#158 Ein Schmetterling mitten im Dezember: Petra über die Trauer um ihren Papa

Shownotes

„Wir haben uns angeschaut und wir wussten beide, es wird nicht mehr."

Manchmal geht alles so schnell, dass der Körper Wochen später noch nachzittert, während der Kopf längst wieder funktioniert. Bei Petra lag zwischen der Diagnose Bauchspeicheldrüsenkrebs und dem Tod ihres Papas eine einzige Woche – ein letzter Abschied am Aufzug, ein letztes gemeinsames Abendessen, und dann ein Dezembertag, an dem plötzlich nichts mehr war wie vorher. In diesem Gespräch erzählt Petra sehr offen, wie ihre Familie den Enkelkindern einen echten Abschied ermöglicht hat, welche Rolle Musik in ihrer Trauer spielt – und warum sie zwischendurch vor allem Stille braucht. Sie spricht auch über ihren ersten Verlust mit dreizehn Jahren, der damals unbegleitet blieb und sich Jahrzehnte später in Erschöpfung, Verspannungen und Schlafproblemen gemeldet hat. Aus SeelenSport-Perspektive ist genau das der Punkt, an dem der Körper mitreden darf: nicht als Aufgabe, sondern als Ort, an dem Trauer Raum bekommen kann.

✅ Kinder und Jugendliche brauchen ein echtes Angebot zum Abschiednehmen – und die Erlaubnis, jederzeit auch wieder rauszugehen.

✅ Unverarbeitete Trauer aus der Kindheit meldet sich oft erst Jahrzehnte später über den Körper.

✅ Vor den eigenen Kindern zu weinen ist kein Kontrollverlust – Petra erzählt, wie sie ihnen dabei zeigt, dass sie sich um sich selbst kümmert.

Falls du reinhören magst, welche Lieder Petra meinte, hier ihre Liste: https://open.spotify.com/playlist/34W6pQpoa6mLZ6nhOYjuwD?si=e2ee6480c0d64f47

→ Die Anmeldung zur Gefühlskraft-Reise ist noch bis Dienstag, 4. August geöffnet – danach öffnen wir erst wieder im Herbst:

https://www.seelensport.at/gefuehlskraft-reise

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Trauerwelle ist der SeelenSport® Podcast für trauernde Menschen, die selbstsicher und mutig ihre Trauerwellen surfen wollen. Du erfährst, wie du deiner Trauer Raum und Zeit gibst und aus ihr deine körperliche Kraft zurückgewinnst. Denn Trauerwellen sind anstrengend und kosten Kraft, wenn sie über dich hereinbrechen, du sie ignorierst oder versuchst zu unterdrücken. In den einzelnen Podcast-Folgen leitet dich Katy Biber liebevoll und achtsam, und gleichzeitig mit Leichtigkeit durch die Wellen der Gefühle, damit du deine Trauer verstehst und den Mut findest deinen eigenen Trauerweg selbstwirksam zu gehen.

Transkript anzeigen

00:00:00: Zwischen der Diagnose und dem Tod ihres Bappers lag eine einzige Woche.

00:00:06: Petra hat in dieser Woche nur einmal mit ihm am Tisch gesessen, ohne zu ahnen dass es das letzte Mal sein würde.

00:00:13: In dieser Folge erzählt sie, wie schnell das alles ging und was danach kommen ist der Abschied den ihre Kinder und die anderen Enkel gemeinsam nehmen durften.

00:00:24: Aschmetterling mitten im Eising Dezember ein erstes Weihnachten ohne Musik.

00:00:31: Petra spricht doch darüber, wie sich ihre Trauer körperlich zeigt hat und warum er Verlust mit dreizehn Jahren erst Jahrzehnte später wirklich Raum gekriegt.

00:00:43: Erfolg gibt es besonders auch für die, wenn du vielleicht doch selber Kinder hast oder Jugendliche eben und die durch ein Verlust begleiten musst.

00:00:51: Wir sprechen auch über Sehensport und wie sich dadurch ihr Leben verändert hat – und mein Online-Programm Gefühlskraftreise das jetzt gerade geöffnet ist!

00:01:01: Aber nur noch bis Dienstag den vierten August.

00:01:05: Danach öffnen wir erst wieder im Herbst, den Link dazu findest Du in den Show notes.

00:01:10: Trauerwelle Dein Seelensport Podcast für einen sicheren, ehrlichen und bewegten Weg durch all deine Trauergefühle hindurch.

00:01:20: Von und mit mir Kati Bieber.

00:01:25: Liebe Betra!

00:01:26: Schön dass du da bist bei mir im Podcast Trauerwelle Und uns ein bisschen aus deinem Leben und deiner Trauererfahrung erzählst.

00:01:34: Bevor wir da rein starten magst Du die Flacht erst mal vorstellen.

00:01:38: wer Bist Du?

00:01:38: Wo lebst Du?

00:01:40: Du sprichst ja auch etwas, sagen wir mal einen anderen Dialekt?

00:01:44: Einen intensiven.

00:01:46: Erzähl mal ein bisschen!

00:01:47: Hallo liebe Kathi.

00:01:49: Vielen Dank für die Einladung habe ich wirklich sehr gefreut.

00:01:51: Ich bin Petra, forty Jahre alt, bin verheiratet und habe zwei Kinder.

00:01:57: Mein Sohn ist fünfzehn Jahre alt meine Tochter ist zwölf Jahre alt und wir leben in der Nähe von Rottweil in Baden-Bottenburg.

00:02:04: das ist zwischen Bodensee und Stuttgart und ich arbeite in der Verwaltung.

00:02:11: Und man klingt, also man hört schon ein bisschen wie das so.

00:02:14: Ich find's ja auch total putzig!

00:02:16: Also diesen Dialekt ich mag den total gern.

00:02:18: Das macht es irgendwie total freundlich finde ich.

00:02:22: Ich hoffe dass mich alle Zuhörerinnen verstehen.

00:02:26: Ich streng mich an und versuchen uns einfach mal.

00:02:30: Wir versuchen's beide.

00:02:31: wir geben unser Bestes, dass wir nicht zu sehen die Dialekte verfallen.

00:02:36: Ja, und heute geht es um deinen Papa.

00:02:39: Um die Geschichte um deinen papa weil du hast deinen Papa im Dezember zwanzig vierundzwanzig verloren.

00:02:46: Und wie geht's da denn jetzt grad so aktuell bevor man in den ins Gespräch oder was passiert ist starten das dass du überhaupt darüber sprichst so heute?

00:02:57: Wie fühlt sich des gerade an?

00:02:58: also es fühlte sich nach wie vor sehr schmerzhaft für mich an weil er einfach hinten und vorne fehlt Aber gleichzeitig ist es wirklich schön und es freut mich, dass der Papa in unseren Gesprächen weiterlebt.

00:03:11: Und das auch über ihn gesprochen wird.

00:03:13: Das tut mir wirklich gut!

00:03:15: Ja, das ist total spannend weil ich habe ja schon sehr viele Podcastgespräche geführt und ich merke auch immer wieder wie wichtig es ist, dass man einfach mal die Geschichte wieder teilen darf.

00:03:25: Weil das im Alltag viel zu kurz kommt.

00:03:28: Kaum jemand fragt oft nur noch und man kann nicht so richtig eintauchen.

00:03:33: Und nochmal drüber nachdenken jetzt, nach einer gewissen Zeit oder?

00:03:37: Man möchte ja auch niemand belasten.

00:03:39: für viele ist das Thema als einfach abgehakt und vorbei aber für einen selber dreht sich alles noch ums Thema.

00:03:46: und der Verlust.

00:03:49: Ja dann nehmen wir uns mal mit wer war denn dein Papa?

00:03:52: wie war er so?

00:03:53: was hat ihn ausgemacht?

00:03:56: Also mein Papa war ein sehr positive, freundlicher und aufrichtigem Mensch.

00:04:03: Er war sehr interessiert an seinen Gegenüber und konnte mit jedem gute Gespräche führen.

00:04:11: Der war auch sehr humorvoll und hatte immer einen guten Spruchauflager.

00:04:16: Er liebte die Natur, er liebt das Fahrradfahren und hat den eigenen Wald ganz oft liebend gerne gearbeitet und das war für ihn die Natur einfach ein super Ausgleich.

00:04:31: Und es hat er einfach geliebt, was auch war.

00:04:33: Er war einfach ein absoluter Familienmensch.

00:04:35: Wir hatten auch eine sehr, sehr enge Verbindung.

00:04:38: Familie war für hin alles.

00:04:40: Er War glücklich wenn alle zusammen kamen oder wenn einzeln jeder zusammen kommt.

00:04:46: dazu muss ich sagen Ich habe zwei ältere Brüder und die haben jeweils auch zwei Kinder.

00:04:53: Und ja, Familie war für der Papa alles.

00:04:56: Er liebte es wenn alle bei Samu waren und hat das einfach genossen.

00:05:00: Und

00:05:00: du hast schon geschrieben also eben dieses positive... ...und er war so ein Stehaufmännchen.

00:05:08: Man hat da irgendwie so ein Beispiel wo man erzählen könnte.

00:05:12: Du sagst mal, dass das wieder deutlich zackt.

00:05:15: Der Papa immer das Steh aufmännch'n!

00:05:18: Der Papa war halt... einige gesundheitliche Rückschläge und er hat dann immer gesagt nach vorne schauen, ich möchte.

00:05:27: Und hat da immer positiv dran gearbeitet dass es lieber aufwärts geht.

00:05:34: Und Sex Englisch?

00:05:36: Oh, Challenge!

00:05:39: Ja... und das hatte wirklich geliebt und der Papa war sehr bescheiden, aber er hat nicht viel gebraucht.

00:05:46: Er war zufrieden wenn einfach die Kinder und Enkel glücklich waren.

00:05:49: Und auch um ihn rum waren, das war für ihnen wirklich das höchste.

00:05:53: Also es war einfach nur schön bereichernd und gar nicht da irgendwie dass er sagt, man ist anstrengend oder zu viel oder so.

00:06:00: Egal

00:06:01: nicht

00:06:01: bereicherung.

00:06:02: Da

00:06:02: war immer sehr gelassen und auch die Enkel in den Ferien waren oft alle zusammen dort?

00:06:11: Die meisten dann.

00:06:13: Da war er sehr gelassen und die Kinder hatten natürlich die Freude aneinander, weil sie im gleichen oder ähnlichen Alter sind.

00:06:20: Und der Opa beim Opa war halt ein bisschen... Der Opa hat einen Auge zugedrückt und auch wenn Sie mal das Haus auf den Kopf gestellt haben, der OPA hat es mitgemacht und hatte Spaß mit den Kindern.

00:06:31: Das war wirklich für die Kinder auch ein schönes Heimatgefühl

00:06:35: bei Oma.

00:06:37: Oma hat immer gekocht.

00:06:39: Warum die Kinder rum?

00:06:40: Und das war einfach nur schön.

00:06:44: Das heißt, du hast ja gesagt... Du hast eine enge Verbindung gehabt und da gehe ich jetzt mal davon aus, dass dann auch das Gleiche für die Enkelinnen gegolten hat und dass ihr euch regelmäßig gesehen habt.

00:06:56: Habt ihr in einer Nähe gewohnt oder...?

00:06:58: Nein also meine Püler wohnen beide im gleichen Ort.

00:07:01: Die haben sich regelmässig gesehen und wir wohnentfünfzig Kilometer weiter weg.

00:07:07: Haben uns nicht!

00:07:09: Regelmäßig gar nicht jede Woche gesehen, aber eigentlich jeden Tag telefoniert und die Verbindung war da.

00:07:14: Und auch mit der Enkel, wenn irgendwas anstand oder ein Kind krank war oder Opa rief an geht es wieder und war immer sehr besorgt.

00:07:23: und also die Verbindung war extrem eng und wir wussten auch immer gegenseitig was gerade gilt und das war seit klein auf.

00:07:32: Also meine Kinder hatten wirklich einen sehr sehr engen Bezug zum Opa Obwohl es vieles nur übers Telefon ging.

00:07:39: Aber die spürten das wahrscheinlich, dass ich da außerigend verbunden bin und ... Ja?

00:07:45: Und das war dann immer ... Hat man sich einfach darauf gefreut, wenn's dann wieder zeitlich gepasst hat!

00:07:52: Da war der Opa auch nie ... Hat er nie vorwürfig gemacht, wir haben hier unsere Termine wo wir wohnen mit Vereinen und Kindern

00:08:00: usw.,

00:08:02: aber wenns dann geklappt hat, waren wir einfach froh und die Verbindung war ja immer da.

00:08:07: Das finde ich total spannend, weil ich habe ja auch einen Sohn der ist jetzt fünf dann und von meinem Mann.

00:08:13: die Eltern leben in Niederösterreich.

00:08:16: Das heißt das ist sechs, sieben Stunden entfernt beim Auto und da kann man natürlich auch nicht da schnell mal für eine Woche hinfahren.

00:08:23: Und trotzdem mein Sohn redet... Wirklich fast jeden Tag von seiner Oma, also die Verbindung zu der Oma ist einfach extrem.

00:08:32: Und dann sagt er immer wann fahren wir wieder?

00:08:34: Wann?

00:08:34: das muss ich der Omer erzählen?

00:08:35: Das muss sie der Ome erzählen und so.

00:08:38: Ist total spannend!

00:08:39: Und mir versuchen immer dass man uns vier mal im Jahr sehen.

00:08:43: Also jeder Jahreszeit irgendwie, dass entweder kommen Sie her am meisten dann halt für eine Woche oder zehn Tage und jetzt waren wir wieder hin und so... Ja das ist oft gar nicht nur an dem regelmäßigen Sehen, sondern eben generell die... Was mache ich dann in der Zeit mit den Kindern?

00:09:00: Also dieses Interesse wenn ihr das zog und aktiv mit den Kinder dann spielen um ihr Beteiliger.

00:09:06: Das macht natürlich was!

00:09:07: Und da entsteht Verbindung dann und auch wenn es nur kürzere Zeiten sind so miteinander

00:09:13: Auf jeden Fall.

00:09:13: oder auch, wo sie ganz klein waren.

00:09:15: Die Kinder habe ich so ein Einsteckfoto-Album gemacht mit den Ängsten und da war halt Oma und Opa und dann haben sie mutig mit einem Jahr oder zwei Jahren also im Glänkenalter.

00:09:25: War das einfach schon immer ganz wichtig und war immer schon präsent und da und einfach schön.

00:09:32: Schöne Idee ja voll!

00:09:34: Ja, und dann ist dieser Dezemberkommon zwanzig vierundzwanzig.

00:09:39: Du hast, glaube ich gesagt es war der dritte Dezmber wo die Diagnose gefallen ist.

00:09:45: Wie war denn der Tag so?

00:09:47: Was hast du da erlebt?

00:09:49: und wie hast du das erlebt?

00:09:52: Ich möchte da jetzt ein Stück weit weiter vorne anfangen.

00:09:59: Papa hatte einige gesundheitliche Rückschläge.

00:10:02: In den Jahren hat er eine Hornblutung, hat sich damals echt auch gut nach der Reha aufgerappelt und war dann wirklich alles okay, alterseinsprechend okay.

00:10:13: Dann hat er öfters Herzprobleme und das hat ja gut im Blickfeld regelmäßig die Arzttermine wahrgenommen und war sehr gewissenhaft was seine Gesundheit anbelangte.

00:10:27: Da war ja, wie du vorhin auch schon gesagt hast, einfach ein Stehaufmännchen hat immer nach vorne geschaut und das kriegen wir hin.

00:10:33: Und wir bleiben dran und sind gewissenhaft was Gesundheit angeht und von dem Jahr war das alles gut.

00:10:40: Und im Juli war dann eine geplante Herz-OP aber es war eigentlich ein Routine Eingriff.

00:10:50: Der ging leider schief.

00:10:53: da gab's große Komplikationen Und da haben auch die Orste im Nachhinein gesagt, er hatte mehr als einen Schutzengel, dass er das überlebt hat.

00:11:01: Krass!

00:11:02: Das war dann wirklich ein großer Schlag ins Gesicht eigentlich.

00:11:06: Da wussten wir nicht in welche Richtung es geht.

00:11:10: Nach einem längeren Drankhausaufenthalt ist er dann in den Reha gekommen und es war dann so ein Katt... Er musste dann am Rollator laufen und zwar wirklich anders wieder fort.

00:11:21: Vorwahr einfach.

00:11:22: Karniger aktiver Opa und dann auf einen Schlag, war wirklich ein Rückschlag.

00:11:28: Und dann war er in Reha und hat sich da aber auch wieder aufgerappelt.

00:11:35: Dann kam er nach Hause, dann gab es mehrere weitere Krankenhausaufenthalte.

00:11:39: Er stand noch mal gestorzt, musste vom Notarzt geholt werden, dann kam eine Influenza dazu, wo er im Krankenhaus war usw.

00:11:47: Aber er hat sich immer wieder aufgerappelt und es war dann okay.

00:11:51: Und im Sommer, der Holator war wieder weg.

00:11:55: Es war alles wieder okay.

00:11:57: Klar man hat gemorgt gesundheitliche Einschläge und er war nicht mehr so viel vorhin und alles ging ein bisschen langsamer aber es war alles wirklich in Ordnung und wir haben immer wieder gesagt wow wie sich der Papa doch gut erholt hat.

00:12:13: Und dann war eben im November der fünftigste Geburtstag von meinem ältesten Bruder und der hat dann gefeiert, da haben wir alle gesagt wow!

00:12:21: Wie sich der papa... Freut an den, der Feier und Hut mittendrin ist.

00:12:27: bis nach zum halb eins war er auf dem Fest.

00:12:32: Wir waren wirklich erstaunt.

00:12:34: Und dann kam auf jeden Fall das Fest zu Ende.

00:12:38: die Woche drauf hat da am Telefon zu mir dann gesagt ich glaube ich habe einen Magen Daumen und dann sag ich okay mach mal auch wenn meistens wenn es im Haus ist ja als da Andrea dann auch aber sie hatte nix.

00:12:53: Ich war dann auch, doch dass das schon mehrere Sachen waren immer ein bisschen... ich habe ihn dann auch dazu gedrängt und gesagt lass es doch mal anschauen.

00:13:04: Und geht zum Arzt nicht das was ist.

00:13:08: Und durch das, dass er eh schon gesundheitlich einfach ein bisschen angeschlagen war.

00:13:12: Dann sagte er ne sein Hausarzt hat jetzt gerade Urlaub.

00:13:17: wenn der wieder zurück ist, dann kann er ja mal gucken lassen.

00:13:20: Dann war es aber so, dann wurde er gelb und wir alle auch meine Geschwister.

00:13:24: Wir waren immer sehr gut im Austausch und dem Kontakt auch als die anderen Krankenhausaufenthalte waren.

00:13:30: Wir haben uns immer gegenseitig ausgetauscht und wirklich haben auch hier eine sehr gute Verbindung und jeder ist immer auf einem gleichen Stand.

00:13:38: Und dann haben wir einfach drauf getränkt dass er zum Vertrittungsarzt geht.

00:13:41: Meine Schwägerin hat dann einen Termin für ihn ausgemacht oder wir haben ihnen ein bisschen gezwungen Und dieser Arzt hat ihn dann sofort ins Krankenhaus geschickt.

00:13:51: Und

00:13:51: da haben sie ihn untersucht und dann war Wochenende, und Vermutung war dann einfach das was an der Galle ist und dass man jetzt einfach mal weitere Untersuchungen die andere Woche abwarten muss.

00:14:07: Genau!

00:14:09: Also dort im Krankenhaus waren alle Enkel, wollten ihn besuchen.

00:14:13: jeder war noch Abwechslend bei ihm.

00:14:16: Und er war sehr gut gelaunt und sehr zuversichtlich, alles gut.

00:14:21: Hat sich gefreut, dass jeder zu ihm kommt und hat auch immer ... Er wollte nie jemanden zur Lasche fallen.

00:14:27: Hat immer gesagt, ihr müsst doch nicht extra herfahren oder so.

00:14:31: Aber es war dann einfach schön, dass wir alle dort waren.

00:14:34: Dann kam eben die Woche drauf, da kamen die weiteren Untersuchungen.

00:14:39: Und dann kam die Diagnose-Baukspeichelgrößenkrebs.

00:14:45: Mein Bruder hatte an dem einen Abend dann ein Gespräch im Arzt und hat die Diagnose bekommen.

00:14:53: Hat auch den Arzt direkt gefragt, weil wir wissen diese Diagnosis ist einer der aggressivsten Krebsarten und dass es wirklich nicht gut ist.

00:15:04: Und dann hat mein Bruder gefragt wie viel Zeit uns denn noch bleibt?

00:15:09: Dann hat der Arzt gesagt sie können sich da nicht festlegen operieren kann man definitiv nicht mehr.

00:15:15: Aber sie würden es einfach vorschlagen, Nikémol doch zu führen und dann kann man vielleicht mehr sagen wie viel Zeit noch bleibt.

00:15:25: Das heißt ihr hattest wirklich gar keine Orientierung gehabt?

00:15:29: Wie geht's jetzt weiter?

00:15:30: Wie lang und extrem?

00:15:34: Also mein Bruder hat mich dann an dem Abend angerufen und gesagt und mir war das auch klar die aggressivste Art und das sieht nicht gut aus.

00:15:45: Aber so vom Gefühl her habe ich mir vorgestellt, was ist das nächste halbe Jahr?

00:15:56: Ich wusste es ist nicht gut aber hab irgendwie gedacht ja die nächsten Monate, das nächste Halbjahr... Was wird nächstes Frühjahr, nächstem Sommer sein?

00:16:06: wie werden wir die Zeit jetzt durchstehen?

00:16:11: So war also der erste Gedanke.

00:16:13: Es war klar, es ist nicht gut aber die Hoffnung war doch noch da... es gibt ja vielleicht für Einzelne doch noch Fälle wo es dann einfach in das man es im Griff bekommt oder ein Stück weit gelindert worden kann.

00:16:28: und dann haben wir uns auch selber unterhalten haben gesagt ja im Alter sind die Kräfte zählen vielleicht nicht mehr ganz so schnell vielleicht haben wir ja Glück haben wir uns in diesem Moment getröscht.

00:16:43: Also

00:16:43: war es auch euch einig so innerhalb der Familie, was du mit deiner Brüder oder deiner Mama das jeder so in die Richtung gedacht hat?

00:16:52: Hoffnung und eben auf jeden Fall von Monaten noch sprechen?

00:16:57: War das beeindruckend?

00:16:58: Ja also wir haben uns dann auch in den Tagen zusammengesetzt Möglichkeiten gesucht, wie man ihnen weller und gesundheitlicher nicht mehr ganz so fit war.

00:17:12: Wie man ihn unterstützen kann?

00:17:14: Und haben einfach gedacht, wie am besten die Chemo vertragen kann.

00:17:20: Ob man da nur mit Naturmittel irgendwas unterstützen kann, so die Richtung.

00:17:24: Papa hat von vorneweg gesagt... Er macht die Chemo, er macht das was die Ärzte sagen.

00:17:31: Er will da nichts dagegen machen und das kriege wir hin und war im Krankenhaus extrem zuversichtlich und motiviert.

00:17:38: an dem Abend als mein Bruder mir die Diagnose am Telefon lang gesagt hat, wollte ich unbedingt hinfahren und bin dann abends noch ins Krankenhaus gefahren.

00:17:50: und aber der Papa war so

00:17:52: ja

00:17:53: zuversichtlich.

00:17:54: Ich habe gesagt es krieg immer schon hin Wollte nicht dagegen machen, er wollte eigentlich nur leben.

00:18:03: Und auch an diesem Abend war es wirklich ... wir haben uns dann unterhalten und hat noch seine Späßchen gemacht von gewissen Sachen wo er am Mittag im Kaffee im Krankenhaus war und so.

00:18:16: also er war da wirklich noch sehr gut gelaunt und optimistisch.

00:18:21: Und wenn ich kurz fragen darf, wie ist es ihm dann körperlich in dem Moment gegangen?

00:18:25: Also hat er da noch ... Weil du ja gesagt hast, er hat am Anfang das Gefühl gehabt, Magen-Darm.

00:18:30: Wie ist's ihm körperlos in diesem Moment gegangen?

00:18:32: und hat er auch Geschmerzen gehabt oder was?

00:18:35: Er

00:18:35: hat immer gesagt, er hatte extreme Rückenschmutzten.

00:18:40: Das ist enorm!

00:18:41: Sie hatten bei den Untersuchungen irgendwie, glaubte ich... Irgendwas an der Galle, irgendwas beigelegt.

00:18:47: Keine Ahnung.

00:18:48: Aber... Und da hat das Gefühl es ist ein bisschen besser.

00:18:53: Also nicht dass er extreme Schmerzen hatte oder so.

00:18:58: und dann als ich mich am Abend dann auch verabschiedet habe, dann hab ich gesagt ja, ich gehe nach... Hatte gesagt, ich begleite dich natürlich bis raus und ich muss ja in Bewegung bleiben!

00:19:08: Ich will aktiv bleiben.

00:19:09: und Ja, das war dann echt ... Er war positiv gestimmter, wie wir.

00:19:16: Und ich wollte ihm jetzt auch nicht die Angst so übertragen aber... Ich wusste einfach die Diagnose ist einfach schlecht und er wusste es ja letztendlich auch.

00:19:28: Was für mich im Nachhinein berührendes Bild bleibt der Abschied?

00:19:36: Er hat mich bis an den Aufzug im Krankenhaus begleitet und dieser Abschied war das wirklich so ein ein extremer inniger Abschied, weil wir haben uns angeschaut und wir wussten beide es wird nicht mehr.

00:19:51: Und Papa hat seine ... er war stark aber hat seine Tränen verdrückt und hat sie runtergeschluckt.

00:19:57: Ich auch!

00:19:58: Und ich war im Aufzug, Träner sind gelaufen, war fix und fertig und ich wusste ihm geht's wahrscheinlich gleich als ich dann weg war.

00:20:08: Aber das war so ein inniger Moment Der bleibt bei mir.

00:20:12: Also das war im Nachhinein schon so ein Stück Abschiedsmoment, obwohl ich es ja nicht so zuordnen konnte.

00:20:21: aber in diesem Moment war klar Es wird nicht mehr.

00:20:25: Ja man kennt sich halt auch einfach so gut, gell?

00:20:28: Man spürt den anderen, man sieht's im Ausdruck der Augen und so ohne dass man Worte aussprechen muss.

00:20:35: Genau

00:20:39: Da kommen mir wieder die Tränen.

00:20:44: Wie ist dann weitergegangen in dieser Woche?

00:20:46: Was ihr habt miteinander viel austauscht, auch Pläne gemacht.

00:20:52: Wie soll es weitergehen?

00:20:53: Wer ist für was?

00:20:54: Wie macht man das?

00:20:55: Wie managet man

00:20:56: das?".

00:20:56: Gibt's andere Angebote?

00:20:58: Ihr wart wahrscheinlich sehr viel im Tunen und Schauen oder

00:21:02: so... Genau!

00:21:03: Das waren noch

00:21:04: ein

00:21:05: paar Tage.

00:21:06: Zwei Tage war ich glaube noch im Krankenhaus nur die restlichen Untersuchungen.

00:21:09: Dann war zu Hause.

00:21:11: Also zu Hause haben wir bemerkt, er wird ruhiger.

00:21:18: Im Krankenhaus war er sehr zuversichtlich und okaymistisch und zuhause hat er nicht viel darüber geredet.

00:21:26: aber es war so.

00:21:27: Aber wir haben einfach gemerkt, er überlegt sich auch was da jetzt vorgeht und wie wohl die nächsten Monate sein werden.

00:21:36: Du hast ja gesagt habe ich ja nicht so nah beieinander gewohnt und bist du dann auch zum Beispiel mit deinen Kindern zusammen hingefahren?

00:21:44: oder habt ihr das gemacht?

00:21:47: Also meine Kinder haben die Opa schon mal im Krankenhaus gesehen.

00:21:51: Wir haben

00:21:52: aber dann über Video-Anruf oder Video aufgenommen, dem Opa noch was geschickt.

00:21:58: Das haben wir dann ganz oft.

00:21:59: und Opa, wir wünschen dir gute Besserung!

00:22:02: In diesem Wochenende dann wirklich nur auch den Kindern ganz wichtig.

00:22:08: Wir hatten an dem Wochenende Termine von den Kindern.

00:22:11: am Sonntag war eine große Nikolausfeier vom Tonnen, das ist schon mal ein Riesen-Event in der Tonhalle.

00:22:18: da gehst du ja gar nicht mit für die Kinder und ich war da wirklich so... wie ein Tross.

00:22:24: Ich bin da halt mitgegangen, aber der Gedanke war irgendwie ... es ist alles sehr seltsam und was kommt jetzt wohl in die nächste Zeit?

00:22:33: Genau!

00:22:33: Wir waren auf der Nikolas-Feier.

00:22:34: als wir dann zu Hause waren abends.

00:22:38: Habe ich meinen Mann auch gesagt, das ist echt doof dass ich soweit wegwohne.

00:22:42: Ich würde jetzt eigentlich so gern kurz hin und einfach nochmal Hallo sagen.

00:22:46: Ich war zwei Tage zuvor auch alleine abends noch dort als wir dann auch meinen Geschwistern noch, die einfach uns in Ruhe unterhalten haben.

00:22:57: Aber auf jeden Fall mein Mann sagte dann nach der Nikolausfeier fahr doch jetzt zu ihm!

00:23:02: Jetzt geht's ihm ja noch gut.

00:23:03: wer weiß wie es ist wenn die K-Mol startet wie es ihm dann gesundheitlich geht.

00:23:09: fahr durch los und das habe ich Gott sei Dank gemacht.

00:23:12: Ich bin abends losgefahren Nieselregen Dezember Blödes Wetter.

00:23:16: aber ich bin los gefahren Wenn man hat die Kinderversorgung Und ich bin alleine dann losgefahren, bin zu meinen Eltern.

00:23:24: Wir haben zusammen noch Gefäßsport abend gegessen.

00:23:27: Mein Papa liebte es.

00:23:30: zum Festband heißt das in Schreibchen.

00:23:32: Was bedeutet das?

00:23:33: Das Wort kenn ich jetzt auch nicht.

00:23:34: Festband?

00:23:35: Nein, das kann ich nicht!

00:23:37: Also kaltes Abendbrot, Wurst und Käse...

00:23:41: Da gibt's einen eigenen Begriff dafür.

00:23:42: ja spannend.

00:23:45: Das war mir jetzt nicht bewusst, dass es nicht ganz so bekannt ist.

00:23:54: Auf jeden Fall haben wir dann zusammen gegessen.

00:23:56: Und das war so ein wichtiger, kuschbarer Moment, dass ich dort noch bei ihm war.

00:24:03: Es war das letzte Mal wo ich ihn dann gesehen habe und dazu möchte ich noch sagen als mein Papa im Jahr die Humblutung hatte, da war mir ja auch bewusst von heute auf morgen kann alles anders sein und es war einfach wichtig, dass meine Eltern wissen Wie dankbar ich Ihnen für alles bin und habe damals dann zu Weihnachten meinen Eltern einen Brief geschrieben.

00:24:27: Und mich für alles bedankt, wie sie mich unterstützt haben was alles war und einfach so ein großes Dankeschön in dem Brief.

00:24:38: Bei einem Krankenhausaufenthalt hab' ich ein paar Paternauen mit so kleinen Schutzengeln dazu gekauft und auf jeden Fall jedes Weihnachten Wenn wir ihm was geschenkt haben oder so, hatte Papa gesagt.

00:24:50: Ich brauche kein Geschenk ich habe ja den Brief.

00:24:52: Das war für ihn so kuschbar, so wertvoll.

00:24:55: Es war immer wieder hat er das erwähnt.

00:24:58: und dann eben an diesem einen Abend hab' ich auch gesagt hast der Schutzengel nehmst du den dann mit wenn du ins Krankenhaus

00:25:08: gehst

00:25:09: zum nächsten Termin?

00:25:11: Ja denn den Schutzengl und den Brief habe ich immer in der Schublade, in seinem Büro.

00:25:18: Also

00:25:18: zehn Jahre eigentlich?

00:25:20: Und das war immer im Gespräch!

00:25:22: Das war für ihn wirklich ein Schatz und für mich auch.

00:25:26: Da bin ich wirklich froh, dass ich es damals gemacht hab und da auch nichts zwischen uns stand und wir gegenseitig einfach dankbar waren, dass wir uns hatten.

00:25:40: Auf jeden

00:25:40: Fall habe ich ihm das gesagt.

00:25:41: Er hat gesagt, ja es hat er da und das war mir auch... Das fand ich dann echt schön, dass ihm das auch in diesem Moment so versendet war, dass der Brief unter Schutz Engel da ist.

00:25:53: Das fand mich wirklich sehr, sehr schön.

00:25:55: Genau!

00:25:55: Und dann bin ich gegangen

00:25:56: an dem Abend

00:25:59: und dann hab' ich halt mich verabschiedet.

00:26:02: Natürlich war's ein komisches Gefühl wegen der Diagnose.

00:26:06: Aber ich dachte nicht, dass ich ihn da als zum letzten Mal sehe.

00:26:10: Das habe ich wirklich nicht gedacht.

00:26:15: Wie war es dann die nächsten Tage?

00:26:17: Am Tag darauf war zu Hause alles normal.

00:26:21: Mein Pattenkind war bei ihm und er hat mit ihr immer Hausaufgaben gemacht und das war alles normal.

00:26:26: also okay Er war auch im Kopf noch extrem fit, also er hat alles gewusst.

00:26:34: Wenn man den Papa aus dem Rest fragt, hat er immer alles gewüsst.

00:26:37: Das war eigentlich da vorn früher und so.

00:26:39: Es war immer sehr interessant.

00:26:43: Dann war am Dienstag eben der Termin beim Onkologe angesetzt zum Besprechen wie es jetzt weitergeht.

00:26:51: Und was für ein Tag war?

00:26:52: Also was für Datum damit nur da im Dienstag?

00:26:55: Das waren an der Zehnte.

00:26:56: Da war der

00:26:57: Termine.

00:26:58: Genau.

00:26:59: Und auf jeden Fall, ich habe am Montag noch mit ihm telefoniert und er hat gesagt, er macht Hausaufgaben mit meinem Pattenkind und alles gut und war eigentlich auch relativ gut gestimmt.

00:27:10: und morgen ja dann der Termin.

00:27:13: Mein Papa seitdem in Rente war liebte er auch nicht zu früh aufstehen.

00:27:18: Er hat gesagt haben der Terminen beim Onkologisch halt schon so früh muss ich mich ziemlich früh fertig machen, aufstehen.

00:27:26: Ja haben wir noch so ein bisschen geredet und ich habe dann alles Gute für den Termin gewünscht, meine Brüder sind mitgegangen und die Mama.

00:27:36: was dann allerdings war in der Nacht also von Montag auf Dienstag war eine sehr schwere Nacht oder unruhige Nacht.

00:27:45: er muss als es Mama sagte ab zwanzig Uhr ca.

00:27:49: auf einen Schlag ging es ihm richtig schlecht und da musste dann die ganze Nacht gefühlt ständig auf Toilette.

00:27:59: Aber es kam dann nichts, im Nachhinein haben wir erfahren, die Niere hat damals schon versagt aber das wusste man ja nix, aber auf jeden Fall haben sie die ganze Nacht wirklich fast nicht geschlafen.

00:28:10: Aber der Papa ist dann aufgestanden an dem

00:28:12: Dienstagmorgen,

00:28:13: er hat sich rasiert weil unrasiert geht man ja nicht aus dem Haus, da war er sehr korrekt hat sich rasiert, aufgerappelt.

00:28:22: Ist zum Onkologe, haben sich beraten lassen und dann war auch der Thomin für den Beginn für die Chemo und so.

00:28:31: Sie sind nach Hause und da haben sie einen Mittag gegessen also es war alles relativ normal.

00:28:38: Aber untersucht worden ist ja nicht normal?

00:28:40: Also aufgrund dessen dass die Nacht zu schlecht war oder so?

00:28:43: Ne.

00:28:47: Ich weiß jetzt nicht ob... Ob sie Einzelne Untersuchung vom Urlaub gemacht haben oder so.

00:28:53: Aber es wurde dann einfach der Ablauf von der Chemo-Fisch gelegt, dass das auch stationär stattfinden muss für ihn und so.

00:29:01: Und dann sind sie nach Hause, haben sie Mittag gegessen.

00:29:08: Er hat seinen Mittagsschlaf gemacht und Mama war irgendwie auch unruhig?

00:29:16: war dann bei ihm nachmittags im Wohnzimmer, obwohl sie wollte eigentlich noch ein paar Dinge erledigen.

00:29:20: Aber dann hat sie gesagt, ne ich bleib bei... ...bei ihm in dem Wohnzimer, als sie für sich gesagt war bei ihm und dann war ja Weihnachtszeit, Weihnachtsteko war überall, dann ist der Papa irgendwann, er hatte in seinen Unterlagen doch geblättert.

00:29:36: vom Onkologe so wurde Ablauf aufgelistet bar.

00:29:43: und dann ist er aufgestanden in den Floren, hat so einen Stamm Wo man leuchtet, hat er angemacht.

00:29:49: Das hat er nie gemacht.

00:29:52: Und ich stand wieder zurück ins Wohnzimmer auf Sofa und dann ist er einfach so zusammengesagt.

00:30:04: Wir wissen nicht warum er den Stern angemachtet hat.

00:30:07: Es war irgendwie ... Keine Ahnung ob er irgendwas gespürt hat wahrscheinlich schon.

00:30:18: Mama war natürlich total im Schock wollte ihn wachrütteln, hat dann sofort meiner Schwägerin angerufen.

00:30:27: Sie war sofort da, Notarzt angerufen und dann musste meine Schwäigerin mit Anleitung am Telefon vom Notarz ein Liter zu beleben.

00:30:41: Genau!

00:30:42: Und dann war auch der Notarts relativ schnell da.

00:30:48: und in dieser Zeit hat mich mein Bruder angerufen Und hat gesagt, Petra komm!

00:30:56: Der Notarzt ist unterwegs.

00:30:58: Sieht nicht gut aus und am besten soll ich meinen Mann noch mitbringen.

00:31:02: So habe ich davon auch fahren.

00:31:07: Genau und ähm... Ich natürlich dann auch komplett in Panik aufgelegt.

00:31:12: mir wusste ich nicht aber Panik die Kinder um mich

00:31:16: rum

00:31:17: und die haben das Telefonat mitbekommen und gesagt was ist mit dem Opa?

00:31:21: Habe ich gesagt ich weiß es nicht wir müssen sofort losfahren.

00:31:26: Es war ja dunkle Jahreszeit, meine Kinder wollten dann nicht...bleiben da noch nicht so gern alleine.

00:31:34: Dann haben wir schon meiner Schwiegermutter angerufen aber die wohnt auch zwanzig Minuten weiter weg, dass sie zu der Kinder kommt und letztendlich sind wir dann mein Mann und ich sofort losgefahren.

00:31:44: Die Kinder waren dann kurz allein bis die Schwiegamutter kamen, aber das hat alles geregelt Und wir sind dann los gefahren.

00:31:51: wie gesagt, forty-fünf Minuten Ist eine normale Fahrzeit, aber für mich war das Gefühl wie ne acht Stunden Fahrt.

00:32:00: Ich bin da im Auto gesessen.

00:32:02: ich wusste nicht was mich erwartet.

00:32:04: Wusste nicht ist ein Pflegefall, ich wuste nicht ist er tot?

00:32:08: es war wirklich ein sehr schlimmes Gefühl.

00:32:17: Genau

00:32:19: Dann bist du angekommen?

00:32:21: Also durch Urm or war er da schon im Krankenhaus?

00:32:24: Nee nee erst zu Hause gestorben auch.

00:32:27: Also es war alles zu Hause, Notarzt-Wiederbelebung, alles zuhause.

00:32:34: Wir sind dann angekommen bei meinem Elternhaus.

00:32:38: Meine Brüder haben die Tür aufgemacht und nur in den Kopf geschippt und dann war klar, dass er gestorbt ist.

00:32:50: Und als ich kam, war der Notarz schon weg In der Trainer, im Schock und alles gegenseitig.

00:33:02: Sie haben uns alle in die Arme gefallen.

00:33:05: War dann ein Onkenmann... Und habe ich gedacht, irgendwann realisiert was macht eigentlich der da?

00:33:11: Es war das Notfallseelsorger!

00:33:13: Wenn der Notarzt kommt, hat manchmal einen Notfall-Seelsorgen mit geschickt.

00:33:18: Und im Nachhinein war es klar, das war sogar Lehrer von der Realschule auf der ich war.

00:33:23: Er sah dann echt irgendwie auch Ja, ein bisschen nett.

00:33:27: Aber halt wenn man sich dann durchschaut kann hat.

00:33:31: Und das war jetzt für uns wirklich schön.

00:33:34: Papa war dann auf seinem Bett und wir konnten dann wirklich zu Hause Abschied von ihm nehmen.

00:33:44: Und jeder Einzelne auch zusammen waren drin und haben noch gebetet.

00:33:50: Papa War ein sehr gläubiger Mensch Wichtig, wertvoll.

00:33:58: Und zwischen rein wenn jemand von uns alleine drin war also meine Brüder waren alle da, meine Schwägerinnen Mama und dann sind wir einzeln zu den Reihen.

00:34:11: der Notfallseelsauger hat uns dann einfach zwischendrin gesagt es muss die einzelnen Schritte was als nächstes kommt was um machen müssen.

00:34:19: letztendlich haben wir dann auf der Amtsarzt gewartet.

00:34:22: Da musste dann jemand kommen Genau.

00:34:27: Und diese Zeit haben wir da einfach mit ihm ein bisschen geredet, wie er auch der Ablauf sein könnte und oder hat einfach Vorschläge gemacht.

00:34:35: Er hatte gesagt ja in unserer Situation hat man eigentlich keinen Kopf sich an die Bürokratie dran alles zu denken und hat uns dann etwas aufgeschrieben und es war dann wirklich sehr angenehm und hilfreich.

00:34:50: was auch war er wusste ja dass sie alle Kinder haben hat er einfach auch empfohlen, wie wir es den Kindern übermitteln sollen.

00:35:00: Er hat einfach gesagt, wir sollen versuchen das nicht am Telefon zu machen und das wollte man eigentlich auch nicht.

00:35:05: aber was da war?

00:35:09: mein Sohn oder meine Kinder wussten ja in der Panik raus, dass war

00:35:14: los.

00:35:16: Mein Sohn hat dann meinem Mann geschrieben, was ist mit dem Opa?

00:35:20: Und die sind ja auch schon im Alltag.

00:35:24: Das ist

00:35:27: nicht gut.

00:35:29: Wir wollten da nicht Power Words App zurückschreiben.

00:35:32: Endlich haben uns dann so drauf geeinigt, dann war der Amtsarzt da und dann haben wir uns darauf geeinigen, der Arzt ist gerade beim Opa und das war ja auch wirklich nicht gelogen.

00:35:44: Da war eine Ärztin bei dem Opa drin hat das doch geführt und dann war das ja nicht gelogen.

00:35:54: Meine Geschwister sind dann, weil sie am gleichen Ort waren zwischen rein nach Hause und haben es

00:36:01: den

00:36:01: anderen Kindern direkt gesagt und wir haben dann Wert darauf gelegt dass die nicht zusammen, weil die auch übers Handy im Austausch

00:36:10: sind, dass

00:36:11: die einfach meinen Kindern nichts sagen dürfen komplett keinen Kontakt an dem Abend mehr.

00:36:22: Weil die waren im Austausch, weil alle mussten.

00:36:25: es ist gerade wirklich Notfall und nicht gut.

00:36:31: Genau!

00:36:33: Ja und auf jeden Fall waren wir dann alle dort und mein älterster Neffe war zu diesem Zeitpunkt siebzehn und er war der Große und er ist dann mitgekommen und er wollte auch direkt Abschied nehmen vom Opa Zuhause.

00:36:51: Und es war dann auch schön und wir haben dann wirklich Zeit gelassen und waren da einige Zeiten noch bei ihm zu Hause, aber haben uns dann dafür entschieden dass er noch an diesem Abend abgeholt wird vom Bestattter.

00:37:08: Da haben wir uns überlegt was ist jetzt richtig?

00:37:10: soll die ganze Nacht noch zu Hause sein?

00:37:12: Aber letztendlich haben wir so darauf geeinigt und das war für uns alle gut weil In diesem Raum wirklich nur der Abschied hatten und auch in Ruhe hatten.

00:37:21: Und jeder für sich, das war sehr wertvoll und schön.

00:37:25: Ja voll.

00:37:29: Dann sagst du ihr wieder nach Hause gefahren?

00:37:31: Wir sind dann in den Nachtheim gefahren und haben dann nur meine Schwiegermutter geschrieben, dass wir zurückfahren auf seinen Schnicks.

00:37:43: Mein Sohn war natürlich noch wach.

00:37:46: Er ist weggeblieben und dann sind wir nach Hause gekommen.

00:37:50: musste man es ihm sagen und das war dann echt heftig.

00:37:58: Du bist selber so im Schmerz, weißt nicht wie du fühlen sollst und hast an deinem Weinen des Kindes in der Arme ist echt mal schlimm.

00:38:16: Und ja, er stand irgendwann auch eingeschlafen und meine Tochter hat geschlafen.

00:38:24: ihr habt uns am nächsten Morgen gesagt sie Anders reagiert.

00:38:33: Sie wollte es nicht wahrhaben, habe ich das

00:38:36: Gefühl

00:38:36: gehabt und dann sagte ich muss jetzt in die Schule und ich stand sofort in der Schule.

00:38:42: mein Sohn ging nicht in die Schule und das war einfach schon.

00:38:47: jeder nimmt sowas anders auf.

00:38:49: meiner Tochter ist es dann erst im Nachhinein gekommen.

00:38:52: Oh Gott, ich bin in die Schule gegangen!

00:38:54: Warum ging ich in die Schule?

00:38:55: Und für mich ist das auch schlimm dass der Opa gestorben ist und das war dann auch schwierig ihr zu erklären, dass es auch okay ist, dass jeder anders reagiert und jeder anders damit umgeht.

00:39:11: Krass oder eben.

00:39:13: da sieht man ganz deutlich wieder wie unterschiedliche Menschen reagieren Situationen.

00:39:19: Genau,

00:39:20: egal ob es

00:39:20: richtig oder falsch gibt.

00:39:24: In diesem Moment haben meine Kinder immer wieder gesagt, es gibt kein Richtiges gegen den Falsch.

00:39:30: Jeder macht so wie es für ihn passend ist.

00:39:38: Wir haben das so vermittelt und das war dann aus dem Nächsten.

00:39:44: der Notfallseelsauger hat uns dann den Vorschlag gemacht dass die Kinder Dass man den Kindern anbieten soll, dass sie Abschied nehmen dürfen vom Opa.

00:39:54: Wenn er dann im Krimatorium ist und nur der Gedanke erst war für mich, oh Gott!

00:40:02: Sollen wir das wirklich machen?

00:40:04: Aber wie ein Geschwister, wir waren uns einig... Wir bieten diese Kinder an und dann soll auch jeder so entscheiden, wie er möchte.

00:40:12: Und wir haben es den Kindern angeboten und jedes Enkelkind hat sofort gesagt ich will Dorthin, ich will die Opa noch mal sehen.

00:40:24: Wir haben dann auch erklärt, dass es sein kann... Sie vielleicht etwas anders war?

00:40:30: Sie wussten ja selber nicht was auf uns zu

00:40:31: tun hat.

00:40:33: Haben auch gesagt das der Opa, dass der Körper dann kalt ist und dass es einfach anders ist und sich darauf einschönen sollen wenn sie rein möchten.

00:40:44: Haben's einfach versucht ein bisschen zu erklären.

00:40:49: Es war dann glaubt zwei Tage später.

00:40:53: Ich hab's dann immer mal wieder angesprochen und dann hat mein Sohn gesagt, ich weiß es jetzt aber ich möchte hin.

00:41:01: Also weil ich habe immer gedacht, ich muss noch mehr erklären und noch mehr sagen.

00:41:05: Und ja...und dann war der Tag, er hatten den Termin ausgemacht.

00:41:13: Ich hatte wirklich Panik!

00:41:15: Mein Körper hat total verrückt gespielt.

00:41:18: Mir hat alles weh getan.

00:41:20: Ich hatte das Gefühl, ich bin nur am Zittern, Herzrasen... Es war komplett alles irgendwie annoscht!

00:41:27: Und ich hatte einfach auch die Sorge, ist es richtig, die Kinder zu diesem Termin mitzunehmen?

00:41:35: Aber auf der anderen Seite, wir wollten es und nachher dann sage ich, es war wichtig.

00:41:41: Wir sind dann zu dem Termin hingegangen und sind alle zusammen also meine Geschwister mit Kindern Meine Geschwister, meine Schwägerinnen, meine Mama alle zusammen haben uns getroffen und dann waren wir da vor diesem Raum davor.

00:41:59: Und dann hat meine Schwägerin, die hat vor zehn Jahren leider schon ihren Papa verloren und wusste ja ein bisschen mit Kindern wie das ist weil der jährige Tochter noch ganz klein war Und sie hat dann wirklich wunderbar zu den Kindern nochmal gesprochen und gesagt, es gibt keinen richtig.

00:42:19: Es gibt kein falsch.

00:42:21: Es darf jeder so machen wie er in diesem Moment gerade fühlt, wie er empfindet.

00:42:26: wenn jemand reingeht und sofort wieder raus ist das auch okay?

00:42:29: Wenn sich jemand kurz davor entscheidet nicht reinzugehen, ist es auch ok egal wie es ist alles erlaubt.

00:42:36: Und es war wirklich noch mal ganz wichtig für die Kinder, dass sie das so erwähnt hat und gesagt hat.

00:42:44: Ja, dann sind wir rein!

00:42:45: Wir Erwachsenen wussten ja auch nicht wie wir reagieren, wie das für uns ist.

00:42:50: Auf jeden Fall waren wir dann alle zusammen rein.

00:42:55: Die Kinder im ersten Moment haben sich so gezuckt aber jeder stand so langsam ran.

00:43:05: Warmer, wertvoller, emotionaler Moment.

00:43:08: Es war unbeschreiblich den Umständen entsprechend schön und es war ein extrem inniger Moment Und wir waren dann wirklich richtig lange bei ihm drin und haben uns auch unterhalten.

00:43:24: die Kinder haben sich so bisschen rangegetaschtet.

00:43:31: Teilweise haben der Opa dann noch berührt und haben gespürt, okay der Körper ist anders.

00:43:38: Aber dann hat man sich wieder unterhalten, dass er letztendlich aussieht wie er war.

00:43:48: Mein Pattenkind hat gesagt das Wie wenn der Opa Mittagsschlaf macht?

00:43:53: Aber jetzt nicht beängstigen mit Mittagschlafen oder so und tonen oder schlafen.

00:43:57: und tont ist ja bei den Kindern auch immer ein bisschen vorsichtig, aber es war schon realistisch weil sie haben berührt Sie haben gesehen Es ist wirklich anders, aber es war so ein innige Moment und jeder von uns.

00:44:09: Jeder hat jeden im Arm gehabt, jeder hat jeden getröschtet.

00:44:15: Es war wirklich sehr, sehr wertvoll.

00:44:16: Und was dann wirklich auch noch sehr besonders war, fand ich.

00:44:22: Das haben wir deine Kinder auch angeboten.

00:44:25: Sie dürfen dem Opa noch etwas mit in den Saug mitgeben wenn sie mögen.

00:44:31: Ja super!

00:44:37: Und

00:44:37: dann haben wir

00:44:41: uns darüber unterhalten, haben das den Kindern angeboten und es war wirklich sehr, sehr rührend.

00:44:48: Jeder hat sein eigenes Ding ein bisschen mit dem Opa mitgegeben.

00:44:52: Mein Sohn zum Beispiel, der Opa liebt es, Akkordien zu spielen.

00:44:56: Er war sehr musikalisch hat Accordion gespielt.

00:45:00: Das war auch an Weihnachten immer unser Hübsches und musikalisch war er da ganz groß dabei, voll begeistert.

00:45:10: Als die Kinder noch sehr klein waren, konnte er die Kinder damit sehr begeistern.

00:45:14: Ja, Erwachsenen fanden jetzt Accordio nicht ganz so das Lieblingsinstrument.

00:45:19: Hatte die uniesen Freude dran und hatte meinem Sohn dann auch so einen Kinderakordien geschenkt, also ganz weit war oder so.

00:45:26: Und dann hat er immer im Opa zusammen musiziert und das ist ein besonderer Geschenk vom Opa.

00:45:34: Das Kinderakordeon durften wir nicht aussortieren, es war immer noch da.

00:45:39: Mein Sohn wollte dann – das war sein erstes Gedanke – er möchte das Akordeon mit in den Saat geben.

00:45:47: Genau, das war dann echt sehr schön.

00:45:52: Meine Patenkind, sie hat immer in Europa die Mathehause gemacht.

00:45:55: Das war so ein kleines Spuklet.

00:46:00: Unter dem Schuljahr war ja alles... Da hat mir noch eine Lehrerin angerufen ob es möglich wäre das mitzugeben obwohl es unter dem Schuljar ist.

00:46:07: aber die Lehrerin hat natürlich zugelassen, hat gesagt sie kriegt ein neues Heft.

00:46:13: Ist kein Problem.

00:46:14: also hier war es wichtig dass die Verbindung zu den Hausaufgaben oder das er sich immer unterstützt hat.

00:46:19: Hat ihm das mitgegeben?

00:46:20: Oder wir haben dann noch die letzten drei Familienfotos im Rahmen.

00:46:24: Haben wir ihn mit gegeben?

00:46:26: ich selber habe ihm unseren Brief mit gegeben.

00:46:30: Ja schön!

00:46:32: Also es war wirklich sehr sehr schön und wichtig Rührend und die Kinder durften nur was Persönliches mitgeben.

00:46:44: Und das hat den Kindern, glaube ich auch gut

00:46:45: getan.

00:46:46: Ja voll.

00:46:48: Voll!

00:46:49: Ich bin mir zu hundert Prozent sicher.

00:46:51: Sie haben es immer wieder bewahrtvoll.

00:46:53: Das ist wenn man die Kinder so mitnimmt und sie entscheiden lasst und ja das ist ja eine Art von begreifen und verabschieden, was so Kinder brauchen definitiv.

00:47:05: Natürlich muss man bedenken oder darauf achten wie alte Kinder sind wenn es jetzt noch Kindergartenkinder sind.

00:47:11: ich weiß nicht ob es dann auch...

00:47:13: Doch doch also ich habe so viele Beerdigungen miterlebt wo die Die einjährigen Krabbelkinder dann zum Sarg hingekrappelt sind und die Rasselhofer draufgeschleudert.

00:47:25: Wo die Kindergarten-Kinder gerade besonders diesen oft ganz kreativ, die mal... Also, wo ich ja Seelensport gemacht habe in Innsbruck.

00:47:32: Das war ja bei einer Bestatterin die hat neben dem Abschiedsraum einen riesen Kinderraum angehört und die war auch spezialisiert auf Kinder.

00:47:40: Und das war so nett.

00:47:41: da waren Maltesch, da waren Stoffdiere, da war ein Puppenhaus usw.

00:47:45: Und dann haben die Kinder ganz viele Bilder noch gemalt sind immer wieder rein, haben die Bilder halt alle reingelegt in den Saar und so also definitiv oder die Kindergartenkinder kann man damit nehmen.

00:47:57: Aber da sage ich auch, es gibt kein richtig, kein Falsches.

00:47:59: Es muss jeder für sich entscheiden aber für uns war das definitiv die richtige Entscheidung und wir sind wirklich im Nachhinein sehr, sehr froh dass wir das den Kindern angeboten haben, dass wir es wirklich auch so intensiv noch diesen Moment erlebt haben und gestaltet haben.

00:48:15: und ich hätte dem Vorfeld nicht gedacht, dass es wirklich so lange und so innig

00:48:23: ist.

00:48:23: Und ich kann die Erfahrung teilen, wenn kein Abschied möglich ist oder dir verwehrt bleibt.

00:48:31: Das haben wir alle nicht gehört und für uns ist ein Riesenloch da.

00:48:36: Sie ist weg und dann ein riesen schwarzes Loch und du hast immer das Gefühl vielleicht lebt sie doch noch?

00:48:44: Ja!

00:48:46: Das hat es versteht zwar eigentlich nie Wenn du der Abschied hast, glaub ich, dass die Kopf dann doch irgendwo einordnen kann.

00:48:52: Okay, der Mensch ist wirklich nicht kalt oder... Sie schlafen schon ... wenn die Möglichkeit besteht einen wichtigen Punkt.

00:49:03: Aber ja wie bei dir leider geht's denn nicht?

00:49:07: Oder ging es dann leider nicht?

00:49:08: aber ...

00:49:12: Ja das ist eben, es kommt immer auf die Umstände drauf an.

00:49:15: Wie jemand stirbt und so Wenn die Möglichkeit besteht, sage ich immer.

00:49:20: Schau dir was möglich ist und wie es gut begleitet ist.

00:49:23: Das ist das Wichtigste.

00:49:25: Also gibt ja auch Ängste

00:49:26: usw.,

00:49:28: oder man hat vielleicht irgendeine andere schlechte Erfahrung der Forschung gemacht usw.

00:49:32: Dann braucht's so einfach wie du sie also super gemacht hast dieses Aufklären, Erklären Begleiten sagen hey wir können einen Schritt nur an der Schwelle stehen und dann mal hinspüren Du kannst dann jederzeit wieder rausgehen, du kannst wieder reingehen.

00:49:47: Also ich glaube das hilft so sehr wenn es einfach ganz viel Orientierung gibt gerade Kinder.

00:49:54: Und das hast du wundervoll gemacht!

00:49:58: Man ist halt irgendwie dadurch geschlängelt und hat ihn aus dem Moment heraus gedacht okay so könnte sich... Könnte es richtig sein?

00:50:10: Was wirklich richtig oder falsch ist, weiß man in manchen Sachen auch ja schon nachhinein.

00:50:14: Aber für uns selber war es wirklich die richtige Entscheidung und wichtig.

00:50:20: Und so haben wir das Gefühl gehabt, die Kinder könnten jetzt auch nach der Beordigung und so dann schneller nicht abhaken aber wieder ein bisschen umstellen.

00:50:31: Schneller im Alltag!

00:50:32: Für sie war das dann einwartig und konnte das einordnen.

00:50:36: Das ungewisse war für Sie jetzt nicht.

00:50:38: Es war klar dass du operatrotisch dass sie das vom Kopf her einfach gewusst haben und es so angekommen ist.

00:50:46: Ja, voll!

00:50:48: Und dann hast du auch so einen schönen Moment noch erlebt bei der Trauerfeier selber?

00:50:54: Wo du sagst, das war sehr tröstlich.

00:50:57: Ganz besonderer Moment.

00:50:59: also wir hatten wirklich eine sehr schöne TrauerFeier.

00:51:02: für uns war das wirklich schön zu sehen wie viele mein Papa geschätzt haben Die Wertschätzung, wie viele Leute gekommen sind oder auch viele Freunde von uns Kindern.

00:51:16: Weil bei unseren Eltern war das Haus immer offen und es durfte immer jeder kommen.

00:51:21: Mein Papa konnte eben mit jedem und war immer so gar nicht unter anderen Leuten.

00:51:28: Und es war einfach sehr wertschätzend und mein Papa war ein sehr aktiver Vereinsmensch in jungen Jahren.

00:51:34: In den letzten Jahren nur noch passiv, aber auch die Wertschätzung von der Vereine... Also wir hatten eine große Beordnung weil mein Papa das einfach vom Typ her so war und für uns war das dann keine Überlegung, dass wir eine kleine Trauerfeier machen.

00:51:49: Der Chor hat gesungen!

00:51:50: Das war sowieso berühmt und schön und auch einfach passen.

00:51:55: Das hat uns wirklich Kraft in dem Moment gegeben, das war wirklich sehr, sehr schön!

00:52:00: Ja und die Beerdigung waren am ... am... am... Am XXI.

00:52:04: Dezember kurz vor Weihnachten.

00:52:07: es war bitter kalt und dann hatte Frau geredet und auf einmal stufst mich bei einem Bruder an und sagt Schau mal Und dann fliegt An dem Bild, welches von meinem Papa aufgestellt war, fliegt ein wunderschöner Frauenerschmetterling ums Bildherum.

00:52:31: Im Dezember und das finde ich sehr berührend!

00:52:36: Ich hatte mich mit den Schmetterlingen gefahren und nie wirklich aussiedelander gesetzt.

00:52:41: Zwischen Tod- und Beerdigung war kurz eine Freundin bei mir und die sagte zu mir du wirst sehen immer wenn du in Schmetternling siehst.

00:52:49: im Sommer denkst du an deinen Papa.

00:52:52: Ich hab dem Ding keinen Denk gegeben, weil ich mich nur nie damit befasst habe.

00:52:56: Und dann flog an der Beordigung mitten im Dezember eisig kalt und schmetterlinge!

00:53:02: Das war für mich ein Zeichen.

00:53:07: Habe ich danach mit dem Thema

00:53:08: etwas

00:53:09: befasst?

00:53:11: Was wirklich ist oder nicht ist weiß niemand aber für mich ist es einfach ein Trost.

00:53:19: In diesem Moment ist es einfach ein Prost, einen Schmetterling zu sehen und gibt mir in diesem Moment Kraft.

00:53:26: Das kann ich nur genau so bestätigen!

00:53:30: Ich habe ja auch Schmetternings tätowiert und für mich schon Schmettering immer so eben... Es sich dann immer so gefühlt sich da Ich spüre dann immer so nie.

00:53:40: Und so wird es dir jetzt gehen, oder?

00:53:41: Wenn man wandern geht und man sieht und irgendwie macht das was mit ihm.

00:53:45: Und ich habe auch so viele schöne Schmetterlingerlebnisse, wo ich manchmal auch denke, oh, das ist doch echt Spooky!

00:53:52: Zum Beispiel bei der Lieblingsstelle von Larissa Oma mit meinem Sohn wandern, da hab ich mir sehr schnell gestanden... ...und auf Oma kommt ein Schmetternling und er lasse einfach nicht ab von ihm.

00:54:06: Also er hat ihn regelrecht attackiert immer wieder auf ihn drauf gesessen und das war so ein schöner Moment.

00:54:12: Das habe ich mir noch erzählt, dass Larissa auch die Show immer extrem von Schmetterlingen verfolgt worden ist.

00:54:17: Hier haben ganz viele Bilder von ihr mit dem Schmetternling drauf.

00:54:22: Und jetzt zum Beispiel Ofer Krutzem hat meine Schwester Diana Geburtstagretto und an einem Tag waren wir am See und da gibt es generell natürlich viele Blumen, Schmetterslinge und so.

00:54:33: aber wieder!

00:54:33: Wir sind als Familie permanent attackiert und kreist worden von Schmetterlingen.

00:54:39: Und grad mein Sohn dann wieder extrem, der hat an Schmetternien... Egal was er gemacht hat!

00:54:43: Er hat die Hand geschüttelt und ging einfach immer wieder auf ihm draufklebt und das über Stunden.

00:54:49: Das war so krass, warum wir noch alles so voll berührt.

00:54:53: Passt

00:54:53: für mir und schön.

00:54:54: Aber das gibt in diesem Moment auch ganz viel Kraft.

00:54:57: Genau, genau.

00:54:58: Es gibt echt so...

00:55:02: als Traumante, du musst ja irgendwo her Kraft holen.

00:55:05: Ja voll!

00:55:05: Es sind oft auch so kleine Momenten und wenn es dann nur so schön das Schmetterling ist... Das tut dann echt gut.

00:55:11: Ja, voll, voll.

00:55:13: Ach, schön dass du aus einem Moment erleben hast.

00:55:17: Im elften Schmerz eben.

00:55:18: Das ist echt so eine Funkenhoffnung da noch.

00:55:23: Ja vielleicht weil du's gerade auch angesprochen hast, es war eben ja kurz vor Weihnachten.

00:55:30: Dann, wie war denn so?

00:55:31: dann das erste Weihnachten im Anschluss?

00:55:34: Weil für euch war Weihnachten ja auch etwas sehr Besonderes und mit Musik verbunden hast gesagt.

00:55:39: Und dein Papa war oder musikalisch in die Richtung und da ein Familienmensch... Wie habt ihr das dann erlebt?

00:55:47: Also Weihnachten war für uns immer sehr wichtig und dass wir alle zusammen traditionell unser Weihnachten feiern.

00:56:01: Meine Schwester, wir haben uns dann direkt unterhalten und ausgetauscht.

00:56:05: Und haben gesagt, der Opa ist jetzt gestorben!

00:56:08: Wir können den Kindern das Weihnachten nicht auch noch nehmen.

00:56:11: Wir wollten das dann alle wirklich durchziehen obwohl es unser Wachstum definitiv nicht nach Weihnachten zum Mutti war.

00:56:19: aber wir haben gesagt für die Kinder müssen wir das durchziehen.

00:56:22: Wir können es nicht denen auch noch nehmen, auch die Geschenke kürze den Kindern ja dazu und einfach das Ganze zusammen sein und gemeinsam essen und so.

00:56:33: Wir wollten das den Kinder nicht wegnehmen und haben gesagt, wir treffen uns wie üblich aber es war dann gleich klar dass wir dieses Jahr nicht musizieren.

00:56:46: Weihnachten zuvor Wir hatten immer musikalische Weihnachten.

00:56:49: Opa hat Akkorde gespielt, jeder... Mein Bruder hat Trompete gespielt.

00:56:54: Jedes Kind war Blockflöte oder Klarinette egal was sie gerade gespielt haben.

00:56:58: Es war immer musikalisch der Opa auch immer guckt dass jeder Text hat und kopiert Und es war immer sehr feierlich, sehr schön und auch sehr berührend.

00:57:07: In diesem Jahr konnte ich mir einfach das Weihnachten nicht so durchziehen.

00:57:11: Das war dann aber auch okay Aber wir haben zusammen gegessen zusammen ausgehalten.

00:57:20: Es war wirklich schwer, weil der Opa war ein Unterhalter.

00:57:24: Der war der Mittelpunkt in unserer Familie und dann waren wir ja so viele zusammen am Tisch und es war dann stille.

00:57:33: Das war echt sehr schwer, denn wir wussten in diesem Moment hätte jetzt der OPA irgendwas beigetragen und gesagt aber wir haben es doch gezogen, wir haben das gemacht.

00:57:49: Als wir dann unter dem Krischbaum saßen, haben wir gesagt, dieses Jahr gibt es keine Musik.

00:57:54: Für mich war aber wichtig, dass wir doch irgendwas noch gemeinsam machen und ich habe eine Geschichte vorgelesen wie immer das Leiter.

00:58:04: Ah ja, das ist schön!

00:58:06: Das fand ich dann ganz passend.

00:58:09: Und das haben wir dann... hab ich vorgelessen, hab sogar hinbekommen.

00:58:13: Ich wollte grad sagen hast du's geschafft?

00:58:16: Ja also Vor der Familie, ich hab's geschafft.

00:58:19: Aber mit Weinen und Schluchzen, ich habe es aber geschafft.

00:58:24: Und das hat dann jeder geweint, aber es war trotzdem wieder so ein innige Moment... ...und war auch in Ordnung.

00:58:34: Da hatten nur die Geschenke und wir haben es druckgestehen.

00:58:38: Es war wirklich sehr schwer und schwachshaft.

00:58:42: Ja, toll!

00:58:43: Aber wow also.... Und ab, dass ihr da auch so gemeinsam an einem Strang zogen habt und eine gemeinsame Richtung.

00:58:51: Das ist ja ganz wichtig.

00:58:52: Kommt nicht immer so

00:58:54: vor?

00:58:54: Ja.

00:58:56: Es gibt dann auch wieder Kraft.

00:59:00: Genau.

00:59:01: Du hast gesagt, das ist der Umgang mit Trauer rund um Kinder und Jugendliche ja auch so wichtig.

00:59:09: Weil du ... selber schon Erfahrung gemacht hast, als du dreizehn warst in dem Alter wo deine Kinder das jetzt erlebt haben.

00:59:16: Und die war nicht so schien und gut begleitet vielleicht.

00:59:20: Du hast deinen Freundin damals ganz plötzlich verloren.

00:59:24: wie hast du das als treizehnjährige damals erlebt?

00:59:29: Wie bist du da begleitet worden?

00:59:30: was hat man da gemacht?

00:59:31: oder erzähl da ein bisschen.

00:59:34: Also es war damals wirklich sehr sehr schrecklich.

00:59:39: Mit dreizehn bist du eigentlich noch Kind, dann war schon heute auf morgen abwachsen.

00:59:45: Es war ein schreckliches Ereignis.

00:59:47: Das war eine Sommerferien und als wir dann wieder in die Schule kamen, hat man Abschied genommen.

00:59:54: Wir waren in derselben Klasse.

00:59:57: Die Lehrer haben sich bemüht, haben auch zwei Lieder laufen gelassen, dass sie komplette Klasse da nur Abschied nehmen kann.

01:00:03: Und das wars dann eigentlich damals

01:00:06: ...

01:00:08: Da hat es noch nicht wirklich viel mit Trauerbegleitung oder irgendwas Therapeuten, da hat niemand so einen richtigen Wert drauf gelegt.

01:00:20: Von dem her waren wir ganz schnell wieder im Alltag drin und das war irgendwie echt

01:00:27: krass.

01:00:29: aber ich habe es dann damals einfach so angenommen.

01:00:33: Das war halt so!

01:00:35: Und dann war es automatisch Manchmal hast du mit jemandem kurz darüber geredet, aber dann war das wieder vorbei.

01:00:42: Oder was wirklich mit deiner Trauergefühle los ist oder... Mit dreizehn konnte ich auch nicht sagen, dass es Trauerfühle sind.

01:00:50: Es war einfach halt

01:00:51: schlimm!

01:00:52: Aber es war immer sehr prägend alles.

01:00:57: und ja, ich bin dann in meine Jugend gekommen habe einfach gesagt, Leben kann von heute auf morgen anders sein.

01:01:03: Ich genieße jetzt meine Jugend Hab das gemacht?

01:01:07: War auch immer

01:01:08: die Lustige,

01:01:09: die

01:01:10: gut drauf war und so.

01:01:11: Aber hatte wirklich eine Achterbahn.

01:01:14: Ich hab gefeiert und zu Hause oder unter der Woche war ich im kompletten Loch und tief und habe das dann wirklich mit mir ausgemacht.

01:01:25: Das hast du dann wirklich keine Trauerbegleitung, keine Aufarbeitung ...

01:01:31: In der Schule war es eine Sozialpädagogin.

01:01:33: Ich glaube, das waren zwei Termine aber ich kann mich da nicht mehr wirklich dran erinnern.

01:01:38: Das ist schon wirklich kurz.

01:01:39: Da kommt mir gerade mal an die Oberfläche des Ganzen

01:01:44: oder erst zu dem Zeitpunkt wo dann möglich die Trauer auch im Schock rauskommt und so.

01:01:52: Es war keine Begleitung.

01:01:54: meine Eltern haben immer gesagt ich soll also Jahre danach sie haben ja gesehen

01:01:59: Wie ich

01:01:59: leide und wie

01:02:00: schlecht

01:02:01: es mir in die wussten das schon.

01:02:02: Und wollten mich dann auch immer dazu drängen, dass ich zum Thorepoid irgendwas gehe, dass sich das aufarbeite.

01:02:10: Aber ich habe immer gesagt nein, ich schaffe's so!

01:02:12: Ich schaffe es so, ichschaffe esso!

01:02:14: Wollt keine Hilfe annehmen?

01:02:18: Habe es aber dann... Ich war dann lange alleine, habe keinen Partner gehabt und hab dann immer gesagt wenn ich dann der richtige Partner habe, dann ist alles gut.

01:02:28: Dann geht es mir gut.

01:02:30: Dann habe ich meinen Mann kennengelernt, letztendlich wurde das fast nur schlimmer.

01:02:34: Die verlöscht Angst jemanden, den du liebst wieder zu verlieren.

01:02:39: Das wurde dann noch schlimmer und letztendig... Ich bin dann dreizehn Jahre nachdem das war hat mich mein Mann dazu nicht getränkt aber auch haben zusammen dann beschlossen bevor wir an die Kinderplanung gehen möchte ich mir doch mal helfen lassen und war dann auch

01:02:57: an der Stelle

01:02:59: Ja, noch.

01:03:00: Da bin ich ihm wirklich sehr dankbar und ihn hätte ich das nicht gemacht.

01:03:04: aber mir war auch bewusst weil ich ja wusste Ich habe auch immer wieder Angst dass irgendwas von heute auf morgen passiert Dass sich das an meinen Kindern nicht weitergeben Natürlich ganz weg ist es nie Einfach ist... ich hatte da echt eine gute Therapie muss ich sagen.

01:03:24: Es war wirklich in Ordnung.

01:03:27: Aber was es wirklich heißt, mit Trauergefühle umzugehen oder so ein Erlebnis zu verarbeiten.

01:03:33: Habe ich wirklich erst doch dich Kati gelernt und realisiert?

01:03:37: Du hast das wirklich mit Seelensport.

01:03:39: Trinkst du da sowas drüber, was wirklich im Körper steckt und wie man das zum Ausdruck bringen kann?

01:03:45: Und das ist Wahnsinn!

01:03:49: Ganz großes Dankeschön dafür.

01:03:54: Du hast ja auch geschrieben, dass du körperliche Symptome kriegst.

01:03:57: Damals war ich als Dreizehnjähriger und vielleicht jetzt in den letzten Jahren magst du auch mal ein bisschen erzählen wie hat dein Körper denn da reagiert?

01:04:06: Was hat da dafür komische Sachen entwickelt?

01:04:11: Also damals in der Jugend hat sich bei mir dann eine Laumitis entwickelt wo dann alle Ärzte sagen, das ist definitiv von der Psyche.

01:04:22: Und es war dann auch so, wenn's mir schlechter ging, was schlimmer und so weiter ... Also Neurodormitis war wirklich damals das Hauptmorgmal, was körperlich zum Ausdruck kamen.

01:04:36: Heute in meiner jetzigen Trauer da war als all die Symptome, die du in deinem Podcast sagst, du kennst dich aus, was Trauer anbelangt?

01:04:45: All diese Symptomen von Verspannung Magendarm-Probleme, Schlafprobleme.

01:04:56: Die Erschöpfung und all die Sachen habe ich jetzt dann als drehenfortzigjährige körperlich gespürt.

01:05:10: Das war mit dreizehn nicht da oder in die Jugend.

01:05:12: Da war ich voll mittendrin und da habe ich dem Ding keine Denke gegeben, aber jetzt hatte ich keine andere Chance.

01:05:18: Ich war einfach nur erschöpft überfordert meinen Alltag mit den Kindern zu managen alles durchzuziehen und hab dann einfach auch gespürt ja ich muss funktionieren ich mach das auch und es läuft so viel nebenher mit den Kinderschulen arbeiten.

01:05:35: Allesmögliche musst du leisten.

01:05:38: Du möchtest ja auch wieder ein Stück weit im Normalen drin sein.

01:05:41: Aber ich hab dann einfach gemerkt, ich muss was machen!

01:05:44: Ich bin körperlich überfordert... ...ich muss dieser Trauer mehr Raum geben und so bin ich dann auch zu dir

01:05:51: gekommen.".

01:05:52: Genau, hast du da dann irgendwie gegoogelt oder so?

01:05:54: Also ich war von ganz vielen zum Beispiel, das finde ich mal wieder total spannend und kann so von mir um zwei in der Nacht wenn man wieder mal nicht schlafen kann dass man auf das Handy heimzutag ernehmt und dann wieder googlet Hilfe Trauer, ich kann auf ihre Schlaufe oder so und dann kommen sie oft auf meine Seite.

01:06:10: So wie war das bei dir?

01:06:12: Ich habe gegoogelt weil ich mich wirklich in dieser Trauerzeit hatte so ein voller Terminkalendum von den Kindern vom Umfeld und war so im Funktionieren drin.

01:06:24: aber ich habe mich komplett einsam gefühlt.

01:06:26: die Einsamkeit war extrem.

01:06:29: ich hab einfach gedacht ich will auch niemand mehr zu lasch fallen mit meinen Trauer Gefühlen, Trauergeschichten und ich war einfach komplett einsam für mich.

01:06:40: Obwohl ich ein lautes Umfeld um mich rum habe, sag ich mal.

01:06:44: Ob wohl von der Leute her eigentlich nicht einsam war.

01:06:46: aber gefühlt war ich total einsam und auch schützig.

01:06:52: Und dann hab' ich eben gegoogelt...

01:06:54: Also noch was Gegoogel-Tasch?

01:06:56: Ich glaub' Einsamkeit, Trauere und so die richtigen...

01:06:59: So was!

01:07:00: Und dann bin ich irgendwann über YouTube auf deine Videos gestoßen, ich war damals noch nicht bei Insta.

01:07:10: Und dann habe ich ein Video nach dem anderen von dir angeschaut und... Oh Gott,

01:07:15: diese alten Videos von mir!

01:07:18: Ich

01:07:18: habe mich manchmal schon überlegt, ob ihr sie runternimmt, weil ich mich selber gehe.

01:07:22: Ich bin ja jetzt doch zehn Jahre und das waren so meine Anfänger und dann aus meinem alten Wohnzimmer.

01:07:30: Es freut mich natürlich voll dass es trotzdem noch.

01:07:32: Die Gefühle vor zehn Jahren waren trotzdem die gleichen wie jetzt und du hast damals einfach auch schon gespürt und gewusst, was es geht.

01:07:43: Und hast das wirklich also vermittelt?

01:07:45: Ich habe dann in so vielen Dingen mich wiedergefunden und hab gesagt, die Kathi weiß und weiß, was's geht.

01:07:53: Sie redet nicht einfach nur so raus... kennt sich mit der Trauer aus.

01:07:58: Und so bin ich bei dir gelandet und dann habe ich, bin ich auf den Podcast gestoßen.

01:08:03: und doch das was ich so extrem erschöpft war, war für mich in Anfangszeit die Podcast richtige?

01:08:09: Ich konnte mir das dann immer irgendwann irgendwie einrichten zum anhören und es war für Jeder Trauerfall ist anders, jeder hat sein eigenes Schicksal.

01:08:21: Aber irgendwo ist man immer auf der gleichen Trauerebene und das hat mir echt ein gutes Gefühl gegeben, dass ich mich so nicht mehr ganz allein gefühlt habe.

01:08:31: Und es war eben nur auch der Anfang mit dem Podcast und so bin ich ja dann zu Winterkraft gekommen und da war das einfach die absolute perfekte Bestätigung.

01:08:42: du hast es so wundervoll richtig passend für die Traunder da angeleitet und gemacht.

01:08:51: Und auch die ganze Übungen so toll rübergebracht, und man hat sich einfach aufgehoben gefühlt.

01:08:58: Und egal wie ich gerade vorhin schon gesagt habe jeder hat sein eigenes Schicksal.

01:09:05: aber wir haben uns auf der Bäche Ebene getroffen und auch ausgetauschen.

01:09:08: das war so ein toller Raum.

01:09:14: Man hat sich aufgehoben gefühlt, wirklich ganz wertvoll.

01:09:19: Schön, das freut mich.

01:09:20: Gibt es irgendwie so... Es waren ja sehr viele Workshops also Winterkraft gibt's ja nicht mehr.

01:09:24: Wir haben ja mittlerweile die Gefühlskraftreise wieder mitkriegt hast und da ist ja Winterkraft sozusagen integriert in dem Ganzen und läuft jetzt über ein ganzes Jahr.

01:09:33: und gibt es aber irgendeine Highlight?

01:09:35: Weil da waren ja viele Workstops, viele Themen

01:09:37: usw.,

01:09:38: hat es irgendwas gegeben wo du sagst Das war voll mein Highlight Ein

01:09:45: Highlight ist schwer zu sagen, weil ich fand jeder Workshop hatte etwas für sich.

01:09:50: Aber was mir echt ganz gut gefallen hat... Du hast es mit Musik auch schon immer ein bisschen eingeführt und so.

01:09:56: oder auch die Meditationssachen fand ich super.

01:09:59: aber der Workshop vor Silvester von Christine Teen-Feld.

01:10:04: Super, weil sie hat es so toll durchgezogen mit ihrer Musik und Musik für mich auch so wichtig ist.

01:10:11: und das hat mir dann gezeigt, oh das Seelen Sport was mir so gut tut kann ich mit meiner Musik verbinden?

01:10:17: Genau!

01:10:18: Und

01:10:18: das war so wertvoll für mich.

01:10:20: also es war wirklich ein ganz ganz toller Stadtpunkt, sage ich mal.

01:10:25: Und seither mache ich wirklich mit meinen Liedern Seelensport.

01:10:29: Erzähl mal was ist deine Lieblingsübung mit dem Lieblinslied dazu?

01:10:33: Dass das alle dann auch probieren können!

01:10:36: Also meine Lieblungsübungen... also ich habe mehrere.

01:10:42: Ja da anschließt es raus.

01:10:43: Du findest super.

01:10:46: Da hab' ich am Anfang wieder gespürt, dass man sich spüren kann, dass der Körper da ist.

01:10:51: Und die Lieblingslieder, die Namen anstoppelbar waren nicht super.

01:10:58: Ich habe eine ganze Playlist, ich kenne jetzt gar nicht

01:11:02: alle.

01:11:02: Hast du echt eine Playlist für Seelensport?

01:11:04: Ja, Seelenport-Playlist!

01:11:06: Da kennt ihr ja die...

01:11:07: Ich hab ne Playlist von meinem Papa mit ganz vielen Trauerliedern Wo wir einfach, weil mir auch Musik so viel Kraft gibt.

01:11:16: Also für mich sind die Kraftballen Musik und Seelensport, muss ich echt sagen.

01:11:22: Und ... Die Playlist war meinem Papa mit ganz vielen Trauerliedern.

01:11:27: Die hatte ich früher eben schon angefangen von meiner Freundin damals.

01:11:32: aber die Playlist hat sich jetzt wirklich sehr weit ausgeweitet und sind sehr, sehr viele Lieder drin und da suche ich mir dann raus in den Moment.

01:11:42: gerade nach ist und finde ich ganz krachtvoll, weil ich auch sehe viele Künstler machen das Thema Trauer nicht zum Tabuthema.

01:11:54: Und es zeigt mir auch viele Kündschler die echt ganz toll sind haben diesen Schmerz auch schon erlebt und können jetzt wieder so Storke und Kraft ausgeben und von dem her finde ich das wirklich sehr, sehr wertvoll.

01:12:09: Das ist für mich auch so.

01:12:11: Ich habe auch eigene Lichten an Larissa Lichter und ich habe sogar aller Larissa-Lichte bis zu ihrem Todestag Musik, die man zusammengekocht hat.

01:12:20: Das habe ich auch und dann eben so eine eigene Trauerliste geworden!

01:12:24: Wenn ich mal nur heulen will, dann habe ich das wie eine andere.

01:12:26: Dann habe ich natürlich auch Sehensport-Liste und ja also ganz bunt gefächert.

01:12:32: Vielleicht magst du mir einmal die Liste geben?

01:12:34: Ich würde gerne mal ein paar Lieder für mich ausprobieren und vielleicht das eine oder andere dann auch in den Show notes teilen wo ich merke ah das passt wirklich richtig gut zur Übung oder so.

01:12:45: Kann

01:12:45: ich gar nicht

01:12:47: machen.

01:12:47: Ja voll schön!

01:12:50: Aber gesagt, dass sich schon das auch verändert hat.

01:12:52: Weil Musik verbindet sich ja auch ganz stark mit deinem Papa und gleichzeitig hat sich das so ein bisschen verändert.

01:12:58: also es gibt da irgendwie auch Kraft und trotzdem hat jetzt die Stille eher einen Raum gekriegt oder braucht?

01:13:05: Also früher war's bei mir so

01:13:10: ich hatte immer Musik oder Radio um mich herum und zwar immer irgendwas an Geräuschen und Musik.

01:13:19: Und als Papa gestorben ist, habe ich einfach empfunden.

01:13:22: Ich brauche Stille!

01:13:23: Ich brauch wirklich Stille weil es in mir so laut ist... ...ich kann keine Musik ertragen.

01:13:29: Es sind dann immer gewisse Momente am Tag gerade morgens oder so oder abends brauche ich einfach nur Stille und in den anderen Momenten setze ich dann meine Playlist wieder gezielt ein.

01:13:40: aber es gibt ganz viele Momente.

01:13:43: ich brauche dann Stille Ruhe und das tut mir dann auch gut.

01:13:48: Aber das hatte ich davor nicht gekannt, dass sich die Stille brauche.

01:13:52: Das hat sich wirklich verändert ja... aber es ist nicht, dass ich jetzt keine Musik mehr höre sondern gegenteilig bin.

01:13:58: Ich bin bewusst so

01:14:00: ein.

01:14:01: Ja stimmt!

01:14:03: So geht's mir auch, ja?

01:14:05: Ich glaube da ist keiner noch viele, sodass auch der so verändert stand.

01:14:10: Also meine Mama zum Beispiel, das war krass.

01:14:12: Meine Mama hat ja immer Musik geliebt und in vier Chöre gleichzeitig, quasi seit langem also wirklich nicht viel singen kann man, so krass!

01:14:20: Und danach ist sie verstummt.

01:14:21: Sie hat in keinem Chor mehr singen können, sie hat keinen Ton mehr rausgekriegt.

01:14:26: Jetzt mal wenn sie angesetzt hat, ist es in ihr Brochen, der Hals tut zu hier und es ist nichts mehr kommen, gell?

01:14:35: Mittlerweile kann sie wieder singen, also es war dann schon ein halter Weg.

01:14:39: Und ja, das eben verändert sich dann einfach so viel und man muss dann eben so sein Weg finden.

01:14:45: Was tut ihm gut?

01:14:46: Was ist zuviel?

01:14:47: Wie viel kann ich noch was davon uns setzen?

01:14:51: Ja, gewisse Lieder die dann auch nach Hause... oft ganz stark triggern können am Anfang vor allem, die man gleich hören kann und sogar wo es dann unterreißt praktisch.

01:15:00: Und das vermeidest vielleicht auch.

01:15:02: und dann gibt's wieder andere Lieder, die geben dir dann Kraft und so darf jeder selber für sich entscheiden was da gerade gut tut und achtsam mit so umgehen.

01:15:11: Das ist ganz wichtig dass man das einfach selber gut beobachtet, was einem Grund tut.

01:15:18: in diesem Moment oder auch manchmal muss man aufpassen, dass wir nicht in Selfs with Life Fließt oder Zulange, die wiederhört, die so schmerzhaft sind.

01:15:30: Ja

01:15:30: es kann nur noch reinziehen, gell?

01:15:32: Genau

01:15:32: immer mal wieder sagt okay jetzt ist aber gut jetzt machen wir eine andere Playliste.

01:15:37: Ja genau ja das stimmt.

01:15:39: also diesen Raum so abstecken und da hilft mir halt zum Beispiel auch immer beim Seelensport ich gehe auf meine Matte dafür alles raushauen und rauslassen.

01:15:50: Jedes Lied, dann habe ich diese Zeit.

01:15:52: Das ist jetzt eine halbe Stunde und das nehme ich mal.

01:15:55: Und wenn ich wieder von der Matte runterdrehe, kann ich auch wieder ins andere übergehen so.

01:15:59: Also das funktioniert mittlerweile ganz gut.

01:16:01: am Anfang verschwimmt alles.

01:16:02: Da ist es ein Dauerzustand ungefähr.

01:16:06: Aber mit der Zeit kann man bewusst so sich seine Räume geben und nehmen.

01:16:12: Was ich noch kurz fragen wollen würde, Wie haschen du das dann so in den Monaten danach?

01:16:20: Also im Alltag erlebt, deiner Trauer eben diesen Raum zu geben und gleichzeitig aber auch funktionieren für die Kinder.

01:16:29: Und das alles erledigen usw.

01:16:31: Du hast schon gesagt, dir ist immer wichtig gewesen Gefühle offen zum zeigen also zum sagen hey es macht mich traurig und mir geht's mal nicht so gut und so.

01:16:41: wie war da der Alltag so mit den Kindern mit dem Mann?

01:16:45: Also am Anfang, ich habe wirklich die Trauer extrem intensiv gespürt und hatte mich nicht unter Kontrolle.

01:16:56: Ich hab einfach losgeweint, ich konnte es nicht unter kontrolle haben.

01:17:03: Hab dann sehr viel vor den Kindern geweint.

01:17:06: Im ersten Moment dachte ich auch Gott das geht gar nicht!

01:17:09: Ich muss ja die Starke sein und den Kindern da nicht die traurige Mama zeigen.

01:17:14: Aber letztendlich, ich habe es zugelassen und es waren wirklich auch sehr wertvolle Momente dabei.

01:17:21: Ich hab dann losgehalten, meine Kinder nehmen mich in den Arm und röschen mich nicht.

01:17:24: Und ich hab dann gedacht, ob Gott jetzt röscht mich meine Kinder wie wenn ich das Kind wäre?

01:17:29: Das war dann echt

01:17:31: im

01:17:31: ersten Moment sehr schwer aber ich habe sie zugelassnet.

01:17:35: Die Kinder haben immer gesagt, dass ist doch okay uns fehlte Opa auf und haben mich getröstet.

01:17:40: Es war wirklich sehr rührend!

01:17:44: Und ich hab das dann auch akzeptiert, dass es sein darf.

01:17:47: Dass die Kinder sehen dürfen... Es ist wirklich nicht von heute auf morgen alles erledigt und die Trauer gibt's nicht oder so.

01:17:54: Die Kinder wissen, wie traurig es ist und die Mama trauert ganz lange.

01:17:59: Das wird ja oft bleiben aber es verändert sich ja, das wissen wir alle.

01:18:03: Aber im ersten Moment habe ich es dann zugelassen und die Kinder haben mich getröschtet.

01:18:08: natürlich jetzt nicht bis heute so Auch später, ein halbes Jahr später oder so.

01:18:13: und dann sagen sie, warum weinst du?

01:18:16: Und da sage ich wegen Opa.

01:18:17: Achso!

01:18:21: Da war ja was so.

01:18:23: Wie noch

01:18:23: um andere... die Kinder bearbeiten ja auch immer alles.

01:18:26: Ja voll unterschiedlich.

01:18:28: an manchen Tagen habe ich gedacht heute bist gut doch gekommen Mein Sohn ins Bett gebracht, dann fängt er im Bett an zu heulen.

01:18:36: Mir fällt der Opa so sehr!

01:18:38: Dann zerreißt sich wirklich... Aber das ist jeder Trauer für sich und auf seine Art und Weise.

01:18:46: Und es muss man einfach akzeptieren.

01:18:49: Für mich war das jetzt auch wichtig offen damit umzugehen.

01:18:53: Ich will es nicht dauerhaft nur heulen Ja, den Schmerz so übertragen und das verändert sich auch.

01:19:02: Und man kann besser damit umgehen.

01:19:04: aber irgendwas zu verdrängen oder unterdrücken finde ich auch nicht der richtige Weg.

01:19:10: Von dem her war es für uns okay.

01:19:12: Ich konnte zum Beispiel auch in der Anfangszeit... ...ich war so erschöpft und ich konnte die normalen Alltagstermine und so oder so Freizeittermine.

01:19:21: Ich wollte das nicht!

01:19:23: Wir waren einfach gar nicht danach meine Brüder z.B.. dass sofort doch gezogen konnten ist und einfach auch das akzeptieren, dass jeder das anders verarbeitet.

01:19:33: Und ich wusste die leiden genauso aber Männer trauern eben auch nochmal anders sich mir auch bewusst geworden.

01:19:42: und am Anfang hatte ich echt auch wenn Sorge jeder guckt und Mama jeder will versuchen, dass es jeden lang aufhängt Aber der eine konnte vom anderen den Schmerz nicht ertragen.

01:19:57: Das war echt Wahnsinn am Anfang!

01:20:00: Und das hast du damals auch irgendwie mit deinen Geschwistern...

01:20:03: Ja, das ist einfach die Hinsicht.

01:20:04: Ich war

01:20:05: nicht so so schrecklich und ich habe gedacht jetzt bricht alles zusammen.

01:20:08: Ja

01:20:08: voll.

01:20:09: Ich

01:20:09: dachte jetzt steh Papa weg und jetzt brichte die komplette Familie zusammen.

01:20:14: Und da muss sich ja jeder wieder selber ein bisschen... Platz finden, neue Platz finden in der Familie und das war echt schwer.

01:20:25: Aber wir waren doch immer zusammen oder also wir haben einen Zusammenhang gezogen.

01:20:28: aber irgendwie vom Gefühl her war es extrem schwer das auszuhalten bis ich dann auch von dir von Seelensport einfach den Tipp bekommen habe einfach da mal offen mit meinen Brüdern zu reden.

01:20:39: Das war... Was du sagst macht?

01:20:41: Ich hab's gemacht!

01:20:42: Ich hab' einfach gel... Ich hab nur meine Ansicht Mitgeteilt, dass ich einfach das Bedrohnis habe, da Seelensport zu machen.

01:20:54: Dass ich was machen muss und dass da so viel in mir sitzt und so.

01:20:58: Und es war dann so, was man akzeptiert und okay.

01:21:02: Seit dem Zeitpunkt ist es einfach offener und okay!

01:21:07: Manchmal muss man sich trauen und diesen Schritt zu gehen.

01:21:11: Weil das Getrauen ist ja auch oft einfach... kann es auch niemand sagen, dass man sich irgendwie Unterstützung holt oder so.

01:21:20: Aber das ist so wertvoll und so

01:21:23: wichtig.".

01:21:23: Und ganz ehrlich also Menschen die das einfach dann gar nicht verstehen oder vielleicht nur bescheuert Floskeln- oder Klonenredner oder so... Also die Menschen braucht man nicht in unserem Umfeld im Nahestehenden sage ich mal echt.

01:21:38: Vielleicht noch als Zusatz Ich kenne das ja auch, also dass sie zwischendurch eben man jetzt nehmen wie in der Anfangszeit.

01:21:46: aber ich bin ja immer wieder traurig oder weino offen wenn wenn mir etwas berührt und so weiter.

01:21:51: Und mein Sohn, also eben kann passieren, dass er am Frühstück sticht an Wein weil er wieder sein König den Löwen anhochen will.

01:21:59: da muss immer gleich los sein und dann sagt er mal, wieso Wein stehen?

01:22:04: Und dann erklär ich halt ja das macht mich gerade traurig weil des und dessen erkläre es ihm halt so.

01:22:10: Aber ich versuch da noch immer gleich zum Vermitteln dass dass Erko Verantwortung trägt für meine Gefühle, dass sie dann versucht dann nicht mehr sozusagen sagen Ja und ich kümmere mich um mich und weinen hilft mir grad dann fühl die mir leichter und Dann geht's wieder besser und so wasch so.

01:22:26: dieses.

01:22:26: Das habe

01:22:27: ich meinen Kindern auch immer gesagt, als ich dann das Winterkraft gemacht habe.

01:22:31: Ich brauche jetzt Zeit für mich meine Traum und ich komme um mich, da sich wieder Kraft für euch hat.

01:22:36: Und es

01:22:37: ist einfach alles wieder funktioniert im Alltag und das war dann

01:22:42: total akzeptiert und wunderbar.

01:22:43: Wohl!

01:22:43: Das ist schon

01:22:45: so... Ja?

01:22:45: Wohl, das ist so bei meinem Sohn, der sagt dann nicht mal so Ah ja okay Und dann ist es wieder weiter.

01:22:52: Also ich glaube, das ist ganz wichtig, dass wir auch einfach offen ehrlich kommunizieren und gleichzeitig eine Sorge haben... Ich bin ja wachsene, ich kümmere mich darum und eben sie lernen von uns an!

01:23:04: Es ist okay zwischendurch mal traurig zum sein sich dann um sich zu kümmern und ich habe das total berührende gefunden, dass im Kindergarten war dann mal so ein Vorfall.

01:23:13: Da hat es eine traurige Situation gegeben weil der Kind etwas Blödes gesagt hat zu ihm und das hat ihn traurig gemacht.

01:23:17: die Frage nicht mehr was hat das in dir ausgelöst?

01:23:19: wo spürst du es?

01:23:20: Das kann er mittlerweile ganz gut kommunizieren.

01:23:23: und dann habe ich gesagt was hast du dann gemacht?

01:23:24: und dann hat er gesagt Ja, dann habe ich mich um mich gekrümmert.

01:23:28: Ich bin dann reingegangen, weil sie waren im Garten und ich bin da reingegegangen.

01:23:31: Und dann hab' ich eine Runde getanzt!

01:23:32: Dann ist mal wieder besser gegangen.

01:23:33: Wunderschön!

01:23:38: Wunderschön!

01:23:39: Das zog dann schon gar nicht so richtig stolz.

01:23:43: Bis jetzt hab'n die mal alles soweit ganz gut hingekriegt.

01:23:48: Voll schön... Ja, ich glaub mir sind echt ... alle möglichen Fragen und Bereiche oder wie geht es dir gerade?

01:23:58: Gibt's noch etwas, wo du sagst, das bin ich unbedingt noch reingeben raus geben mitgeben.

01:24:06: Was ich gerne sagen möchte, gerade wenn jemand Jugendliche oder Kinder begleitet immer Trauerfall einfach dass man das mit den Kindern im Kontakt bleibt, anbietet und auch nicht nur in der ersten Trauerphase sondern ist auch beobachtet.

01:24:22: Die Kinder sind ganz schnell wieder im Alltag geschehen drin aber unterbewusst sitzt halt doch oft noch was, was nicht verarbeitet ist und dass man es einfach achtsam beobacht hat oder auch anbietet.

01:24:35: heutzutage gibt's ja tolle... Trauerbegleitung für Jugendliche oder Angebote.

01:24:40: Oder auch vielleicht was mit Sport, aber dass man das einfach immer wieder bewusst im Auge behält.

01:24:46: Weil ich denke wenn es bei Jugendlichen ja Jugendliche sind oftmals eh nicht ganz so offen oder ist eh schwierig manchmal.

01:24:58: Einfach, dass mir das im Aube hält und denen immer mal wieder anbietet, dass sie das wirklich verarbeiten.

01:25:06: Weil ich denke, wenn es halt nicht verarbeitet wird dann kommt es irgendwann immer wachsender Alter und das ist...

01:25:10: Da hast du ja auch deine Erfahrungen.

01:25:11: Und dann kann's mit voller Bucht kommen oder heutzutage auf mit Depressionen oder sonst was?

01:25:16: Ja

01:25:16: voll!

01:25:17: Und von dem her, dass man das einfach bewusst beobachtet und auch wirklich immer mal wieder den Raum anbietet.

01:25:24: Dass sie die Trauer zulassen dürfen oder wenn sie es nicht mehr zuatmen können – das ist traurig!

01:25:29: Wenn's vielleicht schon einige Jahre her ist.

01:25:31: Aber einfach das Ganze bewusst zu betrachten, das finde ich ganz wichtig.

01:25:36: Ja, das stimmt.

01:25:38: Das ist ja ein gutes Schlusswort glaube ich.

01:25:41: Ja voll.

01:25:43: Ja dann liebe Petra... Es war total schön berührend mit dir zu sprechen und danke, dass du uns da so offen und ehrlich auf diese Reise mitgenommen hast.

01:25:53: Und uns teilhast lassen von dem Ganzen der Geschichte deines Papas, von dir, deinem Alltag, deiner Trauer.

01:26:01: Und es hat mich irre gefreut und berührt, dass sie die begleiten haben dürfen.

01:26:06: Danke schön!

01:26:07: Ich habe gar nichts gesagt.

01:26:08: Es ist sowieso wertvoll und jeder Zuhörer, der jetzt noch überlegt soll ich zu Kathi?

01:26:13: Ich kann es nur empfehlen.

01:26:14: Es ist so wertvoll, hilfreich und unterstützend.

01:26:18: Deine Arbeit ist mehr wie perfekt.

01:26:20: Und so durchdacht... ...und von dem her finde ich super!

01:26:23: Und ich hoffe auch noch, dass ganz viele Trainerinnen zu dir kommen,... ...dass sie wirklich an jeder Ecke von Deutschland-Ölstreich sind,... ...das jeder die Möglichkeit hat,... ...zu Seelensport zu kommen, egal ob online oder vielleicht auch präsent... ...zu dir kommen möchte oder halt zur Trainerin, weil das einfach nur... wertvoll und hilfreich ist.

01:26:43: Ja danke, danke!

01:26:45: Das hoffe ich oben wirklich.

01:26:48: dafür gebe mir mein Bestes und sage vielen lieben Dank und wünscht ihr dabei alles Gute.

01:26:55: wir bleiben auf jeden Fall ja auch in Kontakt.

01:26:57: so und allen anderen dort draußen.

01:27:00: ich bin mal sicher ihr habt viel mitnehmen können und bis zur nächsten Folge dankeschön tschüss Dein Seelensport-Podcast für einen mutigen und sicheren Umgang mit all deinen Trauergefühlen.

01:27:17: Von &

01:27:18: Mit Kati Biber!

01:27:20: Du findest Seelendsport

01:27:21: auch in Netz

01:27:22: unter www.seelsport.at Und auch auf Instagram und Facebook unter seelsport Für noch mehr Ideen

01:27:32: rund

01:27:32: um deine Trauer und deine Gefühle.

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