#156 Wie mein Umfeld auf meine Trauer reagierte: 6 Arten der Anteilnahme

Shownotes

„Für sie war es halt eine gute Tat und abends gingen sie heim, alles gut. Und bei mir war nichts gut."

Nach dem Mord an meiner Schwester Larissa war für mich das Anstrengendste oft gar nicht die eigene Trauer – sondern das, was von außen kam: die riesige Anteilnahme am Anfang, in der ich gar nicht aufnahmefähig war, dann die gut gemeinten Ratschläge, die Neugier fremder Menschen auf der Straße, die Freunde, die plötzlich weg waren, und schließlich die Stille, als meine Trauer erst richtig begann. In dieser Folge sortiere ich diese Erfahrungen in Wellen und erzähle sehr offen, wie sich das damals angefühlt hat – und was mein Körper mir dabei signalisiert hat, lange bevor ich es in Worte fassen konnte. Damals bin ich anfangs einfach nur noch spazieren gegangen, weg von den Menschenmassen, weil mein Körper Abstand gebraucht hat – heute weiß ich, dass genau das ein SeelenSport-Impuls war. Und ich erzähle auch von den Dagebliebenen: von den wenigen, die geblieben sind und mit denen ich bis heute über Larissa reden kann. Wenn du dich gerade zu viel fühlst für dein Umfeld: Es liegt nicht an dir.

✅ Die Anteilnahme folgt oft einer Kurve – sie ist am größten im Schock und verblasst genau dann, wenn die Trauer erst richtig anfängt.

✅ Floskeln, Neugier und Ghosting kommen meist nicht aus Bosheit, sondern aus Überforderung – trotzdem darfst du dich abgrenzen.

✅ Was wirklich hilft, sind Menschen, die bleiben und aushalten – und ein Umfeld, in dem du deine Geschichte auch zum hundertsten Mal erzählen darfst.

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Trauerwelle ist der SeelenSport® Podcast für trauernde Menschen, die selbstsicher und mutig ihre Trauerwellen surfen wollen. Du erfährst, wie du deiner Trauer Raum und Zeit gibst und aus ihr deine körperliche Kraft zurückgewinnst.

Denn Trauerwellen sind anstrengend und kosten Kraft, wenn sie über dich hereinbrechen, du sie ignorierst oder versuchst zu unterdrücken. In den einzelnen Podcast-Folgen leitet dich Katy Biber liebevoll und achtsam, und gleichzeitig mit Leichtigkeit durch die Wellen der Gefühle, damit du deine Trauer verstehst und den Mut findest deinen eigenen Trauerweg selbstwirksam zu gehen.

Transkript anzeigen

00:00:00: Ich habe schon mehrfach erwähnt, dass der anstrengendste Kampf in meiner Trauer und was ja wars von vielen anderen war nicht der mit meinen eigenen Gefühlen.

00:00:10: Es war der mit den Menschen um mich herum.

00:00:13: erst waren plötzlich alle da zu viele manchmal.

00:00:17: dann kamen die Ratschläge die Neugierigen und dann die die Urfach verschwunden sind.

00:00:22: Und irgendwann ist es ziemlich ruhig geworden genau in dem Moment in dem meine Trauer als richtig angefangen hat.

00:00:30: In dieser Folge sortiere ich diese sogenannten Wellen im Umfeld so, wie ich sie nach dem Mord an meiner Schwester erlebt habe und erzähle was sie in mir ausgelöst hat.

00:00:41: Und wer am Ende geblieben ist?

00:00:44: Wenn du gerade das Gefühl hast, dass du auch viel zu viele für dein Umfeld bist, dann ist diese Folge für dich!

00:00:50: Am dreißigsten Juli um neunzehn Uhr.

00:00:53: mache dazu ein kostenloses Webinar.

00:00:56: Welche Sätze war es im Körper auslösen und wie du deine Grenzen setzen kannst?

00:01:01: Den Link dazu findest Du in den Show-Notes.

00:01:04: Trauerwelle, dein Seelensport.

00:01:06: Podcast für einen sicheren, ehrlichen und bewegten Weg durch all Deine Trauergefühle hindurch!

00:01:13: Von und mit mir Kati Bieber.

00:01:19: Hallo, ich bin wieder zurück aus dem Urlaub und nimm jetzt meine nächste Podcastfolge auf.

00:01:29: Ich brauche immer so einen Moment, bis ich da wieder reinfinde und es hat auch echt ein paar Tage gedauert dass sie mich wieder hinsetzt haben.

00:01:36: Und da jetzt losquatscht fühlt sich irgendwie immer so total befremdlich dann wieder an

00:01:42: und

00:01:43: deswegen gleich mal an der Stelle wundern die nicht wenn die Folge vielleicht etwas holpriger als die anderen immer sind weil die irgendwie mit meinem Kopf noch im Urlaub steck.

00:01:54: und vielleicht kennst du das selber, wenn man irgendwie längere Zeit an der Pause hat da wieder so reinzufinden.

00:02:00: Ja manchmal schon ein bisschen herausfordern und dann ist es jetzt auch noch extrem heiß heute.

00:02:05: also ich schwitz richtig während die da reinsprich.

00:02:09: aber ja das kriegt man hin denke wir mal.

00:02:14: Es geht ums Umfeld weil am Anfang des Monats schicke immer diesen Monatsletter raus, im ersten oder zweiten des Monats und da schreibe ich immer so ein bisschen was mich so beschäftigt hat.

00:02:30: Was sie so erlebt haben rund um meine eigene Trauer oder in Begegnungen eben.

00:02:37: Und diesmal habe ich eine Begegenung gehabt bei einem Yoga-Event, Yoga Einheit Session.

00:02:46: Habe ich auch Frau getroffen und die hatte erzählt dass von ihr die Freundin den Partner verloren hat vor einigen Jahren und irgendwie immer noch darüber spricht.

00:02:58: Also es ist dann dringend, was sie arbeitet

00:03:00: usw.,

00:03:00: da kommt man irgendwann immer zu Trauer und dann hat sie halt also nebenbei noch anmerken lassen ja irgendwie die redet nur immer über ihn und die soll doch sich endlich wieder mal verlieben das würde ihr gut tun und so weiter.

00:03:15: und da habe ich dann dazwischen geredet und hab jetzt dann erklärt warum das nicht gerade die besten Tipps sind.

00:03:23: Und auf diese Mail, falls du übrigens ebenfalls diese Mail bekommen willst, kannst du dir mein erster Hilfekrit immer holen.

00:03:32: Das ist unser kostenloses Angebot wo du Seelensport probieren kannst und dann kriegst du eben auch die Newsletter unter anderem die Folgen oder was mir beschäftigt hat im Monat und du findest dazu den Link in den Show Notes.

00:03:47: Aber ja!

00:03:48: Also, denn die Mail ist rausgegangen und wir haben einfach extrem viele Rückmeldungen kriegt zum Thema Umfeld.

00:03:55: Was euch auch beschäftigt so insgesamt?

00:03:59: Und

00:04:00: dass es euch da draußen eben oft ähnlich geht also das von engsten Freunden Bezugspersonen und so ganz oft Sätze kommen die halt wehtun nicht hilfreich sind Druck aus lösen und so.

00:04:14: Und ich habe mir jetzt gedacht, jetzt nehme ich mal eine Podcastfolge auf zum Thema Umfeld wie es bei mir eigentlich so war.

00:04:22: Ich habe dann so zurückdacht an mein Buch Larissas Vermächtnis meines erstes Buchs und da beschreibe ja das ganze erste Jahr sozusagen in meiner Trauer und was da auf jeden Fall auffällt für immer wieder Leute geschrieben und dass es nicht nur um den Verlust geht oder das was passiert ist eben sondern ganz viel die Menschen drum herum, wie sie reagiert haben auf mich und dass das oft so mein größter und anstrengender Kampf war.

00:04:52: Und gar nicht so die eigenen Gefühle ist.

00:04:55: Wenn du das Buch lesen magst dann kannst du das natürlich doch überall bestellen und kaufen und ja kannst du da die Rezension gerne durchlesen auch in die Global Fast-Fünfhundert oder so.

00:05:06: also es war ein Österreicher und Bestseller Ja, und deswegen haben wir gedacht jetzt erzähle ich auch mal in Form einer Podcastfolge ein bisschen wie das bei meinem Umfeld so war.

00:05:17: Und die Hann-O mir überlegt so die ganzen Stellen was sie da jetzt so ein bißel durchgangen bin, die ein bissel einzuordnen oder zu sortieren und in so wie soll ich sagen eine Art Muster einzuordnen?

00:05:34: Und dann geht es los mit der Welle!

00:05:38: So wie Trauerwelle Die Welle, ich sage immer so als plötzlich alle da waren.

00:05:45: Und das ist am Anfang so du kennst vielleicht selber jemand dich verstorben und plötzlich ist jeder um die herum will Beileid begründen klingelt an der Tür fragt nach umarmt die geht auf die zur bietet Hilfe an und es war bei mir nicht anders.

00:06:06: also Dadurch, dass sie meine Schwester ermordet wurde war das ja auch ein sehr öffentlicher Fall und wir haben es ja erst mal zwei Wochen gesucht.

00:06:14: Und

00:06:15: dann gab's eine Facebook-Gruppe und es gab Suchtrupps, organisierte Suchtrops

00:06:21: und

00:06:22: da war einfach echt... Also ganz die Rolle hat praktisch noch meiner Schwester gesucht und dann wusste natürlich rauskommend nicht, dass er sich umgebracht hat.

00:06:31: Dann war die Anteilnahme Riesig, also wir sind geflutet worden von Briefen

00:06:37: und

00:06:38: Mails.

00:06:39: Und mein Facebook-Posteingang von meinem Privatprofil hat glaube ich jetzt noch tausende oder so ungelesene Nachrichten weil es gar nicht geschafft haben in der Zeit.

00:06:52: Das war schon sehr berührend Schieren und eben um ein engstes Umfeld natürlich.

00:06:58: alle waren da, ich habe wirklich jeden Tag Nachrichten gekriegt im Zuge von Kollegen fremde Leute die jetzt gar nicht also die Bekannte waren oder so wo man halt so kennt aus dem Ort.

00:07:10: Sollte sie mitnehmen soll jeder was bringen usw.

00:07:13: Und das war halt so.

00:07:14: diese erste Welle

00:07:17: und

00:07:18: Das kommt eben bei den meisten eigentlich dass da ganz am Anfang einfach Anteilnahme da ist.

00:07:27: Wie soll ich sagen, das Blöde daran ist nur dass trauende Menschen genau dann haben wenigsten Aufnahmefähig sind in der Zeit.

00:07:37: Also irgendwie kannst du gar nicht reagieren.

00:07:40: Ich habe keine Kraft gehabt da jedem jetzt zu antworten aber schon dachte, weil die müssen alle denken was bist du für ein Unmensch?

00:07:48: Schreibst du nicht zurück oder so?

00:07:49: Aber es hatte ich nicht hinkriegt.

00:07:50: Ich war ja beschäftigt mit irgendwie überleben und weinen die ganze Zeit

00:07:55: Und

00:07:57: du kannst einfach dir Hilfe auch kaum annehmen.

00:07:59: Ich kann es nicht einsortieren, ich kann sie nicht beantworten oder reagieren können.

00:08:06: Ich war in so einer Schockstarre eben

00:08:09: und

00:08:12: diese Menschenmassen, was jetzt bei uns der Fall war, das ist halt eine brutale Reizüberflutung.

00:08:20: Und durch die ganze Zeit das Gefühl... ...schaffen zu stehen, weil... Was?

00:08:27: Du wirst dich dann auch nicht so verletzlich sagen.

00:08:30: Wenn dann so viele Menschen um die herum sind wie bei der Beerdigung und es waren ja Tausende Leid, die sind mit Bussen kommend zu uns!

00:08:38: Und

00:08:39: das war einfach überfordert,

00:08:40: gell?!

00:08:42: Ja... Also wenn ich so zurückdenke... Das ist echt krass gewesen und gleichzeitig war er innerlich total zerrissen wegen dem Umfeld, Ich war irgendwie total dankbar und berührt von dieser Anteilnahme auch von Menschen in meinem Heimatort, die sie kannten.

00:09:05: Und gleichzeitig war ich einfach total überfordert!

00:09:07: Ich wollte sie praktisch verfluchen weil ich habe in meinem Buch zum Beispiel so ausgeschrieben wie für Sie war es halt eine gute Tat und abends gingen sie heim alles gut War nix gut.

00:09:23: Und da ist dann auch ganz viel Leid in mir hervorkommen, dass sie eben gar nicht scheit aushalten und kennen oder gar nicht wussten was du mit dem jetzt gar nicht benennen können.

00:09:34: aber es hat mich fertig gemacht und ich bin dann auch schnell mal angefangen eben so Allure Spaziergänge zu machen eben wo weniger Menschen sind und das hat mir dann auch mein Körper stark signalisiert du brauchst Abstand.

00:09:51: Diese Menschenmassen machen die fertig.

00:09:53: Und gerade dann in Innsbruck ist es ja ganz schlimm gewesen, weil er ziemlich bekannt war über dieses Facebook-Profil

00:10:01: und

00:10:01: wochen später habe ich fremde Leute auf der Strasse einfach angesprochen oder sind mir in Arm gefallen und losgeweint und so.

00:10:11: Das war schon sehr, sehr überfordert für mich.

00:10:14: Also genau also das ist diese erste Welle, die auf dem Umfeld passiert Und dann kommt so der nächste, das nächste Muster sind die Radgeber an den Signanten.

00:10:28: Da kommen dann diese klassischen Floskeln daher und ich habe damals ja also die ersten paar Wochen noch nicht gearbeitet.

00:10:36: aber ab Frühling dann habe ich wieder in der Eisdiele gearbeitet und zwischendurch einmal im Restaurant oder einem Geschäftler immer wieder so gechoppt.

00:10:48: Das war schon schwierig weil dann kommst du natürlich zurück Du kennst das wahrscheinlich selber.

00:10:54: Und die Leute wissen gar nicht, wie sie mit dir umgehen sollen.

00:10:57: und weil sie das nicht wissen, dann kommen halt irgendwelche Sätze heraus wie ma du backst es schon, du bist ja so stark und schaffst es und musst jetzt stark sein.

00:11:06: Ohne deine Mama war ganz oft die Betonung Das Leben muss jetzt weiter gehen.

00:11:12: Dein Schwester hätte das nicht wollen dass du so traurig bist.

00:11:16: Sie hätten wollen, dass du immer lachst nach vorne schaust etwas machst aus deinem Leben Und am Ende macht doch alles einen Sinn, wir sehen und so.

00:11:28: Also damit habe ich halt auch überhaupt nicht gerechnet weil am Anfang bist du eben in dieser Babel diese Welle, die du reitest und jeder überschüttet dich mit Verständnis und plötzlich hebt es dann so ab und dann kommt diese Flut, die nächste Welle sozusagen an Ratgebern auf die Zoo Wie gesagt, die haben ja vorher nicht gewusst wie trauer überhaupt ist und so.

00:11:53: Also ich habe ja nicht in der Form ein Verlust vorher erlebt gehabt

00:11:57: Und

00:11:58: hab mit dem halt gar nicht gerechnet dass er vom jeden Tag überflutet wird mit solchen Sätzen Egal ob ihr auf der Uni war und Bekannte getroffen hat.

00:12:06: also das sind ja auch keine engsten Freunde jetzt gewesen sondern eben bekannte halt.

00:12:11: die Vorlesung waren die dann auch kannten und du bist immer mit diesen Setzen konfrontiert gewesen.

00:12:19: Ich bin hingangend in die Vorlesung und dann kommt der Nächste und sagt so, ich habe das gehört.

00:12:23: Was mit deiner Schwester passiert ist?

00:12:25: Das tut mir so leid!

00:12:26: Und jetzt muss ich echt mal nach vorne schauen und sehen.

00:12:29: Die Studium tut jetzt gut.

00:12:31: Es war immer nur dieses Good Wipes Only-Ding ungefähr...

00:12:38: ...und

00:12:39: den theoretischen Hintergrund von solchen Sätzen und was das auch psychologisch noch ein bisschen historisch drinsteckt im Ganzen, das erkläre ich in meinem Webinar.

00:12:49: Also wenn du die da noch nicht angemeldet hast, d.h.

00:12:52: trauerst du etwa immer noch was diese Sätze mit dir machen und vor allem auch deinem Körper dann melde dich unbedingt an.

00:12:57: es ist kostenlos findet am dreißigsten Juli statt um neunzehn Uhr und du findest den linken Show Notes.

00:13:05: Ja aber eben also ich habe dann diesen Ratgeber gekriegt und war total überfordert mit denen Und bin dann irgendwann verstummt.

00:13:14: eigentlich so gar nicht wehren kennen, weil ich war wirklich perplex.

00:13:18: Ich bin da gestanden und dachte, wie jetzt?

00:13:21: Ich bin gerade unendlich traurig und keine Ahnung ob es noch Zukunft für mich gibt.

00:13:25: Und davon soll ich nur nach vorne schauen aber irgendwie auch ohne Gust.

00:13:28: was soll die dem jetzt entgegen sagen.

00:13:31: Ich habe uns zwei Mal probiert und das ist irgendwie gleich eingestampft worden so ungefähr.

00:13:40: Es war heftig.

00:13:41: also du kennst das sicher und das war echt nicht ohne würde ich sagen haben dann schnell Ohr angefangen halt in so ein mehr oder weniger Funktionsmodus rein zu springen, weil die gespürten dass der Ofach im Alltag vor allem bei Bekannten Ofach wenig Raum ist dafür das wirklich ehrlich zu beantworten wie es mir geht.

00:14:07: Ja dann ist die nächste Welle, die da mitbräuchtern vielleicht ändert mal das ganze von Musch dazu Welle passend zur Trauerwelle Und zwar die Welle der Neugierigen.

00:14:20: Das kann ich sicher auch!

00:14:22: Also, ich glaube das ist jetzt bei gerade vielleicht mehr Unfall oder... Nein, ich glaub es gibt's überall wenn ich so überlege Die Leute sind einfach neugierig Sie wollen einfach alles genau wissen.

00:14:35: So und bei uns war halt eben dieser öffentliche Fall und natürlich wollte dann jeder alles wissen.

00:14:41: also das war mega anstrengend.

00:14:43: Ich bin wirklich immer wieder mitten in der Strasse angesprochen worden und sofort zu fragen kommen hast du nichts gemerkt.

00:14:51: Und hat man ihm das nicht angesehen?

00:14:53: Natürlich die ganze Unsicherheit von den Leid, weil gerade wenn es um Gewalt geht... hoffen Menschen das irgendwie an einem Melkmal festzumachen so dass sie verschont bleiben.

00:15:06: so ungefähr also dieses Wenn Sie sagt okay der hat eine grüne Erkrankung zum Beispiel ist total Nicht reales Beispiel sondern Der Grüne Herr krank halt, okay dann passt.

00:15:18: Das hat bei mir niemand an!

00:15:20: Dann bin ich safe.

00:15:21: Dann passiert mir sowas

00:15:22: nicht.".

00:15:22: Das ist ganz oft so, Ophach.

00:15:25: Und deswegen fragen die die Leid und sind neugierig... ...und wollen halt wissen Anmerkmalen festmachen dass sie eben selber in ihrem Leben damit nichts zu tun und das ihnen das aber nicht so passieren kann.

00:15:39: So.

00:15:39: Und es passiert doch ganz auf bei anderen Todesfällen.

00:15:43: also was hat sich oben irgendein Unfall oder so, aber der hat sich auch nicht angeschaut.

00:15:50: Der hat das Handy in der Hand gekriegt.

00:15:52: Die wollen immer als Wissen damit sie sich eben sicherer fühlen und das kontrollieren können sozusagen weil man natürlich Angst hat dass man selber stirbt und deswegen diese ganze Neugierde.

00:16:03: Aber es war schon krass weil du stehst da mitten im Alltag und gescheinkaufen und hast jetzt gar keinen Bock über das Detailier zu sprechen.

00:16:14: oder was bei mir ja ganz stark dann kommen ist die Schuldgefühle, Schuldgedanken.

00:16:20: Und mit der Frage hast du nichts gemerkt?

00:16:22: Oder ist dir das denn nicht aufgefallen?

00:16:25: Macht man es halt nicht gerade besser würde ich sagen.

00:16:29: Ja und dann halt auch dieses Geschimpfe ist da noch losgegangen.

00:16:33: natürlich also die unter ihren ganzen Wut und den ganzen Hass gegenüber dem Täter praktisch an mir auslassen Und dann darum flucht und die haben mich eh schon so anstrengend müssen, dass sie selber nicht von Hass zerfressen wird.

00:16:49: Weil das Gefühl habe ich vorher auch noch nie kräht und kannte und es war ganz schlimm weil ich echt dachte manchmal Ich stürbe an dem Ganzen und die werden nie wieder ein freundlicher liebender Mensch sein.

00:17:02: Also es war wirklich ein tagtäglicher Kampf mit diesem Hass gegen den Menschen.

00:17:08: Das war furchtbar.

00:17:09: Und dann kommen halt andere Leute und die sind genauso wütend und hasserfühlt.

00:17:14: Und

00:17:15: ja, macht's wieder nicht besser, gell?

00:17:18: Also ich glaube es ist schon ganz stark diese Neugierde dass man dann als Trauer an der oft einfach zu einer Art Informationsquelle wird.

00:17:28: also ich bin da wirklich manchmal gestanden als wäre ich irgendeiner Nachrichtendienst und muss jetzt alles widergeben und da... Ich hab mich so schwert davon abzugrenzen.

00:17:39: Ich wusste nicht wie, ich habe gar nicht gespürt in meinem Körper dass da etwas ist.

00:17:45: also ich war total überfordert

00:17:49: und

00:17:50: ich habe noch ganz viele so Momente erlebt wie zum Beispiel ein Fotograf der eben bei uns bei der Beerdigung gestanden ist und sich hinter dem Grabstein versteckt hat und dann diese Fotos verkauft hat an Zeitungen.

00:18:06: das habe ich ganz schlimm gefunden weil da bin wieder in die Zeitung geöffnet, davon muss ich nie am Salk.

00:18:12: Wie Zamprich?

00:18:13: Es war furchtbar aufwacht also würde mir heimlich interessieren wer das war echt so krasser war.

00:18:21: und

00:18:23: dann habe ich aber auch so Sachen erlebt eben also wo es wieder um diese Neugierde geht ja einen bekannten Kett der hat mit dem man ja eigentlich an engeren Kontakt kette so und er hat aber seit der Beerdigung sich nimmt meldet kett Und dann kurz vor der Verhandlung ist eine Nachricht gekommen, ob ich eine Karte für die Verhandlungen besorgen könnte.

00:18:46: Da bin ich echt ausgerastet.

00:18:47: Ich bin an dem Platz gestanden, wo ich das gelesen habe und dann dachte ich kann es nicht fassen oder?

00:18:53: Also wie?

00:18:57: So da hab' ich mich echt so gefühlt... ...ich bin gut genug für die Sensationsgier, die erfüllen muss damit dieser Mensch wirklich in der restlichen Reihe, vielleicht am besten nur sitzt und alles mitkriegt.

00:19:11: Und

00:19:12: meinen Kummer, meine Trauer hat er praktisch nicht aushalten können weil er hat es auch ja nie gemeldet.

00:19:18: also das hat mich schon sehr fertig gemacht in der Zeit.

00:19:21: Und

00:19:23: ja das sind so Sachen wo halt diese Neugierde-Ofacho sehr viel über die Grenzen geht und Ofach zuviel ist für eine traurende Person.

00:19:35: Dann vielleicht an der Stelle noch, wir machen nämlich auch in dem Webinar eine Übung wo es um Grenzen setzen geht.

00:19:43: Dass das dein Körper wirklich so spürt und verinnerlicht und dass dir dann leichter fällt eben wenn gerade solche Dinge passieren da die abzugrenzen also unbedingt anmelden.

00:19:57: Dann habe ich die nächste Welle das nächste Muster Die verschwundenen Ja, Menschen sind plötzlich einfach weg.

00:20:11: Es hat keinen Streit oder Konflikt oder so geben.

00:20:14: sie melden sich raufach nehmen.

00:20:16: Oder es ist in meinem Umfeld natürlich mehrfach passiert.

00:20:19: und das also Du fühlst dich halt so alurglossend im Moment.

00:20:28: und wo du dacht hast du bist wirklich Jetzt gut aufgefangen oder die sind sicher da Ist eben plötzlich nichts mehr und manchmal auch so wirklich Wenn man sie dann zufällig irgendwo sieht, hast du richtig gemerkt wie sich schnell die Richtung wechseln oder umdrehen oder Strostenseite wechselt und so.

00:20:48: Also wirklich vor deinen Augen direkt verschwinden und dir damit signalisieren nein ich will nicht ich kann nicht Und das war auch ganz schlimm weil es ist ein eigener Sekundärverlust an wiederum.

00:21:04: Das heißt du hast zusätzlich zu deiner Trauer noch hinzu Dinge nur zu betrauen, dass eben Menschen die Ofach von heimt auf morgen Ofa lassen.

00:21:15: Ghosten praktisch und das oft ja sehr ausgiebig also nicht nur vereinzelt sondern wirklich mehrfach auf jeden Fall.

00:21:26: Und

00:21:27: der Grund dahinter so für mich wo ich dann auch gemerkt habe ist oft ja gar nicht diese Bosheit Sondern Ofach eine große Angst, eine große Überforderung das falsche zu sagen, Schmerz vielleicht auch aufzuwühlen.

00:21:44: Noch zu fragen dass man das nicht kann, dass man seine eigenen Gefühle ja nicht aushalten kann

00:21:50: und

00:21:51: trotzdem kann es natürlich nicht sein, dass ja, dass ich dann am Ende da stehe und sofort zerbricht aber die andere Person eben nicht ändern.

00:22:00: Ich kann nur bei mir dann schauen wie damit umgehen kann.

00:22:05: Deswegen vielleicht hochte auch jemand zu, der gerade trauende Menschen irgendwie begleitet.

00:22:10: Das Freund-Freundin oder so.

00:22:12: Bitte nicht ghosten!

00:22:15: Sondern wenn dann klar sagen ich bin überfordert mit der Situation.

00:22:19: Ich kann grad nicht... Es fällt mir so schwer

00:22:23: und

00:22:24: ja und dann sich am aushalten üben im eigenen Gefühl aber ohne dem Gefühl gegenüber.

00:22:31: Dann habe ich noch einen weiteren Punkt, und zwar die Welle des Verblasens.

00:22:40: Ja, zurück nach so um die fünf bis sechs Monate war es dann bei mir, wo es dann ziemlich ruhig geworden ist langsam.

00:22:49: Also ich habe gemerkt, dass einem täglich nachgefragt wird und Larissa, das sich leid nimmt direkt schnell meldet oder geantwortet hat dass sie gesagt haben, es geht heute nicht so und hat Zeit leider usw.

00:23:10: Und

00:23:11: verstehe mich nicht falsch das ist vollkommen in Ordnung.

00:23:14: ihr Leben geht weiter.

00:23:15: natürlich geht es weiter und es darf um weiter gehen.

00:23:19: aber Mainz ist eben komplett still gestanden

00:23:23: und

00:23:25: das war dann echt schwierig weil so Da bist du dann an einem Punkt, wo langsam wieder in den Alltag irgendwie reinfindest oder versuchst zumindest.

00:23:34: Klappt natürlich nicht gleich aber du versuchts irgendwie und dann ist einfach niemand mehr da also niemand mehr der die da unterstützen kann und du bist dann wie gesagt komplett allur.

00:23:46: Und das war schon.

00:23:48: Also ich bin mal zero Du kennst es genau.

00:23:50: so Bist vielleicht grad mitten in dieser Zeit Situation dass gerade jetzt Leute, die sich immer mehr zurückziehen oder eben einfach nicht so reagieren.

00:24:01: Es ist ja jetzt halt so viele Jahre später.

00:24:08: Also manchmal habe ich das Gefühl, manche wissen es gar nicht.

00:24:13: So, natürlich bin ich sehr öffentlich und so.

00:24:16: Aber ja, manchmal... Ja für mich ist es halt noch immer präsent also.

00:24:22: Manchmal ist es einfach noch immer tot!

00:24:24: Und

00:24:25: für mich isst es halt nur immer da.

00:24:27: Die ganze Trauer und das Vermissen.

00:24:30: Und die Sehnsucht natürlich nicht so in der Form und Schwere, wie es damals war aber sie ist halt nur immer da und das wird immer da bleiben.

00:24:42: Man kann eben auch sagen dass diese Anteilnahme wie eine Kurve folgt also im größten Schockheben voll da und dann lässt's eben Schritt für Schritt nach.

00:24:54: Dann, wenn die Trauer so richtig anfängt.

00:24:56: Wenn ich raus bin aus dem ersten Schock und das ist echt schwierig oft Und es ist schon spannend eben also Die meisten in meinen Programmen wir haben ja dieses große Jahresprogramm Das übrigens auch bald wieder öffnet Am tzehundzwanzigsten wenn du auf der Warte nicht verstehst dann geht's bald los Kannst dir wieder anmelden.

00:25:20: Aber da haben wir auch ganz viele eben so in dem Zeitraum sechs Monate bis zwei, drei Jahre.

00:25:26: Weil das so oft die einsamsten Zeiten sind wo ich mich selber halt einfach komplett verloren habe.

00:25:32: und dann eben von außen... Es denkt niemand mehr dran!

00:25:36: Und du kannst ihm zum hundertsten Mal die Geschichte der verstobenen Person erzählen weil Du hast das Gefühl sie wollen uns eh nicht mehr hören oder?

00:25:46: Du hast ja keine neuen Geschichten mehr.

00:25:47: also Wenn du da dabei sein willst und gerne deine Geschichte hundertmal erzählen magst, wir hören auch beim Hundertsten mal voll und ganz zu.

00:26:00: Du wirst ja nicht bewertet oder so in die Richtung.

00:26:02: Oder werde ich den Linkhoff auch in die Show Notes packen?

00:26:05: Und dann kannst du dich gerne auf die Wartenliste setzen.

00:26:08: am Dreiundzwanzigsten öffnen wir da Genau!

00:26:13: Dann gibt es aber zum Glück noch eine andere Welle Oder welche würde ich das nicht?

00:26:20: Das ist eher so eine Konstante.

00:26:22: Und zwar die Tagebliebenen!

00:26:24: Gott sei Dank, denkst du jetzt vielleicht... Gott sei dank gibt es noch etwas Positives an der Sache.

00:26:30: Ja, es gibt auch immer wieder Menschen, die da bleiben

00:26:34: und

00:26:36: die haben mich da wirklich hier durchgetragen und die sind heute auch noch da.

00:26:39: Das ist total interessant.

00:26:41: also so viele Jahre später sind fast alle noch immer da geblieben und nehmen mir Ja, also mit so diesem engsten Kern rede ich halt noch über Larissa.

00:26:56: Rede ich halt nur darüber, was mein Leben jetzt betrifft.

00:27:00: Es hat immer auch mit diesen Verlust zum tun und die kann da offen und ehrlich drüber reden und das braucht diese Konstante, diese Tagebliebenen wobei eben ihr mittlerweile wars von all diesen Begleitungen ist ja echt Tausende Leute glaube ich mittlerweile in meiner Programme gewesen und die haben sehr viele Menschen kennengelernt natürlich.

00:27:22: Und

00:27:23: da ist mir schon aufgefallen, dass es so oft leider die Fälle gibt wo keiner da bleibt, wo keiner hier ist.

00:27:31: Wo ich dann wirklich ganz an nur zurück gelassen bin.

00:27:34: Und genau dann ist es umso wichtiger das wir uns Kreise, eine Umfeld suchen und finden wo man wirklich dann sein dürfen, wie wir sind mit dieser Trauer.

00:27:48: Das ist so, so wichtig!

00:27:51: Ja das sind diese Wellen, diese Umfeldgeschichte, wie ihr das so erlebt habt.

00:27:58: ein bisschen also vielleicht nochmal den Kern dieser Folge.

00:28:07: für die erstens mal es liegt nicht an dir du bist auch nicht zu viel oder zu viel am Trauern oder was auch immer oder das war mal im Webinar besprechend, sondern Menschen kennen einfach nicht gut damit umgehen.

00:28:21: Der Tod ist etwas sehr tabuisiertes man spricht nicht drüber Gefühle sowieso nicht

00:28:27: und

00:28:29: die Anteilnahme geht praktisch oder verblasst langsam wenn die Trauer erst anfängt.

00:28:35: so richtig.

00:28:37: Und

00:28:37: was hilft sind eben nicht floskeln Ratschläge oder sowas sondern Menschen, die wirklich bleiben und es sofach um stillen Aushalten mit dir.

00:28:51: Und ganz wichtig du darfst natürlich Grenzen setzen und Stoppsagen!

00:28:55: Wie das geht, lernen wir eben im Webinar.

00:28:58: Deswegen abschließend noch mal die kleine Erinnerung, threißigster Juli, neunzehn Uhr inklusive Aufzeichnung sprechen mir darüber warum die Menschen ebenso reagieren wie sie reagieren?

00:29:11: Welche Sätze vor allem war's auch im Körper auslösen, bringen dann gerne deine Sätze mit.

00:29:17: Können wir uns dann anschauen gemeinsam analysieren?

00:29:20: Also ich werde da ein paar Sätze rauspicken und schauen was machen die eben mit uns und unserem Körper?

00:29:27: und wie setze sie denn meine Grenzen?

00:29:30: Und ja genau das macht man dann gemeinsam und darauf freue mich schon wenn du dabei bist!

00:29:37: Den Link noch mal findest du in den Show notes und wenn dir diese Folge gefallen hat oder wenn ich sie ein bisschen anders vielleicht habe, weil die aus dem Urlaub frisch zurück bin.

00:29:47: Aber wenn sie dir ein bisserl gefallen hat dann freue mich natürlich auch auf eine Sterne Bewertung und das hilft natürlich mir den Podcast dass er gefunden wird.

00:29:56: und ja... Ich hoffe auch eine kleine Weltschätzung sage immer Genau!

00:30:01: Dann freue ich mich und hoffen wir sehen uns beim Bibinar und schon bis zur nächsten Folge.

00:30:05: Tschüss und sicheren Umgang mit all deinen Trauergefühlen, von und mit Katibiba.

00:30:19: Du findest Seelensport auch in Netz unter www.seelensports.at Und auf Instagram und Facebook unter seelsport.

00:30:30: Für noch mehr Ideen rund um deine Trauer- und deine Gefühle!

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