebe gegeben.

00:26:27: und wenn sie konnte ja das war für Sie ganz schwierig dass sie nicht sofort

00:26:33: Die

00:26:34: kann auf die Frühchenstation, weil sie ja selber noch sehr viele OP sind daheim auch noch gehabt.

00:26:44: Und Sie haben es dann wirklich... Sie waren sehr separierende Momente.

00:26:49: Sie haben's im Krankenbett also das war ein weiter Gänge weiter Weg in die Frühchiestation gebracht damit sie ihre Liebe ihrem Kind geben kann.

00:27:04: Ja, das war sicher.

00:27:06: Also eine krasse Zeit intensiv für jeden Beteiligten da und dann du als Außenstehende aus so weiter Entfernung dann ohne das so miterleben.

00:27:17: Hast Du denn da irgendwann die Möglichkeit hinzufahren oder sie zu sehen?

00:27:22: Das war wirklich noch immer

00:27:25: gar nichts!

00:27:26: Wir haben überlegt... Und ich und auch meine Kinder.

00:27:32: Wir haben überlegt, dass wir einfach mit dem Auto hinfahren draußen stehen, winken und wieder zurückfahren und haben uns besprochen, haben gesagt ja wie wir laufen aufs Krankenhausgelände und schreien so lang bis sie uns hört und aber dann hast du wieder nicht gewusst darfst du auf das Krankenhaus Gelände?

00:28:01: Wie schaut das aus?

00:28:02: Also es war nicht möglich.

00:28:05: Aber zum Glück kamen wir ja Facetime oder Whatsapp-Möglichkeiten und wir haben das so geregelt, wir haben auch Familienmeetings abgeholt.

00:28:18: nur die ganze Familie am Abend.

00:28:21: Ich finde auch vor dem Laptop gesessen ist jeder mit seiner Tasse Tee und handratscht miteinander, ja.

00:28:32: Und haben uns da einfach halt gegeben und Familie.

00:28:41: In der Zeit muss ich sagen, also so viel geweint

00:28:51: habe ich mein Leben doch

00:28:52: noch nicht.

00:28:53: Es war schon sehr schwierig.

00:28:58: Das kann man vorstellen!

00:29:00: Jeder Wurstjahr oder draußen, ich habe noch immer wieder viele Menschen in meiner Programme die in dieser Corona-Zeit jemand verloren haben.

00:29:07: Und es war generell ja schon eine schwierige Zeit für alle Beteiligten so.

00:29:11: aber wenn man dann natürlich auch noch Verluste erlebt oder eben so schwierige Situationen wo einfach Nähe so wichtig wäre, wo diese Berührungen und wirklich dieses Dauer sein, dieses Begreifen und Greifen Und dann nicht stattfindet, also das spürt man eben schon bei vielen Angehörigen vor allem halt nur heute extrem.

00:29:33: Dass da etwas so fehlt hat, so richtig?

00:29:37: Was wir schon geschafft haben und was denn auch immer wieder akzeptiert worden ist war dass quasi die Ängsten damit den Mitgliedermutter und Partner immer begleitet person sein durften.

00:29:56: Also es hat ein paar Mal gegeben, wo sie dann wirklich alleine sein musste.

00:30:01: Aber dann haben wir einfach versucht und geschaut, meine Schwester vor allem, dass das nicht oft ist.

00:30:11: Weil es war halt immer auch der Bahnfahrt.

00:30:14: Jede Untersuchung im Krankenhausergebnis ist sehr super.

00:30:18: Es geht sehr gut nach ein paar Wochen.

00:30:23: Doch nicht

00:30:25: so.

00:30:25: Die Werte sind doch nicht so gut, wie gedacht.

00:30:29: Dieses Auf und Ab war extrem belastend.

00:30:34: Da muss ich sagen ... Sie war eine strahlende Frau.

00:30:43: Wenn sie mit dir verwandt ist, kann man gar nicht vorstellen, dass jemand aus deiner Familie irgendwie nicht so ist!

00:30:49: Also wirklich wenn man die Eva kennt sich, jemals, die immer strahlt und lacht Ja, kann man vorstellen dass generell deine Familie vielleicht ähnlich da so unterwegs ist und deine Nichte wahrscheinlich auch so war.

00:31:06: Dankeschön!

00:31:11: Und wenn du sie gesehen hast ja niemals hättest du gedacht, dass ihr krank ist.

00:31:18: Sie hat aber jedes Mal wirklich geschaut, dass sie wunderbare Momente

00:31:24: schafft

00:31:25: für ihre Familie.

00:31:26: Dass sie das Haus verschönert, dass sie Wandmalereien macht und einfach für später das Nest noch verschönet.

00:31:41: Das heißt, Sie ist da nur irgendwann rumgekommen?

00:31:44: Ja ja,

00:31:45: immer

00:31:46: dazwischen also... Es waren viele OBS, es waren viele Krankenhausaufenthalte.

00:31:52: Aber sie ist dazwischen immer wieder zu Hause

00:31:54: gekommen.".

00:31:56: Und wie war denn dann so die Prognose?

00:31:59: Also da stellen ja Ärzte oft – das kann ich auch noch von meiner Familiengeschichte sagen – dass dann oft Prognosen fallen eben wenn die OB, dann ist das oder jetzt schaut's so aus.

00:32:10: Wie war das so?

00:32:11: Hat es da irgendwas geben wo Sie klar ausgesprochen haben oder war das sehr ungewiss?

00:32:18: Also, es wurde sehr viel klar ausgesprochen.

00:32:21: Es wurde sehr viele Hoffnung gegeben und auch diese Hoffnung wurde dann wieder weggenommen.

00:32:28: Es war eine ständige Achtung der Bahnfahrt.

00:32:33: Das war eine gute Nachricht gefreut von einer schlechten.

00:32:37: Dann drauf wieder eine gute, dann wieder eine schlechte.

00:32:40: Ich kann die Frage da... gar nicht zufriedenstellend beantworten, weil es war ein wechselbarter Gefühl.

00:32:48: Und du hast im Moment gelebt und du hast nicht einmal in dem Moment gelebbt.

00:32:54: Du hast für die Person mit als Mensch gelebt.

00:33:02: also wir fehlen da fast die richtigen Worte.

00:33:07: Auch der Moment war schon zu viel ja?

00:33:13: Und du hast die Liebe transportiert und gefühlt, die da ist.

00:33:23: Da war dann so viel Liebe!

00:33:25: Du bist in schlechten Momenten mitgegangen.

00:33:32: In den guten Momenten hast du dich einfach bedienungslos gefreut.

00:33:39: Weil was wäre die Alternative gewesen?

00:33:42: Ja voll.

00:33:45: Also die Eltern, es gibt ja auch Menschen, die können sich dann nicht so freuen sondern fallen komplett in die Stare und Angst.

00:33:54: Genau also am Anfang bin ich schon muss ich auch sagen Ich habe wirklich jede Sekunde genutzt um mich immer im Bett zu verkriechen oder auf einer Couch Und hab geweint, geweint und geweint.

00:34:14: Dann ist mein älteste Sohn zu mir gekommen Und habe natürlich geredet, also wir sind eine kommunikative Familie.

00:34:23: Wir erzählen was gerade los ist und er hat dann gesagt, weil ich so viel Wein hab, hat er gesagt Mama bitte!

00:34:39: Was er tun kann das sich nicht zu viel weinen ja?

00:34:45: Und danach haben wir gedacht So geht es nicht.

00:34:53: und habe mit meinem Papa gesprochen, haben wir mit ihm ausgetauscht.

00:35:00: Und er hat gesagt... Er hat zu mir gesagt, da müssen wir jetzt einfach durch.

00:35:09: Also sehr pragmatisch!

00:35:16: Aber ich muss ehrlich sagen gar nicht bewerten das jetzt.

00:35:24: Ich für mich bin da noch mehr in diesen Funktionsmodus gegangen.

00:35:30: Es gibt sicher andere Wege auch, also das war schon sehr krass und deswegen muss ich auch sagen manchmal habe ich die Zeit spannen.

00:35:45: Ich hab mich zwar immer sehr bemüht dass ich mir das merke was wann passiert ist aber im Prinzip nachhinein ist es gar nicht mehr so relevant.

00:35:59: Es ist schon interessant, wenn man drin steckt aber ja überbleiben tut dann die Erinnerung des Gefühls und die Wärme schon auch alles andere.

00:36:14: Ich meine ich habe zum Beispiel vor einigen Jahren An vielen mal auf Netflix gesehen, wo das Thema behandelt worden ist.

00:36:31: Oh krass!

00:36:32: Genau wie ich da reingeswitscht bin.

00:36:34: Da habe ich mir gedacht, ja schau mal das an.

00:36:36: Ja, aber man kann es nicht empfehlen.

00:36:39: Häftigst kann ich nicht empfehlend so viele Parallellen, dass ich zum Teil nur mehr weitergeklickt hab auf andere Szenen und...

00:36:58: Ja, ja.

00:36:59: Das kenne ich auch auf eine gewisse Art und Weise an der Noh anfangen.

00:37:03: Damals, wo sie noch Bücher lesen über die Kränkung des Mannes

00:37:12: usw.,

00:37:13: wie es dazu kommt dass Männer Frauen töten und solche Bücher nicht angelesen.

00:37:21: Vielleicht sollte ich was anderes lesen!

00:37:22: Ah das ist echt... Dass man sich da dann so angezogen fühlt, weil man es so verstehen und wissen will irgendwie.

00:37:31: Und dann auch sehen will dass es andere Leid vielleicht gibt.

00:37:36: Ja was nicht?

00:37:37: Und dann aber merkt man mittendrin oh das ist mir doch zu viel!

00:37:41: Das schaffe ich gerade nicht.

00:37:44: Und da noch wieder die Kraft zum Hauen okay erst weg zum Schieben und vielleicht zu beenden und zum späteren Zeitpunkt sich damit zu beschäftigen wenn man ein bisschen stabiler ist sogar.

00:37:57: Ich muss so die ganze Zeit schlucken, ich merke es so richtig.

00:38:05: Es ist ja dann eben parallel ... Die ganze Zeit war das Thema mit deiner Mama.

00:38:09: Da steht er da immer wieder drum kümmern und was gar nicht mehr.

00:38:15: Ich muss mich selber zusammen.

00:38:19: So stark auf mein Blatt und denke aber, wie soll ich?

00:38:23: Was soll ich

00:38:23: fragen?!

00:38:24: Ich bin fix und fertig schon!

00:38:30: Aber gut, dass wir auch darüber lachen können.

00:38:32: Dass wir fachfertig sind und nicht denken können.

00:38:36: Also gib mir kurz einen

00:38:39: Moment

00:38:40: zum Durchatmen!

00:38:44: Wir sind jetzt da... Ihr habt das Beste aus dieser Zeit gemacht vor allem der Nächte die dann wie wahrgenommen oder aufgenommen haben so das Zuhause auch noch verschönert oder was draus gemacht so und die Zeit wahrscheinlich extrem versucht, aufzusaugen zu genießen.

00:39:05: Und dieses hin-undherrn man hat nicht gewusst wie geht es weiter dann wieder einbrucht dann wieder besser dann und so weiter.

00:39:14: Dann war's aber schlussendlich ja so.

00:39:16: oh wenn ich's ungern ausspricht Aber sie ist ja schlossendlich dank Stauben.

00:39:21: und Das ist in der Nacht passiert wo du in der Musical warst?

00:39:28: Ja, immer.

00:39:29: Oder

00:39:29: hast du es da erfahren oder... wie war das?

00:39:32: War das dann oder vor offensichtlich dass der Punkt jetzt kommt?

00:39:38: also hat sich das schon angekündigt oder war das etwas?

00:39:41: sehr Blödsache ist dann?

00:39:46: Also du nix!

00:39:48: Es hat sich schon angeknündigt.

00:39:51: Ja, es hat sie angekundigt.

00:39:55: Sie ist dann die letzten zwei Monate nicht mehr aus dem Spital gekommen oder die letzten sechs Wochen.

00:40:08: Sie hat Musiklkarten in Wien gehabt, schon zwei Jahre lang, die sie immer wieder verschoben hat.

00:40:15: Also dass ihr Mama machen wollt und sie hat es uns gegeben und ich bin mit meiner jüngsten hingangern Elisabeth?

00:40:31: Ah, Elis, oh Gott.

00:40:33: Das habe

00:40:34: ich auch vor kurzem gesehen, ja.

00:40:36: Wunderschön!

00:40:40: Eine Traumkulisse ein echt schöner Abend.

00:40:43: Wir haben jetzt viele Fotos und Video-Mitschnitte gemacht.

00:40:48: Ich hab ihr ganz viel von dem Abend erzählt Und hab sie weitgehend wie das im Rahmen halt möglich ist versucht mit leben zu lassen.

00:40:59: Wir haben vor der Vorführung Fotos gemacht und ich habe dann Nachrichten bekommen von ihr, die sie nicht mehr geschrieben hat oder meine Schwester geschrieben hat.

00:41:19: Das Hoster-Schwester hat in Ihrem Namen das dann geschrieben?

00:41:22: Ja, Sie hatten dürfen.

00:41:23: also sie hatte ja Laumnis gehabt weil wenn wenn ihr nicht schreien wollt, sondern die Finger haben halt nicht

00:41:33: gefolgt.

00:41:35: Sie hat dann das übernommen sozusagen

00:41:38: für sie gemacht und in der Nacht war da noch ihr Mann bei ihr.

00:41:46: Und am nächsten Tag... Also es war ein schöner Abend für uns.

00:41:52: Am nächsten Tag war bei uns Zeugnis Verteilung in Wien, wir sind Frühstückengang.

00:42:00: Also ich mache das immer so als Tradition mit meinen Kindern und wie man dann hinter Toilette war und quasi uns in die Schule aufmachen wollten, haben wir den Nachricht bekommen.

00:42:18: Das heißt deine Schwester hat dir geschrieben oder?

00:42:22: Ja dass sie in der Nacht auf ihren Stern gegangen ist Und du musst halt gar nichts mehr sagen, gell?

00:42:39: Man hat auch dort mir angeschaut und hat alles gewusst.

00:42:45: Auch wenn ich gewusst habe dass der Moment kommen wird vor ihrer Zeit.

00:42:57: Und auch wenn ich weiß das dann die Schmerzen also ein sehr schmerzvoller Zeit mit physischen Schmerzenschmerzen, mit extremen Schmerz.

00:43:11: dass das eine Befreiung ist.

00:43:17: War schon sehr, sehr traurig.

00:43:23: Ja

00:43:28: krass!

00:43:29: So mitten im Leben kommen dann diese Nachrichten die um den Boden wegziehen obwohl man sogar wenn man weiß, dass dieser Tag kommt.

00:43:41: Es trifft ihr immer unvorbereitet

00:43:45: Genau, und es ist immer bleibt die Zeit in der Sekunde stehen.

00:43:52: Ich meine wir wissen das sie nicht stehen bleibt.

00:43:56: Aber wie fühlt?

00:43:59: Ist es ein Vakuum?

00:44:02: Total!

00:44:05: Und das ist es einfach.

00:44:14: Also vom zeitlichen Rahmen bin ich jetzt aber gar nicht so...

00:44:20: Also ihr Kind, ihr seides Kind war zu dem Zeitpunkt eineinhalb Jahre alt.

00:44:29: Das heißt das war aber dann nicht mehr Corona?

00:44:32: Naja, davor bin ich natürlich auch hingefahren.

00:44:39: ja davor habe ich sie besucht und ich hab sie auch im Krankenhaus besuchen können war man öfter dort, ja.

00:44:54: Und sie war auch... also meine Nichte ist auch zu den Familienfeiern was die Weihnachten Ostern da und trefft man uns immer als große Familie ist sie auch hergekommen, ja?

00:45:07: Also das war schon eine Zeit, dass immer wieder dieses Leben, Kraft tanken und in der Familie sein.

00:45:30: Und sie hat Familie gelebt, geliebt und gelebt.

00:45:42: Sie ist ja in Deutschland geblieben und war sehr gut aufgehoben.

00:45:57: Ja, voll krass!

00:45:59: Ich muss auch immer wieder durchschnaufen.

00:46:09: Du, deine Schwester natürlich.

00:46:11: Deine Familie generell ist da diese schwere Trauer hier und man hat die Verabschiedung und gleichzeitig läuft dein Leben eben so weiter.

00:46:24: Du hast ja selber gekriegt, du hast gerade gesagt mit Zeugnisdingen.

00:46:29: Wie war das dann diese Gleichzeitigkeit in deinem Kleinen?

00:46:34: innersten Familienleben und gleichzeitig dieser Verlust?

00:46:41: Ja, es bleibt halt... Also du kannst natürlich nicht allengerecht werden.

00:46:48: Du schaust also ich habe mich dann darauf beschränkt zu schauen was ich machen kann die Aufgaben zu erfüllen.

00:47:02: meine Kinder sind das sicher kurz zu kurz gekommen obwohl ich mich bemüht hab aber sind dann sehr schnell selbstständig geworden und bin ja immer noch zu den Eltern runtergefahren.

00:47:22: Ja eben, das war ja auch noch regelmäßig.

00:47:24: Ich habe

00:47:24: da jahre gelaufen und natürlich jetzt im Nachhinein hätte ich doch schon ein bisschen mehr auf mich aufpassen sollen und mehr Kraft Danke.

00:47:43: Wobei ich schon mir das alles aufeinandergeprallt ist, du kannst dir Hilfe holen.

00:47:51: Kannst ja einfach wenn Angehörige von dir entweder auf dem Antimenzleiden oder auch in Krebsleiden bekommen, dann kannst du dir psychologische Betreuung und Beratungshochung und holen.

00:48:08: also das geht dir zu Und in dem Fall war ich ein Nahangehöriger auch, also auch bei meiner Nichte.

00:48:16: Das wird auch telefonisch gemacht ja?

00:48:20: Also das habe ich alles in Anspruch genommen und ich finde es einfach wichtig.

00:48:27: Ja

00:48:29: voll voll!

00:48:31: Mir ist sehr schwer gefallen mit anderen Menschen drüber zu reden.

00:48:35: Also Freundinnen oder so...

00:48:39: Kannst du das benennen, warum?

00:48:41: Also war es die Emotion oder dass hast du irgendwie...

00:48:44: Ja, ich habe mich irgendwie auf meine Welt sehr klein geworden und ich wollte wendern das mit der Familie besprechen.

00:48:55: Und ich hab' mit den besten Freunden dann natürlich mich ausgetauscht.

00:49:02: Das schon aber auch nicht zu viel!

00:49:07: Ich wollte die Freundschaft nicht beschweren

00:49:14: Ja, ich glaube.

00:49:15: also das ist glaube ich ein Punkt der ganz viele betrifft.

00:49:19: Ich habe gerade vor kurzem auch wieder einen Workshop gegeben wo genau das Thema war man fühlt sich... obwohl man es ja nicht ist, aber man fühlte sich irgendwie wie so eine Belastung zum Teil oder eine Person, die einfach Schwere in den Raum bringt.

00:49:35: Wenn man etwas ausspricht oder anspricht ganz besonders finde ich hat man oft das Gefühl wenn dann mehrere Personen zum Beispiel beim Essen.

00:49:42: oder man also mir war ja damals Studentin noch da hat es halt eben so immer am Abend zusammen gesessen in der WG und was trinken?

00:49:50: ja und dann sitzt ein Studier mit dieser grauen Wolke oder in dieser graue Wolke Und du denkst dir so, wann er jetzt bloß nicht irgendwas bei Ihnen ansprechen?

00:50:01: Weil dann ist jeder wieder bedrückt so ungefähr.

00:50:05: Also ja...

00:50:07: Genau und das fällt bei mir unter Verlust der da ist aber über den ich immer nicht rede zum Beispiel.

00:50:18: Der kommt einfach noch dazu und ich bin halt in der Zeit auch immer neben der Trauer und allem hinterher gehinkt.

00:50:31: So was mache ich oft auch anderen Seite, habe ich mir aber immer mehr aufgehalst wie ein Duracellischen so ein bisschen.

00:50:45: Ich kann mich noch erinnern du hast ja gesagt du bist eben extrem in dem Funktionieren gewesen und dann warst du bei Winterkraft und das hat die so ein bissel rausgeholt aus dem Funktionsmodus.

00:50:59: Mich gibt es noch, ich muss mich mal spüren und vielleicht an der einen oder anderen Stelle langsamer ummerl werden.

00:51:06: Und dann bin ich auch in diese Extreme reingefallen so... Dann habe ich mit den Ausbildungen schon vorher ein bisschen gestartet aber dann halt echt extrem mehr noch mehr Ausbildung, noch mehr Wissen drum herum.

00:51:23: also das ist schon sehr im meinem Kopf verankert gewesen dass nicht nur das wissenschaftliche Wissen sondern die Gefühle, das war so ein zentraler Punkt bei mir an dem ich geknappert habe.

00:51:39: Das was ich fühle egal was da draußen ist ob ich den vertrauen kann ob das richtig ist weil das war wie es eben bei meiner Nichte so auf und ab gegangen ist und deswegen habe auch gesagt ich hab mich dann beschränkt damit dass was gerade isst Wenn es dann die Situation wieder anders ist, ist sie sehr anders.

00:52:09: Aber dieses Gefühlsleben, das haltet sich nicht nach diesen Grenzen und dass ich dann wohl weiß ja, es ist alles gut!

00:52:22: Es ist gut wie ich mich fühle, es passt, es gehört zu mir... Es ist alles in Ordnung bei mir.

00:52:29: Nein!

00:52:31: Natürlich nicht, aber trotzdem.

00:52:33: Ich bin, ich bin.

00:52:38: Und dann die Schwierigkeit, dass man nicht zu stark wird.

00:52:46: Die körperlichen Auswirkungen kommen spät oder halt sofort.

00:52:57: Also sehr belastbar war ich da nicht mehr, muss ich sagen.

00:53:00: Wenn noch was dazu kam und kam ja auch ... Ich mag dann nicht mehr.

00:53:12: Es ist gut, und es geht aber trotzdem wieder.

00:53:18: Ich bin in diesem Funktionsmodus sehr hineingesteigert.

00:53:24: Aber da hat mir wirklich Winterkraft- und Zählensport sehr geholfen ... Du fühlst das ja!

00:53:36: dass die Gefühle da sein dürfen.

00:53:40: Und sie machen ja uns zu Menschen.

00:53:44: Voll, voll!

00:53:49: Also wie du es schon gesagt hast dann ist er eben... sind deine Eltern in den nächsten Jahren dann auch noch verstorben und hat's da dann eben so Gedanken gegeben?

00:54:00: oder sagt man ich kann ihm es kotzt mehr an Es reicht jetzt oder so?

00:54:06: Oder bist du eher so in die Richtung so okay Ja, mein Leben.

00:54:14: So hin und her gesprungen oder wie war das?

00:54:16: Was hast du da so für Gedanken auch gehabt?

00:54:19: Also die Gedanken waren dann schon.

00:54:22: jetzt ist es bald mal gut.

00:54:25: Jetzt darf die Sonne auch wieder scheinen.

00:54:30: Und

00:54:30: dann aber dann habe ich raus geschaut bei uns in den Garten reingeschaut und haben gedacht Ewa!

00:54:37: Die Sonne scheint Du schaust dir halt an, ja?

00:54:44: Ja.

00:54:46: Es passieren die Dinge, die passieren aber bitte deine Gedankenwelt also meine Gedankenwelt um die die Gedanken kreisen so Stück für Stück wieder in meine Selbstwirksamkeit kommen einfach wie das also einfach klingt jetzt falsch Ja,

00:55:09: aber ich weiß.

00:55:09: Man sagt es ja so oft.

00:55:12: So falsch!

00:55:14: Es ist nicht einfach.

00:55:18: Schritt für Schritt.

00:55:20: Schritt für schritt die Pflanze anschauen, die Blätter anschauen das Grün anschauen und dann nicht nur verweilen beim grünen sondern tun.

00:55:34: Und mein erster Schritt war da, da war ich auch in Jahreskraft dann.

00:55:39: Mein erster Schritt war tatsächlich weil ich es laut ausgesprochen habe bei dir eine Tasse Kaffee als Morgenritual am Balkon trinken und das war wie ich's gesagt hab, habe ich mir gedacht ja gut sag' ich halt mal!

00:55:58: Dann habe ich das auch wirklich getan.

00:56:05: können wir uns einfach ausprobieren.

00:56:10: Und da passt das Wort wieder, es ist ganz egal was ich tue und sei es ein Buch von rechts nach links zu heben oder abzustellen.

00:56:23: Und von mir aus dieses Buch dann wiederzunehmen hin und her.

00:56:28: aber diese Bewegung signalisiert.

00:56:35: Und ich finde das wichtig und mir hat es geholfen.

00:56:38: Ich habe das dann schon getan, um auf die Frage zurückzukommen.

00:56:46: Ich bin überzeugt davon, dass wieder die Sonne strahlt anders.

00:56:56: Voll!

00:56:56: Und ich find zum Beispiel zusätzlich diese Gleichzeitigkeit nicht so da.

00:57:03: Ich kann in der Sonne stehen, es strahelt um mich herum Ich darf mich über diese Sonnenstrahlen und diese Wärme freuen.

00:57:11: Und gleichzeitig darf vielleicht eine Träne runterrollen, so dieses... ich kann beides fühlen nebeneinander, miteinander so!

00:57:19: Das macht das Leben ja dann so lebenswert oder so lebendig, dass einfach alles da sein kann ohne Kampf.

00:57:27: Ja und weil du das jetzt sagst was mir extrem wichtig war in dieser Zeit Da war ich auf Besuch bei meiner Nichte und sie hat ein Witz gemacht.

00:57:46: Der Humor war ja schon sehr besonders, aber der Witz war so schräg und ich habe so lachen müssen!

00:57:57: Ich hätte es gar nicht zurückhalten können, ich hab so herzhaft gelacht Und sie hat so gestrahlt und gesagt, mal endlich eine die über meine Witze lockt.

00:58:10: Und dieser Moment war so skurril aber auch so leicht ja?

00:58:16: Ja das eine ist da!

00:58:20: Wir leben uns

00:58:28: Voll, aber Humor.

00:58:29: Also wie du sagst so, Humormomente sind auch so eine kraftvolle Ressource die man total unterschätzt.

00:58:36: und es darf wohl sein wenn's mit den richtigen Menschen also wirklich in der gleichen Ebene so in der Verbindung passiert, dass eben jemand dann einen Witz macht.

00:58:46: und zusammen zu lachen das ist ein Moment... Das wird die ewige Erinnerung bleiben.

00:58:53: Ja.

00:58:55: Voll schön!

00:58:56: Danke, dass du das noch erzählt hast.

00:58:57: Voll schön!

00:58:58: Das kann man sich so richtig gerade vorstellen.

00:59:02: Weil du gerade gesagt hast diese Klonigkeiten wie mit der Tasse rausgehen und diesen Moment bewusst wahrnehmen und kurz spüren und sich alles erlauben.

00:59:12: gerade in dem Moment eben dieses Boah fühlt sich gerade fein an, dass die Sonne scheint und der Café duftet.

00:59:18: so gut und gleichzeitig vermisse ich grad die und die Person oder bin traurig und den Moment richtig so.

00:59:27: Kraft schöpfen aus dem Moment und dann die Kraft eben für das, für die Trauerwellen oder so.

00:59:33: Und da haben wir gerade vor Kurzem ein Workshop gehabt zum Thema Erschöpfung und dann ist darum gegangen dass sie eben eine Sache rausbicken die ihnen Kraft gibt aber eben so eine Richtung wo man sagt so bescheuert simpel etwas was eigentlich so mitten im Alltag ist wo eigentlich nicht dran denken würdest.

00:59:53: Das gibt mir voll Kraft, weil viele denken dann immer nur an ganzes Wellen das Wochenende oder ein Urlaub und so.

00:59:58: Aber es muss etwas sein was mitten im Alltag ja auch machbar ist.

01:00:02: Und dann habe ich so Schirm gefunden, die ist Uhr antwort gekommen.

01:00:05: Frische Bettwäsche!

01:00:08: Ohja... So dieses dieser Moment wenn du das Bett überziehst und dann so schüttelst und dir das erste mal rein legst.

01:00:17: Einatmest und das ist so richtig diese frischen Und hat sich eben gesagt, sie macht das jetzt ganz bewusst immer.

01:00:24: Dass ihr eben das Bett halt frisch aufbetet und dann bewusst so wahrnehmen und spüren und das hilft mir jetzt vielleicht besser in den Schlaf zu finden oder so.

01:00:35: Das sind so diese Klonigkeiten.

01:00:38: Das ist sehr cool!

01:00:40: Bei mir ist es zum Beispiel wenn ich mich wasche und ich brauche gerade nehme ich mehr ein frisches Handtuch

01:00:51: Ja,

01:00:53: eines aus dem Kasten raus.

01:00:56: Also ich habe gerne die bissi-festeren Handtücher, die man halt im ersten Moment noch spürt aber dann werden sie eweich und das gönne ich mir.

01:01:06: dann da überlege ich mir, gönn' nicht mehr dass ihr hättest

01:01:09: und

01:01:10: dann schnapp ich's mir!

01:01:12: Aber das ist auch so was von ganz bewusst, du kannst entscheiden hey ich tu mal gerade etwas Bewusstwollentun des Mitten im Alltag

01:01:21: oder so.

01:01:21: bei meiner alten Arbeitsstätte, da war es wenn ich dann runtergefahren bin und nicht mehr sehr gut drauf war oder

01:01:31: ein

01:01:32: bisschen down war.

01:01:34: Oder davor haben mich ja schon gut gekannt.

01:01:36: Ich habe gesagt, ich brauche einen Kaffee!

01:01:39: Und dann ist mein Kollegin gelaufen

01:01:42: und er

01:01:42: hat meinen Kaffeesprach

01:01:45: gebraucht.

01:01:47: Ja, voll Klima.

01:01:48: Genau!

01:01:49: Unser Klimamomente.

01:01:53: Das ist schön.

01:01:56: Oder mein Gott... Meine Nichte hat mir mal zum Geburtstag, der hat schon in Deutschland gelebt, an Blumenstrauß zum Geburtsdach geschenkt.

01:02:06: Der ist dann wirklich so geläutet worden.

01:02:09: Ah echt?

01:02:10: Ja, der Lieferant ist schon weggelaufen gewesen und dann ist er vor mir gestanden, den Blumenstrauß.

01:02:17: Wie cool, das sind auch voll schöne Momente.

01:02:20: Das stimmt so frische Blumen ganz überraschend mit denen man gerade gar nicht gerechnet hat mega schön.

01:02:28: Also sie hat geschaut dass sie Freude verbreitet.

01:02:37: Ja vielleicht noch zum Schluss.

01:02:40: also wir haben ja dann so davor oder so bis ich rede.

01:02:43: du hast ja einfach wirklich sehr viele prägsame Verluste erlebt und damals schon hast du gesagt, dass du ja eine Scheidung erlebt hast.

01:02:56: Das ist jetzt schon achtzehn Jahre oder so?

01:03:00: Ja!

01:03:00: Über achtzehne Jahre oderso?

01:03:02: Ja.

01:03:06: Da hat sich einfach so viel in deinem Leben.

01:03:08: da bin ich ja schon reinkatapultiert weil auch in Trauer, in Funktionieren, in ein Funktionsmodus Diese Scheidung mit drei Kindern.

01:03:20: Und ich glaube, die Jüngste war gerade mal drei Jahre alt.

01:03:28: Das ist echt krass!

01:03:31: Du hast ja gesagt, du hast ein schlechtes Gewissen damals.

01:03:36: Arbeitengehen, Fremdbetreuung und Freunde.

01:03:40: Die Weggang sind keine Ahnung... Wie war das damals?

01:03:46: Und du hast ja auch einen wertschätzenden Weg mit deinem Ex, also dem Vater der Kinder gefunden.

01:03:53: Wie war dieser Weg so?

01:03:55: Wo hast Du gemerkt, dass es sich echt trauer ist?

01:03:58: und was war die größte Herausforderung in dieser Zeit?

01:04:04: In dieser Zeit tatsächlich habe ich quasi das erste Mal Berührung.

01:04:13: Mechanismus gut organisieren hilft mir und gibt mir Stütze.

01:04:21: Mit diesem Mechanismus gemacht, also Bekanntschaft gemacht und die Scheidung war sehr schmerzhaft, war ein langer Weg haben wir uns überlegt oder ich mich überlegte, einer spricht es dann im Aus Meine Jüngste war damals drei Jahre alt und ich war vorher Hausfrau, mein Jüngster im drei-Jahre-Alt war.

01:04:53: Wir haben ein Haus gehabt und also ich wollte dann auch arbeiten gehen, das Geld verdienen.

01:05:07: Und das waren schon von quasi null auf tausend.

01:05:13: Da ist dann schon, wie werden die Kinder betreut?

01:05:17: Wie lange können sie betreuert werden.

01:05:20: Welche Arbeit kann ich überhaupt annehmen mit drei Kindern?

01:05:24: Mir ist es gelungen und ich habe einen guten Job bekommen in flexiblen Arbeitsstädte.

01:05:32: Und dann war schon das permanente schlechte Gewissen weil die Kinder eben in der Fremdbetreuung waren weil es funktioniert hat.

01:05:44: Und ich bin gefahren und habe geschaut, dass alles gut funktioniert ja?

01:05:53: Dass es sich zeitlich ausgeht aber natürlich vorher war ich zu Hause relaxed entspannt und dann bin ich nach den Kindern oder zeitgleich gekommen hab schnell gekocht mit halbem Ohr sicher manchmal zugehört oder bis sich das eingespielt hat, haben versucht da zu sein.

01:06:24: Aber die Zeit es gibt nicht mehr Zeit.

01:06:28: Es wird einfach weniger und das war schon ein schlechtes Gewissen.

01:06:32: also es war nicht nur wenn die Kinder krank sind oder wenn was passiert ist.

01:06:37: Das ist der Alltag

01:06:42: Und

01:06:42: was man da alles leistet, ja?

01:06:47: Was alles geht.

01:06:51: Ich hatte damals auch Diskussionen mit den Kindern wie wir es machen und habe auf der anderen Seite aber wirklich geschaut dass mein Ex-Mann und meine Kinder nicht so eine Sehnsucht entwickeln, weil sie sich nicht sehen können.

01:07:08: Und da haben wir für mich und ich hoffe für alle ein gutes Modell gefunden.

01:07:15: auch was die Family oder was sagt die Family wenn ich dann gehe?

01:07:20: Ja das sind auch so Punkte über die redet man vielleicht gar nicht so oft.

01:07:30: Ich war damals diejenige der es ausgesprochen hat.

01:07:34: Also dann auch dazustehen und sagen, ja ich will.

01:07:38: Du wirst einen neuen Weg gehen um dahinter zu stehen.

01:07:43: Das kostet alles Kraft!

01:07:47: Und natürlich habe auch Freunde verloren weil der Freundeskreis teilt sich auf.

01:07:54: Auf der anderen Seite... habe ich auch nicht die Zeit mehr gehabt, um ihn zu pflegen.

01:08:00: Also das geht so Hand in Hand... Ich könnte jetzt nach im Rückblick nichts sagen ob es nicht nur wegen der Scheidung war sondern ob es Ich könnte ja nach was sagen.

01:08:22: Nein, jetzt geht es halt nicht, treffen wir uns dann doch dort und da ein Andermal.

01:08:28: und auch eine gewisse Art von Scham.

01:08:32: Weil ich natürlich gefragt worden bin warum bist du gegangen?

01:08:35: Warum?

01:08:36: Was war's denn?

01:08:38: Ihr habt drei Kinder!

01:08:40: Das ist auch eine Zahl.

01:08:46: Ja voll krass das hast Du damals schon extrem viele Emotionen, Veränderungen Organisations-Talent verstöhn entwickelt.

01:08:55: Glaubst du, dass es dir deswegen auch gelungen ist jetzt in dieser Zeit mit der Nichte deinen Eltern schnell in so eine Organisation zu kommen?

01:09:08: Dass du da schon ein bisschen vor Erfahrung und geübt warst im... Es muss jetzt irgendwie funktionieren und alles unter den Hut bringen und so.

01:09:17: Hast du darauf vielleicht dann die Zeit Wo das alles jetzt passiert, was du an damals dachtest?

01:09:25: Ich glaube, dass ich den Modus schon sehr verinnerlicht habe und deswegen so schnell hineingekommen bin.

01:09:34: Und auch ohne Haar dann!

01:09:38: Jetzt tun wir... Was machen wir denn?

01:09:42: Wie können wir denn...?

01:09:44: Den gab's nicht.

01:09:45: Es gab Springen, so wie es auch viele ... Wenn du zu einem Notfall kommst, zum Beispiel gibt es ja die verschiedenen Charaktere, wie jemand reagiert und einer davon ist der, der ohne zu zögern eine Aktion setzt, welcher auch immer, ja?

01:10:02: Und in dem Fall halt ohne zu Zögern das Trum ... Und auf der anderen Seite ... Was war die Frage?

01:10:16: Die zweite.

01:10:20: Ja, ob du dann auch in der Zeit irgendwie mal zurückdacht hast eben an diesen ... Ah

01:10:25: ja genau!

01:10:26: Also ob das irgendwann mal aufbloppt ist für den Dachterspaar.

01:10:28: Krass!

01:10:29: Jetzt bin ich wieder ins veränderte Modus und muss funktionieren, organisieren usw.

01:10:36: Tatsächlich nicht!

01:10:39: Das ist so automatisch alles.

01:10:42: Wir machen das jetzt und ja, es wird schon gehen.

01:10:45: Und tatsächlich habe ich nicht zurück gedacht bis du mich drauf gestoßen hast wenn du dich erinnerst so mit dem Konex gar nicht hergestellt habt.

01:10:56: aber in den letzten Wochen habe ich vermehrt daran gedacht und klar augenscheinlich Aber wie arg das ist.

01:11:15: Ja, da hast du echt einfach so viele Dinge schon erlebt und Verluste und Veränderungen.

01:11:22: Und trotzdem sitze ich da im Streich oder eine Lebendigkeit aus, wo man manchmal ja schon erstaunt ist.

01:11:36: Ich denke...

01:11:36: Das ist sehr berührend immer wieder!

01:11:39: Danke dir!

01:11:40: Du erlebst das Leben auch so viel Bei der Folge.

01:11:51: über meine Eltern habe ich ja auch gesagt, so schwer das alles ist.

01:11:58: Aber sie strahlen immer und...

01:12:09: Ja voll!

01:12:10: Das ist Leben.

01:12:11: Vielleicht um das große Ganze noch mal reinzuholen?

01:12:19: Was würdest du jemandem sagen der gerade auch mehrere Verluste gleichzeitig erlebt hat.

01:12:25: Weil die haben wirklich immer wieder auf viele Mails, die man kriegen, wo gleichzeitig beziehungsweise so kurz nacheinander... Was ist da die Besonderheit dran und was möchtest du den Menschen damit geben?

01:12:46: Ich finde das es sehr wichtig ist jetzt in der Rückschau dass man auf sich achtet also wenn die Verluster kommen es nicht so hinnimmern nacheinander.

01:13:03: und jetzt, wie ich gesagt habe mir ist das gar nicht so aufgefallen weil ich so mittendrin war doch ein bisschen genauer hinzuschauen.

01:13:13: und ja Hilfe und Support auch körperliches Wohlfühlen ganz harmlos die Badewanne vielleicht das längere Duschen auf sich achten

01:13:31: Und das frische Handtuch dann?

01:13:33: Ja, oder die Bettwäsche.

01:13:37: Und Humor.

01:13:41: Du darfst immer lächeln und lachen wenn dir danach zum Mute ist und es andenken.

01:13:52: Also ich fand das sehr schön zu Lebzeiten.

01:13:56: Ich bin ja da echt ein Fan davon was zu gestalten, was man für nachher hat.

01:14:07: Wenn die Verlustzeit gerade da ist, sich ein oder zwei wirkliche Lieblingsstückchen hernimmt und die Geschichten dahinter.

01:14:22: Natürlich denkt man automatisch an den Verluste aber auch an die Geschichte dahinter.

01:14:28: Ja voll

01:14:29: Und das muss man noch gar nicht mit Freude Da ist eine Geschichte da.

01:14:36: Ja, und die ganzen Erinnerungen wertvolle Momente, die du jetzt durch ein teilweise erzählt hast, das macht die Geschichte dann aus?

01:14:49: Und wenn es so ist gerade dass man ganz tief drinnen ist, dann nimmt er's auch an.

01:14:57: Wie mache ich letztens Saka?

01:15:01: Es gibt keine Abkürzung.

01:15:05: Und wie du gesagt hast, dass du bist oft im Bett gelegen.

01:15:08: Hast ja vorausgehalten.

01:15:10: Genauso wie ich.

01:15:12: Also das zulassen Sie immer wieder mal.

01:15:16: Sagen so dagegen wären.

01:15:19: Ja und?

01:15:20: Darf auch mal sein.

01:15:21: Ich glaube auch und die Gefühle auf die Gefülle, die ganz tief in den Bauch drinnen sind.

01:15:31: Die schon zu achten.

01:15:33: Voll.

01:15:38: Ja.

01:15:41: Bewegung.

01:15:43: Zum Beispiel mit Zählensport.

01:15:46: Genau, ja und das Schritt für Schritt nicht einfach aber Schritt für Schritt.

01:15:55: Alles nacheinander.

01:16:00: Schön wenn du jetzt so abschließend an deine Nichte denkst und das was du so erzählt hast jetzt... Was nimmst Du von ihr mit in dein eigenes Leben?

01:16:10: Für dein eigener Leben?

01:16:14: Irgendeine Vorbildsache oder

01:16:17: eben

01:16:18: irgendwas Besonderes, was du sagst.

01:16:22: Diese bedingungslose Freude und

01:16:29: Kraft

01:16:31: und Ziele.

01:16:39: Ziele nicht stecken in dem Sinn sondern etwas planen worauf man sich freuen kann wird dann ein bisschen zeitnah.

01:16:51: plant er nicht mehr?

01:16:53: Nächstes Jahr wachen wir das, morgen oder in einer Stunde und Spontanität.

01:17:02: Einfach Spontaneität zulassen.

01:17:05: Es braucht nicht perfekt sein.

01:17:09: Voll!

01:17:12: Das ist doch schön, das kann man alle mitnehmen ja?

01:17:19: Ja dann vielen lieben Dank nochmal liebe Eva an der Stelle dass du die getraut hast also mutig so intensiv darüber zu sprechen mit mir, das war sehr berührend.

01:17:32: Das waren glaube ich auch noch ohne der berühendsten Folgen wieder.

01:17:36: Es ist echt sehr intensiver gewesen für mich.

01:17:41: Danke dass du dir das getraut hast weil dafür braucht es ja auch erst mal Mut sich da hinzusetzen und dann zu wissen dass andere Menschen uns dann zurhochen werden an Teil dieser Geschichte kennenlernen und dann auch spüren vielleicht durch deine ehrliche, offene Art und dieses echte Zurlassen von Emotionen in seinem Gespräch.

01:18:07: Dass sie sich dadurch also alle Digger zuhochen oder mehr Trauen zwischendurch mal zu weinen, die Geschichten zu erzählen, teilen.

01:18:18: Und ja danke an der Stelle!

01:18:22: Danke dir für deine tolle Begleitung dein Hinführen Und es war mir sehr wichtig, zu erzählen.

01:18:38: Ja voll.

01:18:40: Und jetzt holen wir noch den restlichen Tag und ihr vielleicht oder draußen?

01:18:46: Also Taschentuch, Tücher zupfen!

01:18:48: Los geht's!

01:18:50: Ich wünsche euch allen nur einen sehr berührenden schönen Tag mit all den Emotionen und bis zur nächsten Folge nicht mehr mit der Eva.

01:19:01: Jetzt reichts.

01:19:05: Tschüss!

01:19:08: Das war Trauerwelle, dein Seelensport

01:19:11: Podcast für einen

01:19:12: mutigen und sicheren Umgang mit all deinen Trauergefühlen.

01:19:17: Von & Mit Kati Biber Du findest Seelsport auch im Netz unter www.seelensports.at Und auch auf Instagram und Facebook unter Seelnsport

01:19:32: rund

01:19:32: um deine Trauer und deine Gefühle.

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