#157 „Melde dich, wenn du was brauchst": der Satz, auf den sich keine Trauernde meldet

Shownotes

„Es gibt keine trauernde Person, die diesen Satz noch nicht gehört hat – und kaum eine, die sich je darauf gemeldet hat."

„Melde dich, wenn du was brauchst" kam bei mir von wildfremden Menschen auf Facebook genauso wie von meiner engsten Freundin – und gemeldet habe ich mich so gut wie nie. In dieser Folge erkläre ich, warum das weder Undankbarkeit noch Versagen ist, sondern an der Richtung des Satzes liegt: Er schiebt die Initiative genau der Person zu, die sie gerade am wenigsten aufbringen kann. Ich schaue mit dir auf drei Blickwinkel – warum wir den Satz überhaupt sagen, was im Körper passiert, wenn du dich stattdessen immer weiter zurückziehst, und was wirklich trägt. Aus der SeelenSport-Perspektive ist genau das der Punkt: Rückzug ist ein Schutzreflex deines Nervensystems, kein Charakterfehler – und er kostet auf Dauer Kraft. Ich erzähle auch von den Menschen, die einfach von selbst geschrieben haben, jeden Morgen, ein ganzes Jahr lang.

✅ Warum „Melde dich, wenn du was brauchst" ehrlich gut gemeint ist – und trotzdem selten ankommt ✅ Wie Geben-und-Nehmen-Prägung, Scham und dein Nervensystem dafür sorgen, dass du dich immer seltener meldest ✅ Was stattdessen trägt: konkrete Angebote statt offener Einladungen – und warum Wiederholung dabei entscheidend ist

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Denn Trauerwellen sind anstrengend und kosten Kraft, wenn sie über dich hereinbrechen, du sie ignorierst oder versuchst zu unterdrücken. In den einzelnen Podcast-Folgen leitet dich Katy Biber liebevoll und achtsam, und gleichzeitig mit Leichtigkeit durch die Wellen der Gefühle, damit du deine Trauer verstehst und den Mut findest deinen eigenen Trauerweg selbstwirksam zu gehen.

Transkript anzeigen

00:00:00: Meldet dich, wenn du was brauchst.

00:00:02: Wahrscheinlich hast du diesen Satz auch schon selber öfter gehört – vielleicht sogar hundertfach!

00:00:08: Er ist ja eigentlich ganz freundlich gemeint und er tut doch nicht direkt weh.

00:00:14: Und trotzdem ist es ein Satz auf den sich kaum ertrauernder Mensch jemals gemeldet

00:00:20: hat.".

00:00:21: In dieser Folge schaue mir genau diesen Satz an.

00:00:24: Was da eigentlich passiert, warum wir diesen Sat so gern sagen?

00:00:28: Warum du die trotzdem nicht meldest und was er so mit deinem Nervensystem macht wenn du die immer weiter zurückziehst.

00:00:36: Erzähl dir ohr was mir damals wirklich geholfen hat nämlich Menschen die sich von selber von sich aus gemeldet haben.

00:00:44: Und Wenn Du die in der Trauer schon mal als Belastung gefühlt hast dann ist diese Folge jetzt für dich.

00:00:50: Ich sprich außerdem über mein kostenloses Webinar, das am dreißigsten Juli um neunzehn Uhr stattfindet und in dem schauen wir uns dann mehrere solcher Sätze genau an.

00:01:02: Und vor allem wie du die besser abgrenzen kannst davon!

00:01:06: Den Link dazu findest Du in den Show notes.

00:01:08: Jetzt starten wir mit Meld dich wenn du was brauchst.

00:01:13: Trauerwelle Dein Seelensport Podcast für einen sicheren, ehrlichen und bewegten Weg durch all deine Trauergefühle hindurch.

00:01:22: Von und mit mir Kati Bieber Ich bin mir ziemlich sicher, dass du diesen Satz von deinem Umfeld schon mal mitkriegt hast.

00:01:34: Melde dich wenn du was brauchst!

00:01:37: Ja ich glaube es gibt kurd trauende Person die den Satz noch nicht gehört hat.

00:01:42: Er klingt total freundlich fürsorglich entgegenkommend und ist ja auch.

00:01:49: Es ist kein böser, kein offensichtlich schlimmer Satz oder so.

00:01:53: es ist kein Satz der direkt an Stich versetzt, der wehtut und trotzdem bringt da eine gewisse Herausforderung mit sich.

00:02:03: Und es ist nämlich auch dieser Satz nachdem sie wirklich Ich glaube, kurd trauernder Mensch, oh jemals gemeldet hat.

00:02:11: Und das genau macht ihn ja auch so tückisch.

00:02:13: und da schauen wir heute genauer drauf.

00:02:16: was passiert da eigentlich bei diesem Satz im Kopf und Körper zwischen den Menschen?

00:02:22: Was steckt auf dem Satz und warum ist es so schwierig den zu verwenden oder auszusprechen?

00:02:30: in Bezug auf Trauende?

00:02:33: also In meiner letzten Podcast-Folge, da hast du ja sicher schon gehört, dass sie von meiner Geschichte meinem Umfeld erzählt haben.

00:02:42: Wie ist das damals gewesen bei mir?

00:02:44: Nachdem meine Schwester umgebracht worden ist... Was hat mein Umfeld gesagt?

00:02:48: Wie hat es reagiert?

00:02:50: Wie bin ich dadurch das erste Jahr circa durchkommen?

00:02:54: Welche Sätze habe ich abgekriegt?

00:02:56: und es war eben ganz oft dieser Satz melde die wenn Du was brauchst komplett fremden.

00:03:06: Also wirklich Nachrichten, weil es ja auch ein sehr öffentlicher Fall war.

00:03:10: Wirklich von Wildfremden auf Facebook sogar kriegt, meldt die wenn du was brauchst.

00:03:15: und ganz ehrlich, wer macht das?

00:03:17: Also bei jemandem fremd sich dann meldet, dass ich wirklich die Hürde ist riesig.

00:03:22: Und ich habe natürlich auch von den Ängsten gekriegt.

00:03:25: also egal ob wildfremde Leute oder eben die ängste Freundin, die das gesagt hat Es war Alles dabei.

00:03:33: Und ich habe ihn ständig und überall immer wieder kreat gelesen, und ja... Ich hab mich so gut wie nie drauf gemeldet!

00:03:42: Es hat sich immer wieder auch komisch angefühlt.

00:03:45: Ich habe mich ständig gefühlt für eine Belastung und das kann ich eigentlich nicht verlangen und es wäre zu viel.

00:03:52: Vielleicht erinnerst du dich jetzt konkret an einen Moment in dem Du diesen Satz gehört hast und die trotzdem nicht gemeldete hast?

00:04:01: Warum?!

00:04:02: Ich dachte einfach so mal als Impuls für die, denke gerne mal da drüber nach.

00:04:07: Wie du das gerade derzeit erlebst oder erlebt hast früher?

00:04:12: Das Satz an sich ist ja nicht das Problem weil er eben nicht bärsisch oder gemein oder so sondern weil er einfach die Initiative genau der Person zuschiebt, die sie gerade am wenigsten aufbringen kann.

00:04:29: Und wenn wir da so den Hintergrund ein bisschen beleuchten, dann geht es um das Thema geben und nehmen.

00:04:36: Wir sind alle darauf geprägt dass man für Hilfe auch immer etwas zurückgibt.

00:04:41: also nehmen ohne zurückgeben das fühlt sich irgendwie an wie so Schuldenhohe oder so die dann abarbeiten muss.

00:04:48: Dann haben wir noch einen Nervensystem das komplett in der Trauer steckt.

00:04:52: als in Daueralarmzustand Schutzrückzug Modus um Hilfe zu bitten hast du immer sich sorgen, sich verletzlich machen.

00:05:01: Energie aufbringen.

00:05:04: Das Gegenteil von dem was eigentlich ein Körper im Überleben tun sollte sozusagen und dieses melde dich die weiß das klingt für außenstehende oder nicht trauernde leicht, aber es verlangt einfach unglaublich viel.

00:05:20: Also diese Eigeninitiative, diese Selbstorganisation oder die Klarheit über die eigenen Bedürfnisse und genau das fehlt ja sozusagen in der Trauer und deswegen ist dieses Meldetich auch brutal viel dann für Trauende.

00:05:38: Und wenn du dich selber gerade nie gemeldet hast du bis jetzt und das gerade irgendwie realisierst für dich, dann will ich dir auch direkt sagen dass es eben Ko-Undankbarkeit oder Okraart versagen oder so was ist sondern einfach dass die dein Körper der ganzen System in die Richtung schützt weil es die Energie jetzt für etwas anderes braucht.

00:06:02: Und wir gehen jetzt da ein bisschen tiefer rein.

00:06:05: also mir schauen uns sozusagen drei Blickwinkel an, erstens warum wir diesen Satz eben überhaupt sagen und was gut gemeint ist.

00:06:16: Und zweitens warum du die nicht meldest und was das so mit deinem Körper macht oder die Folge Konsequenz davon isch.

00:06:25: Und drittens was wirklich trägt also wie man diesem Satz anders leben könnte umsetzen könnte damit es dann wirklich hilfreich.

00:06:36: Nummer eins, warum wir diesen Satz überhaupt sagen.

00:06:41: Ich möchte nochmal betonen also ich denke oder gehe jetzt mal davon aus jeder der diesem Satz ausspricht meinte so ehrlich.

00:06:50: Ich glaube nicht dass es die meisten Leid sagen und dann denken ach die meldet sich eh nicht oder so sondern wirklich das dass er so ehrlich und freundlich gemeint ist und oh die Hilfe wirklich angeboten werden will.

00:07:04: Also das kommt wirklich proaktiv und ich will eigentlich, dass es da besser geht.

00:07:10: Sie wollen da sein!

00:07:12: Aber sie wissen eben oft nicht wie?

00:07:15: Und dadurch ist das dann auch der sichere Satz für die Person, die ihn ausspricht weil er zeigt diese Fürsorge ohne dass sie irgendwie mich aufträngen muss oder raten muss und erschützt ja auch die Person die ihn Ausspricht vor der eigenen Hilflosigkeit angesichts von Trauer jetzt.

00:07:36: Und er spielt eben diesen Ball oder Druck, wenn du was brauchst.

00:07:41: Der nächste Schritt liegt bei dir – bei der trauenden Person.

00:07:47: Trauer macht generell das ganze Umfeld hilflos und der Satz ist oft so eine Art Versuch überhaupt etwas zu sagen damit man nicht komplett sprachlos drauf bleibt.

00:08:01: Und es ist auch gesellschaftlich angesehen, also man kennt ja das wirklich überall.

00:08:06: Das ist so eine Art höfliche Formel die auf immer wieder auftritt da sein aber unverbindlich präsent ohne irgendwie einzudringen und vielleicht hat man Angst, dass könnte jetzt fast schon übergriffig oder zu viel sein.

00:08:23: Und das Problem ist überhaupt nicht die Absicht sondern eben diese Richtung.

00:08:27: Die Initiative wandert dadurch halt immer hin zur trauernden Person.

00:08:34: Und bei uns eben, wie gesagt oder bei mir war das ja alles sehr öffentlich und dann ist eben dieser Satz einfach hundertfach gefallen.

00:08:42: und vielleicht kannst du auch da nochmal kurz für die überlegen vor wem ich bei dir zum Beispiel am meisten der Satz kommen wann und hast Du das dann gespürt dass dass vielleicht bei einer anderen Person eine Hilflosigkeit gerade gibt und sie deswegen den Satz ausgesprochen hat.

00:09:03: Und der Satz, der kann insgesamt auf auch gut gemeint sein und eben mit ganz viel Liebe- und Hilfsbereitschaft da sein und trotzdem immer auf die andere Seite nicht ankommen, beides darf da gleichzeitig nebeneinander stehen!

00:09:20: Warum du jetzt als zweiten Punkt nicht meldest auf diesen Satz hin, möchte dir auch noch mal ein bisschen ausführlicher erklären.

00:09:28: Also was oft auftaucht ist so dieser Gedanke in einer Belastung Das kann ich ja nicht verlangen dass sie da jetzt meine Geschichte mein Not diese schweren Gefühle auftringen das wäre einfach alles zu viel und zu schwer zu depri.

00:09:50: und dann eben oh dieses Gefühl, ich muss irgendwas ja dann zurückgeben dafür.

00:09:55: Ich darf ja nicht einfach nur etwas nehmen!

00:09:58: Und ich honn aber ja grad nichts zu geben... ...und die Angst oh wenn ihr jetzt irgendwie zu viel annimmt von dieser Hilfe?

00:10:10: Dann muss sie das später als wieder zurückgeben obwohl ja nicht einmal was ob es da später gibt also gerade in diesen Anfangsmonaten Man hat ja überhaupt keinen Blick für später im Sinne von Willi weiterleben.

00:10:25: Das kommt dann auch oft so Gedanken, wie soll dieses Leben weitergehen?

00:10:31: Ich habe noch einfach keine Ahnung, ich weiß nicht, wie lange es mir jetzt so schlecht geht und dann hab' ich halt einfach die Angst, wie sollte das funktionieren, dass sie da irgendwann etwas zurückgeben könnte.

00:10:44: Also was machst du?

00:10:46: Du meldest dich halt immer weniger!

00:10:48: Und irgendwann vielleicht auch bei deinen Freunden.

00:10:52: Nimm so regelmäßig oder nicht mehr in Bezug auf dieses Thema, sagen wir so und da ist eben ganz stark diese Prägung halt auch mit dabei.

00:11:02: eben dieses geben und nehmen annehmen ohne Gegenleistung fühlt sich einfach an wie eine offene Rechnung und dann schämt man es sich immer wieder.

00:11:12: also man will nicht bedürftig wirken Es sorgen und beweisen, dass man das schafft.

00:11:19: Und da nur hinkriegt oft ... Man will nicht die sein, die alle betreuen müssen.

00:11:25: Also eine meistens sehr erwachsene Person, die plötzlich dann wie ein Kind zurückfällt.

00:11:31: Das will man sich ja selber nicht da eingestehen!

00:11:34: Dass man da jetzt einfach verletzlich ist und bedürftig wirkt sozusagen.

00:11:41: Das Nervensystem reagiert halt automatisch, ob in der Trauer ganz viel mit Rückzug, weil es auch fachon schützen will.

00:11:49: Der Körper lernt sozusagen, bitten ist eine Art Lascht und hört damit ja auf zu fragen.

00:11:58: Und das ist sozusagen ein stetiges leises langsames Resignieren des Ganzen.

00:12:10: mache ich halt immer mehr Allure, bin dadurch natürlich immer auch erschöpft da.

00:12:15: Also das ist so die körperliche Folge.

00:12:18: weil ihr eben nicht meldet und nicht um Hilfe bitt erschöpt mein Körper, mein System zunehmend, weil all diese Aufgaben sind immens belastend und herausfordernd und gleichzeitig wächst dadurch halt auch die Einsamkeit macht es dann echt schwierig auf Dauer.

00:12:41: Und dann kommt ja noch hinzu, dass dieses Angebot melde ich wenn was brauchst, dann ja auch mit vorang schreitender Zeit immer weniger Auftritt, immer weniger kommt und mir uns als Trauerndeur immer mehr denken war.

00:12:56: nah jetzt fragt ja eh schon niemanden mehr.

00:13:00: Dann kommt vielleicht nur natürlich ein anderer Satz hinzu, den man noch abkriegt und was geht es ja immer so schlecht oder so.

00:13:06: Und dann fühlt man sich gleich wieder mehr als lascht und das ist wie so ein Deufelskreislauf.

00:13:12: Und auch bei mir war das so.

00:13:14: Also irgendwann habe ich mir gedacht, gerade in meinem Freundeskreis, die wollen nicht immer nur dieses negative und deprimierende Herrn sondern die wollen vielleicht auch mal wieder etwas Positives erleben hören und nicht ständig meine gleiche Geschichte, die hundertmal in meinen Kopf durch geht.

00:13:34: Und bei mir bleibt aber der Zustand.

00:13:36: also bei mir hat sich ja dann nichts verändert, vor allem nicht in den ersten paar Monaten oder erst in zwei drei Jahren war ich ziemlich down hinterm Loch die ganze Zeit drin.

00:13:50: hat man schon gemerkt, die sind natürlich weitergegangen wieder.

00:13:52: Die haben weiter ihren Alltag verfolgt und auch wieder neue Ziele entwickelt und ihr Leben gestaltet und so.

00:13:59: Und dann habe ich mich dadurch halt immer mehr zurückzogen.

00:14:03: Ich habe ganz viel Allure gemacht also war alleine wandern, viel Allur spazieren.

00:14:08: Allure die ganzen Dinge erledigt nur eben um Kohlast zu sein.

00:14:12: Und die Einsamkeit obwohl sie dann in mitten von Freunden auch wieder war, war oft riesig deswegen Und habe mich dann noch gefühlt wie so ein Elien, wie so einen Einhorn unter Pferden.

00:14:25: Dadurch ist ja auch zum Beispiel meine Einhorn-Übung beim Seelensport entstanden, so nebenbei erwähnt.

00:14:32: und vielleicht magst du da mal kurz hinspüren wo in deinem Körper spürst du vielleicht gerade?

00:14:39: Ich will kolascht sein!

00:14:43: Ja was hast Du deswegen nur gemacht, was Du eigentlich nicht nur machen

00:14:49: wolltest?!

00:14:50: vielleicht kann Stockholz für die einen Moment nehmen und reflektieren, schreibt er gerne noch die Fragen auf.

00:14:56: Dann kommen wir schon zum dritten Punkt was wirklich trägt beziehungsweise wie wir diesen Satz anders leben könnten umsetzen könnten und zwar was mir zb wirklich geholfen hat war dann das Gegenteil von melde dich sondern wenn Menschen sich gemeldet.

00:15:17: Und also nicht an die trauernde Person, sondern eben meine Freunde von selber und wirklich auch konkrete Angebote gemacht haben wie zum Beispiel, soll ich dir heimt was zum Essen mitbringen?

00:15:30: Braust du irgendwas vom Müller, vom Spar oder was auch immer wo ich gerade im Geschäft bin oder gehe dann einkaufen?

00:15:38: Was soll ich Dir konkret mitnehmen?

00:15:40: Darf ich dir etwas zum Essen vorbeibringen Weil da Hony nur ja oder nah sagen müssen.

00:15:46: Das war so viel leichter und entlastender, als wie selber zu überlegen was ich eigentlich.

00:15:53: warum soll ich mich melden?

00:15:54: jetzt wegen meinem weil die drüber reden will?

00:15:56: Oder weil ich was brauche?

00:15:59: Also ich habe ja selber nicht gewusst was sie braucht wann ich was brauch und dann oft essen vergessen oder... Ja solche Sachen man ist ja dann noch total vergessen.

00:16:09: Man kümmert sich einfach sehr wenig um sich.

00:16:12: Da ist einfach viel leichter gefallen, wenn die andere Person direkt geschrieben hat.

00:16:18: Wenn sie einkaufen gegangen ist, darf wieder irgendwelche Hygieneartikel mitbringen.

00:16:24: Braust du da was?

00:16:25: Und dann kann ich einfach sagen, oh ja, ein Zahnpasta oder so.

00:16:29: Also es ist einfach viele leichter gefallen und auch so Sachen, wenn jemand zum Beispiel vorbeikommen ist und sagt halt hey, ich würde jetzt eine Runde spazieren gehen magst vielleicht mitgehen also und jetzt nicht direkt an der Tür gestanden ist.

00:16:44: Aber wenn jemand gesagt hat, die geht's eine Runde spazieren, magst du mitgehen?

00:16:47: Eine Runde!

00:16:49: Und dann habe ich einfach ja oder nein sagen müssen.

00:16:51: Das war so viel Uhrfacher und nimmt einfach diese Last der eigenen Initiative ab.

00:17:00: Die Wiederholung ist da extrem wichtig.

00:17:04: Diese Anteilnahme hält oft nur ein paar Wochen und dann ist sie weg.

00:17:09: aber die Trauer bleibt auch viel länger.

00:17:11: Bedenken, dass das zweite Trauer ja oft noch viel intensiver und schlimmer ist.

00:17:17: Dann wäre vielleicht nicht schlecht wenn er im zweiten Trauer mal nachgefuckt wird als wie nur in den ersten zwei drei Wochen.

00:17:26: dieses einfach vorbeikommen zum Beispiel.

00:17:28: Das ist natürlich immer so etwas was man abwägen muss.

00:17:31: Wie eng bin ich denn mit der Person?

00:17:33: Es geht natürlich nur wenn die wirklich gutes enge Verhältnis mit der Person an, aber da kennt man sich ja dann und weiß das ja oder kann es ungefähr einschätzen.

00:17:44: Und... Ja, da überbrückt man halt damit auch die Schwelle, die die traurende Person auf einer Lunge gar nicht schafft, nicht schaffen kann.

00:17:52: Ich kann mir zum Beispiel auch noch erinnern dass meine Freundin, die Sarah aus Berlin, über ein ganzes Jahr lang wirklich jeden Tag in der Frühe mir geschrieben hat Ja, wie gerade so der aktuelle Stand ist.

00:18:06: Wie ich geschlafen habe und sie wünscht mir ganz viel Kraft heute.

00:18:09: Sie denkt an mich das hat mir irgendwie voll durch dieses Jahr getragen als immer wieder bin ich aufgestanden und ich wusste da kann ich mich drauf verlassen und Das war so hilfreicher.

00:18:18: irgendwie dieses Jahr hindurch diese ganzen Nachrichten zum lesen Und auch andere Freundinnen die einfach eben echt vorbeikommen sind oder mich an die Hand genommen und dann sagt er, lass uns doch ein Tee trinken gehen.

00:18:31: Oder ich komme zu dir jetzt und mach dir einen Tee.

00:18:34: Und dann kannst du dich einfach ausquatschen.

00:18:36: also das hat mir so geholfen!

00:18:40: Vielleicht mag Staro kurz bei dir selber reflektieren und schauen wer ist oder war dein Mensch der einfach so da war?

00:18:48: Was genau hat die Person gemacht dass es dir irgendwie besser geht im Sinne von Du die getragen und verbunden und gehalten fühlst.

00:18:59: Und das möchte jetzt auch Menschen mitgeben, die Trauernde begleiten oder eben also befreundet sind mit Trauernden.

00:19:08: Ich weiß dass da viele immer wieder rein hören, die sprachlos sind hilflos sind bitte aktiv die Hilfe direkt anbieten umsetzen.

00:19:20: Immer wieder!

00:19:21: Das ist das größte Geschenk was du machen kannst Wirklich.

00:19:25: Ja, das war heute ein Satz und du hast gemerkt, so'n Satz macht ofach viel mit dir im Kopf, im Körper generell in deinem ganzen Alltag.

00:19:36: Und was du aber selber tun kannst wenn die so'ne Satz trifft?

00:19:40: Dein Körper auch sofort irgendwie zu macht und du dann eben in so einem Teufelskreislauf kommst Wie du die Körperlicht gut abgrenzen kannst, was du für Möglichkeiten hast.

00:19:51: Das schauen wir uns gemeinsam an und zwar in meinem Webinar am dreizigsten Juli um neunzehn Uhr.

00:19:57: Es ist kostenlos!

00:19:59: Da zorge ich dir.

00:20:00: oder da gehen wir dann ein paar solche Sätze durch, die analysieren wir dann und schauen es uns ähnlich an wie jetzt in der Folge und dann auch eine konkrete Seelensportübung mit der du die eben körperlich gedanklich gut abgrenzen kannst Und du wirst eben ein Umfeld erleben, das wirklich die versteht wo du die Verstanden fühlst weil es werden alles Trauerende mit dabei sein und da wirst dann auch gleich mal kein Bord.

00:20:29: Du bist nicht allein mit all diesen Sätzen aus deinem Umfeld und da gibt's nur andere Menschen die ähnliche Wege grad gehen!

00:20:37: Du findest den Link zum Webinar in den Show Notes.

00:20:39: melde dir jetzt direkt an mit deiner E-Mail-Adresse und dann geht's schon los am threißigsten siebten.

00:20:44: Ich freue mich auf die, wenn du dabei bist!

00:20:46: Und schreib mir gerne noch in die Kommentare oder paar Nachrichten was bei dir so im Umfeld grad ist oder welcher Satz besonders schwer auszuhalten isch.

00:20:58: Dann kann ich vielleicht sogar den rauspicken und direkt drauf eingehen im Webinar Ja dann sag'i bis zur nächsten Folge Tschüss Das war Trauerwelle.

00:21:12: Dein Seelensport-Podcast für einen mutigen und sicheren Umgang mit all deinen Trauergefühlen.

00:21:19: Von und mit Katibiba!

00:21:22: Du findest Seelsport auch in Netz unter www.seelensports.at Und auf Instagram und Facebook unter seelsport.

00:21:32: Für noch mehr Ideen rund um deine Trauer und deine Gefühle.

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