#165 „Irgendwann kommt das Licht": Anna über viele Verluste, Sternenkinder und ihren langen Trauerweg

Shownotes

„Es gibt immer ein Ende des Tunnels, auch wenn der Tunnel lange ist." Vielleicht kennst du das: Ein Verlust ist noch gar nicht richtig angekommen, und schon kommt der nächste. Der Körper bleibt dann dauernd in Alarmbereitschaft, der Schlaf wird unruhig und die Kraft immer weniger. In dieser Folge erzählt mir Anna von vielen Jahren voller Abschiede: Sie hat ihre beste Freundin bis zum Tod begleitet, ihren Papa verloren und mehrere Fehlgeburten erlebt, darunter eine Eileiterschwangerschaft mitten im Lockdown, die sie ganz allein durchstehen musste. Anna erzählt, was ihr geholfen hat: Schreiben, Singen, nächtliche Gespräche am Friedhof, eine Sternenkinder-Gedenkstätte in ihrem Ort, der SeelenSport und Winterkraft. Und sie erzählt, wie seit diesem Sommer ein kleines Mädchen als Pflegekind bei ihr und ihrem Mann lebt. Hör rein, wenn du magst. Vielleicht findest du dich in Annas Geschichte ein Stück wieder.

✅ Trauer um eine Freundin ist genauso echt wie jede andere Trauer, auch wenn sie im Umfeld oft übersehen wird.

✅ Jeder Verlust hat seinen eigenen Platz, weil wir zu jedem Menschen eine andere Beziehung hatten.

✅ Anna sagt: Such dir einen Kanal, um deine Gefühle ins Fließen zu bringen, ob Schreiben, Singen oder Bewegung, und trau dich, Neues auszuprobieren.

👉 Winterkraft gibt es in der Form nicht mehr, dafür jetzt die Gefühlskraft-Reise. Wenn du dich über die unverbindliche Warteliste für die Gefühlskraft-Reise anmeldest, dann bekommst du die ersten drei Module von Winterkraft als Bonus kostenlos dazu. Das hat es wirklich noch nie gegeben. Am 5. November öffnen wir die Anmeldung wieder. Hier kannst du dich schon jetzt eintragen: https://www.seelensport.at/gefuehlskraft-warteliste/

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Trauerwelle ist der SeelenSport® Podcast für trauernde Menschen, die selbstsicher und mutig ihre Trauerwellen surfen wollen. Du erfährst, wie du deiner Trauer Raum und Zeit gibst und aus ihr deine körperliche Kraft zurückgewinnst. Denn Trauerwellen sind anstrengend und kosten Kraft, wenn sie über dich hereinbrechen, du sie ignorierst oder versuchst zu unterdrücken. In den einzelnen Podcast-Folgen leitet dich Katy Biber liebevoll und achtsam, und gleichzeitig mit Leichtigkeit durch die Wellen der Gefühle, damit du deine Trauer verstehst und den Mut findest deinen eigenen Trauerweg selbstwirksam zu gehen.

Transkript anzeigen

00:00:00: Manchmal kommt ein Verlust nicht allein.

00:00:03: Manchmal reiht sich einer an den nächsten, bis du kaum noch weißt, wo die eine Trauer aufhört und die andere anfängt.

00:00:12: Anna nimmt mir mit in dieser Folge durch viele Jahre voller Abschiede – den Tod ihrer besten Freundin, dem Tod ihres Bappers und mehrere Fehlgeboten, die sie oft ganz alleine durchstehen hat müssen!

00:00:27: Anna spricht darüber als Freundin, als Tochter, als Mama von Sternenkindern und auch als Seelensport-Trainerin – sehr offen und berührend.

00:00:37: Und sie erzählt wie sie trotzdem immer wieder ein kleines Licht am Ende des Tunnels gesehen hat!

00:00:44: Wenn du selber gerade mehrere Verluste erlebst, dann ist diese Folge für die….

00:00:50: Anna erzählt, oh wie gut ihr im letzten Winter mein Programm Winterkraft getan hat.

00:00:55: Dieses Programm allerdings gibt es in der Form nicht mehr.

00:00:58: Stattdessen gibts jetzt mein neues Programm Gefühlskraftreise und wenn du die über die unverbindliche Warteliste für die Gefühlskraftreise anmeldest dann kriegst Du aber die ersten drei Module von Winterkraft als Bonus kostenlos dazu.

00:01:15: Das hat es wirklich noch nie geben, am fünften November öffnen wir die Anmeldung wieder.

00:01:19: Lasst dir das auf gar keinen Fall entgehen!

00:01:22: Deswegen jetzt kurz anhalten den Link dazu in den Show Notes raussuchen und sie direkt auf die Warteliste setzen.

00:01:30: Und dann starten wir rein ins Gespräch mit Anna Trauerwelle Dein Seelensport-Podcast für einen sicheren, ehrlichen und bewegten Weg durch all deine Trauergefühle hindurch.

00:01:43: Von und mit mir Kati Biber.

00:01:49: Liebe Anna!

00:01:50: Ich freue mich riesig dass wir heute gemeinsam im Podcast Trauerwelle miteinander sprechen über sehr viele Verluste die dein Leben geprägt hat Und eine sehr intensive Reise Viele Jahre an trauer Wellen Die du schon durchlebt hast und darüber sprechen wir heute.

00:02:08: Danke, dass du bereit bist so offen und ehrlich rot darüber zu sprechen.

00:02:12: Und vielleicht für den Anfang magst Du die mal vorstellen?

00:02:16: Wer bist Du?

00:02:17: Was machst Du?

00:02:17: Wo lebst Du?

00:02:18: Erzähl uns was von Dir!

00:02:21: Ja, seit knapp zwei Monaten ist es bei uns ein Kind eingezogen.

00:02:45: Und ja, jetzt ist mein Leben ganz anders als immer das vor vier Monate vorgestattet hat.

00:02:51: Jetzt bin ich daheim in Querenz mit einem zweijährigen Kind.

00:02:55: Und das ist sozusagen jetzt das Ende dieser Geschichte.

00:02:59: aber wir fangen natürlich ganz vorne an weil es hat natürlich einen Grund warum und wie dieses Kind zu euch gefunden hat?

00:03:07: Genau!

00:03:07: Es geht um Trauer, es geht um Verluste.

00:03:09: Und das fängt ja bei dir auch schon vor... ...Zwanzig, zwanzig... ...zwanzig neunzehn war das rum.

00:03:16: Du bist konfrontiert mit dem Tod?

00:03:19: Was ist denn damals passiert?

00:03:24: Zwanzig Neunzehnten war ich zu der Zeit gerade selbstständig.

00:03:28: Ich habe einen Gast ausgeführt und meine beste Freundin ist... ...zwanzigssebzehn an Krebs erkrankt.

00:03:37: Eine junge Frau mit... Ja, die Diagnosen waren so ein bisschen was vom Damm rausnehmen.

00:03:52: Und im Ende des Tages hat sie herausgestellt dass das ein Ziegleringkatzenum ist und ganz schwer betroffen ist.

00:04:02: Sie hat ganz viele stundenlange Operationen gehabt, Chemos... Also die hat einen Leidensgang durchgemacht, das war unbeschreiblich.

00:04:13: Und dann war kurz... hab ich gestern aufgeschrieben im Sommer krebsfrei.

00:04:22: alle haben sich freut.

00:04:23: wir haben relativ wenig Kontakt gehabt und dann im Herbst hat sie mir mal gebeten dass er mit ihr Auto in der Werkstatt stelle.

00:04:32: und dann fahren wir zurück gemeinsam und dann sagt es zu mir was ist der Ander?

00:04:37: Ich glaube, ich werde nicht mehr.

00:04:38: Und dann habe ich es angeschaut und gesagt, ich spürst wieder was!

00:04:42: Glaubst du das wieder?

00:04:43: Was da ist?

00:04:43: Ich hab's nahe lassen, aber ich glaube, ihr werdet nicht mehr!

00:04:47: Wenn ich sage, ja... Es ist auch okay, wenn man uns nicht mehr kämpfen wüsste, dass die Entscheidung das ist ok.

00:04:56: Tatsächlich war dann wieder etwas da.

00:04:58: Sie hat ... kämpft ... ja noch bis März also vom Oktober bis Märzt.

00:05:08: Am vierundzwanzigsten März war ein Todestag.

00:05:11: Und dazwischen ist noch ganz, ganz viel passiert.

00:05:13: Wir haben miteinander das letzte Weihnachten gefeiert.

00:05:16: Ich bin ja nicht so der Weihnachtsmensch.

00:05:18: Maxi ist nicht unbedingt.

00:05:20: Es hat gesagt, als du was anders magst, kommst du zu mir ins Krankenhaus, weil ich bin ja alleine da und dann benenne mich dann Flaschele Wein und zwei Glasal und eine große Flaschen Sekt für das Krankenhauspersonal, die hat sich gewünscht.

00:05:36: Das habe ich dann irgendwie ins Krankenhaus eine geschmuggelt.

00:05:39: Und ... Dann haben wir Weihnachten nur gefahren und im Februar hat es noch Karat, schwerst krank und um März ist dann von uns gegangen, sie war dann auf der Palliativstation und man hat einfach gemerkt dass das Geh wird.

00:06:06: Wie gesagt, sie kämpft bis zum Schluss.

00:06:08: Aber es wird leider nicht.

00:06:12: Und wie hat denn da damals dein Leben?

00:06:14: so ausgeschaut.

00:06:15: Also dein Alltag, das heißt ihr wart sehr befreundet und wie oft habt ihr euch gesehen?

00:06:20: Wenn du sagst, dass zu Weihnachten sogar dann bei ihr war, also es muss ja da nur wirklich eine enge Freundschaft gewesen sein Und hast du da schon deinen Mann kannte?

00:06:28: Warst du da mit ihm schon zusammen?

00:06:30: oder wie hat dein Alltag aus geschaut?

00:06:31: War wirklich so, dass ganz viel bei ihr oder mit ihr war oder dass man sich einfach ab und zur getroffen hat?

00:06:37: Wie war das so?

00:06:40: Das war immer so fassendes wenn.

00:06:43: Also ich war mindestens auch mal in der Woche bei ihr im Krankenhaus, wenn es ein Krankenhaus war.

00:06:50: Heute im Nachhinein bin ich richtig froh, dass ich zu dieser Zeit selbstständig war weil bei uns die Angriffen haben gesagt hat Anna ich brauchte jetzt.

00:06:59: dann habe ich einfach fahren können und wir haben im selben Ort gewohnt.

00:07:03: Dann hab' ich vorne gefahren und hab's oben gewaschen oder ihr einen Ortsschirm besorgt damit sie wieder ins Krankenhaus fahren kann mit der Rettung.

00:07:10: Solche Sachen wirklich nur funktioniert, weil ich im selben Urteil war.

00:07:15: Und weil ich flexibel war mehr oder weniger.

00:07:18: Mein Tag hat so ausgeschaut, dass in der Früher aufgestanden bin, wenn mein Gast aus Ganger bin, gar nicht habe bis zum Umfahren und irgendwie dazwischen das halt gemacht hab.

00:07:31: Und ja tatsächlich habe ich meinen Mann schon zu dieser Zeit kennend und es war auch bei der ersten Diagnose habe ich gewusst... Ich schaffte es nicht alleine!

00:07:44: Ich bin dann... Also das war nur inoffiziell, da waren wir noch nicht offiziell.

00:07:48: Also ich habe ihn angreifen und wie gesagt, ich brauche die Erstütze als mein geheimnes Backup wo mich dann Austria angeht.

00:08:00: Dann hat man meine Freundin angeschafft, ist mit nur zwei andere Bekannte oder eine Freunde von uns informiert und ich hab die dann alle zusammengefasst und habe gesagt, wir müssen jetzt zusammenhelfen.

00:08:16: Ich schaffte es nicht alleine.

00:08:18: Ich brauch da so ...

00:08:21: So

00:08:22: ein Netz?

00:08:23: Genau!

00:08:24: Weil... Es ist ja viel zu unorganisieren gewesen.

00:08:29: Bei ihr in der Dienststöße war eine Polizistin Bescheid gegeben.

00:08:32: Die ganzen Sachen, die hab ich dann übernommen.

00:08:36: Gefühlt habe ich dort zwei Leben bis drei Leben organisiert Und keine Ahnung, wie das wirklich gegangen ist.

00:08:43: Das ist nicht mehr ...

00:08:44: Ja, das fragt man sich dann immer so danach.

00:08:46: Wie hab ich das gemacht?

00:08:47: Keine Ahnung!

00:08:48: Kennt ihr ein Nimm-Song ungefähr?

00:08:50: Ist echt krass.

00:08:51: Ja, schön.

00:08:53: Du hast schon ganz viel organisiert und übernommen weil die Familie von ihr, glaube ich, war ja nicht in der Gegend oder im Bereich sondern sie hat dort gewohnt und du warst einfach ganz eng oder örtlich.

00:09:08: Deswegen hast du auch viel übernomen, oder?

00:09:10: Ja, genau.

00:09:11: Deswegen und ihr Freund mit dem Samfund hat ihr Lebensgefährte der ist natürlich auch arbeiten gegangen und war mit ihm dann irgendwie überfordert und eben Untertocks einfach leichter da.

00:09:25: Ja ja das verstehe ich voll!

00:09:28: Und also man kennt es ja auch oft, ich sehe sie auch immer in meiner Trauerbegleitung in meinen Programmen.

00:09:34: ganz häufig gibt's so Menschen geben Urfach direkt Sie nehmen sich raus, oder das Recht rauszunehmen.

00:09:42: Die Trauer ist schlimm und die Trauer nicht so schlimm ungefähr.

00:09:46: Da ist immer ganz oft der Punkt drin ... Wenn's die Eltern sind, das klingt ja sowieso eine Schlimmste.

00:09:51: Und Geschwister werden sowieso meistens vergessen oder übersehen.

00:09:57: Aber zu Freundschaften hat kaum jemand am Schirm.

00:10:02: Ich war selber von der Larissa mit einundzwanzig gestorben.

00:10:06: Die hat total viel enge ... Freundinnen krett und die sind ja genauso trauernd und hinterblieben.

00:10:12: Und Angehörige, also wenn ich jetzt so an die beste Freundin von ihr denke bei der war er gerade frisch auf ihrer Hochzeit wo immer dachte dann so krass eigentlich hätte sie da sitzen müssen oder nicht?

00:10:24: ii und Also die fehlt ja auch immer.

00:10:28: und wie hast du so dann in deiner Trauer auf diesem Trauer Weg das erlebt?

00:10:33: Von außen im Umfeld Hat es da irgendwas gegeben?

00:10:37: Ja, was ist jetzt mit dir?

00:10:38: Warum geht's dir jetzt so schlecht?

00:10:39: Du bist doch nur die Freundin.

00:10:41: Also das kenn ich auch von anderen, dass das immer wieder passiert ist.

00:10:46: oder hast du dir selber vielleicht sogar gesagt, du bist ja nicht der Familie oder was auch immer... Wie ist dir damit gegangen?

00:10:56: Tatsächlich wurde es hier nicht das Thema.

00:11:01: weil sie eben in unserem Ort ihren Mann gehabt hat und das Kind, ihr Kernfamilie ihre Eltern und so weiter weg waren.

00:11:10: Und das jeder wusste, dass wir einfach so eng sind und es war ganz klar.

00:11:15: also ich bin auch mit ihrem Mann zum Fahrer gegangen das Begräbnis auszumachen.

00:11:23: Es ist eine schöne Anekdote noch dazu.

00:11:28: Der Pfarrer hat dann zu uns gesagt Kopf gebraucht, also Krabbstätte.

00:11:33: Und wir sind so durch den Friedhof gegangen und dann sagten ... Da habe ich einen Platz und da habe ich ein Platz.

00:11:40: Ich glaube, das hatte ich mir gedacht.

00:11:42: Das war was für sie, weil hier ist es noch beim Günther.

00:11:45: Es war einem der vorherigen Betreiber von meinem Gosthaus.

00:11:50: Und da können Sie quasi zusammenschauen.

00:11:55: Der liegt sehr.

00:11:57: Krass!

00:11:57: Also da warst du wirklich dann so involviert.

00:12:01: Dann hat es das Geid gegeben, dass dir da die Trauer abgesprochen worden ist.

00:12:04: Und du dir das selber erlaubt hast zu trauern und die da gut um dich dann kümmert hast.

00:12:10: oder was hast du dann gemacht?

00:12:11: Hast du irgendeine Hilfe in Anspruch genommen?

00:12:13: Also du bist ja schon ziemlich ... Wenn man jetzt so hört, währenddessen schon gewesen, hey, da brauch ich ja nichts!

00:12:19: Und da will ich mich ausholen können usw.

00:12:21: Also hast du das oder nach dann weiter so gemacht, dass du dir da Hilfe geholt hast?

00:12:26: Ich glaube bin ein Wochen ... Nachdem es gestorben ist, dann zum Arzt gegangen und hab gesagt, ich glaube, brauchst du mal ein Schluftabletten.

00:12:37: War dann irgendwann klar nach so zwei Wochen, das kann so nicht weitergehen.

00:12:41: Aber für Akut war irgendwas notwendig.

00:12:48: Ich glaub ihr habt damals noch die Psychologen aufgesucht, die früher schon kennt von der Arbeit, dass sie da ja ein bisschen Hilfe holen hat auch viel geredet und ich war, mein Gustavs war neben, fast neben meinem Friedhof.

00:13:07: Ich bin halt dann oft in der Nacht umgegangen und hab gereden mit einer anderen.

00:13:13: Aber du hast auf jeden Fall un gemerkt und spürt, du wirst das nicht komplett allure.

00:13:17: irgendwie also schon gerede mit deinem damaligs, maler Freund?

00:13:23: Ja!

00:13:24: Und auch mit Familie und dadurch dass meine Freunde im Ort gut bekannt waren.

00:13:29: es war ja... Es war nicht der ganze Ort betroffen, wo das auch immer wieder Thema Gostas am Stammtisch ist.

00:13:38: Weil sie ja früher im Gostask gar nicht hat.

00:13:40: Das hat alle getroffen.

00:13:46: Aber das verbindet dann und es ist voll schön wenn man diese Erinnerungen miteinander teilen kann und gemeinsam trauern kann ohne dass man sich da Druck nimmt oder irgendwie schlecht dabei fühlt.

00:14:00: Ja, meine Stammgäste haben das immer gemerkt.

00:14:03: Sie sagten, wo sie es hat.

00:14:04: Ich sag genau ja, sie wird halt uppeilt.

00:14:08: Also deswegen bist du drauf.

00:14:12: Ja, wir haben das gestohlen.

00:14:18: Und dann ... ich sah aber nicht bei diesem einen Verlust blieben, sondern es sind da noch andere Dinge hinzukommen.

00:14:26: Wie ist denn weitergegangen?

00:14:27: Was waren so die nächsten Verluste, wo du sagst, Puh, den Boden irgendwie weggerissen und ja.

00:14:38: Naja ich hab dann vor Corona noch mal Gostas aufgehört Und hab dann im März als Kindergärtner wieder angefangen zum Arbeiten und da habe ich mein erstes Fehlgeburt dann so um Juni oder Juli gehabt.

00:14:59: Das war... also wir waren ja nicht darauf vorbereitet dass er jetzt fangen wird.

00:15:04: Okay, also ihr habt es da nicht groß geplant.

00:15:07: und jetzt zum Zeitpunkt und hin und her oder?

00:15:10: Das war eher der Frauenarzt.

00:15:16: Es hat eine Zeit gegeben wo die Spireien defekte gucken.

00:15:20: Ja genau

00:15:21: das war sie noch.

00:15:22: Da war gleich von mir ein Schwester, wo sie gesagt hat oh mein Gott!

00:15:25: Oder so ja.

00:15:26: Genau

00:15:28: und meine Frau, als er mich angriffen hat gesagt Anna ich... Ich geb alle raus von meinen Patienten, weil das Risiko geht nicht ein.

00:15:37: Und ich hab mir gedacht naja ist mir ja eh egal jetzt habe ich eine fixe Beziehung, solltet die Spirale da drinnen sein wenn's passt-passt zwar nicht dann ist es auch okay.

00:15:47: Tatsächlich habe ich einen Termin bei meinem kleinen Klug und sag dann na na du musst nur eine Lösung finden um die Mächter, die ist ausserdünn und eben eine ganz große Ahnung angeschaut haben gesagt na ist dort viel zu weh nicht

00:16:03: jetzt.

00:16:05: Ich muss ein bisschen sich drauf vorbereiten.

00:16:09: Tatsächlich war es dann einfach nur direkt und ich bin ohne Spirelle aus dem Behandlungsthema gegangen und ins Auto zu meinem Mann eingestiegen und habe gesagt, ich hab jetzt keine Spirelles mehr.

00:16:19: Das war's

00:16:20: da.

00:16:22: Ah krass!

00:16:25: Ja genau, weil wenn man doch die Zerrelasivskunste hat dazwischen... So ist zwar Die erste Fehlgeburt hat mir gedacht, naja, okay.

00:16:37: Passiert tut man noch nicht großartig.

00:16:41: irgendwie kann jeden einmal passieren.

00:16:48: War aber schon so dass ich gewusst habe das eine Freundin von mir genau zwei Wochen vorher war.

00:16:57: also wenn wir dann vom geputzteming errechnet und das ist halbwegs gut ausgegangen Dann wurde alle der Schwangerschaft.

00:17:06: Die war ganz arg, weil das war in Corona am ersten Tag des zweiten Lockdowns.

00:17:18: Ach krass, uff!

00:17:19: Am siebzehnten November.

00:17:21: Ich habe derzeit in der Pflege gearbeitet.

00:17:25: Das heißt es waren immer Krankenstände und wir haben viele Dienste übernehmen müssen.

00:17:33: Jetzt

00:17:33: kannst du nachfolgen, weil du dazwischen gesagt hast, dass du wieder im Kindergarten warst?

00:17:37: Und jetzt sehen wir mal bei der Pflege.

00:17:40: Kannst du uns da noch einmal mitnehmen, wie du von da nach da noch mal hinkommt?

00:17:44: Ja.

00:17:44: Dann ist

00:17:45: das nicht verwirrt!

00:17:47: Im Kindergarten habe ich dann Ende September, glaube ich, aufgehört weil... Das ist einfach nicht mehr top.

00:17:57: Das ist das eine und das andere ist so weit, wo auch schon, dass ich mir dacht hab Ich kann mir jetzt doch nicht die ganzen Kleinkinder anschauen, das ist schon findend.

00:18:10: Und vor allem die Mammis, die dann die Kleinkindern bringen und schwanger fahren, das geht sich nicht aus?

00:18:14: Ja, das verstehe ich voll.

00:18:17: Bin dann im Fliege gegangen und habe auch von einer Wohngruppe für Schwerstbehinderechte erwobt.

00:18:21: Da war eben viel Pflege.

00:18:26: Und ich hab mehr Regeles ausblieben als Schwangerschaftsdispositiv... Freude, dann habe ich immer wieder Blutung gekriegt.

00:18:35: Dann habe ich irgendwann einen Termin ausgemacht und es waren wirklich schon höllische Schmetzen.

00:18:45: Hätte im Nachhinein würde ich einfach eine Woche vorgehen.

00:18:49: Und dann war ich beim Frauenarzt alleine natürlich, weil man kann noch nicht überall alleine hin.

00:18:57: Ich gehe zum Herrn Frauenarz und der sagt einer, du musst jetzt ins Krankenhaus.

00:19:05: Und ich bin überhaupt nicht ausgehend.

00:19:07: Du hast die Elektroschwangerschaft.

00:19:11: Okay, Überweisungssnummer wieder aus seiner Ordination und das Adhoff zu meinem Maus geht du musst mich jetzt ins Krankenhaus finden.

00:19:22: Und wenn man beide nicht wusst, wann was geht wie es ausschaut dann gehst du wieder alleine in's Krankenhaus.

00:19:32: Ja da sind sie schon ein bisschen nervös geworden und die werden dann also eine zwei Stunden später operiert worden weil es wirklich kurz verknappt war.

00:19:42: Wenn man aus der Zwischenheim gefahren hat, dann hat man gar nicht gehört.

00:19:48: Hat man's beim Portier abgeben und wir haben einmal gewinnt bei einem Fenster.

00:19:52: Das wars!

00:19:55: Ja... Und dann bin ich am nächsten Tag.

00:20:00: Kannst du uns vielleicht ganz kurz einordnen was so eine Eileiter Schwangerschaft genau bedeutet?

00:20:05: Was da die Gefahr ist oder warum das dann zur Operation kommt?

00:20:10: Weil ich glaube dass wir wissen nicht alle.

00:20:14: Der Embryo wächst nicht in der Gebärmutter, sondern im Eileiter.

00:20:21: Führt es dazu, dass der Eileitor platzen kann und du dann verbinden kannst in Wahrheit.

00:20:29: Und deswegen ist das ja so gefährlich weil da kann eine jährige Frau wirklich dran sterben.

00:20:34: Ich

00:20:36: habe ein großes Glück gehabt.

00:20:38: mir wurde der Eiliter blieb erhalten und funktioniert alles.

00:20:45: Ich habe zwar vier Nette und die hat mittlerweile recht gut umgekehrt.

00:20:51: Zu Beginn gar nicht, weil ich mir immer dachten, das erinnert mich an mein zweites ungeborenes Kind.

00:20:58: Tatsächlich ist es nie zu wahren, wenn man jetzt ausschaut.

00:21:01: Sie sind halt doof als dosam oder... Könntest du so über Muttermaltes damit rüber schaust?

00:21:07: Wo ist sie stört?

00:21:11: Also mit dem kann ich ganz gut umgehen.

00:21:12: Ja, es war eher danach dann daheim Am liebsten, weil ich glaube hätte wir die Woche im Krankenhaus bleiben.

00:21:22: Das heißt du bist ja wie du gesagt hast am nächsten Tag dann schon rumgekommen?

00:21:27: Wie ist sie denn da körperlich dann gegangen?

00:21:29: also Hast du auch noch irgendwie Schmerzen gehabt oder... wie war das nach der Operation wenn am nächsten tag schon umkommst?

00:21:39: Ja, ich glaube schon, dass ich im nächsten Mal kaum gegangen bin.

00:21:42: Es war so, dass ihr Frühstück gekriegt habt und dann bin ich als Kassensteher mal aufstehen, damit wir schauen ob der Kreislauf passt.

00:21:47: Ich habe zwar Sackal gehabt einmal für den Hahn und einmal für die Spülung vom Erleiter.

00:21:54: Und da hab' ich zwei Gartenschwestern mit mir geguckt.

00:21:57: Die haben mir ganz brav die Sackalkäuten gebeten, weil das ist was ganz Verständnis.

00:22:05: Waren die SACKAL?

00:22:08: Also wenn die schlecht sind, dann dort drehen.

00:22:11: Ja, voll wahr!

00:22:12: Voll

00:22:12: angut.

00:22:14: Auf den Zeitpunkt habe ich gewusst dass das in der Pflege bei unserem Klienten auch wirklich wehtut.

00:22:22: Denn sie haben Sackgauerl zu wechseln.

00:22:25: Und dann bin ich heimgekommen und mein Mann hat sich eine Pflegeurlaub genommen und war halt daheim.

00:22:35: Ich weiß gar nicht mehr, glaube ich war ein halb Monat im Krankenstand

00:22:40: Und das war Ende, zwanzig-zwanzig, hast du gesagt?

00:22:43: Genau.

00:22:44: Im November.

00:22:46: Und was hat das emotional?

00:22:47: Hat es da irgendwie einen Unterschied gegeben zwischen der ersten Fehlgeburt und der Einheit der Schwangerschaft?

00:22:52: Hat das emotional etwas anderes plötzlich mit dir gemacht weil du beim ersten Mal eher so nüchtern sachlich das beschrieben hast und jetzt wirkt's!

00:23:04: Oder ich spüre, dass da mehr Emotionalität drin war.

00:23:06: Und dass das vielleicht auch rückwirkend, weil du die erste Fehlgeburt erlebt hast, dass das noch mal das hervorgeholt hat?

00:23:14: Kann sein vorwiegend was einfach dies, die Emotionen alleine zum Drogen... Also alles alleine zu machen.

00:23:26: Ich meine es ist schon klar, dass der dann mal ein Geburt oder sonst irgendwas nichts unüben kann.

00:23:32: Aber er kann wenigstens dabei sein!

00:23:35: Das stimmt.

00:23:36: So, also dieser Halt hat da auch noch gefehlt in dem Moment?

00:23:41: Ja und die Schmerzen...

00:23:44: Also

00:23:46: nach der Operation des Schmerzens, ja.

00:23:50: Einmal wieder dankbar dass du trotzdem Schmerzwitschern gibt.

00:23:55: Und dann hast gesagt du warst schon im Krankenstand und es ist dir dann langsam besser gegangen.

00:24:02: und dann war zwanzig, einundzwanzig Januar Und da hat es ja dann ein positives Ereignis geben.

00:24:12: Ich weiß nicht, spontan oder wie war das?

00:24:14: Erzähl mal davon!

00:24:18: Wir haben im Sommer beschlossen wir werden in Jänner heiraten und ja, haben das natürlich ganz groß geplant gehabt weil ich wollte immer große Hochzeiten mit Standesamt am Kirchen und beim... Also es war wieder Lockdown.

00:24:37: Ich

00:24:38: habe gestern nachgesen, ich hab irgendwann die Hochzeit einfach abgezockt.

00:24:43: Und wir haben immer so die Idee gehabt, wir machen das trotzdem und dann habe ich mit der Standesbeamtung geredet und gesagt, ja, kein Problem.

00:24:55: Er hat es uns nicht können.

00:24:56: Es hat sehr Ausnahme.

00:24:57: Es war ein Ausnahmelfällen- und Notfällen.

00:25:01: Gut!

00:25:01: Dann waren wir – heute kann ich es mittlerweile sagen – illegalerweise bei der Priseurin Und überall...

00:25:11: Wie letztes gemacht von der Voll.

00:25:14: Und überall habe ich so ein Sektglasal mitgekauft, weil man dachte, ich fahre einfach mit jedem irgendwie in meinen Hochzeitstag und dann waren wir also Fotografen, die war auch noch dabei und da waren wir zur Zweite am Stande sind ohne irgendeinen.

00:25:30: Und wir haben es erkrankt gesagt.

00:25:32: Wir sind dann danach die Oettern abgefahren und Managed Fista und...

00:25:38: So eine Überraschung!

00:25:41: Wie haben sie denn auch reagiert?

00:25:43: Nein,

00:25:44: nein!

00:25:46: Sie haben sich schon gefreut und meine Schwester hat geplant, dass es mir heute so ein Hochzeitsspiel war.

00:25:53: Es wäre ja unser Hochzeistag gewesen und wir haben den Tag getroffen.

00:25:59: Ja, das war tatsächlich dann unser Hochzeitstag.

00:26:02: Und ich glaubte, es ist nur wegen einem Ring, weil ich im Hochzeugsgeiter Laune war einer Zwing.

00:26:12: Ja, und am Abend waren wir dann daheim.

00:26:14: Und da sind dort ein Freund gekommen und alles illegalerweise in der Garage.

00:26:22: Es hat auch Leute gegeben die um zehn Uhr auf die Nacht gekommen sind im Anzug, wo ich suchen und kroppen.

00:26:28: Also es war irgendwie lustig.

00:26:30: Das hat gut gepasst!

00:26:33: Und bist du dann dabei gegangen?

00:26:34: Also jetzt gerade mit der Vorgeschichte davor hast du gemerkt, das tut grad gut.

00:26:40: Die liebsten Menschen um die zum Haar und Sonntag irgendwas Positives da auch wieder zu erleben.

00:26:45: Ja, vielen Dank!

00:26:48: Ich glaube dass das ein Mitgrund war warum wir überhaupt im Jännerland zu zweit gehört haben.

00:26:53: Wahrscheinlich ja.

00:26:58: Und das Schöne hat dann... Leider wieder nur kurz angehalten.

00:27:03: Man, es ist wieder was passiert.

00:27:05: ein weiterer Verlust hat's zwanzig-einenzwanzig dann geben Dein Papa.

00:27:12: Genau Es war schon Muss man ehrliche Versagen vorhersehbar und Das kann vielleicht auch noch mit Punkt Wesen sein warum wir da einen Jänner gehört haben.

00:27:24: Und vor der Reaktion von Papa haben wir doch Na ja ich weiß nicht Wie wird der jetzt reagieren?

00:27:31: und habe jetzt erst meinen Bruder geschickt, damit er nicht aufweg im Hochzeitskleid hat.

00:27:37: Nicht dass er da einen kompletten Schuck kriegt.

00:27:39: Und der war der coolste, der gesagt hat mir doch, dass es dort zwanzig geht.

00:27:45: Schön!

00:27:48: Ja genau das war ihm aber glaube ich auch wichtig, dass er nun gemerkt hat... Er hatte die kleinste jetzt da unter der Hand.

00:27:53: Das passt.

00:27:56: Sicher Sachen und er hat ja ganz genaues Begräbnis haben wir aufgeschrieben.

00:28:00: Was haben wir?

00:28:01: Welche Foto, welche Lieder, welchen Sorg.

00:28:04: Wer eingelandt wird und wer was zum Essen kriegt.

00:28:07: Ah ja okay krass.

00:28:10: Und dann ist irgendwann der Tag gekommen das im Krankenhaus war und er wollte grundsätzlich schon daheim sterben bis sie aber leider nicht ausgegangen.

00:28:27: Er Es war der erste Tag in Corona-Zeiten, wo wir zur zweiten Krankenhausseiner dürfen.

00:28:35: Und da waren meine Mama und mein Schwester dort... ...und ja, es war ganz normal.

00:28:41: Dann rief zur Familie an.

00:28:43: Wir mussten sofort kommen jetzt.

00:28:49: Ja, passt!

00:28:50: Dann fahren wir ein.

00:28:51: Er ist schon ganz alleine im Zimmer gelingen.

00:28:52: Mein Bruder war dann auch noch da.

00:28:54: Und dann ist er in der Pfarrer gekommen zum Versenken Und dann haben wir ja noch Musik eingegeben, die Männer sind einmal kurz wieder raus aus dem Zimmer.

00:29:09: Und wie zum letzten Mal reinkommen sein.

00:29:13: Also mein Bruder und mein Mann hat auch die Augen dann zugemacht.

00:29:17: Ah krass!

00:29:18: Und er ist so einfach neben uns geschlafen.

00:29:25: Wir haben meine Mama, meine Schwester und ich über den Händel gekriegt, der uns früher immer organisiert hat.

00:29:31: Also erst dann, wie wir angefangen haben wieder über den Alltag zu reden oder das was halt dann wieder zum Tunis.

00:29:39: Weil die Händler halt immer im Sommer kommen.

00:29:43: Genau.

00:29:44: Woher das für Herrn so das passt hat dass er die Augen zu machen kann.

00:29:51: Und wie war es denn für dich also?

00:29:54: War es dann etwas friedvolles wo du sagst ja so?

00:29:58: So hab ich's mal gewünschen für ihn.

00:30:00: Ja.

00:30:02: Wir sind sich sicher, dass sie eher sein doles Tag ausgesucht hat.

00:30:06: Weil das war der erste Tag, wo wir wieder ein großes Begreppnis haben dürfen.

00:30:10: Also wieder mehr Menschen seien dürfen irgendwo.

00:30:14: War tatsächlich so... also er hatte ein riesengroßes Begreppenhs gehabt.

00:30:18: Wollt da so rum?

00:30:20: Und deswegen, wie gesagt, wir sind sich für sich so passend ausgewählt.

00:30:28: Wie hast du nach dem Tod deines Papas so deine Trauer erlebt, also mit dieser Erfahrung von deiner besten Freundin und jetzt dein Papa dazwischen das mit den Fehlgeboten beziehungsweise Eileiderschwangerschaft.

00:30:46: Wie war das?

00:30:47: Ist da die alte Trauer dann wumms irgendwie wieder hervorkommen oder hat sich das vermischt?

00:30:53: wie hast du es irgendwie erlebt in der ersten Wochen- und Monate?

00:31:01: Tatsächlich kann ich das gar nicht mehr so genau sagen.

00:31:03: Ich habe gestern auch überlegt, es war dann auch grob mehr zu besuchen bei der Friedhofsrunde.

00:31:20: Ja, die Sachen gewisse sind wieder raufgekommen.

00:31:23: Ich war immer ganz viel in den Trauerfällen mit Musik verarbeitet, also auch die Lieder vom Begräbnis immer wieder angeschaut und immer wieder mitgesungen, wenn man manchmal mitten unter Nacht mit dem blüht... ... am Friedhof gegangen oder so.

00:31:38: Also du warst, ob bei deiner Freundin halt schon gesagt bist du ja öfter in der Nacht hingangen und da hast du das dann auch noch mal intensiviert?

00:31:52: Ja es ist schon auf der einen Seite finde ich hat schon jeder Verlust seinen Platz... ...und fühlt sich ein bisschen anders an.

00:32:03: Obwohl's ja immer auf der anderen Seite nicht so wie es ist.

00:32:07: Weil ein Mensch ist weg!

00:32:11: Aber

00:32:12: Man hat zu jedem Menschen noch andere Beziehungen

00:32:14: gehabt.

00:32:14: Genau.

00:32:17: Und ich glaube, das von Papa, das habe wir dann ein Jahr später, wie man dann umbaut haben, der war auch Tischler... Da hätte er ihn öfter gebraucht.

00:32:28: Da habe ich dann oft gekriegt mit ihm.

00:32:30: Ein Jahr später wo ich mir dacht hab Ja, Papa genau!

00:32:33: Das ist...

00:32:34: da brach er die jetzt.

00:32:36: Das misste er dir froh.

00:32:39: Ach schön dass du das dann auch so ausgesprochen hast.

00:32:42: Ich kenne es ja auch in meinen Stellenketten, wo ich immer rausgeplaudert habe und mir dachte, oh Gott jetzt dreht ganz durch!

00:32:51: So man fühlt sich schon manchmal komisch dabei oder?

00:32:53: Wenn man dann so vor sich hin plappert oder... Ja.

00:32:58: Ich denke mittlerweile ist es ein bisschen plappersossen.

00:33:01: Ja.

00:33:02: Weil.

00:33:03: Wie er spuckt nur einen Mann hier.

00:33:07: Oder ich sage oft zu meinem Mann, meine Freundin fragt, oder da braucht man ein Papa.

00:33:14: Oder das eine und wieder bei der Mama, die jetzt einen Hundeküß gemacht hat mit Eger.

00:33:19: Und gesagt hat ... Hast du mal mit Papa drüber geredet?

00:33:24: Ja, aber das machen wir auch oft!

00:33:26: Also, wir sagen auch oft was Larissa wohl dazu gesagt hätte.

00:33:29: So geil.

00:33:30: Und dann bildet man sich seine Antworten im Kopf von jener Bildung wie einer andere und doch irgendwie was anderes.

00:33:37: Das ist schon mal ganz lustig.

00:33:40: Und dein Umfeld hat es da irgendwas geben, weil durch, glaube ich auch geschrieben, Freundschaften können ausgesetzt werden und sich wiederfinden.

00:33:48: Magst du ein bisschen drauf eingehen?

00:33:51: Ja das war dann eher bei der dritten Fehlgeburt also wenn wir jetzt die letzte Schwangerschaft als Fehlgeburt mitrechnen.

00:33:59: Weil zu dieser Zeit meine Freundinnen halt schwanger waren.

00:34:05: Und da war ja dann dazwischen nur die große Hochzeit und dann habe ich genau gewusst... Ich war bei dieser Hochzeit grundsätzlich schon auch gewesen, ich hab's aber nicht gewusst.

00:34:15: Meine Freundin dann auch und dann zieht man es ein halbes Jahr später in der Zwischung, kann man ihnen wirklich gerne lernen.

00:34:22: Und dann hat er da einen Bewegebruch, logischerweise.

00:34:26: Also

00:34:30: das war ein Moment, wo wir ganz, ganz gut zusammenreißen müssen.

00:34:35: Da war dann glaube ich eine Stunde dort, habe ja noch die Beläse von der Hochzeit gegeben, die Tankerstinger... Und bin wieder gesehen, weil mir doch das geht

00:34:44: nicht.

00:34:46: Ja, das verstehe ich voll!

00:34:48: Es war ja dann eben im Herbst diese große Hochzeit mit der ganzen

00:34:52: Familie.

00:34:54: und hat es da irgendwas Bestimmtes gemacht so an Gedenken deines Papas in der Zeit?

00:35:01: Weil manche... also bei uns hat sie eine Riesen-Einlage gegeben von meiner Familie die zu dem Lied wo ich's letzte Mal tanzt habe Mit der Larissa haben sie dann eine ganze Präsentation daraus gemacht und ein Tanz entwickelt, so weiter Choreografie.

00:35:16: Und alles?

00:35:18: Habt ihr da auch irgendwas gemacht?

00:35:19: oder habt es das einfach im Stillen oder du für die

00:35:24: nicht zu groß?

00:35:27: Aber es war zum Beispiel so dass mein Papa hätte sich noch einen Anzug schneidern lassen um Hochzeit und zum Sterben.

00:35:38: Das war für ihn ganz klar!

00:35:41: Der Anzug ist aber nicht fertig geworden.

00:35:44: Und mein Bruder hat es dann für sich umschneiden lassen.

00:35:50: Das war sicher auch für deinem Bruder, emotional?

00:35:54: Krass!

00:35:56: Ich hab da Mama ihre Fremden angerufen.

00:35:59: die waren natürlich bei der Hochzeit eingeladen ob sie hier quasi mit der Mama geht wenn man so den Zug geht das sollte da quasi die Stütze ist.

00:36:11: Also solche Dinge haben wir versucht, hereinzubringen.

00:36:17: Aber ich glaube... Ich kann mich jetzt nicht erinnern, dass wir da irgendwie ganz was Großes gehabt haben.

00:36:23: Und wie war's emotional für die?

00:36:27: Boah!

00:36:28: Ein Tag vorher wird der Generalprobe in der Kirche vom Ehaber-Streichorchester gehabt.

00:36:38: Da habe ich ganz viel reingemessen.

00:36:40: Das war ganz arg und hab zu meinem Bruder, der gleichzeitig mit Radzeuge war gesagt Nimm ja doch schon die Küche mit, weil ich brauch sich auch

00:36:49: mal.

00:36:50: Aber war kein Sprach.

00:36:53: Und dann ist bei der Generalprobe was passiert, wenn man dacht hat, komisch stehe da und macht den Blumen schmuck und ältere Dame sitzt in der Kirchen, fragt sie das auch, bett ihren Rosenkranz ein, stille, kommt dann zu mir, gibt mir dann... Also hat's die Hände so wie ein Schüsssal und hat den Rosenkranz trennen um zwanzig Euro.

00:37:21: Und dann kommt es zu mir und sagt Anna, ihr wünschst dir alles Gute!

00:37:26: Das ist mir jetzt so angeschuft worden.

00:37:29: Und da hat man den Rosenkrantz geben was sichtlich eher normaler Rosenkrans war.

00:37:32: zum Beten werde ich auch sicher nicht darauf vorbereitet dass das jetzt da mir schenkt.

00:37:40: der hängt jetzt doch sogar beim Papa sein Foto drüber.

00:37:46: War gar unser schräger Moment.

00:37:47: da sind natürlich die ganzen Rennen gekommen.

00:37:49: Früher habe ich mit meiner Selbstständigkeit das Öfteren gestritten.

00:37:58: Ja, es sind ein paar so Dinge passiert die anders waren oder besonders.

00:38:10: Und du hast gesagt bei der Generalprobe hast dich dann so richtig ausgeweint und dadurch bei der Hochzeit glaubst du weniger geweint?

00:38:19: Oder gar nicht?

00:38:19: oder was hast du da jetzt gesagt genau?

00:38:28: Ich hab die Leute auch nicht

00:38:29: gehört!

00:38:31: Was?

00:38:32: Du hast gerade gesagt, bei der Generalprobe hast du die dann eben so ordentlich ausgeweint und bei der Hochzeit habe ich das jetzt richtig verstanden.

00:38:40: Hast du dann gar nicht weinen müssen?

00:38:41: oder wie war es da dann?

00:38:43: Hast du das Gefühl, dass sie dann alles entladen und jetzt ist er ein bisschen frei?

00:38:49: Ja, ich glaube schon!

00:38:50: Ich

00:38:52: kann mich gar nicht mehr so genauerinnern aber ich war auf jeden Fall einen Tag vorher ganz viel geladen.

00:38:59: Ja, es ist echt mega-emotional.

00:39:01: Also ich war ja gerade immer auf der Hochzeit von der besten Freundin von der Larissa und die hat einfach durchblert!

00:39:08: Und dann am nächsten Tag... Es war echt schlimm, weil die mir aber vorher schon ausblerte.

00:39:14: Dann wär's vielleicht nicht so extrem gewesen also... Ja da hab'n ich selber gerne gewusst was mit mir los ist und bei meiner eigenen Hochzeit muss ich sagen, da habe ich nicht so viel.

00:39:24: Wir kommen davor, da bist du dann so fixiert auf deine ganzen Gäste oder und Gästinnen.

00:39:29: Und dann kümmerst die um dir irgendwie auch so.

00:39:32: Dann hab ich gar nicht so den Raum kreit, mal hin zum Spüren.

00:39:37: Das ist natürlich ... Wenn du jetzt als

00:39:38: Gast

00:39:38: bei einer anderen Hochzeit bist, dann sitzest du ja und kannst genießen sozusagen.

00:39:43: Schau einfach noch zu!

00:39:44: Beobachte scheiße!

00:39:45: Da war es bei mir dann emotionaler als bei meiner eigenen.

00:39:50: Ja, ich finde bei der eigenen ... Ja.

00:39:55: Und dann will jeder Fotos machen und dann kriegt man permanent, und man bekommt ein Gesichtsmuskelkotter, wenn man nicht weiß wie man droht ist.

00:40:03: Die Grenzen wieder weggebringt.

00:40:05: Da musst du einfach nur mehr weh im Gesicht.

00:40:07: Also da hab ich mir jetzt gar nicht körperlich so das, dass man herrn kann.

00:40:18: Kannst du vielleicht auch eine Rolle spielen?

00:40:21: Stimmt!

00:40:24: vorweg abgriffen und gesagt, es ist dann nochmal zu einer weiteren Fehlgeburt gekommen.

00:40:30: Und da ist dann das passiert auch mit den Freundschaften.

00:40:35: Das heißt du warst dann zu der Hochzeit schon schwanger?

00:40:37: Hast du aber nicht gewusst?

00:40:39: Genau!

00:40:39: Und wann ist denn zu der Fehlgeburt kommen?

00:40:42: und was hat das eben wieder mit dir gemacht?

00:40:45: oder weiter bis da weiter ging?

00:40:49: Ich glaube es waren zwei Wochen nach der Hochzeiten Positiv für Schwangerschafts-Tests, wenn man einen Fahrer nutzt dann wieder ins Krankenhaus.

00:41:03: Da haben sie gesagt es ist zu viel Geburt werden wird.

00:41:07: und wie das... An der

00:41:08: Sonne direkt?

00:41:10: Ja ja.

00:41:10: So krass!

00:41:12: Und wie ich da, was ich jetzt tun möchte gibt die drei Möglichkeiten von Abwarten, Tabletten.

00:41:21: Ich habe mir gedacht, ja.

00:41:27: Abwarten und Caritas kennen wir schon.

00:41:30: Wir haben auch Tabletten.

00:41:34: War eine der schlimmsten Entscheidungen meines Lebens?

00:41:38: Würde ich nie mehr wieder so machen!

00:41:40: Warum?

00:41:41: Also, ich kenne mich da nicht so aus...

00:41:44: Weil in Wahrheit sind das ja die Abtreibungs-Tabletten Und du kriegst.. also du musst die erste Tablette im Krankenhaus nehmen.

00:41:54: Vorher den einen.

00:41:56: Dann Ich glaube, siehst du drei Stunden später oder so?

00:42:01: Die nächste.

00:42:03: Und es ist man noch nie in meinem Leben so schlecht gegangen wie dann nach den nächsten Tabletten.

00:42:12: Also ich habe gleichzeitig kurzen müssen.

00:42:16: Ich war am Klo.

00:42:18: Es war vorne und hinten gleichzeitig Winden, Schmerzen reinen... wie man jetzt, wenn der da ist, der anhüft oder nicht.

00:42:32: Ich war alleine daheim und habe mir ganz lange beschäftigt, dass ich alleine war am Ende des Tages.

00:42:39: Es war überfroren, weil es hätte ich keine Hoffnung genau.

00:42:44: Und wann dann alles so wieder runterkommt, dann will man das ja auch nicht unbedingt, wenn ich abrunde.

00:42:50: Ja...

00:42:53: Und dort war es dann so, dass EUs außergekommen ist oder dann das, nur dieses Gefühl dabei.

00:43:03: Und das ist alles noch gekommen mit... Ich habe mir selber die Platte nicht geholfen und ich hab das selber da.

00:43:11: Also das ist noch hinzukommen.

00:43:12: deswegen?

00:43:13: Genau!

00:43:14: Das ist mal ganz, ganz lang nachgehängt.

00:43:17: Ja, das glaube ich.

00:43:21: Aber wird es

00:43:22: aufklärt in diese Richtung?

00:43:24: also dass es... Hat die das am Schirm, dass so diese Gefühle hervorholen kann?

00:43:31: Nein.

00:43:33: Also bei Gefühle und Einfühlsamkeit, bei medizinischem Personal ist, habe ich nicht viel erlebt.

00:43:44: Also versuche irgendwer der Podcast heran!

00:43:46: Ich bin gerne bereit, den medizinischen Personal da mal ein voller Sinn zu machen.

00:43:56: Ja, jetzt sagen viele...ich finde es so krass, erstaunlich weil das ja wirklich so ein sensibles Thema ist und mit so viel Trauer und Gefühlen.

00:44:06: Und dem Körper dann auch noch so krass in Verbindung steht, dass man das einfach immer wieder hört, dass da so wenig Sensibilität an den Tag gekleckt wird.

00:44:21: Aber wirklich?

00:44:22: Also ich habe ja jetzt mehrere Podcasts folgen auch schon.

00:44:24: Ich war so von der Christina, die bei Seelensport eben Trainerin ist aber auch im Backoffice tätig und die hat es ähnlich eben Erzählst dir da mehrere Fehlgeburten.

00:44:34: Und sie hat gesagt in fast Corona, irgendwie ... Hat sich Empathie erlebt wirklich?

00:44:42: Das ist schon... Also das kann man sich kein vorstellen dass In so einem Bereich dann Menschen arbeiten die einfach so wenig Empathied auch mitbringen.

00:44:51: Da bin ich doch im falschen Job!

00:44:56: Ja, ich bin mir nicht sicher.

00:44:59: Zum einen war sie von der Psychologin vom Krankenhaus, der ja dann zur Verfügung steht wenn du eine Vielgeburt hast dass die auch die Stunden macht.

00:45:11: Es gibt aber ganz wenig Stunden, sind vorgesehen für im Glaube-Patienten-Kommunikation und so.

00:45:23: Das lernen sie einfach nicht.

00:45:27: Und das ist so wie in der Pädagogik halt man doch mit Ötterngesprächen.

00:45:31: Wie rede ich mit öttern?

00:45:36: mit Kindern nebenüttern oder untrat.

00:45:41: Weil als Pädagogin sieht man grundsätzlich eine einfühlsame Person her, nur da in der Kommunikation muss auch noch was passieren.

00:45:52: Ja voll krass!

00:45:55: Und dann kommen wir mal dazu wie es weitergangen so.

00:45:59: und was hat dir dann auch geholfen nach all diesen Verlusten jetzt?

00:46:03: Das war ja echt viel in kurzer Zeit.

00:46:06: dann Wie ist dann weitergegangen?

00:46:08: Und was waren so die unseren Punkte, wo du sagst, das hat mich gerettet.

00:46:13: Das hat mir geholfen und unterstützt als Inspiration auch für unsere Hörerinnen.

00:46:22: Pfeffen hat definitiv die Psychologin im Krankenhaus.

00:46:30: Also sie hat uns ganz viel gerettete Schreiben wieder begonnen.

00:46:38: zum Schreiben einfach... um die Gedanken herzuschreiben.

00:46:46: Also einfach ansetzen, rausschreiben, aus dem Kopf bringen?

00:46:51: Genau!

00:46:51: Einfach das aus dem Kopf raus.

00:46:54: Wo eben in der Zeit, wo man immer so viele Menschen zum Regen

00:46:59: hat

00:47:02: oder auch nicht reden will weil man sich denkt ist der Zürich der Freundin schon zum hundertsten Mal das zu wählen Das will man ja dann auch nicht So vom Gefühl her.

00:47:17: Also schreiben wird immer wieder gut, es gibt Phasen, da mache ich das öfter.

00:47:24: Es ist... Was mir auch immer geholfen hat war Singen.

00:47:30: Einfach so die Büsche unter der Dusche oder irgendwie Spotify-Auftraht und dazu gekrölt.

00:47:40: Das ist Genie oder Schere, so wirst du.

00:47:43: Die Emotionen haben sich gehört!

00:47:46: Ähm...

00:47:48: Gibt's da so ein Lieblingslied, wo du sagst?

00:47:51: Das hilft mir immer.

00:47:52: Das trägt mich mal durch!

00:47:56: Nein.

00:47:57: Gar nicht.

00:47:58: Ich hab eher... ich huere mir dann die Lüter auf und die Begräbnisse von meinen Verstörbenen.

00:48:05: Mhm.

00:48:08: Und sonst... Also so was in der Tracee Chapman geht immer.

00:48:12: Mhm, war schön.

00:48:16: Und du hast ja auch aktiv etwas dann gemacht in Richtung Sternenkindergedenkstätte.

00:48:21: Da ist mitgestaltet, also solche Sachen hat er wahrscheinlich geholfen dem Ganzen an Platz zu geben, ein Ritual zu verschaffen und zu gedenken.

00:48:31: wie bist denn auf die Idee kommen?

00:48:33: Wie ist es dazu gekommen?

00:48:37: Bei uns im Ort gibt es wurde die Sternenkindengestätte neu gemacht oder überhaupt gemacht?

00:48:47: Irgendwann lese in dem Vorbrief Sternenkinder Gedenkstätte und wer Interesse hat, kann sich da mögen.

00:48:54: Und man

00:48:54: dachte, nee weiß nicht.

00:48:56: So eine Idee, so eine Nähe.

00:48:59: Und irgendwann am Sonntag um halb neun Uhr auf die Nacht, haben wir gedacht, ich probiere das jetzt einfach.

00:49:05: Tatsächlich war es dann der Nummer vor der Kriegssie.

00:49:08: Von einer weiteren Trainerin?

00:49:10: Genau!

00:49:14: Dann war er bei den Sitzungen dabei.

00:49:18: Also so der Grundstück.

00:49:20: Ich sehe schon, wo er schon da ist und dann ist es nur um das Gang auf.

00:49:24: wie genau macht man das?

00:49:25: Es sind zwei Führer die aus Musik gemacht

00:49:30: haben

00:49:31: Und dort hat sie ein Wochenende gegeben, in dem jeder ins Pfleum geholt hat.

00:49:36: Kinder und mitmachen Kinder.

00:49:38: Also ich weiß ja genau, wo meine Ständchen drinnen sind.

00:49:40: Die schreiben wir dann auch immer

00:49:42: Ah schön!

00:49:43: Da

00:49:44: war sich alles, genau ein grünes Das ist nichts Genau, dann haben wir die Gedenkstätte halt gestaltet.

00:49:56: Und auch die Eröffnung und in weiterer Folge die Trauer... wie heißt es?

00:50:05: Die Andachten für Drahende.

00:50:10: Ja da haben wir jetzt wieder eine im November.

00:50:15: Na schön!

00:50:17: Und eben weil du gerade noch gesagt hast, die Trixie Ein Sehensport-Trainerin.

00:50:23: Das hast du, bist ja da noch auf den Sehnsport gestoßen?

00:50:27: Wenn du sie getroffen hast dann bist nicht an dem vorbeigekommen!

00:50:32: Wie war das für dich?

00:50:33: Hat sie dir davon erzählt oder hat der Forscher recherchiert und bist irgendwie da draufgekommen?

00:50:38: Oder wie hast du den Sehlensport entdeckt?

00:50:43: Ich habe irgendwann die Ausbildung zur Lebensstärke und Traubeglättaring gemacht, weil ich aufgrund meiner ganzen Verluste ein bisschen wollte.

00:50:57: Ich wollte eine Theorie haben dazu.

00:51:00: Das sind dann von dir immer wieder Videos zackt worden?

00:51:03: Ah, echt?

00:51:04: Ja!

00:51:06: Also weiss ja nicht, dass du irgendwo bei Art oder so warst du mal dabei.

00:51:09: Genau.

00:51:09: ZDF-Enfung in sowas.

00:51:11: Ja.

00:51:12: Solche Ausschnitte sind dann immer wieder zacktuan.

00:51:15: Und dann habe ich geschaut und hab mir gedacht Ich weiß nicht, so eine Idee.

00:51:19: Dann habe ich mir geschaut, es gibt ein Angebot und dann haben wir doch nicht getraut, dass ich da hingezertrückt bin.

00:51:26: Und eines Tages sitze bei meinem Arzt und der sorgt zu mir... Also, da ist man psychisch gerade echt nicht gut gegangen.

00:51:35: Der hat gesagt, Anna, wann hast du zum letzten Mal was für dich gemacht?

00:51:41: Was hast du dir zum letzten mal richtig geschenkt?

00:51:44: Und die haben mir gedacht, keine Ahnung!

00:51:47: Ich weiß nicht.

00:51:48: Und dann hat er gesagt, na ja kannst du mir essen gehen?

00:51:52: Das tust ich eh so gern und schau euch nach Hause genau an.

00:51:57: Ich will es für mich tun.

00:51:58: Essen gehen, tun nicht alleine.

00:52:00: Und sonst tut es keiner.

00:52:01: was verdienen lassen wir.

00:52:03: Und... Dann das erste, was ich gemacht habe war wenn zur Fußpflege gegangen.

00:52:08: Mhm!

00:52:09: Das ist auch gut, oder?

00:52:11: Ja, das ist immer so.

00:52:12: das kleine Geschenk.

00:52:13: Da haben wir ein bisschen aggressives gemacht, das waren die Cosmetik-Geräte.

00:52:19: Dann haben wir gedacht, jetzt oder nie.

00:52:23: Und jetzt werde ich selbst ein Sport rein.

00:52:27: Ah krass!

00:52:28: Das schenken wir jetzt für mich alleine.

00:52:34: Ja mega und dann hast du das gemacht, zwanzig vierundzwanzig war das so wieder krass wie schnell die Zeit vergeht oder so?

00:52:43: Wenn du so zurückblickst, das war ja noch die alte Online-Ausbildung.

00:52:46: Die gibt es in der Form gar nicht.

00:52:48: Jetzt habe ich sie ganz anders aufgebaut.

00:52:50: Aber was hat die Ausbildung so mit dir gemacht?

00:52:53: Hat es irgendwelche Aha-Momente gegeben wo du sagst, boah krass!

00:52:58: Das war richtig cool.

00:52:59: oder Übung, die die besonders angesprochen hatte... Ja, Highlights.

00:53:04: Der Haar Momente waren das mit Muskelkatern in der Früh.

00:53:13: Ja, also meine Übung.

00:53:14: Das war eine Prüfungsübung.

00:53:17: Es war der Adler und mache ihn immer gerne.

00:53:21: Ist auch meine Üblingsübung... Also den habe ich ganz oft einfach so da.

00:53:29: Und die Pendelur.

00:53:31: Die mache jetzt gerade immer wieder.

00:53:35: Na schön!

00:53:37: Und dann nach der Ausbildung warst du Trainerin?

00:53:42: Wie ist denn weitergegangen?

00:53:46: Dann war zwanzig, vierundzwanzig.

00:53:47: Und du warst dann... Ah!

00:53:53: Die Anna ist in Winterkraft?

00:54:00: Was will die denn da?

00:54:01: So ein Online-Programm für Trauerende eben.

00:54:03: Also ihr schickst natürlich Römer an die Trainerinnen raus und ich weiß ja eben ... Wie wichtig selbst für Sorge war als Trainerinnen ist, dass man sich selber ein bisschen begleiten das durch besonders schwere Zeiten oder so.

00:54:17: Und wie ist denn da zu kommen?

00:54:19: Weil er dann nochmal was erlebt.

00:54:22: Genau!

00:54:23: Das ist ja noch immer nicht zum Ende.

00:54:30: Wir haben einen IVF-Versuch gehabt im August.

00:54:34: Unser Viertel hat funktioniert.

00:54:37: Und dann schauen wir mit Ultraschall nach.

00:54:43: Dann war das erste wieder Pregnancy und Non-Location, also das heißt die Bühne ins Krankenhaus müssen, weil man nicht wusste ob der Embryo auch wirklich dort drinnen ist oder ob er wieder im Erleiter ist oder in der Brachhöhle oder irgendwo.

00:55:00: Dann haben wir da das... Also sie war glaube jeden zweiten Tag im Krankenhaus zum Nachschauen.

00:55:10: Am Ende des Tages ist er nicht weitergewachsen.

00:55:14: Dann haben wir gewohnt zwei Wochen, dass es natürlich abgeht.

00:55:19: Das Leid hat nicht passiert.

00:55:20: Dann bin ich wieder zum Kulogen gegangen und dann habe ich die Tabletten gekriegt weil ich mir dachte ob ihr das schon wisst.

00:55:28: Man sieht natürlich schon nicht wie man sich etwas tun muss und operieren, wobei natürlich das Letzte.

00:55:35: Da bin ich in der Krankenhaus gegangen, weil ich gesagt habe bitte überweiß mich nicht an das, Die letzten drei Wochen war etwas Mögenimmer.

00:55:42: Ich bin in das andere Gang, die haben keine Aufnahme gehabt und haben mich auch weggeschickt.

00:55:46: Ach klar?

00:55:47: Da hast du ja wieder durchgemessen.

00:55:49: Ach so?

00:55:50: Ja!

00:55:52: Also es war alles furchtbar.

00:55:55: Und dann ist da wieder nicht alles... also das war dann, da wir wieder die Tabletten im Krankenhaus knummen und daheim und war auch wieder schmerzhaft aber nicht ganz zu schlimm wie beim ersten Mal.

00:56:08: Also ich war drei Wochen später wieder Kontrolle bei dem Arzt.

00:56:14: Wieder nicht alles raus und dann habe ich noch keine Tasche geklappt, also das heißt die Sozi von... Ich glaubt wir haben den Transfair am tretzehnten vierzehnten Akustik gehabt.

00:56:27: Und ich bin dann operiert worden am dritten November oder so.

00:56:33: Ach krass!

00:56:34: Also das

00:56:35: ist Wahnsinn,

00:56:36: muss man sagen.

00:56:37: Lange wie es dann wird

00:56:39: Und was waren so... Also ich kann mir vorstellen, wenn du es ja schon vorher auch ähnlicher lebt hast.

00:56:45: Dass einfach brutale Ängste die beschäftigt haben oder?

00:56:49: Wie war das so?

00:56:51: Also gerade wenn du dann merkst, dass du wieder schwanger bist, ploppt da dann auch gleich die Angst auf oder eben dann wurscht okay, es ist wieder ein Fehlgeburt und plopped da dann wieder die Angst drauf, dass es wieder so schlimm wird wie beim letzten Mal

00:57:03: etc.,

00:57:04: wie bist denn damit umgegangen?

00:57:05: Oder hat's das geben, dass Du da die Ängsten entwickelt hast?

00:57:09: Nein.

00:57:10: Schon, wenn man einen positiven Schwangerschaftstest hat und dann muss man wieder ins Krankenhaus und du denkst ja... Und dann versuchen es alle ein für sich mit dir zu sprechen und ich bin dann halt meistens so aufbrauchssonder und so lässt sich mein Aktuell.

00:57:26: Woher ist das, um was geht?

00:57:28: Also redest du nicht mehr.

00:57:31: Das machen wir nämlich auch gut, die Ärzte, dass sie erst den Aktuell schließen.

00:57:39: Form der Kurretage habe ich schon dann wieder Angst verspürt.

00:57:44: Das war dann schon... Und das andere ist, man weiß es muss abgehen, man muss dadurch weil sonst gefährdet's wie das eigene Leben.

00:57:56: Ja stimmt ja.

00:57:57: Das muss man sich dann auch ganz schön wieder klar werden.

00:58:02: was will wenn ihr zwischenzeitlich immer wieder da so bei der dritten Fehlgeburt da hab' ich oft nicht gewusst ob ich jetzt mein Auto überhaupt haben kann oder nicht, auf dem nächsten Baum vor.

00:58:16: Ja krass!

00:58:17: Also da weiß man oft nicht, ob wir überhaupt noch haben wollen oder nicht oder was auch immer nur wie leben oder nicht.

00:58:27: und dann muss ich halt auch leider Gottes durch das alles durchnehmen und dann gibt's zum Glück Selensport oder keine Psychologen die dir dann im Nachhinein wieder begleiten können

00:58:40: Und da hast du die dann entschieden, eben bei Winterkraft mal mitzumachen.

00:58:45: Wie war

00:58:46: das

00:58:49: denn für dich in diesem Winter?

00:58:54: Gut oder besser.

00:58:56: Ja aber zum Beispiel wieder Weihnachten feiern können.

00:59:01: Es wurde einfach auch gut, dass man sich jeden Tag bewusst die Zeit nimmt zumindest auch Übung zu machen.

00:59:09: und Ich finde persönlich auch als Trainerin, wenn man dann so bei Winterkraft dabei ist oder bei irgendeiner anderen Gefühlskraft.

00:59:20: Dann ist mir doch eher das zu eingehalten und es zu tun.

00:59:25: Wie das war nicht mehr herztenken.

00:59:27: Jetzt nehmen wir auf noch zehn Minuten und macht es.

00:59:30: Da schreit aber nur die Waschmaschine in der Geschirrspüle.

00:59:34: Vielleicht soll ich doch noch Stabs an sonst irgendwas machen?

00:59:38: Und dann ist der Fernseher abbequem Genau.

00:59:42: Da ist es dann natürlich praktisch, wenn man bei einem Programm dabei ist, wo man weiß... da habe ich jetzt Zeit und das tu ich jetzt für mich, weil's mir gut tut!

00:59:51: Ja diese Motivation ist ja ganz andere, das beschreiben viele.

00:59:54: Und viele sagen dann auch so durch die Videos wirkt sie dann oft so aus, als würde ich mit dem Wohnzimmer stehen.

00:59:59: Denken Sie mal so wie viele Wohnzimmers wollte ich schon gesehen haben?

01:00:05: Und dann war es man, das hat der Anfang und Ende.

01:00:08: Die zehn Minuten ich muss da nichts denken.

01:00:10: also im Sinne von gerade als Trainerin ich muss nicht selber erst dran denken an die Abfolge sondern die quatscht mit zu und die leitet mich durch und dann habe ich das erledigt für mich und mir den Raum und Zeit

01:00:22: genommen.

01:00:26: Ja und dann ist dieses Kind wo jetzt aktuell beschäftigt Da gewesen.

01:00:35: Wie ist denn da zu kommen und wie war die Entscheidung?

01:00:40: Und wie geht es euch jetzt damit nach diesem echt krass intensiven Weg voller Verluste?

01:00:47: Um zwanzig, fünfundzwanz kann man sich entschieden den Weg zur Pflegekind zu gehen bzw.

01:00:57: erst Adoption.

01:00:59: und dann reden wir ein bisschen wie das funktioniert in Österreich.

01:01:03: Und da ist ja Adoption fast unmöglich, zumindest bei uns in Österreich.

01:01:08: Dann muss man auf die Beziehung sagt man schon oft... Da gibt es dann Überprüfungen, sämtlichste und Termine-Hausbesuch, Psychologentermine, wo du denkst okay ich weiß jetzt nicht warum ich da ein Problem habe aber gut Die Psychologin hat aber auch nicht gewusst, dass ich zwei Stunden bevor ich einen Termin bei ihr gehabt habe die Überweisen für Kritasch gekriegt hab.

01:01:35: Ach krass!

01:01:36: Ähm... Ja gut, wir haben eine ganz super soziale Partnerin, die hat uns da dann durchgelassen, dass wir zur Ausbildung kommen.

01:01:45: Dann hat man... Ich glaub' die Ausbildung hat zwei Monate halt immer wieder zu blöcken und waren Ende März fertig.

01:01:58: Mit Mitte April war man freigeschaltet, also als Pflegewärmer.

01:02:03: Und dann kam der Anruf.

01:02:05: gestern noch mal nachgeschaut, achtzehntem Mai.

01:02:11: Witzigerweise bin ich im achtzehnten Mai daheim gewesen weil ich das ganze Wochen schon Schnupfen höchstens alles möglich hatte und mir dachte Montag geht in der Arbeit und bleibt einfach Daheim halt.

01:02:25: Tatsächlich kam zum Mittag gegen Mittag der Anruf Es gibt zwei Kinder für uns.

01:02:33: Mädchen mit nicht ganz zwei Jahren und Puschen mit um die dreieinhalb, glaube ich.

01:02:41: Und ja, ganz perplex bin ich dann zu meinem Morgang und hab gesagt, was ist der Bezirkshatmannschaft gerade angreifen?

01:02:50: Es gibt zwar Kinder für Uns!

01:02:53: Dann haben wir sich ein Gesprächstermin ausgemacht mit den Sozialarbeiterinnen.

01:02:56: Die hat uns von alle zwei Kindern erzählt Und dann haben wir uns schlussend, dass ich das Mädchen noch mal kennenlerne.

01:03:04: Dann haben wir auch Ende Mai auf einer grailem Ort kennengelernt, eine Stunde.

01:03:15: Das hat ganz gut gepasst und in der Juni haben wir die leiblichen Oten gegriffen von dem Kind.

01:03:25: Das war da gut gepaßt.

01:03:27: Und dann kam am vierundzwanzigsten Juni den Anruf.

01:03:37: Kommt zu euch, das passt.

01:03:40: Aber es sollte bis am achten August übersiedelt sein.

01:03:43: Oh krass!

01:03:43: Wie war das dann für dich?

01:03:45: Das war der Tag, wo ich das große Picknick in der Arbeit geguckt habe.

01:03:48: Mein Abschiedspicknick.

01:03:51: Weil ich hätte dazwischen noch Posten gewechselt und ich bin da gestanden und hab mir gedacht... wie schon für das halt alles.

01:04:03: Wie geht sich das irgendwie aus?

01:04:06: Meine Arbeit hat gerade noch gestanden, ich studiere noch Ich habe kein Kinderzimmer eingerichtet, ich habe nichts als ein Gitterbett.

01:04:16: Aber das war es!

01:04:17: Also schon so Überforderung im ersten Moment?

01:04:22: Ja dann haben wir gedacht okay, es hilft halt nix, jetzt muss ich Schritt für Schritt einfach durchgehen.

01:04:28: Dann haben wir picknick gemacht und heute alles noch da rein.

01:04:31: Es wurde am ersten Juli am Termin eingeladen damit man die Anbahnungen machen, also dass man halt die Kleine immer wieder besuchen und zieht an uns, wie wir heute das machen.

01:04:47: Und dann waren wir am Grunde vom ersten Juli fast täglich bei ihr.

01:04:53: Wohl bemerkt sehr anstrengend, weil eineinhalb Stunden heimfahren, fünf Stunden spötze zwischen tausend Kinder gewohnt und Riesenwohnkorb von Babywald alle Backel wieder ausbacken und haben immer um acht Uhr auf die Nacht Nächsten Tag um acht Uhr wieder ins Attau gestiegen.

01:05:16: Also ja, dazwischen bin ich noch immer alt und jung.

01:05:20: Ja Wahnsinn!

01:05:21: Das ist schon wahr.

01:05:23: Ich fasse gar nicht wie das gar mal ist.

01:05:26: Und dann wieder einmal einen Tag freiknommen und wenn ihr kein wäscher Werk mehr gehabt habt, habt ihr Birkszüge gehabt?

01:05:36: Und dann kam der Tag der dreißigste Juli und das kleine Medailles-End gezogen bei uns.

01:05:42: Wir haben es abgeholt.

01:05:43: Genau, unser Herr wohnt sich bei uns.

01:05:49: Wie geht es dir dabei emotional jetzt so?

01:05:53: Weil die Trauer gibt's ja trotzdem um all die Verluste und hat die trotzdem jetzt nur ihren Platz?

01:05:58: oder wie schaffst du das jetzt im Alltag?

01:06:01: Weil ich weiß ja aus eigener Erfahrung Kinder sind sehr fordernd natürlich gerade wenn sie kleiner sind.

01:06:08: Wie schaffste es da also deine Balance?

01:06:11: oder hast Sie überhaupt nicht so schnell wahrscheinlich noch nicht gefunden?

01:06:15: Nein, nicht wirklich.

01:06:18: Also die ersten paar Wochen habe ich mir gedacht, jetzt mal wenn ich mit ihr zu Hause gegangen bin... Ich muss nur lernen, habe ich auch gemacht.

01:06:29: Weil ich halt auch nicht gewohnt war dass ich sieben Führer zwanzig daheim bin und jährliche weiss ich schon immer oder ganz lange immer in dem Führungskraft bin.

01:06:39: und dann schaffte ich auf einmal ein zweijähriges Kind mit mir an.

01:06:44: Auch nicht immer aus.

01:06:49: Und im Sturzschädel ist es ungefähr genauso gut wie ...

01:06:54: Ja ja, da sind die Kinder so an sich, gell?

01:06:56: Ist ja gut!

01:06:56: Das gehört auch zur gesunden Entwicklung.

01:06:58: Ich bin froh, dass das noch hat.

01:07:00: Es ist mir viel lieber, als anders, wenn ich es irgendwann hinschreiben muss.

01:07:06: Ist okay.

01:07:09: Tatsächlich muss ich einfach am Abend wieder schauen, dass ich mehr Zeit nehme und ein paar Übungen mache... mehr schreib und jetzt versuche ich gerade einfach nur, dass ich am Abend mal einen Balkon messe.

01:07:25: Ich hab angefangen, das ich von ihr Tagebuch schreibe, damit wir auch wissen oder habe ich's?

01:07:34: Wann es zum Beispiel eine schlechte Nacht war, ob da irgendetwas war oder vielleicht die Tage gestorgen waren, wenn keiner die anholt wie auch immer, ob man da was aus der Fütterung

01:07:48: hat.

01:07:48: Ich habe viel geschrieben in der Zeit.

01:07:50: also ich finde das hilft schon so einen anderen Blick für später.

01:07:54: dann wenn du drauf schaust achja okay da war das ja und du kriegst ein ganz anderes Gespür dafür.

01:08:01: Ja und auch was es gegessen hat ob das vielleicht der Grund ist warum nicht super gut.

01:08:10: oder die Stuhlgänge Es beschäftigt

01:08:15: sich alles nur noch ein ganzes Tag, ganz andere Gedanken.

01:08:22: Aber es ist schön!

01:08:23: Wir haben richtig Freude damals über die Nachricht, dass das so geklappt hat und so... Weil eben, da steht ja auch immer ganz viel Bürokratisches im Hintergrund und so.

01:08:33: Und dass ihr das so gewuppt habt und da miteinander jetzt reinwachsen dürft sie in diese Aufgabe und trotzdem die Trauer nebenbei noch ihren Platz finden kann.

01:08:43: und wie gesagt es dauert eine Zeit bis man dann wieder neue Routinen für sich findet und schafft.

01:08:49: Manchmal ist dann, bei mir war es zum Beispiel am Anfang ganz viel fünf in der Früh.

01:08:52: Und jetzt ist wieder Abend und dann ist wieder Mittag und das Ganze runter auf sich immer wieder verändern.

01:08:57: Da wächst man halt so richtig rein mit der Zeit.

01:09:01: Was würdest du jetzt so ... Zum Schluss nur sagen?

01:09:05: Du hast glaube ich diesen Satz geschrieben.

01:09:07: Es gibt immer ein Ende des Tunnels auch wenn der Tunnel lange ist.

01:09:11: Das habe ich voll krügt gefunden.

01:09:12: Dann haben wir gedacht ja also ja langer Tunnel.

01:09:19: Wie fühlt es sich denn aktuell an den Füllstieg gerade am Ende des Tunnels so angekommen?

01:09:24: Oder merkt ihr das, ja?

01:09:27: Ja.

01:09:28: Definitiv und vor allem für mich war der Tundl immer so, ich bin früher beim Hemd von Ben durch einen Tunnel gefahren Und in schlechten Phasen habe ich echt überlegt ob er da aufgefahren.

01:09:40: Ah ja, krass!

01:09:42: Ich hab immer das Licht am Ende dieses Tunnels gesehen.

01:09:44: Durch diesen Tunnel fahre ich immer wieder durch.

01:09:48: Ja, irgendwann kommt das Licht.

01:09:54: Und am Anfang ist es ganz klein und immer mehr.

01:09:57: wenn du drauf zurückgehst wird's immer größer und größer oder?

01:10:00: Und irgendwann ...

01:10:02: ja auch kann man sagen dass es wieder mal Fenster wird und du ein Backbucht nimmst im Dandel.

01:10:10: Voll!

01:10:11: Das war ein schöner Gedanke her.

01:10:13: Und trotzdem dranbleiben und niemals aufgeben.

01:10:19: Was würde ich denn abschließend einer trauernden Person nur mitgeben wollen?

01:10:24: Wenn jetzt du überlegst, da sitzt jemand vielleicht beim Frühstück und haucht uns zu.

01:10:28: Und hat das jetzt gerade was mächtig abschließlich der Person die selber ganz viel Verluste vielleicht gerade erlebt hat nur mitgeben?

01:10:37: Versuchen einen Kanal zu finden um die Emotionen ins Flüssen zu bringen eben singen schreiben bewegen.

01:10:46: Ich weiß dass man oft auch von der Suf nicht oft gefühlt Und in der Fernsehen will und sonst nix.

01:10:53: Ist ja vollkommen okay.

01:10:56: Irgendwann ein kleines bisschen, wenn man beim Frühstück vielleicht fünf Zellen schreibt was die Gedanken hat zu sein oder was man dräumt hat.

01:11:06: das ist ja auch öfter so.

01:11:09: Was möchte ich nur mitgeben?

01:11:10: Wenn man sich denkt naja soll ich mal jeder erst anhören bei Silensport oder nicht Oder soll ich den Kursest machen?

01:11:21: Oder da gibt es eine Sterne in Kinderwanderung, so wie die da mitgehen?

01:11:25: Machen.

01:11:26: Einfach machen.

01:11:30: Man kommt erst dann zusammen und das wird erst dann gut, weil man mit anderen Menschen darüber geredet hat.

01:11:38: Und wann das alles irgendwo ausser darf.

01:11:42: Und auch bestenfalls bei den Menschen, die die verstehen.

01:11:47: Voll!

01:11:48: Ja, und auch mit diesem Machen... Also oh wenn's irgendwann vielleicht Zwischendurch merkst du, Anna eigentlich war das nicht so ganz das was sie mir vielleicht gut tut in meiner Trauer und gleichzeitig nimmt man ja immer irgendwas an Erfahrung mit.

01:12:04: Also es ist immer irgend ein Wort oder Gespräch oder irgendwas immer ist hilfreiches oder bei.

01:12:09: Oh wenn sogar von einem Konzept gibt ihr auch Musiktherapie und keine Ahnung was alles, gell?

01:12:14: Und die haben zum Beispiel meine Reha damals brutal viel probiert.

01:12:18: Und auch wenn etwas nicht so passt hat zu mir, habe ich trotzdem etwas mitnehmen können für mich und mein Trauer.

01:12:24: Das finde ich immer so wichtig sich auszuprobieren, dran zu bleiben und ja einfach mal probieren!

01:12:30: Genau dann weiß man wenigstens dass es nicht passt.

01:12:34: Ja voll voll das ist schon schon ein Schritt.

01:12:36: Das ist ganz ganz wichtig, dass man weiß was nicht passt?

01:12:39: Ja voll, voll.

01:12:42: Ach schön.

01:12:43: Man hat gestern auch noch so einen Sorts gesagt weil er ihn eben auch gefragt hat.

01:12:48: Er hat gesagt, sich mit seinen eigenen Gefühlen nicht im Regen stehen lassen.

01:12:53: Das ist doch schön!

01:12:55: Aber das muss ich aufschreiben und mitnehmen weil es genau das ist.

01:12:59: Ja, stimmt.

01:13:02: Nimm's und lass es nicht obregeln.

01:13:03: Gib Anna einen Rennschirm.

01:13:05: Ja.

01:13:07: Ach schön.

01:13:10: Liebe Anna, vielen lieben Dank dass du uns damit genommen hast auf diese sehr berührende intensive Reise deiner Verluste und ich wünsche dir weiterhin... Ganz viel Raum und Zeit auch für deine Gefühle, die alle noch kommen werden.

01:13:24: Auch in dieser besonderen Aufgabe, die du jetzt vor dir hast oder mittendrin steckst.

01:13:30: Und ja, sagen wir mal Danke von ganzem Herzen, wenn man sicher die Zuhörer in der Hand viel mitnehmen können aus dem Gespräch.

01:13:39: Danke!

01:13:40: Ja danke für die Einladung und freue mich, wenn der Podcast dann rauskommt.

01:13:48: Ja, dann danke fürs Zuhören und bis zur nächsten Folge.

01:13:59: Tschüss!

01:14:01: Und auch auf Instagram und Facebook unter Seelensport.

01:14:18: Für noch mehr Ideen

01:14:20: rund

01:14:20: um deine Trauer, um deine Gefühle!

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