#163 Wenn vor dem Todestag alles kippt: Meine Übungen in der akuten Trauerkrise

Shownotes

Eigentlich war für diese Woche eine ganz andere Folge geplant – und dann war das Wochenende vor Larissas Todestag so wild, dass ich dir lieber ganz ehrlich erzähle, was da wirklich passiert ist. Ich habe im Geschäft Preisschilder gelesen, bei denen mein Kopf die Hälfte der Zahl einfach ausgeblendet hat. Ich bin im Wald in einen Hundehaufen gesessen und habe den Bach direkt neben mir schlicht nicht mehr wahrgenommen. Und auf der Wanderung am nächsten Tag war da erst Panik wegen einer giftigen Blume, dann ein Bienenstich, dann eine Herde Kühe – während meine Knie und Füße schon seit Wochen mitgeteilt haben, unter welcher Spannung ich stehe. Was mich da durchgetragen hat, waren nicht gute Vorsätze, sondern Übungen, die mittlerweile ganz von allein anspringen: Antlia, Widder und der Große Bär. Am Ende der Folge gebe ich dir Antlia als Bewegungsimpuls mit, damit du sie selbst ausprobieren kannst.

✅ Trauer frisst Konzentration und Arbeitsgedächtnis – Vergesslichkeit und „dumme Fehler" rund um besondere Tage sind normal, auch nach vielen Jahren.

✅ Der Körper spricht mit: Knieschmerzen, Fußschmerzen, Halsweh vor dem Todestag – und oft ist es kurz danach wieder weg.

✅ Regelmäßig geübte Körperübungen stehen dir in der Krise automatisch zur Verfügung: Du wirst nicht panikfrei, aber du bleibst handlungsfähig.

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Trauerwelle ist der SeelenSport® Podcast für trauernde Menschen, die selbstsicher und mutig ihre Trauerwellen surfen wollen. Du erfährst, wie du deiner Trauer Raum und Zeit gibst und aus ihr deine körperliche Kraft zurückgewinnst.

Denn Trauerwellen sind anstrengend und kosten Kraft, wenn sie über dich hereinbrechen, du sie ignorierst oder versuchst zu unterdrücken. In den einzelnen Podcast-Folgen leitet dich Katy Biber liebevoll und achtsam, und gleichzeitig mit Leichtigkeit durch die Wellen der Gefühle, damit du deine Trauer verstehst und den Mut findest deinen eigenen Trauerweg selbstwirksam zu gehen.

Transkript anzeigen

00:00:00: In der letzten Folge habe ich darüber gesprochen, dass ein Todestag nie nur einen Tag ist sondern eben eine ganze Zeitspanne.

00:00:07: Jetzt liegt er hinter mir und ich nehme mit in das beschissene Chaos davor.

00:00:13: Ja, wortwörtlich, ihn zum Beispiel ein Preißschild von dem mein Kopf die Hälfte oft auch verschluckt hat – in eine giftige Blume im Kinderhand, in meine Knie, die plötzlich nicht mehr weiter wollten und in die Übungen, die mit trotzdem handlungsfähig halten hat.

00:00:32: Und eine davon gebe dir am Schluss so mit!

00:00:35: Wenn bei dir vielleicht irgendein besonderer Tag ansteht oder der Todestag und alles durcheinandergerät, dann ist diese Folge jetzt für dich!

00:00:45: Außerdem spreche ich über meinen Online-Programm Gefühlskraftreise.

00:00:49: Du kannst die unverbindlich wieder auf die Warteliste setzen, wir öffnen nämlich die Anmeldung im Herbst wieder!

00:00:55: Den Link dazu findest du in den Shownotes und jetzt vielleicht sogar den einen oder anderen Lacher mit diesem beschützenden Wochenende.

00:01:04: Trauerwelle Dein Seelen Sport Podcast für einen sicheren, ehrlichen und bewegten Weg durch all deine Trauergefühle hindurch Von und mit mir Kati Biber.

00:01:19: Wenn du die letzte Podcast-Folge von mir gehört hast, dann wirst du wissen dass der Todestag meiner Schwester gerade eben stattgefunden hat nämlich am vierzehnten September.

00:01:31: Und in der letzten Folge habe ich ausführlich darüber gesprochen Dass der Todestag nie so auf einen Tag sich bezieht sondern eben auf eine ganze Zeitspanne Die haben die Folgen aufgenommen zweieinhalb Wochen oder so vorher.

00:01:48: Und ja, was soll ich sagen?

00:01:50: Jetzt ist der Todestag hinter mir und das Wochenende davor war einfach katastrophal bei mir.

00:01:57: Deswegen habe ich mir gedacht, so, ich nehme jetzt einfach eine weitere Folge zu dem Thema, obwohl etwas anderes geplant war auf um dir zu sorgen wie i wirklich akut aktiv in Krisen, herausfordernden Situationen und so weiter umgehen.

00:02:19: Und wie mir da eben das Sehensport dann wirklich direkt hilft.

00:02:24: also Lass uns loslegen!

00:02:27: Wo soll ich denn nur anfangen?

00:02:28: Es war viel es war wild es war lang es war brutal.

00:02:33: Also echt oh Ich bin noch dabei mit zu erholen und heute ist der fünftzehnte also ein tag nach dem Todestag.

00:02:43: Okay Also und ganz am Schluss werde ich dir auch noch ein Bewegungsimpuls mitgeben, also aus einer Übung die mir extrem geholfen hat oder in all diesen Herausforderungen da.

00:02:57: Genau!

00:02:57: Also wo fange ich nur an?

00:03:01: Vielleicht auf chronologisch, gehen wir von vorne bis hinten durch.

00:03:07: Freitag war es so der erste Tag, wo ich schon gemerkt habe... Jetzt wird man langsam als zu viel, ich spüre so innere Unruhe und war eben die Tage davor ja noch in Niederösterreich.

00:03:20: Also wir haben sozusagen Zwangsurlaub geredet weil der Kindergarten hat in der Zeit immer geschlossen, die zwei Wochen bevor es wieder losgeht.

00:03:28: und dann haben wir auch uns entschieden dass wir nach Niederöstreich fahren, also meine Schwiegereltern besuchen und da ein bisschen Urlaub nochmal machen und dann sind wir eben am Mittwoch zurückkommen.

00:03:41: Das war ganz spannend, weil eben wer die Niederösterreich war hat auch das Angefühl, dass wir ja irgendwie weit weg von all dem.

00:03:48: Und dann sind wir zurückgekommen und da habe ich schon gemerkt, irgendwie jetzt wird es schwer... Jetzt kommen die Gedanken wieder an den Tag und die Gefühle wieder viel mehr hoch usw.

00:04:00: Also da hab' ich einfach gemerkt.. Ich werde auf jeden Fall unruhiger!

00:04:04: Und Freitag habe ich wirklich dann auch gespürt okay, jetzt geht's echt los.

00:04:10: an allen Stellen.

00:04:11: Dazu komme ich auch noch zu dem Körperlichen, aber fangen wir erstmal mit der ganzen Rundherum-Situation.

00:04:18: Ja jedenfalls dann habe ich eben den Tag mit meinem Sohn verbraucht, mein Mann war arbeiten und eine weitere Herausforderung die gerade handt, die auf einer Seite extrem schön ist.

00:04:37: Ich bin eingeladen auf eine Hochzeit.

00:04:39: Und zwar nächstes Wochenende, also jetzt, ähm, achtzehnterneunzehnte herum ist das Ganze und das bei einer meiner engsten Freundinnen... ...und das Spannende daran ist dass sie eigentlich ursprünglich die beste Freundin von meiner Schwester, die gestorben ich war.

00:05:01: Und durch den Tod meiner Schwäschter sind wir uns irgendwie total ja nahe Und seitdem irgendwie, ja unzertrennlich waren.

00:05:13: zum Beispiel, war sie auch mit dabei in Bremen bei der Messe Leben und Tod.

00:05:18: Da ganzes Wochenende.

00:05:19: also Sie ist wirklich immer da und wir haben so viel miteinander schon erlebt und durchgestanden und das hat uns irgendwie ganz nah aneinander rücken lassen.

00:05:32: So und jetzt findet eben diese Hochzeit statt, natürlich macht es viel mit mir.

00:05:37: also ich habe dann oft so gedacht war krass wenn jetzt Larissa noch leben wird dann wäre ich wahrscheinlich gar nicht eingeladen sondern Larissa werde dort und würde erzählen dass sie heiratet.

00:05:49: und und jetzt bin i daut.

00:05:52: und dann habe ich natürlich auch dachte war krasser Larissa ist ja oder wer im gleichen Alter also diesen gleich alt gewesen Und sie würde wahrscheinlich, oh jetzt irgendwann heiraten.

00:06:07: Also das ist mir durch den Kopf gegangen und es macht einfach brutal viel mit mir.

00:06:13: Es wird auf jeden Fall emotional.

00:06:14: dann habe ich sie natürlich auch noch verkürzen getroffen und wir haben uns austauscht.

00:06:19: Das ist schon für Sie sehr emotional.

00:06:21: und ja also es macht auf jeden fall viel mit mehr.

00:06:25: und was braucht man bei Hochzeit?

00:06:27: Man braucht schöne Kleidung Und was, dass ich jetzt nicht so der Mensch bin, der ständig Kleider trägt oder so.

00:06:38: Ja wird natürlich schwierig und in Sportklamotten habe ich mir gedacht kann ich auch nicht auftauchen also wirklich mein einziges Kleid das ich besitze ist mein eigenes Hochzeitskleid und schon nix.

00:06:48: und deswegen haben wir gedacht okay ich muss jetzt einkaufen gehen ich muss etwas besorgen das ein bisschen edler ausschaut als wie meine sportklamoten.

00:06:57: Gut, dann habe ich mich aufgemacht und mein Sohn so erklärt.

00:06:59: Heute, Mama muss einkaufen!

00:07:01: Du bist meine Beratung Und wir müssen irgendwas Schönes finden für die Mama.

00:07:07: Dann bin ich eben einkoffengangen.

00:07:11: Ich hab ja schon gesagt, ich hab schon gemerkt, ich bin aufgestanden und die war schon echt irgendwie durch den Wind und irgendwie funktioniert.

00:07:18: dann mal hören und alles nimmt so recht wie es will und kann mir nicht konzentrieren auf Sachen und so und dann stemme in diesem Geschäft Und ich probiere die uns dann Sachen an und natürlich mit jedem anprobieren.

00:07:30: Dann sieht man sich im Spiegel, da denkt man wieder an die Hochzeit, dann wäre ich wieder emotional, dann denke ich wieder an den Todessack.

00:07:36: Es ist so ein Hin-und-Herr, dann muss ich wieder schauen dass mein Sohn nicht irgendwas runterreißt von anderen Klamotten wobei er sich eh gut selber beschäftigt hat ohne den Laden zu zerstören sag ich mal so.

00:07:48: Aber ja, es war einfach viel.

00:07:49: und dann habe ich Beratungen in Anspruch genommen.

00:07:52: Also ich hatte direkt mich an eine Verkäuferin gewandt und die hat man dann vollen nicht geholfen und hat gesagt Ja einen Rock und ein Oberteil und der Jacke.

00:08:00: Und das hat sie mir dann alles zusammen gesucht.

00:08:01: und dann hab ich den Rock probiert und noch mal dachte wow Der schaut ja richtig cool aus und er passt richtig gut.

00:08:07: und Ich habe immer wieder das Problem mit meinem Bauch eben ganz stark rekt aus Diastasi und sehr schmerzen oft im Bauchbereich.

00:08:16: Und muss wahrscheinlich irgendwann operiert werden, jedenfalls ist auch immer das Problem so dass irgendwas Stabilität gibt mein Bauch.

00:08:25: Das ist ganz wichtig für mich weil es ihm schon schwäht tut.

00:08:28: also brauche ich da etwas was gut stabil ist und serangenem anfühlt.

00:08:34: Und dann war ich in diesem Rock drin und hab mir gedacht, krass!

00:08:37: Endlich mal etwas was richtig passt und Schieren ausschaut.

00:08:41: Die haben mich richtig gefreut.

00:08:43: Dann bin ich reingang in die Umkleide wieder und habe mich umzogen und das Top noch anprobiert.

00:08:48: Es hat auch super ausgeschaut und so... Und dann ist man irgendwann mal so aufgefallen.

00:08:54: Ich war ja noch gar nicht in dem Laden.

00:08:56: Das war ein Geschäft wo jetzt nie drin war.

00:08:58: Ich habe überhaupt nicht geschaut, wie viel Kosten eigentlich die Sachen oder so.

00:09:03: Kann ich mir das überhaupt leisten?

00:09:05: Was sie da im Angebot haben.

00:09:08: Ja und dann schaue ich halt auf die Preisschilder Und Da ist dann eben also es waren mehrere Zahlen drauf und irgendwie mein Hirn.

00:09:20: Also wirklich Wie wenig kann ein Hirn funktionieren?

00:09:23: so ungefähr Frage mich immer wieder Jedenfalls da steht der Eurozeichen ganz links Ganz rechts steht Erzahl, aber dazwischen war Nommelerzahl und Nommler anderes Währungszeichen.

00:09:36: Nur irgendwie hat man hören diese Mitte komplett gelöscht und nicht wahrgenommen sondern in das Euro-Zeichen gesehen und haben ganz rechts drüben die Zahl gesehen Und die war oft mal bei der Jacke.

00:09:52: dreihundert neunundvierzig Euro im meinem Kopf Da hab ich gedacht Scheiße Mann!

00:10:01: Für mich ist das brutal viel Geld.

00:10:04: Vielleicht ist es für dich ein Schnäppchen, aber für mich ist es viel.

00:10:08: Jedenfalls noch eine Scheiße, dreihundert und neunundvierzig Jahre für einen Jacken, die einfach nie mehr oder halt ober dem Jahr vielleicht dann tragen wird.

00:10:17: Und eben ich ziehe ja immer nur Sportkleidung an.

00:10:20: Also ich renne ja wirklich egal wohin in den Sportkleiden.

00:10:26: So schöne Sachen ziehe ich halt wirklich ein, zwei Mal im Jahr eben an und ja braucht es eigentlich wenig.

00:10:34: Und diese ganzen Klamotten die da gelegen sind waren oft natürlich nur für solche Anlässe.

00:10:41: Dann haben wir auch so viel Geld fürs sowas ausgeben.

00:10:43: das mag ich eigentlich nicht.

00:10:44: Da habe ich geschaut der Rock den muss ich nehmen weil er ist wirklich richtig gut.

00:10:50: wieviel wird dann dieser Wohlkosten?

00:10:54: Preisschild war das gleiche, es war alles die gleiche Marke.

00:10:57: Und ich habe ihn gelesen.

00:10:58: Hundert und neunzig Euro.

00:11:00: Da haben wir gedacht... Ach du lieber Himmel!

00:11:03: Ein Rock für zweihundert Euro, den ich auch mal anziehen werde, so ungefähr?

00:11:07: Und vielleicht nur dreimal und nie wieder?

00:11:11: Scheiße, das ist echt viel!

00:11:14: Ja dann das Tophalter da noch irgendwas um die hundert Euro gekostet und ja und danach bin ich da gestanden aber scheiße, was mache ich

00:11:22: jetzt?!

00:11:24: Ja, dann habe ich mich entschieden.

00:11:25: Ich nehme nur den Rock und dann hab' ich noch so einen BH gefunden, den ich dann auch noch mitgenommen haben.

00:11:32: Der hat zwölf Euro... Wirklich zwölfe Euro gekostet!

00:11:39: Jedenfalls bin ich an der Kasse gestanden und habe der Beraterin gesagt, nein, ich nehme jetzt mal nur den rock und dann schaue ich daheim ob in einer Jacke oder Oberteil.

00:11:47: Ich muss jetzt nicht alles neu gerufen usw.. Und dann stehe ich an der Kasse und dann sagt die Frau einfach mal so, was hat sie gesagt?

00:11:55: Irgendwas jetzt gar nicht um sechzig Euro oder sowas.

00:11:58: Und dann habe ich mir gedacht, he?

00:11:59: Ich dachte okay sagst du jetzt mal nichts.

00:12:02: Schaust da noch einfach draußen nochmal drauf.

00:12:07: Dann zahle ich halt diese Sechzig-Euro... ...und dann gehe ich raus!

00:12:13: Und dann sind wir essen gegangen eben gleich mal direkt.

00:12:16: und dann habe ich gesagt, ich muss jetzt da nochmal drauf schauen auf die Preisschilder.

00:12:20: Und dann hab' ich die Preißschilder hergenommen... ...und dann hat er noch mal drauf geschaut.

00:12:24: also ich hatte nur den Rock gekauft und halt diesen BH aber der BH war andere Marken deswegen auch ein anderes Preisschild.

00:12:31: Dann habe ich den Rock noch einmal angeschaut und haben darauf geschaut und dann haben wir noch gesagt Scheiße mann!

00:12:36: Der hat ja gar nicht der drei, äh, Hundertneinundneinzig kostet Ich habe wirklich einfach die Mitte komplett übersprungen.

00:12:45: Das hat nicht existiert, nach vormal war es da.

00:12:48: Und dann habe ich es richtig gelesen und der hatte eben irgendwas mit... ...vierzig?

00:12:51: Was er nicht, achter vierzig oder irgend so was ihm kostet.

00:12:55: Aber ich dachte scheiße!

00:12:59: Oh manne, jetzt kann ich nur hoffen dass hier irgendwas zu holen find, was dann dazu passt.

00:13:04: Spoiler habe ich nicht.

00:13:05: Ich habe jetzt online diese Sachen die ich eigentlich geholfen wollte nachbestellt.

00:13:12: Ähm, ja.

00:13:13: Damit die doch noch ... Es hat natürlich nichts gegeben, was irgendwie dazu passt.

00:13:17: Sporttops passen eben nicht so gut zu schönen Seidenröcken ungefähr.

00:13:24: Naja also ich möchte das mal mitgeben auch mein Hirn auch nach dreizehn Jahren ist nur ziemlich durcheinander wenn es um solche besonderen Tage geht.

00:13:34: Ja dann äh war das mal erledigt und die Omigargat usw.

00:13:41: Dann bin ich weiter ins Wald-Erlebniszentrum bei uns in der Nähe ist das eben.

00:13:47: Und da kann man eben so durch den Wald gehen und dann gibt es verschiedene coole Natursachen, Rätsel und ja Natur zum Entdecken halt und man kann Barfruß dadurch gehen.

00:13:58: und das sind wir daneben zusammen durchgegangen.

00:14:01: Und irgendwann waren wir dann so mittendrin und haben gesagt okay jetzt ziehen wir uns mal wieder die Schuhe an weil der Weg nicht so fein war zum Barflus weitergehen.

00:14:12: Und dann war da so ein Klansbächle und wir haben uns an dem Bach kurz die Füße abgewaschen vom Sand, damit man uns die Schuhe wieder anziehen kann.

00:14:21: Dann hat mein Sohn das als Erledigkeit, der ist schon rumgesprungen in seine Schuhen, dann war ich dran, dann habe ich mich noch umzogen oder anzogen wieder... ...und dann setze ich mir hin an dieses Ufer und zieh meine Schuher an und habe aber gleichmerkt, hm irgendwas bin jetzt irgendwie auf irgendwas Nasses matschiges gesessen.

00:14:43: Was ist das bloß?

00:14:45: Irgendwie fühlt sich das an meinem Gesäß, meiner rechten Popaker sehr matschig und nassern!

00:14:51: Und da habe ich eine Jeanshose angrennt an dem Tag sogar... ...und dann hat es volle durchgespürt so.

00:14:56: Na aber was ist das

00:14:57: noch?!

00:14:59: Und dann habe ich mir halt erst gedacht so ein bisschen Sander oder so, der vielleicht nass ist noch vom Regen davor oder so.

00:15:04: Keine Ahnung.

00:15:05: Dann bin ich aufgestanden und haben meine rechte Hand genommen und die rechte hand direkt an mein Gesäß dran gehalten um zum Schauen wie nass bin ich denn jetzt da?

00:15:14: Und dann halte ich so hin und dann merke ich schon ühr!

00:15:17: So... Und dann schaue ich meine Hand an.

00:15:19: Wach also.. Ich muss mich jetzt gerade sehr konzentrieren dass es nicht herrschbar wird.

00:15:25: Joahh, ich bin nämlich in einen Hundescheiß Haufen gesessen, volle.

00:15:33: Meine ganze Ausspacke war voll der Hundeschiße und meine Hand jetzt auch, dann habe ich das direkt kochen, dann hat es mich mal hergewirkt bis zum Gehtnicht mehr.

00:15:41: Ich habe mir gedacht, ich muss jetzt kotzen!

00:15:44: Mein Sohn war so oh mein Gott, Mama, so viel verschlimm!

00:15:49: Und so...und dann steht er und jetzt kommt's.

00:15:53: Jeder normal denkende Mensch nicht trauernde Mensch der vielleicht gerade nicht vor einem Todestag steht, hätte sich zu dem Bach begeben und hätte die Hände da reingehalten oder die Hand.

00:16:09: Und geruppelt an die Steine im Wasser oder so keine Ahnung in die Richtung auf den Sand und dann in das Wasser gehalten oder so... Was macht mein Trauerhörn?

00:16:23: Der Bach existiert nicht mehr!

00:16:26: Na, I?

00:16:30: Wir haben gesagt, jetzt haben wir noch einen weiten Weg vor uns und bis wir da oben sind bei diesem Zentrum wo das Haus ist mit der Toilette und der Seife usw.

00:16:40: Und ich habe natürlich auch eine Wechselkleidung für mich selber mitgeteilt.

00:16:43: Ich habe gesagt scheiße!

00:16:44: Jetzt kann ich mir die Scheisse weltweit durch die Gegend springen und hier weiter spielen.

00:16:49: Und wir haben ja noch einige Stationen vor uns geteilt.

00:16:51: also es war nicht das Ende des Weges sondern da war noch was von uns und er hat sich mega gefreut.

00:16:59: Scheiße!

00:17:00: Ich muss jetzt mit der Scheiße da durchspazieren am Arsch.

00:17:04: Und meine Hand ebenfalls voller Scheiße, weil für mich hat es keinen Bach mehr geben.

00:17:08: Ihr nehmt den Bach einfach nicht mehr wahrgenommen in meinem Kopf und Anna sagt ja gut, jetzt müssen wir weitergehen du greifst mir bitte nicht an.

00:17:18: Bitte fallen nicht hin oder irgendwas.

00:17:20: Ich kann dir nicht helfen wenn mein ganzes Hand voller scheisse ist dann bin ich da... Mit dieser Scheiße an der hand Und dann ging es weiter.

00:17:30: Mein Sohn hat sich wieder weiter gespielt und so weiter, also das hat dann passt

00:17:37: usw.,

00:17:38: aber ich war dann echt so fuck was für ein scheiß Tag ist denn das jetzt bitte?

00:17:45: Ja und dann irgendwann waren wir bei diesem Zentrum und dann habe ich Gott sei Dank von meinem Hand meine Hände waschen können mit Zeife in Ruhe Ja, und mein Hose halt dann versucht irgendwie zu waschen mit durch also mit Klopapier und Seife drüber und so weiter.

00:18:05: Und dann sind wir wieder weitergegangen weil mir waren ja... Also der zweite Spielplatz jetzt haben wir auch noch nicht gemacht gehabt und oh Gott!

00:18:11: Und ich habe einfach permanent die Scheiße an meiner Po-Backe gespürt nochmal nach.

00:18:16: Scheisse, scheisse, Scheisse!

00:18:20: Jetzt kann ich darüber lachen aber es war echt ungut.

00:18:24: Zwischendurch habe ich echt gedacht, ich mag nicht mehr.

00:18:26: Ich kann nicht mehr mit meinem E-Mail nehmen und so.

00:18:28: Also man denkt ja dann so alles ist scheiße!

00:18:31: Und am liebsten will man nur schreien und so... Ja, und dann sind wir halt da durch weiter und den Spielplatz gemacht und so und da hat man auch schon eben einfach diese Gedanken an meine Übungen.

00:18:48: das gibt mir dann so einen krassen Anker in dem Moment.

00:18:53: also Ich springe dann auch im Kopf manchmal von zwei, drei, vier Übungen hin und her.

00:18:58: Und dann picke ich mir den Satz und den Gedanken wieder aus der Geschichte.

00:19:03: So bin ich dann irgendwie durchgekommen – durch den Tag!

00:19:07: Das zorgt einfach ganz deutlich eben wie Trauer oder so... Also den Kopf des Denken die Konzentration so krass einnimmt obwohl es ja dreizehn Jahre jetzt ist.

00:19:24: macht es noch immer mit mir.

00:19:26: Trauer frisst sozusagen dein Arbeitsgedächtnis, deinen ganzen Kopf, dein Intellekt alles was du gelernt hast so ungefähr und dann passieren da einfach so viele dumme unter Anführungszeichen Fehler halt.

00:19:40: Du vergissest Dinge, du kannst dich nicht mehr erinnern, du bist unkonzentriert.

00:19:46: irgendwie geht nichts mehr so ungefähr Und das ist vollkommen normal!

00:19:52: Es isch normal Ja, und dann kommt man auch irgendwie wieder durch mit Scheiße am Arsch.

00:19:58: Und dann geht es wieder weiter so.

00:20:00: Am Abend habe ich mir dann auf jeden Fall bewusst Zeit genommen nochmal so durch zu atmen ein paar Entspannungsübungen von mir gemacht und dann ist so wieder ja bisschen ruhiger geworden so und mein Kopf ebenfalls.

00:20:14: Dann war der Samstag da und man würde denken ja das ist sicher jetzt besser als muss doch jetzt wieder besser mehr irgendwas mal.

00:20:23: Ich bin dann auch wirklich gut in den Samstag gestartet.

00:20:25: Also ich habe noch gemerkt, okay ja was brauche ich jetzt?

00:20:28: Was tut man gut das Wochenende?

00:20:30: Das Wetter ist wunderschön!

00:20:31: Ich will Wandern gehen.

00:20:33: Raus in die Natur, ich muss mich bewegen.

00:20:35: Ich brauche jetzt frische Luftbewegung.

00:20:38: Das tut mir gut.

00:20:39: so eine Weite, so eine Ruhe und ich habe vor kurzem eben einen tollen Wanderweg entdeckt wo ich schon ewig im Gang bin also wirklich letztmal in der Kindheit so.

00:20:49: Die Wanderung ist ziemlich lang, also es geht zweieinhalb Stunden zurück und gleichzeitig total flach.

00:20:55: Also man hat dann gut gehen können mit dem Kind.

00:20:58: Also jetzt nicht ultra anstrengend oder steig.

00:21:01: Und ja das ist total ruhig weil es ist kurz daraus in der Nähe so.

00:21:07: Also wegen so des hintersten Loch bei uns kann ich fast sagen.

00:21:10: Jedenfalls sind wir gestartet und eben voll motiviert und ich habe mich total gefreut auf den Tag!

00:21:17: Oh mein Gott!

00:21:18: Und dann sind wir eben da am Anfang halt gewesen und die Wiesen waren wunderschön, also so richtige Hügel mit Wiesen links und rechts.

00:21:30: Ja und dann war da gleich mal am Anfang eine Wiese voller Herbstzeitlosen.

00:21:35: Ich weiß nicht ob du die Blume kennst, das ist so ne Kokosart.

00:21:38: Vielleicht hast du sie schonmal gesehen?

00:21:40: Kann ich gern googeln... Ich bin doch so da gestanden an der Biese und lasse den Blick über die Blumen schweifen.

00:21:48: Und sag noch zu meinem Mann und meinem Sohn eben so, die sind ja links rechts neben mir gestanden aber ich habe den Blick auf die Biese gehalten und sag noch so, wow das schaut jetzt so schön aus!

00:22:02: Und diese Herbstzeitlosen was verschiedene Blumen und so und... Ja dann sage ich nur irgendwie in Umzug zum mein Mann Das ist schon krass, dass das einfach ohne der giftigsten Blumen Europas ist.

00:22:18: Und mein Mann irgendwie so in dem Moment so schreit zu meinem Sohn rüber Stopp!

00:22:26: Nicht angreifen und in dem moment ist schon passiert.

00:22:30: also er hat mit seinem Zeigefinger und seinem Daumen diese Blume außen so gestreift nach oben zogen was ich da etwas pflücken wollte oder so, er hat sie ausnehmen diesen Kälchse nach oben gestreift.

00:22:47: Und dann ist die Panik kommen also nicht nur bei mir sondern auch beim Mann.

00:22:54: und ja was durchstammt in dem Moment?

00:22:58: Also googeln wie schlimm ist das jetzt denn so?

00:23:02: und dann steht natürlich schon bei kleinster Berührung Gift Notruf Zentrale Dödlich und so weiter.

00:23:11: Da wird man gleich schlecht, schwindelig und alles wohnen.

00:23:13: Und was ich auch voll krass finde ... Dass sie direkt einen Gedanken ankettern, wo ich dieses Tödlich gelesen habe... So scheiße Mann!

00:23:21: Jetzt ist der Todestag von Alarissa und am gleichen Tag verliere ich jetzt nur meinen Sohn.

00:23:26: Wirklich?

00:23:26: Das ist direkt in meinem Kopf aufgeploppt.

00:23:29: Und dann aber nachdem wir das kurz gelesen haben also mein Mann ist dann irgendwie gleich hin und hat die Handgehalten von ihm.

00:23:37: Und dann habe ich auch gleich gesagt, nicht ins Gesicht greifen.

00:23:42: Nichts angreifen!

00:23:43: Anderes... Wir lesen jetzt mal und dann haben wir eben gelesen und ja und dann ist aber oh so trinkst du an der Haut nichts.

00:23:53: und es darf aber aufgrund Fall irgendein Spore oder sowas wie man sagt wenn ein Blütenstaub Das alles halt darf auf gar keinen Fall irgendwie in die Nähe des Mundes gelangen, weil dann eben ganz gefährlich werden so.

00:24:09: Und dann habe ich gesagt okay, dass er halt nichts berühren soll und auf gar kein Fall die Finger zum Mund.

00:24:17: und wer war es fünfjährige?

00:24:19: Und wie man da oft katastrophe oder?

00:24:26: Und dann sind wir da gestanden und haben überlegt, was machen wir jetzt?

00:24:32: Es war zum Glück auch nicht so, dass man Borde nicht nach außen panisch waren und brüllte und schrie und weinte oder sowas.

00:24:40: Sondern nach Außen war ich ziemlich ruhig.

00:24:43: aber innerlich bin ich fast durchdreht und mein Mann ist gleich gegangen.

00:24:48: Aber was mir im nächsten Moment einfach extrem geholfen hat wirklich automatisch ist bei mir angesprungen diese Übung ans Lieger.

00:25:00: dieses jetzt durchatmen, ausatmen Druck rauslassen war vom Körper.

00:25:05: Weil nur wenn dieser Druck, diese Energie raus ist dann kann ich auch halbwegs wieder handlungsfähig werden und klar denken.

00:25:13: Und das habe ich dann gemacht!

00:25:14: Ich bin an dem Tag gestanden Tief durchgatmet, so ausgatmet und eben diese Übung im Kopf halt auch durchgehen lassen.

00:25:24: Und dazu einfach gatmet!

00:25:25: Dann haben wir entschieden ja... Wir gehen jetzt weiter und werden dann bei der Alm die Hände ordentlich waschen.

00:25:35: Und dann haben wir all den noch gelesen das schon hilft mit Wasser und Gas oder so abputzen und so.

00:25:43: Und da haben wir das halt gemacht.

00:25:44: Wir haben dann eine Wasservlasche genommen Und so ein ganzes Trink, was er dann über seine Hand gelehrt und da halt rumgewischt mit Taschentuch.

00:25:54: Dann haben wir noch Desinfektionsdurch und eben mit Gras alles mögliche.

00:26:01: Und trotzdem haben wir gesagt bitte greift diese Wanderung nicht an deinen Mund!

00:26:07: Greif nirgendwo ins Gesicht bitte, bitte!

00:26:09: So... Und er ist aber eh also... Er war ultra ruhig und cool usw.. Ich habe echt Angst gehabt wenn er jetzt Panik schon ängstlich wird, aber überhaupt nicht.

00:26:19: Ich weiß nicht ob es das wirklich war dass ich halt so ruhig nach außen war weil ich glaube wenn ihr natürlich losbrüllt und geweint und verzweifelt gewesen wäre dass das was anders ausgelöst hätte.

00:26:31: aber wir waren wirklich nach außend komplett ruhig.

00:26:34: Das war wirklich nur innerlich dieser Verzweiflung und diese Panik und ja dann sind wir so eben weitergegangen Waren aber, also man kann so vorstellen die Wanderung dann es waren noch zwei Stunden vor uns und die Wunderung war natürlich nicht Diebis mal vorgestellt schon dass das so schön und entspannen und Natur pur und so weiter sondern Es war immer wieder Panik ist herkommen.

00:27:03: Immer wieder Gedanken wo ich mich schon gesehen habe mit dem Hubschrauber wegfliegen Und im Krankenhaus also die ganzen Szenarien die man ja kennt ist ja alles schon durch meinen Kopf gegangen und das ist dann wirklich auch immer so eine krasse Arbeit da immer wieder nicht mit diesen Gedanken mitzugehen, sie nicht weiter zu spinnen sondern auszubrechen.

00:27:31: Und da hilft man als nächstes immer die Übung der Witter.

00:27:37: Das ist so innerlich, also ich steile dann immer vor dass diese Angst wie so ein Monstrum ist.

00:27:42: So ein irgendwie komisches bei mir ist so Lillanes.

00:27:47: Er fetzt das irgendwas wie so eine Watte pauscht der sich aufpauscht und so ein grässliches Gesicht hat und laut ist und mich anbrüllt und... Ich versuch das immer wieder kleiner zum Boxen!

00:28:03: Und dann habe ich da eben immer wieder beim Weg gehen halt immer wieder kurz so durch, rumboxt und innerlich mir wieder vorgestellt.

00:28:11: Und die Sätze immer wieder in meinen Kopf durchgehen lassen, dass ich noch der Chef sei still, sei ruhig... Ich bin lauter!

00:28:26: Also ein richtiger wegvoller Kampf mit dem Wetter.

00:28:32: Und gleichzeitig hat er mir total geholfen eben das sie überhaupt fähig war diesen Weg zu gehen, weil ohne diese Übung wirklich wenn man sich vorstellt vor Jahren davor will ich noch nicht diese Übungen kretern.

00:28:44: Ich wäre komplett wie gelähmt am Boden gelegen.

00:28:48: Er hat brüllt und geschrien und geweint und verzweifelt und ausgeliefert dieser Panik.

00:28:56: und jetzt war er einfach wieder handlungsfähig!

00:28:58: Ich habe trotzdem Panik immer wieder gekreht aber ich war handlungsfähig und dann die Panik mir wieder kleiner werden lassen Und ich weiß, dass genau die Übung bei vielen anderen schon in diese Richtung gearbeitet hat.

00:29:11: Zum Beispiel hat meine Trainerin erzählt eine Geschichte wie ihr der Witter genauso geholfen hat, dass sie mittlerweile gar keine Panikattacken mehr bekommt weil sie immer mit dem Witter direkt entgegen wirken kann.

00:29:26: und ja das ist etwas was mir bis heimt total berührt dass diese Übungen auch andere so begleiten.

00:29:34: dann Genau, also das war so der Start dieser wundervollen Wanderung.

00:29:41: Dann sind wir irgendwann bei der Alm natürlich ankommen und natürlich sofort Hände waschen, Eis, Nommel, zehnmal grubbeln... So!

00:29:50: Und dann haben wir eben Essen bestalten, sowas wie Stamm passiert.

00:29:54: Schwupps?

00:29:55: Da bin ich am Ellbogen von einer Biene gestochen worden.

00:30:01: Ich bin nicht allergisch Also das nicht, aber... oder ist sofort mal Panik losgegangen.

00:30:07: Ich habe noch aufs Handy geschaut und dann habe ich auch noch gesehen dass es gar keinen Empfang ist in diesem Loch.

00:30:14: Wenn jetzt irgendwas ist wenn ich jetzt da anschwillt und wenn ich zur Luft mehr krieg und so weiter Dann kann ich nicht einmal den Notruf sozusagen rufen obwohl man ja eh irgendwie bewusst war Dass der notruf Ding trotzdem funktioniert.

00:30:26: Und die bei allem sitzt die auch Kontakt zu außenwältern ungefähr.

00:30:30: Aber Wir wissen, dass Panikhören funktioniert anders und kann nicht mehr normal denken.

00:30:38: Oder eben durchgatmen.

00:30:40: Also wirklich oder wieder die Anzilia erst dieses Durchatmen, Druck raus... Und dann im nächsten Moment wieder der Witter angesprungen, wegboxt diese Panik und direkt versucht das also die andere Richtung herzuholen.

00:31:00: Was, wenn es gut ausgeht?

00:31:02: Wenn du nicht allergisch bist.

00:31:04: Wie schaut dann der Tag noch aus?

00:31:06: Ja!

00:31:06: Es wird brennen und das brennt und sticht... Also die Hölle ist natürlich... Das tut scheiß weh.

00:31:12: Aber mehr nicht fertig.

00:31:14: Und es war dann auch so.

00:31:15: also ich habe mich da noch ziemlich gut wieder entspannen können.

00:31:19: Und gerade vor allem nach den ersten zehn-zwanzig Minuten.

00:31:21: Ich merkte es ist eh nix und ja Dann war's auch wieder gut für mich.

00:31:26: So dann ist schon die Panik hat er noch gut gehen können Und dann haben wir noch Fotos gemacht, wo ihr euch sogar schöne Fotos dabei waren und schöne Momente gehabt habt.

00:31:37: Und alle waren einfach insgesamt wieder entspannter!

00:31:39: Dann war der Rückweg und der war Gott sei Dank wunderschön.

00:31:42: also wirklich bis zum Schluss war er richtig richtig schien.

00:31:47: Nur der letzte Moment dann war Nommel herausfordernd für mich weil es hat dann massenweiß Kühe geben direkt auf dem Weg.

00:31:58: Wer in Tirol aufgewachsen ist, weiß dass Kühe keine Streichertiere sind.

00:32:04: Und ziemlich bärs, ziemlich ungut werden können wenn man in der Nähe vorbei geht oder vor allem wenn sie kälber, also Babys Hand und da sollte man immer einen großen Bogen drum herum machen.

00:32:16: und ja das war irgendwie nicht möglich.

00:32:18: wir haben mitten drin durchgehen müssen.

00:32:25: Ich weiß nicht ob das nicht ein Gegenteil macht bei den Kühen und Korruhe ausstrahlt, so ungefähr.

00:32:35: Aber es habe ich gebraucht also bin ja noch zu gingen.

00:32:37: mit dem Wetter im Kopf bin ich durch diesen Weg durch zwischen all diesen riesigen Kühen Und dann auch das wieder geschafft.

00:32:46: So Genau Ja.

00:32:50: und dann war's das.

00:32:52: Oh!

00:32:52: Dann war ich durch für den Tag.

00:32:54: Ich sag's eigentlich War ich fertig?

00:32:57: Wirklich Ich war so richtig erschöpft und da habe ich dann gesagt, am Ende brauche ich noch ein bisschen Entspannung.

00:33:08: Dann habe ich wieder mein Entspanntungsprogramm gemacht.

00:33:12: Am Sonntag habe ich gesagt, es wird schieren aber ich will nicht wandern gehen interessiert mir alles nicht.

00:33:20: Trainieren gehen, ich brauch ganz viel Training für mich und ganz viel Zeit für mich.

00:33:24: Und dann eben werde ich ans Grab fahren und werde da auch noch zeitlang bleiben.

00:33:28: und ja, das habe ich dann auch so gemacht.

00:33:31: also wirklich bewusst heimt mache nichts kein Programm keine Pflicht nur trainieren ausführlich und danach bei der Larissa sein und dieser Trauer nochmal ordentlich Raum geben.

00:33:42: und Das war richtig gut an und es hat sich angenehm angefühlt als obens.

00:33:47: traurig ist natürlich aber Da kann ich gut damit umgehen mittlerweile und habe da auch noch den Sextant gemacht am Grab.

00:33:54: Das war das Schieren, weil ich dann so richtig in die Verbindung gekommen bin mit der Larissa und... Und die Sonne hat runter geschehen und es war wirklich... Es war ein schöner Vormittag.

00:34:04: dann so und am Nachmittag war ich noch im Spielplatz mit meinem Sohn und das war dann auch ganz fein.

00:34:09: also keine... keine Besonderheiten mehr Gott sei Dank!

00:34:15: Und der Tag hat gut ausgehend können so.

00:34:18: Und dann ist der Montag gekommen, also der Todestag selber an sich.

00:34:23: Und da war es dann wieder so eher emotional als so klein der Frühjahr.

00:34:27: was dann so dass sie ja das man irgendwie auch so bewusst worden ist?

00:34:32: mein Sohn startet jetzt in sein letztes Kindergartenjahr und irgendwie hat mir das dann noch ziemlich emotional gemacht wie schnell die Zeit wieder vergeht und so.

00:34:41: Dann war ich eben im Kindergart mit ihm und habe ihn abgeben.

00:34:45: haben wir ihm noch vorher besprochen, dass man die Larissa hat und nochmal besuchen wird.

00:34:49: Am Grab zusammen und eine Kerze hinbringen.

00:34:53: Und dann bin ich eben rausgegangen und er winkt mir halt nur nach und dann ruft er mich so nach Tschüss Mama!

00:34:58: Wir sehen uns dann bei der Tante Larissa!

00:35:02: Und das hat man schon boah... Also da bin ich schon beim Gehen, sind immer schon die Tränen gekommen.

00:35:06: Das hat mal echt einen Schlag geben weil es irgendwie so seltsam war.

00:35:11: Er sagt ja ganz oft eben über Tante Mara oder Tante Anna, dass wir uns dort sehen und dort treffen.

00:35:18: Oder was machen mit ihnen?

00:35:19: Und der sagt ja nie... Wir sehen uns bei der Tante Larissa weil sie an ihm lebt so!

00:35:24: Und er hat natürlich jetzt Grab gemunt.

00:35:25: aber das war dann echt so... Das waren gerade zu viele im Moment wo man halt ein Scheißes so grenzhaftes anfühlen wenn es ihn nur leben wird.

00:35:34: Und da war ich dann echt ein bisschen down, so traurig.

00:35:40: und dann bin ich ins Büro.

00:35:43: Ja, wenn man dann zwei Wochen wieder Urlaub geredet hat, bleibt viel liegen und so weiter.

00:35:47: Und viel zum Turnen.

00:35:48: Dann setze ich mich hin und dann funktioniert einfach mal nicht mein Projekt Management Tool Asana mit dem ihr arbeitet.

00:35:55: Ich dachte Boah was für ein Scheiß Tag schon wieder war!

00:36:00: Das gibt es doch nicht!

00:36:01: Da bin ich mal aufgestanden rüber gegangen zu meiner Mathe und habe eine Runde den großen Bergen gemacht und ein bisschen die Zentaurin ein Lied laut spielen lassen und einfach meinen Frust und mein Wut ein bisschen rauslassen.

00:36:15: Und ja, dann ist so wieder Gott sei Dank mir zumindest besser gegangen.

00:36:20: Mein Programm hat weiter nicht funktioniert erst wieder heute.

00:36:25: Nachmittags habe ich meinen Sohn geholt und dann hat er die Idee nicht so nett gehabt weil die Maler zählt an dass Larissa immer Schokolade gerne gegessen hat.

00:36:35: Wir könnten ihr doch Schokrokrägse mitnehmen Am Grab gemeinsam Schocker Kriegsessen und das haben wir dann gemacht.

00:36:42: Und es war total schön und fein!

00:36:44: Und am Abend habe ich auch noch mal eine Runde Entspannungsübungen für mich gemacht, und dann noch ein bisschen malt und so ist der Tag dann gut ausgeklungen.

00:36:57: Ja jetzt zu meinem körperlichen Thema noch abschließend weil mein Körper reagiert eben auch immer ganz stark in der Zeit vor dem Todestag Und ich finde es immer wieder spannend, dass dann eben schlagartig wenn der Tag rum ist.

00:37:15: Manchmal dauert's noch zwei Tage oder so.

00:37:17: aber dann sind diese körperlichen Symptome weg und ganz oft war das immer ein Hallsthema, dass sie Halsschmerzen kretern, dass die Erkältung kreternt.

00:37:26: Husten, Hüseln, Kratzen im Hals, Klose im Heiß usw.

00:37:32: Und dieses Jahr war es mal etwas ganz anderes, das habe ich jetzt so noch nie gekriegt haben mir meine Gelenke-Werte, also wirklich die Knie vor allem eben an diesem Wandertag und ich bin ja viel unterwegs und sehr sportlich.

00:37:48: Und an diesem Wandertag hat man die Kniewertern wie damals.

00:37:55: da habe ich auch schon mal so was gar nicht mehr was das war, irgendeine Entzündung oder etwas krett Diesmal eben durch die ganze Panik und Anspannung an dem Tag.

00:38:06: Und ich so krasse Knierschmerzen krete, das war echt... Ich hatte fast nur einen Genkrennen am Schluss.

00:38:12: Ich bin wirklich fast nur noch grochen!

00:38:14: Und was sie ebenfalls haben seit Wochen oder vor schon zwei bis drei Wochen Fußschmerzen?

00:38:22: Ich bin jeden Tag aufgestanden in der Früh und meine Füße beim Auftreten, die ersten Schritte, es hat so krass wehtun Und ich dachte, das gibt es doch nicht.

00:38:30: Das habe ich ja noch nie gehabt.

00:38:31: Ich hatte aber nichts an die Füße und so.

00:38:33: Das ist wie aus dem Nichts plötzlich da gewesen... ...und hat sich eben so richtig zugespitzt.

00:38:39: jetzt zur Samstag-Sundag vor dem Todestag!

00:38:42: Und jetzt kommt's heute!

00:38:44: Heute ist wie gesagt der fünfzehnte.

00:38:46: also ein Tag nach dem Todesdag bin ich in der Früh aufgestanden.. ..und ich habe auch nix mehr gar nichts mehr davon.

00:38:57: Ich bin wirklich aufgestanden und meine Füße nix hat weh getan.

00:39:03: Also manchmal bin ich selber, obwohl es eigentlich war, aber immer wieder trotzdem überrascht davon wie krass unser Körper da mit uns spricht und was sagt und uns einfach zorgt dass viel Spannung ist das vielleicht gerade viele Schritte gegangen werden mussten die schwer waren oder so Und die dann deswegen in meinen Füßen und Beinen und Gelenken irgendwie gespürt haben.

00:39:29: Also krass, krass!

00:39:31: Schreibt mir gerne an der Stelle wenn du magst in die Kommentare von dem Podcast was das bei dir so eigentlich ist.

00:39:39: Gibt es auch körperliche Symptome die du magest?

00:39:41: Die irgendwie in der Zeit davor ganz stark auftreten?

00:39:45: oder schicken wir gern noch eine Mail oder per Instagram oder so.

00:39:48: also bin gespannt was das für dich so ist.

00:39:51: Dann kann ich ja da mal gerne drauf eingehen.

00:39:53: eigenen Folge oder so.

00:39:56: Und das ist einfach diese dauerhafte Anspannung, die verändert einfach diesen Muskeltonus, aber auch eben Schlaf und so weiter.

00:40:05: Der Körper nimmt den Schmerz viel intensiver dann auch wahr also dem zählischen Schmerzen und überträgt ihn auf den Körper auch so.

00:40:17: Das gehört dazu und ich ist einfach Teil Davon.

00:40:21: Und genau deswegen ist es so wichtig, dass wir uns dann gut um den Körper kümmern und ihn nicht außer Acht lassen oder ihn dann vielleicht verurteilen oder schlecht behandeln deswegen sondern wirklich liebevoll mit ihm umgehen und sagen okay ich spüre die, ich höre die, sieg die.

00:40:37: Ich werde jetzt einen Schritt langsamer für die gehen damit du die gut erholen kannst und da gut durch diesen Tag hindurch kommst.

00:40:45: zum Beispiel Ja und das gilt eben nicht nur für mich, also dass nicht nur ich diese Übungen in die Richtung anwenden kann sondern eben auch natürlich die Menschen die begleiten.

00:40:59: mit Seelensport berichten immer wieder ähnliches.

00:41:02: Und wir haben gerade die Woche davor so ein Bonus Workshop gemacht für meine Gefühlskraft-Reisegruppe.

00:41:09: du kannst sie da übrigens auf die Warteliste setzen.

00:41:14: Wir werden die Anmeldung wieder öffnen im Herbst.

00:41:17: Und in diesem Bonus Workshop ist darum gegangen, dass wir mal schauen, was sich die letzten Wochen Monate so passiert.

00:41:24: Hat es Veränderungen gegeben?

00:41:26: Gibt's irgendwelche Dinge wo die Personen im Programm noch mehr Unterstützung von meiner Seite brauchen und was anders gebraucht wird?

00:41:35: Hilfestellung... Also, ja.

00:41:38: Ich bin da immer sehr flexibel und offen und schaue mal was wird gebraucht?

00:41:42: Wo hackt's vielleicht so grad?

00:41:44: Wo braucht es Unterstützung?

00:41:45: Gibt's viel Fragen?

00:41:46: Und dann kann man schnell zu einem Bonus Workshop zwischendurch kommen!

00:41:50: Und dort Urpaßhorn z.B.

00:41:52: erzählt dass sie sich seit dem Start des Programms wieder mehr traut unter Menschen zu gehen.

00:41:58: Und zwar nicht weil die Angst irgendwie weg ist vor... ungurten Begegnungen oder so, sondern weil sie mittlerweile was?

00:42:06: Sie hat etwas an der Hand und kann in unterschiedlichen Situationen oft dann entsprechend umgehen.

00:42:13: Und das ist ja Gold wert!

00:42:14: Also wenn du ähnlich wie jetzt bei mir mit den ganzen Herausforderungen... Ich weiß ich kann auf die Übungen zurückgreifen und komm da dann halbwegs kurz durch zumindest.

00:42:24: Ohne wenn es mich frustriert oder ärgert oder nicht sein muss unbedingt.

00:42:28: aber ich komme durch diese Krisen.

00:42:32: Und eine weitere Person hat ebenfalls auch mit Panika-Taknen wieder zum Kämpfen und hat in einer entsprechenden Situation Begegnung gemerkt, wie so Panik in ihr hochkommt.

00:42:44: Hat das dann offen und ehrlich kommuniziert?

00:42:48: Erstmals ihre Grenzen wirklich gesetzt.

00:42:50: Stopp!

00:42:51: Das geht gerade zu weit.

00:42:52: Das kann ich grad nicht.

00:42:54: Ich brauche jetzt einen Moment für mich... Sie ist dann sogar aufgestanden und hat gesagt sie muss jetzt eine Übung machen damit sie nicht in diese absolute Panik hat da gerutscht und ihm handlungsfähig ist.

00:43:05: Und da braucht sie jetzt bitte diesen Moment, das ist schon wow!

00:43:10: Also ich war da wirklich so krass in so kurzer Zeit es dann so umsetzen zu können intuitiv also durch diese Regelmäßigkeit der Übungen die entweder in der Bewegung macht oder manchmal auch so dass man die Videos eben anschaut und die Geschichten durchnießt.

00:43:29: Und das immer und immer wieder macht, weil dann verfestigt sich das einfach im Körper und eben intuitiv automatisch greifst du auf dieses Werkzeug zurück!

00:43:42: Das ist so schieren.

00:43:45: wenn ich dann solche Rückmeldungen sehe und lesen kann... Da geht mein Herz auf!

00:43:52: Also ja, das freut mich natürlich extrem.

00:43:55: Und ja, und ich möchte dir noch mitgeben so zum Schluss.

00:44:02: Diese Übung was mir da eben die Antlia-Übung was mich auch geholfen hat ist ebenso also dass du die dann in so einen Moment hinstellst und deine Hände so nach oben also Schulter höhe zurück nimmst und dann tief einatmen und die ganz groß machst Und dann ausatmest ganz kräftig durch den Mund und mit die Hände nach unten gleitest, so als würde ich etwas rausdrücken wollen aus deinem Körper.

00:44:34: Sie hast Luftpumpe wie eine Luftpumpe machen und etwas raus drücken aus dem Körper, dass der Druck die Sorgen, die engste mal rausgepresst werden aus dem Körper über die Atmung.

00:44:49: Das Runterdrucken sorgt dafür, den Druck rauslöst und dann wieder einatmen.

00:44:56: Und sich groß machen für neue Energie, und neue Kraft wieder ein atmen.

00:45:01: Das kann man entweder wirklich aktiv machen in dem Moment oder wenn man nur die Atmung einsetzt und sich die Bewegung im eigenen Körper vorstellt, löst es auch schon ganz viel aus und hat einen intensiven Effekt aufach.

00:45:17: Ja das kann ich gerne mal ausprobieren für die Situationen.

00:45:21: Das ist eine der Übungen, die auch im Programm enthalten ist.

00:45:26: Wo du wirklich dann auch konkret angeleitet wirst von mir und mitmachen kannst – mit Geschichte und allem drum und dran!

00:45:33: Und wie gesagt wenn du da irgendwie sagst du möchtest dabei sein... Du hast Interesse daran, dann setzt die gern ganz unvermindlich auf die Warteliste und du kannst auch noch einen Trauer-Selbstcheck machen.

00:45:46: Das kriegst du dann zugeschickt von mir wenn du auf der Wartelliste stehst und dann eben geht es schon so.

00:45:53: Ende Oktober.

00:45:54: Anfang November werde ich wahrscheinlich die Anmeldung wieder öffnen.

00:45:57: da geht's dann wieder los Und dann freue mich wenn du dabei sein magst und wenn du dann auch so wilde heftige Wochenenden hast, die so voller Durcheinander und Herausforderungen sind.

00:46:11: Dann kannst du ebenfalls ganz auf ganz viele Übungen zurückgreifen und die ganz gut selber dadurch begleiten und dir Halt schenken Sicherheit geben und hoffentlich etwas entspannter aus dem herausgehen.

00:46:26: Ja ich hoffe du hast viel mitnehmen können von meinen vielen Herausforderungen und Krisen an den Wochenende.

00:46:33: und ja dann sage Bis zur nächsten Folge, freu mich wenn wieder reinhörst und bis dann.

00:46:43: Tschüss!

00:46:49: für noch mehr Ideen rund um deine Trauer und deine Gefühle.

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