#154 Der letzte Kuss auf die Stirn: Trainerin Sarah Kunze über Pflege und Trauer

Shownotes

Manchmal trauerst du um einen Menschen, der noch lebt – und gleichzeitig spürst du eine Erleichterung, die du dich kaum auszusprechen traust. Genau diese Ambivalenz, die so oft im Hals stecken bleibt, zieht sich durch mein Gespräch mit Sarah. Als Kinderkrankenschwester, Altenpflegerin und Palliativbegleiterin hat sie unzählige Abschiede begleitet – und mit dem plötzlichen Tod ihrer Oma während Corona ihre eigene Trauer kennengelernt. Sarah erzählt, wie sie gelernt hat, sich jedes Mal bewusst zu verabschieden, was vorgezogene Trauer mit Angehörigen macht und warum sie heute als SeelenSport-Trainerin Menschen einlädt, ihren Gefühlen über den Körper Raum zu geben. Ohne Druck – einfach als Begleitung für das, was bei dir gerade dran ist.

✅ Trauer beginnt oft schon vor dem Tod – wenn sich ein geliebter Mensch durch Demenz so verändert, dass sich die Rollen umkehren. ✅ Erleichterung und tiefe Traurigkeit dürfen gleichzeitig da sein – beides ist Trauer, keines schließt das andere aus. ✅ Sich bewusst verabschieden und auf das eigene Bauchgefühl hören – kleine Haltungen, die im Rückblick tragen.

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Trauerwelle ist der SeelenSport® Podcast für trauernde Menschen, die selbstsicher und mutig ihre Trauerwellen surfen wollen. Du erfährst, wie du deiner Trauer Raum und Zeit gibst und aus ihr deine körperliche Kraft zurückgewinnst. Denn Trauerwellen sind anstrengend und kosten Kraft, wenn sie über dich hereinbrechen, du sie ignorierst oder versuchst zu unterdrücken. In den einzelnen Podcast-Folgen leitet dich Katy Biber liebevoll und achtsam, und gleichzeitig mit Leichtigkeit durch die Wellen der Gefühle, damit du deine Trauer verstehst und den Mut findest deinen eigenen Trauerweg selbstwirksam zu gehen.

Transkript anzeigen

00:00:00: Es gibt ja Abschiede, die beginnen lange bevor jemand stirbt.

00:00:04: wenn zum Beispiel ein Mensch dement wird.

00:00:07: Früher hat er für dich gesorgt jetzt braucht dieser Mensch deine Sorge und du trauerst obwohl der geliebte Menschen nur da ist.

00:00:14: Meine heutige Gäste Sarah kennt beide Seiten.

00:00:18: Sie ist Kinderkrankenschwester, Altenpflegerin, Palliativbegleiterin und seit letztem Jahr auch Seelensport-Trainerin.

00:00:26: Sie erzählt wie sich Abschied und Pflege durch ihr ganzes Leben ziehen – vom Tod ihrer Oma während Corona bis zu ihrer Arbeit in einer Demenzwege.

00:00:36: sehr offen und total berührend!

00:00:39: Wenn du gerade selbst jemanden begleitest oder spürst, dass deine Trauer schon vor dem Tod begonnen hat, dann ist diese Folge passend für dich.

00:00:49: Wir sprechen euch über die Seelensportausbildung.

00:00:52: Wenn du da Interesse hast, dann findest du den Link zum Webinar jetzt in den Show Notes.

00:00:58: Die Erstgespräche öffnen wir wieder im Herbst und jetzt geht es los mit dem Gespräch!

00:01:04: Dein Seelensport Podcast für einen sicheren, ehrlichen und bewegten Weg durch all deine Trauergefühle hindurch.

00:01:12: Von und mit mir Kati Biber.

00:01:19: Liebe Sarah!

00:01:20: Schön dass Du heute mit mir in meinem Podcast Trauerwelle über Trauer sprichst und vieles andere noch.

00:01:27: Sarah, du bist ja ganz frisch Trainerin.

00:01:30: Einer der neuesten Geschlüpften von letztem Jahr.

00:01:34: Magst Du vielleicht die kurz mal vorstellen?

00:01:36: Wer bist Du?

00:01:37: Was machst Du so?

00:01:38: Wo lebst Du?

00:01:39: Erzähl uns was von Dir!

00:01:40: Ja hallo liebe Kati.

00:01:42: ich freue mich sehr dass ich dabei sein darf.

00:01:45: Ich bin die Sarah, ich bin thirty Jahre alt.

00:01:49: Ich wohne am wunderschönen Kaiserstuhl in der Nähe von Freiburg.

00:01:54: Ich wohne hier mit meinen drei Kindern, meinem tollen Mann und meiner Australian Shepherd Hündin Lu, die jetzt auch schon acht Jahre alt ist.

00:02:02: Und ich bin arbeitende Altenpflege.

00:02:07: als ich komm aus der Pflege und lebe diesen Beruf habe in dem Beruf wirklich meine Berufung gefunden und hab letztes Jahr im September die Ausbildung zur Seelensport-Trainerin abgeschlossen hat mir sehr viel Freude bereitet.

00:02:22: Schön!

00:02:23: Und wie alt sind deine Kinder?

00:02:26: Meine große ist neun, der mittlere ist sieben.

00:02:29: Beides Schulkinder und der kleine ist drei Jahre alt.

00:02:33: Also da ist noch viel im Alltag zu stemmen so...

00:02:38: Genau!

00:02:39: Spagat zwischen Familie, Haushalt und Arbeit alle

00:02:44: voll.

00:02:46: Ja und du hast ja schon gesagt Altenpflege und du bist aber auch Kinderkrankenschwester Und eben Altenpflegerin, Palliativbegleiterin und jetzt auch noch Sehensport-Trainerin.

00:02:57: Das ist so krass was du alles schön gemacht hast in deinen jungen Jahren.

00:03:01: also dreiunddreißig ist ja nur kalt.

00:03:05: Das klingt doch so ein bisschen nach einem roten Faden.

00:03:09: Was ist denn dieser rote Faden für die?

00:03:12: Was bedeutet das für dich?

00:03:14: Also ich habe schon immer war ich sehr sozial als In der Kindheit war ich im Rettungsschwimmen in der DLRG.

00:03:25: Ich hab Schwimmkurse gegeben, ich war Klassen-Sprecherin und Schul-Sprecherin.

00:03:30: Also ich hab alles so an mich gerissen was irgendwie mit sozialer Arbeit zu tun hat.

00:03:35: Und wollte früher eigentlich immer Hebamme werden.

00:03:39: Weil das so ... als Babysitterin habe ich einfach gemerkt dass Kinder ganz toll für mich sind in der elften Klasse gemerkt, dass Abitur irgendwie so gar nichts für mich ist und habe dann die Schule abgebrochen.

00:03:53: Aber mit dem Wissen das ich entweder einen FSJ machen will im Krankenhaus – es ging aber nicht weil ich erst Zipzin war!

00:04:00: Und dann hab' ich mich entschieden die Zeit noch ein bisschen zu überbrücken und direkt mit einer Kinderkrankenpflege Ausbildung zu starten.

00:04:08: Ich bin da mit Zipcin schon von Zuhause ausgezogen.

00:04:11: Ach krass!

00:04:11: Stuttgart gezogen in ein Schwesternwohnheim, also extra ein Wohnheim für die Auszubildenden.

00:04:18: Und hab dann in Stuttgard die Ausbildung zur Kinderkrankenpflegerin gemacht und bin dann nach Freiburg in der Uni-Klinik und habe dort auf der Neuropädiatrie gearbeitet mit Kindern, die neurologische Auffälligkeiten hatten, Hirntumore, Epilepsie... Also es war schon sehr krass weil's einfach eine Uniklinik ist wo viele schwere Krankheitsbilder auch zu sehen waren.

00:04:40: Und ja, es war schon eine große Herausforderung, weil's einfach so schwerkranke Kinder zu sehen.

00:04:50: Das macht einfach was mit einem und als ich dann selber Mama geworden bin, war es anfangs erst mal der... Der organisatorische Teil, dass ich gesagt habe, ich kann keine acht Stundenschichten oder keine Nachtschichten mehr machen mit den Kindern zu Hause.

00:05:08: Und so bin ich dann irgendwann ... war ich mal noch in der Kinderarztpraxis und dann bin ich aber in die Altenpflege gerutscht.

00:05:15: Das war eher ... Anfangs war es gar nicht, weil ich dachte, ich will das unbedingt machen, sondern weil's einfach von den Arbeitszeiten her passend war.

00:05:23: Dann hab' ich dort angefangen und hab gemerkt, das ist total meins als ich kann mit den älteren Menschen wirklich gut arbeiten und es war auch nicht mehr so diese akut Fälle, die man gesehen hat.

00:05:36: Ich denke wenn man drei Kinder zu Hause hat, hat man Stress genug und auch viel was man Wutanfälle begleiten und meine Emotionen begleitet.

00:05:45: und dann wollte ich einfach eine Arbeitsstelle haben wo ich sage okay ich gehe dort morgens hin ich verdiene mein Geld ich habe die Auszeit für mich um dann aber auch immer noch Kraft für Zuhause zu haben.

00:05:58: Der rote Faden zieht sich einfach durch die Pflege.

00:06:00: Ich war schon immer, es macht mich glücklich wenn ich anderen Menschen helfen kann.

00:06:04: Wenn ich was zurückbekomme, wenn ich ein Lächeln... Es muss nicht mal die Worte sein oder das Geld ist mir auch wirklich... Ich brauche das zum Leben aber ich brauch's jetzt nicht in Übermengen.

00:06:18: Ich will einfach Menschen helfen und das macht mich Glücklich!

00:06:21: Und das bereichert mich total.

00:06:23: Ja.

00:06:24: Und das strahlst du total aus, also durch die ganze Ausbildung hindurch finde ich hat man das auch eindeutig spürt und gemerkt.

00:06:33: Also kann man dir ja richtig gut vorstellen in diesem Beruf.

00:06:40: Ja, ich habe während der Corona-Zeit angefangen in der Albenpflege und da war ich teilweise der einzige soziale Kontakt den die Menschen hatten.

00:06:48: Also es kam keiner zu Besuch und wenn dann nur auf Abstand mit Mundschutz über Video Calls das was man halt gemacht hat um irgendwie noch Kontakt zu haben.

00:06:58: Und ich kam jeden Tag zu den Patienten aus meiner Tour und hab mir da auch oft die Zeit genommen, mal noch kurz hinzusitzen.

00:07:06: Auch wenn man sagt in der ambulanten Pflege, die Zeit ist knapp aber wir haben einen ganz tollen Arbeitgeber, der auch gesagt hat nehmt euch die Zeit!

00:07:13: Wenn ihr merkt, die Menschen brauchen das gerade dann setzt euch hintrinken Kaffee gebt denen den Sozialkontakt, den sie brauchen weil man bei vielen gemerkt hat dass sie einfach sehr abgebaut haben die sozialen Kontakte gefehlt haben?

00:07:31: Ja, voll verständlicher.

00:07:33: Und gerade in der Zeit ist ja auch dein persönlicher Verlust passiert, zwanzig-einundzwanzig glaube ich deine Urlauber verstorben und das war also das erste Mal dass du so richtig eng bei dir gespürt hast was Trauer bedeutet.

00:07:48: wie war diese zeit für dich so und wie war auch die Beziehung zu deiner Oma?

00:07:54: Also meine Oma war für mich eine ganz, ganz enge Bezugsperson.

00:07:58: Wir haben bei ihr im Haus gewohnt also sie war im Haus unten drin.

00:08:03: Meine Eltern und meine Schwester mit mir waren oben in der Wohnung Und meine Eltern haben sich dann getrennt und wir sind meine Schwestern.

00:08:12: Ich war jeden Mittag bei der Oma zum Mittagessen weil meine Mama auch wieder Geld verdienen musste und alleinerziehend war.

00:08:21: Deswegen habe ich wirklich.

00:08:23: Also die ganze Kindheit war geprägt durch Erlebnisse mit der Omi.

00:08:28: Sie hat in einem großen Garten, wir haben da so viel Zeit gemeinsam erlebt und sie war immer mal wieder im Krankenhaus.

00:08:36: dann weil es ihr nicht gut ging und an dem Tag als sie dann auch überraschend verstorben ist wusste ich gar nicht dass sie im Krankenhaus ist.

00:08:44: dadurch das es halt so häufig vorkam In dieser zeit Hat man's vielleicht auch nicht direkt mitbekommen.

00:08:52: Wir haben, also meine Oma hatte neun Kinder.

00:08:55: Siebzehn Enkel, elf Uhrenkel bis es da jeden erreicht.

00:08:58: Dauerts auch einfach eine Zeit.

00:09:01: Eine Riebungsfamilie.

00:09:03: und ich weiß noch genau an dem Tag als die Nachricht kam, da war ich das erste Mal nach der Geburt von meinem zweiten Kind mal wieder über Nacht weg.

00:09:12: Da war ich bei einer Freundin zwei Stunden entfernt ungefähr.

00:09:17: Ich bin morgens nach Hause gefahren, noch ein bisschen verkartet.

00:09:19: Weil wir halt gedacht haben, okay, wir genießen jetzt die Zeit mal wieder so unter Freunden.

00:09:24: und dann war ich auf dem Nachhauseweg und habe plötzlich aufm Handy gesehen mein Papa hat zweimal angerufen meine Schwester hat zweimal angerufen und also dass mein Papa zweimal anruft ist ganz, ganz untypisch.

00:09:37: Und dann hab' ich sehr auch probiert wieder zu erreichen hab dann angehalten, probiert zu erreichen und es ging keiner dran.

00:09:44: Dann habe ich meine Mama angerufen und sie dachte, ich weiß es schon.

00:09:49: Und hat mir auf dem Parkplatz gesagt, dass die Oma gestorben ist?

00:09:54: Das Komische war, ich hab's schon gespürt ... Ich wusste nicht, dass ihr gerade nicht gut ging, weil ich ja nicht wusste, dass sie im Krankenhaus ist.

00:10:00: Aber ich hab irgendwie so ein Bauchgefühl gehabt.

00:10:03: Mein Bauch gefühlt täuscht mich eigentlich nie!

00:10:07: Meine Mama war das ganz arg, Ich natürlich auf der Autobahn fahren musste und wen ich geschlafen hatte.

00:10:14: Und sie hat gesagt, sag jetzt wo bist du gerade?

00:10:16: Ich komme zu dir oder er soll mal weiter telefonieren.

00:10:19: Und ich war dann vernünftig.

00:10:21: Ich habe wirklich kurz eine Pause gemacht und hab es noch gar nicht so begreifen können.

00:10:30: Also mein Papa hat auch deshalb nicht mehr abgenommen, weil er hat meinen Mann erreicht und hat ihm das erzählt.

00:10:35: Und er meinte, die Sarah ist gerade im Auto unterwegs, warte bitte bis sie zu Hause ist!

00:10:41: Ich kam dann nach Hause und bin da wirklich zusammengebrochen.

00:10:47: Es ist auch immer noch heute wenn meine Tochter war da, die war ja noch kleiner.

00:10:53: Sie hat glaube ich deshalb Ja, das hat sie auch traumatisiert.

00:10:59: Weil die Mama nach dem ersten Mal über Nacht weg war, kam nach Hause und ist völlig zusammengebrochen.

00:11:07: Und es war für mich ... Ich war dann erst mal ein bisschen sauer, dass ich nicht wusste, das in Krankenhaus ist.

00:11:14: Weil ich einfach mich nicht so bewusst verabschieden konnte was ich aber immer gemacht habe weil sie neunundachtzig war.

00:11:20: man weiß natürlich in dem Alter es kann immer etwas passieren.

00:11:24: immer wenn ich bei ihr war und ich bin gegangen und wusste ich sehe jetzt ein paar Wochen nicht mehr ich hab hier immer einen Kuss auf die Stirn gegeben.

00:11:30: ich habe immer gesagt Oma ich hab dich lieb.

00:11:33: Das tröstet mich jetzt auch, dass ich weiß.

00:11:35: Ich habe sie immer wieder gesagt, das ich sie lieb hab und es weiß ihr auch.

00:11:39: Und ja ... Sie hat mir dann oder ich wusste, dass ... Ich hab eine Kette von ihr.

00:11:47: Das ist ein Bernstein da ist... Das hatte sie immer an bei den Familienfesten mit der Hand so dran gerieben, da fehlt wirklich ein kleines Stück.

00:11:58: Das ist das Erinnerungsstück weil ich wusste wenn ich die in der Hand habe genau an dieser Stelle hat sie auch immer gerieben.

00:12:04: und es sind so Kleinigkeiten die für mich eine große Bedeutung haben so einen Erinnerungsstück zu haben.

00:12:11: Und einfach auch das Wissen dröstet mich wirklich dass Sie weiß Ich konnte mich verabschieden auch wenn's nicht in dem Moment war.

00:12:21: Aber trotzdem macht es mich immer noch sehr traurig, dass sie in Krankenhaus alleine gestorben ist.

00:12:27: Sie hat so eine große Familie und es war ein guter Zusammenhalt.

00:12:31: Trotzdem war sie am Ende alleine.

00:12:33: Es sollte eigentlich keiner allein sein beim Sterben.

00:12:37: Wie hast du das erlebt?

00:12:39: Weil wir jetzt bei dem Thema sind ... Es heißt ja oft, dass Menschen bewusst erst sterben, wenn sie alleine sind.

00:12:47: Weil es dann so eine Situation ... Menschen dort waren und dann war sie allur oder was sie einfach durchgehend aller wegen der Corona Situationen.

00:12:56: Oder wie war das?

00:12:57: Oder kennst du diese Aussage so

00:13:00: tatsächlich?

00:13:01: ja, durch die Arbeit.

00:13:02: also ich habe es jetzt erst vor zwei Wochen bei meiner Großtante erlebt, die ist verstorben mit vier neunzig im Pflegeheim.

00:13:09: Bei ihr war's eher eine Erleichterung weil sie seit sieben Jahren im Pfegeheim ein Pflegefall ist Ja, einfach keine Lebensqualität mehr hatte in dem Sinn.

00:13:20: Und meine Tande war aus Berlin angereist weil man wusste sie wird jetzt bald sterben und sie ist fünf Minuten auf Toilette gegangen und in der Zeit ist sie eingeschlafen auch durch meine Arbeit.

00:13:32: ich bekomme es immer wieder mit dass das Menschen einen kurzen Moment abwarten.

00:13:37: also ich bin überzeugt davon dass man es schon steuern kann, wann man wirklich geht.

00:13:45: Wenn man weiß, es sind alle versorgt, alle konnten sich verabschieden.

00:13:49: Manche warten ja auch noch bis irgendein bestimmtes Ereignis passiert oder bis eine Person von weiter her kommt, das sie anreißt und das wartet man noch ab und dann kann man in Frieden gehen.

00:14:03: Und hilft dir das jetzt so mit dem Wissen und den Blick?

00:14:08: auf dein Oma?

00:14:09: oder sagst du da wirklich so, aber du hättest das so sehr gewünscht und auch für deine Oma, dass sie nicht allur gewesen wäre.

00:14:17: Ja also bei meiner Oma war es so, dass die dann in... Also sie hat gesundheitlich so stark abgebaut, dass man überlegen musste was macht man wenn jetzt das Herz aufhört zu schlagen?

00:14:29: Macht man sie noch an Beatmungsgeräte oder ja?

00:14:31: aber da wussten alle, da haben dann die Kinder auch entschieden nein Wenn der Moment gekommen ist, dann lässt Masse gehen was ich sehr stark finde, dass man das auch so sagen kann.

00:14:43: Zu dem Zeitpunkt habe ich dann tatsächlich meine persönliche Patientenverfügung aufgesetzt weil es einfach so viel erleichtert.

00:14:50: Ich finde es unfair für die Angehörigen wenn sie so eine Entscheidung treffen müssen.

00:14:56: Bei meiner Oma wussten wir jetzt alle, dass wenn es mal soweit ist, dass Sie selber nicht möchte und ja... Es dröstet mich, dass ich weiß, Denken an sie, alle konnten sich irgendwann irgendwie verabschieden.

00:15:14: Ja das ist schon was wo man einfach weiß.

00:15:17: okay beim Sterben war sie alleine aber in ihrem Herzen wusste es ja dass wir alle an Sie denken und dass wir einfach ganz viel Kraft wünschen für den Weg den sie dann gegangen ist.

00:15:30: Und wie war das denn noch?

00:15:32: Hast du die da dann nur verabschehen können?

00:15:34: also seid ihr da dann danach hinfahren?

00:15:38: oder wie hat da die Situation ausgeschaut?

00:15:42: Also zu dem Zeitpunkt, da war ich noch keine Palliativbegleiterin.

00:15:45: Da hatte ich mit dem Thema nicht so viel zu tun und oder kam noch nicht so oft in Berührung damit.

00:15:51: Und da wusste ich nicht, ich hätte auch nochmal hinfahren können um sie im Krankenhaus zu sehen.

00:15:56: Ich war tatsächlich als ich es erfahren habe direkt auf der Höhe von von dem Ort, wo sie im Krankenhaus war.

00:16:03: Aber da war ich nicht in der Lage so klar zu denken und die Entscheidung zu treffen.

00:16:07: Ich fahre jetzt noch mal hin.

00:16:10: Es war dann schön in dem Sinn dass Sie wurde Urnen bestattet und sie hatte eine Seebestattung in der Nordsee.

00:16:19: Es wurde bei ihr im Heimatort eine kleine Trauerfeier veranstaltet für die Menschen die vor Ort sind und dann hätte man noch an die Nordsee mitfahren können.

00:16:29: Es war aber noch Corona-Zeit, es war natürlich alles mit Mundschutz und Datenangabe, wer jetzt wann bei welcher Bestattung dabei ist.

00:16:39: Und das ist auch wirklich was, da nag ich immer noch sehr dran dass ich nicht zu der Seebestattung gefahren bin.

00:16:49: Ich war bei der Trauerfeier dabei und ich hatte meine Kinder dabei.

00:16:53: Ich hatte aber die Patentande von meinen Kindern da, die dann in der Zeit, wo ich bei der offiziellen Trauerfeier war.

00:17:00: War sie mit denen auf dem Spielplatz?

00:17:02: Dass ich einfach die Trauer feier für mich so mitmachen konnte und bin dann im Anschluss mit den Kindern nochmal in den Saal reingegangen und hab's erklärt.

00:17:11: Und genau das ist ja auch immer so ein Thema.

00:17:13: Nehmt mal Kinder mit auf eine Bestattung Ja oder Nein!

00:17:16: Ich bin für ein klares Jahr.

00:17:18: In dem Moment weiß ich, dass es die richtige Entscheidung war sie nicht mit zu dem Hauptteil zu nehmen.

00:17:24: Weil ich hätte mich nicht um die Kinder kümmern können.

00:17:27: Ich war so mit mir selbst beschäftigt und ich war froh das mein Mann dabei war, meine Mama und mein Papa dabei waren.

00:17:33: aber Es war die richtige Entscheidung sie nicht zu dem offiziellen Teil mitzunehmen.

00:17:39: Und dann des Thema Seebestattungen weiß ich, ich hätte hinfahren müssen für mich zum wirklich Abschied nehmen.

00:17:49: Zu dem Zeitpunkt war ich recht frisch bei dem neuen Arbeitgeber.

00:17:54: der Dienstplan war schon geschrieben.

00:17:56: meine Kinder waren noch so klein dass ich wusste okay zehn Stunden Autofahrt Ich bin auf jeden Fall zwei Tage weg.

00:18:02: ich habe dann entschieden die eine Trauerfeier reicht mir aber jetzt im Nachhinein weiß ich.

00:18:07: Ich hätte es noch gebraucht und mein Ziel ist auch dieses oder nächstes Jahr mal dorthin zu fahren, weil dort an der Nordsee gibt's so eine Tafel wo auch die Koordinaten drauf stehen, wo im Endeffekt die Oma ins Wasser gelassen wurde.

00:18:21: Also ich habe dann ein Video bekommen wie das abgelaufen ist dass alle mit dem Schiff rausgefahren sind wird die Urne ins Wasser gelassen und obendrauf schwimmt da noch so ein Blumenkranz.

00:18:32: Und er bleibt auch schwimmen, während die Urna schon auf mehres Grund geht.

00:18:37: Dann fährt dieses Schiff in einem großen Bogentrum herum.

00:18:43: Auf dem Video sieht man wie man schon die Strömung sieht durch das Schiff aber in der Mitte wo die Oma dann runtergegangen ist es richtig still.

00:18:56: Allein das Video ist sehr bewegend, aber ich glaube, wäre ich dort dabei gewesen.

00:19:00: Das wäre ein richtig schöner Abschied gewesen!

00:19:04: Ja...

00:19:05: Weil das finde ich eine voll schöne Idee, dass du es danach spürst.

00:19:10: Eigentlich hat er das irgendwie gefehlt und was kannst du jetzt machen?

00:19:13: Also da auch so in diese Selbstwirksamkeit zu kommen und sagen okay, wir haben jetzt die Möglichkeit meine Kinder sind größer, kann das organisieren, kann mir Zeit nehmen und bewusst vielleicht ein Ritual für sie selber schaffen je nachdem wie du es dann gestaltet.

00:19:28: Du kannst ja Blumen mitnehmen, irgendwas rituelles für die machen oder?

00:19:32: Dass dir dann genau die Zeit nimmst, die du da brauchst.

00:19:37: Ja also ich möchte mich auch mal informieren ob man vielleicht noch einmal an die Stelle fahren kann dass man das man im Schiff nochmal die Koordinaten durchgibt.

00:19:46: Man fährt dorthin und hat eine ganz andere Wirkung wenn man genau an der Stelle ist wo man weiß okay die Omi ist jetzt hier irgendwo

00:19:54: voll Das finde ich richtig schön.

00:19:58: Und dann auch wirklich die Zeit nur für dich, dass du das dann nur für dir und mir wirken lassen kannst und deine Zeit dir nehmen kannst unabhängig von anderen so.

00:20:10: Genau!

00:20:10: Die Oma ist auch dort aufgewachsen also das Elternhaus von ihr steht dort noch.

00:20:15: Das war eben auch der Plan, da eine kleine Rundreise zu machen durch das Leben der Oma irgendwie.

00:20:21: Ist das

00:20:21: schön?

00:20:22: Ja.

00:20:25: Dieser Verlust, der hat dir auch ein bisschen dahin geführt.

00:20:28: oder zu der Thematik mit Palliativbegleitung.

00:20:32: Oder ist das schon vorher irgendwie in deinem Kopf gewesen dass du das auch noch machen willst?

00:20:38: Tatsächlich war es danach.

00:20:39: Das kam durch die Arbeit in der ambulanten Albenpflege weil man In der Kinderkrankenpflege ist nicht so nah dran am Thema Sterben.

00:20:51: Ich habe natürlich viele kleine Patienten betreut, die ... auch palliativ versorgt werden, aber bei Kindern versucht man es schon zu Hause so ermöglichen.

00:21:01: Dass man dann über eine ambulante Palliativpflege die Kinder, dass sie zuhause sein können bei der Familie also.

00:21:09: ich habe eigentlich immer die Akutfälle mitbekommen wenn sie zur Therapie kamen oder zur Bestrahlung zur Operation und in der ambulanten Pflege gerade wenn die Menschen älter sind.

00:21:19: da kommt man mit dem Thema natürlich häufiger in Kontakt.

00:21:24: Und da gab es eine Situation.

00:21:27: Da war ich die erste Woche nach der Einarbeitung alleine unterwegs, also ich bin im Auto zu der Klientin gefahren, die ich aus dem Bett holen sollte und pflegen sollte.

00:21:36: Ich kam dort an und normalerweise hat mich immer der Mann von der Frau begrüßt und das war an dem Tag nicht so.

00:21:44: Dann bin ich ins Zimmer gelaufen und der Mann lag verstorben im Bett.

00:21:48: Die Frau war sehr dement, sie hat gar nicht ... wahrgenommen, was da passiert ist.

00:21:54: Sie hat immer noch seine Hand gehalten und ich war da wirklich überfordert.

00:21:59: Ich wusste nicht darf ich... Also jetzt weiß ich man darf die Person dann nicht anfassen.

00:22:04: natürlich testet man oder schaut man ob sie noch leben, ob man reanimieren müsste oder generell erst Hilfe leisten müsste.

00:22:12: aber er war schon... Man hat gesehen dass er einfach nicht jetzt erst verstorben war sondern schon irgendwann ein paar Stunden vorher.

00:22:21: Ich habe ihn dann schön hingelegt.

00:22:22: Das war mir ein Bedürfnis, er lag fast nackt im Bett ohne Decke.

00:22:26: Es war mir eine Bedürftnis ihm warm zu halten und zuzudecken.

00:22:30: Und dann hab ich meine Chefin angerufen und ich wurde total gut betreut auch durch meine Kolleginnen.

00:22:37: aber das hat mir gezeigt so Situationen können in meinem Arbeitsalltag passieren Und ich bin ein Mensch, ich möchte vorbereitet sein.

00:22:45: Ich möchte wissen was zu tun ist.

00:22:47: dieses Gefühl von ich stehe jetzt hier und weiß nicht was sich tun soll.

00:22:51: wann informiere ich die Angehörigen?

00:22:53: Was mache ich mit der Ehefrau, die Demenz hat und das gar nicht versteht?

00:22:58: also das war eine Situation.

00:22:59: da war ich einfach total überfordert und da habe ich dann Mit meiner Chefin gesprochen hab gesagt ich möchte irgendeine weiter Bildung machen wo ich genau das lerne.

00:23:09: Dadurch, dass ich die zwei kleinen Kinder zu Hause hatte war es mir nicht möglich irgendwo in Präsenzunterrichtes zu machen und dann habe ich bei der SGD als Fernstudium die Palliativbegleiterin gefunden.

00:23:21: Und mein Arbeitgeber hat mir das auch finanziert und ich hab das innerhalb von zwölf Monaten durchgezogen und hab da so viel gelernt wie mit solchen Situationen umgehen also nicht erst zu dem Zeitpunkt, wenn die Person verstorben ist.

00:23:39: Sondern auch schon, wenn eine Diagnose kommt, wo sie austherapiert sind, wo man einfach versucht, die Lebensqualität zu stärken und die Symptome zu behandeln.

00:23:50: Also das war wirklich eine Ausbildung, die mir sehr viel gebracht hat für meine Arbeit jetzt und die mir auch gut liegt und wo ich weiß, dass sich da ganz vielen Menschen Angst nehmen kann, dass ich die Angehörigen gut begleiten kann Weil man, ja wenn man nicht in dem Beruf arbeitet mit dem Thema erst konfrontiert wird.

00:24:11: Wenn es eine nahestehende Person betrifft und da braucht's ne gute Begleitung.

00:24:18: Ja irgendwie spannend dass das in der vorherigen Ausbildung gar nicht so Thema ist weil Altenpflege also man ist dann eben wie du sagst auch konfrontierts damit Und da ist aber kaum dann das irgendwie besprochen oder?

00:24:33: Also in der Kinderkrankenpflege wird schon Man macht es in der Ausbildung, macht man's durch.

00:24:39: Aber das ist alles nur so oberflächlich.

00:24:42: Man lernt dann erst, wenn man wirklich im Arbeitsleben ankommt ... Ich denke, wär ich jetzt auf der Onkologiestation gewesen?

00:24:48: Wäre das noch mal was anderes gewesen?

00:24:51: Dadurch dass ich ... Ich hab auch nur zwei Jahre gearbeitet bis ich mein erstes Kind bekommen habe.

00:24:56: Also ich hatte gar nicht die Möglichkeit, mich da wirklich intensiv damit auseinanderzusetzen.

00:25:04: Ich hatte eine Situation, das war in der Uni-Klinik.

00:25:08: Das war ziemlich unangenehm, weil ich zum Dienst kam und einen Papa saß in unserem Schwesternzimmer.

00:25:18: Aber ich wusste nicht, wer es ist.

00:25:20: Im Schwestermzimmer sitzt nur jemand, der bei uns arbeitet.

00:25:23: Und ich habe mich vorgestellt, hi, ich bin die Sarah, bist schon neuer Schüler bei uns.

00:25:27: Er hat gesagt ja, ich heiße so und so ... Und hat dann aber nichts mehr gesagt.

00:25:32: Dann bin ich raus und hab eine Kollegin gefragt, wer ist denn das?

00:25:34: Da sitzt jemand... Und dann hat sie mir gesagt es ist ein Papa der mit seinem einen halbjährigen Sohn notvollmäßig hierher kam und gerade die Diagnose bekommen hat, dass sein Kind ein bösartiger Hirntumor hat.

00:25:48: Es war für mich ganz eichschlimm weil ich dachte wie unangenehm!

00:25:52: Ich weiß, ich konnt's nicht wissen.

00:25:53: Normalerweise sitzt da kein Papa in diesem Zimmer Und das Schlimme war dann, das Kind wurde sofort notoperiert und das Kind ist während der Operation verstorben.

00:26:06: Ja viele, viele Faktoren die da aufeinander trafen und ich habe auch den Papa ein Jahr später tatsächlich noch mal getroffen und er kannte mich noch genau von dieser Situation aber Er hat es jetzt gar nicht so negativ wie ich das noch in Erinnerung hatte.

00:26:24: Das hat mir wirklich geholfen, dass er gesagt hat du alles gut... Ja an dem Tag war eh alles egal.

00:26:30: für ihn ist die Welt zusammengebrochen und das war wirklich in der Kinderkrankpflege des ersten Mal wo ich mit dem Thema so konfrontiert wurde, dass man einfach merkt, das Leben kann so schnell vorbei sein!

00:26:44: Man gibt seinen Kind in die Hände von Menschen, die sich damit auskennen und auch die schaffen es manchmal nicht so zu helfen, dass es dem Kind besser geht.

00:26:57: Krass!

00:26:59: Ich stelle mir das echt heftig vor.

00:27:02: Da warst du ja schon Mama oder?

00:27:04: Da war ich noch keine Mama.

00:27:05: Ja,

00:27:05: da war ich doch noch nicht.

00:27:07: Dadurch bin ich jetzt selber Mama und wenn man gerade selbst die Situation hat oder diese Beziehung kennt zum Kind ... dann macht das ja auch wieder was anderes mit um, weil so einfach nachspürbar ist in dem Moment.

00:27:22: Und gleichzeitig also wenn du da noch ... wie halt warst du denn da?

00:27:25: Da musst du ja noch voll jung gewesen sein, oder?

00:27:28: Ja, zwanzig Jahre alt und dann

00:27:30: mit sowas konfrontiert werden.

00:27:32: Für die Operation vorbereitet.

00:27:34: Also da gibt man einen Saft, dass es schon ein bisschen ruhiger wird.

00:27:37: Habs den Transport übergeben, um in den Operationszahl zu fahren kommt das Kind nicht mehr zurück.

00:27:45: Dann kam der Chefarzt, hat uns alle, alle Krankenschwestern in das Stationszimmer gerufen und hat uns es mitgeteilt.

00:27:52: Und ich weiß dass ich jetzt wo ich Kinder hab ganz anders aufgenommen hätte.

00:27:58: Zu dem Zeitpunkt hatte ich ja dieses...

00:28:01: Nein, das geht

00:28:01: noch nicht!

00:28:02: Trotzdem war es schlimm.

00:28:03: wir sind Alex und konnten es gar nicht fassen.

00:28:06: Wir haben uns dann den OP-Bericht durchgelesen.

00:28:08: was ist genau schief gelaufen und was hätten wir es verhindern können?

00:28:13: Der Chefarzt hat ganz alt geweint weil er operiert hat und... Ach krass!

00:28:18: Ja also es wurde auch noch reanimiert und man hat wirklich alles probiert.

00:28:23: Es war einfach wirklich tragisch.

00:28:26: Aber das ist auch der Grund, warum ich glaube jetzt... Ich sag niemals nie.

00:28:30: aber warum ich jetzt sage, ich könnte dort nicht mehr arbeiten weil es... Man ist einfach zu nah dran und es gibt bestimmt Menschen die können sich da gut abgrenzen, aber ich kann's nicht!

00:28:41: Also ich bin zu... Ich nehme vieles einfach mit nach Hause und könnte mich glauben, könnt das ganze Leid was man in der Uniklinik einfach vermehrt hat weil es ein Akutkrankenhaus ist, ich könnte's nicht mehr.

00:28:55: Ja gerade wenn man wirklich auch so feinfühlig ist wie du jetzt oder wie ihr, also ich kann das mir auch nicht vorstellen und ich find schon immer krass dass ja viele Leute sagen ja zu mir schon immer so Baffi krankst du nur mit trauernden Arbeiten?

00:29:10: Also wir sind ja dann danach halt die aber so mittendrin in diesem Sturm in diesen ganz frisch akuten Moment dass ihr selber auch so erlebt habt, wo es die Zerreist-Wortwörtlich.

00:29:24: Das

00:29:25: würde ich glaube ich auch nicht tragen können.

00:29:27: So gerade mit meiner Vorgeschichte früher vielleicht eher nur aber wenn man grad selbst dann auch so einen heftigen Verlust hat das macht schon echt viel mit um.

00:29:37: und wir haben ja noch eine Trainerin die Wallery war ja auch Kinderkrankenschwester und hat deswegen das dann lassen.

00:29:43: Die war aber sogar auf der Onkologie.

00:29:45: Ich bin mir jetzt nicht ganz sicher Und dass sie dann selber Ohrkind kriegt und ihr kindisch verstorben.

00:29:53: Sie hat es nicht mehr geschafft, dort zu arbeiten sogar.

00:29:58: Ich denke das macht auch einen Unterschied... Jetzt bin ich in der Altenpflege.

00:30:02: Die Menschen, die bei uns jetzt versterben meistens auf natürlichem Weg weil sie einfach vom Alter her soweit sind.

00:30:11: Die haben ihr Leben gelebt hier erzählen dann wenn man sich mit der Biografie auseinandersetzt erzählen Sie von früher und wenn man auch sieht was sie früher alles gemacht haben das jetzt nicht mehr geht weil es ja einfach nicht mehr so gut laufen können oder oder Demenz sind und sichern manche Dinge nicht mehr erinnern, oder manches nicht mehr umsetzen können.

00:30:31: Da macht einem das leichter zu sagen okay der Zeitpunkt ist jetzt da, das Leben hat nicht mehr die Lebensqualität wie es früher hatte und dann ist auch ok wenn sie dann auch selber sagen ja Sarah also jetzt morgen dürfen dürfte vorbei sein das ist ok.

00:30:49: und dann hört man zwei Wochen später Sie sind verstorben Und man denkt sich, okay.

00:30:54: Der Zeitpunkt war jetzt so, dass es jetzt so gekommen ist?

00:30:59: Ja, so ähnlich.

00:31:00: Also von meinem Mann die Großeltern eben ... äh, die Lebenbordener und da geht's aber auch... also denen gehts auch natürlich nicht ganz so gut.

00:31:11: Und immer wieder wenn wir sie besuchen dann sagt die Oma auch immer so ja du, ma!

00:31:16: Das nächste Mal werden wir uns wahrscheinlich niemals

00:31:18: sehen.

00:31:19: Ich hoff's ja fast schon, weil jetzt mag ich dann echt nehmen.

00:31:23: Aber so

00:31:23: wie sie das sagt... Jetzt tiert sich dann langsam Knurk.

00:31:26: Auf einmal weiß ich auch so eingeschränktisch also wie sie eben erzählt Sie kann so vieles nicht machen und es belastet sie mehr als wie sie noch Freude hat und irgendwie... Also da sagt mein Mann dann das ist irgendwie tröstend oder tröstlich.

00:31:45: Wenn dann jemand stirbt, natürlich ist es traurig und gleichzeitig eben dieses Wissen.

00:31:50: Diese Person hat das ganze Leben glätten und sie war fein damit sozusagen.

00:31:56: Das macht schon einen gewissen Unterschied auch.

00:31:59: Es stand eher für die Angehörigen halt schwierig zu.

00:32:02: Ja

00:32:02: voll voll.

00:32:03: Und kommt jetzt nie mehr.

00:32:04: Das war bei meiner Großhandel.

00:32:06: Für Sie habe ich mich wirklich gefreut dass sie nach sieben Jahren Pflegefall jetzt endlich gehen durfte.

00:32:13: aber zu wissen Ich kann sie nie mehr berühren, ich kann sie nicht mehr fragen oder Fragen stellen zu früher.

00:32:23: Ja einfach ein Leben das jetzt vorbei ist und man selber hat nicht mehr was ja schon auch irgendwie ein egoistischer Gedanke ist.

00:32:31: Ich würde Sie gerne noch mal sehen aber ich sehe sie dann vielleicht alle vier Wochen und in der Zwischenzeit liegt sie da vier Wochen im Bett und hat keine Lebensfreude mehr.

00:32:41: deshalb Ja, ist es auf der einen Seite traurig.

00:32:46: Auf der anderen Seite, wenn man's in ihrem Sinne sieht oder im Sinne von älteren Menschen die dann einfach gehen dürfen, ist das okay so?

00:32:56: Das ist eine krasse Ambivalenz!

00:33:00: Das beschreiben auch immer wieder viele Trauerende, die zum Beispiel in meinen Programmen oder beim Szenensport generell in Kursen sagen sie spüren noch ein Leichterung Aber sie trauen sich das gar nicht sagen oder es kann schon auch niemanden sagen.

00:33:14: und gleichzeitig sind sie aber so unendlich traurig.

00:33:16: Und viele denken, es geht nur des eine oder des andere, aber dass die Bordesofach gleichzeitig oder aus sein lassen kann.

00:33:24: Wie du sagst im Sinne von ihr, dass Sie da erleichtert bin, dass sie nimm Leidenmus jetzt und gleichzeitig wünsche ich mir so sehr, dass wir sie berühren können und dass sie mir fehlt aufwachen und dass der so nebeneinander stehen darf.

00:33:40: Ja genau!

00:33:42: Selber den roten Fahndschirm war noch mal so intensiv, dass wir da jetzt reingangen.

00:33:48: Vielleicht nur zu dem Thema ... Du arbeitest eben aktuell ja in einer Demenz-WG?

00:33:53: Nennst du das so?

00:33:54: Kannst du uns damals ein bisschen mitnehmen und erzählen wie schaut denn das aus?

00:33:59: Wie kann man sich das vorstellen WG?

00:34:01: Ich denke da immer so gleich an meine Studentenzeit.

00:34:04: Also wie kann man es auch... Ein bisschen

00:34:05: älter ist der Altersschnitt dort!

00:34:09: Genau also Ich habe meine feste Tour in der Pflege, das heißt ich fange um acht an.

00:34:14: Bin um dreizehn Uhr fertig und in meiner Tour ist die eine Villa.

00:34:20: Das ist ne alte Villa, die jetzt aber eine Demenz-WG ist.

00:34:24: D.h.,

00:34:25: sie haben ein eigenes Personal dort sind alles Betreuungskräfte teilweise Krankenpflegehelferinnen oder auch Fachkräfte Und dort leben zwölf demenziell erkrankte Menschen in unterschiedlichen Krankheitsstadien.

00:34:40: Also Demenz hat ja so verschiedene Stadien, anfangs nur ein bisschen vergesslich irgendwann wirklich auch so dass sie nicht mehr sprechen können das nicht mehr gehen können.

00:34:52: also da sind wirklich alle alle Demenzformen dort vor Ort und Sie werden so langs noch möglich ist, auch im Alltag versucht mit einzubeziehen.

00:35:04: Sie gehen in den Garten und versorgen die Hühner, die dort im Garten leben.

00:35:09: Sie helfen beim Kochen.

00:35:11: Teilweise gehen sie zum Einkaufen mit.

00:35:13: Ich finde es total schön, weil das eine Betreuung ist, die zu Hause nicht möglich wäre.

00:35:18: Weil Angehörige oft selbst noch arbeiten gehen und halt nicht dauerhaft da sein können.

00:35:27: Und das heißt, man versucht, dass sie noch ein möglichst normales Leben zu führen.

00:35:33: Aber eben immer unter Berücksichtigung von ihrem Krankheitsstadium.

00:35:40: Genau und ich bin dort verantwortlich für die Medikamente, also für alles medizinische.

00:35:45: Ich versorgte die Wunden, ich kümmere mich ums Inselin, um die Diabetesversorgung und bekommen aber auch den ganzen Alltag mit.

00:35:55: Also es gibt eine Frau, die zwanzigmal fragt ob sie noch ein Kaffee haben darf obwohl die Tasse vor ihr steht und der Kaffe ist noch randvoll.

00:36:05: Ja, solche Dinge und da habe ich jetzt auch erst eine Weiterbildung abgeschlossen zur Demenzfachkraft.

00:36:11: Auch über die SGD weil ich einfach gemerkt hab wie wichtig die Kommunikation ist und wie wichtig es ist richtig zu kommunizieren dass man eben versteht.

00:36:21: warum fragt sie jetzt zum zehnten Mal nach dem Kaffee oder ein Mann möchte möchte immer wieder die Zeitung aus den Briefkasten holen Und dann habe ich durch die Biografiarbeit herausgefunden dass er früher Postbote war und das ihm das wichtig ist, dass die Zeitung pünktlich im Briefkasten ist.

00:36:39: Und deswegen will er da zehnmal hin und gucken ob sie auch wirklich schon da ist, ob der Postbode pünftig kommt.

00:36:45: Und es sind einfach so Dinge, die man wissen muss um dann passend drauf zu reagieren und sie einfach damit zu nehmen.

00:36:51: weil wenn ich jetzt auch der Frau mit dem Kaffee sage ja aber der Kaffees steht doch vor ihnen Dann fühlt sie sich nicht ernst genommen.

00:36:58: Für Sie ist die Tasse leer und Sie möchte jetzt bitte noch ein Kaffee.

00:37:02: oder muss man einfach wissen, wie man sie gut an die Hand nehmen kann?

00:37:07: Und wie macht es dann?

00:37:08: also wenn jetzt kaffeetrinisch durch dann so was würde ich nur etwas einschenken oder wie?

00:37:14: Also entweder manchmal steht sie auch auf und kommt in die Küche, dann gehe ich mit ihr nochmal an den Schrank und dass sie wirklich Schritt für Schritt die die Durchführung selbst macht, sie holt sich eine Tasse aus dem Schrank.

00:37:26: Dann kommen jetzt gehen wir jetzt holen mal die Kaffeekanne schenken was ein und dann begleite ich Sie wieder zum Tisch.

00:37:33: also dass es nachvollziehbar ist das nicht plötzlich sie sitzt am Tisch und die Tasse steht plötzlich vor ihr.

00:37:38: weil dann kann sie nicht nachvollziehen wo kommt denn diese Tasse jetzt her sondern ich begleit sie.

00:37:43: Ich mache's mit ihr gemeinsam.

00:37:45: Das sind so Kleinigkeiten Es manchmal funktioniert manchmal aber auch nicht.

00:37:49: Also das ist jeden Tag.

00:37:50: je nach Tagesform ist es auch abhängig.

00:37:53: Und

00:37:55: die Angehörigen, bist du da dann auch viel mit denen in Kontakt oder kriegst du das mit?

00:38:00: Kommt ihr dann regelmäßig auf Besuch in dieser WG?

00:38:05: Wie schaut das aus?

00:38:06: und was siehst du bei den Angehöhrigen so an Last-Ohren oder Schmerz, Trauer, der Forscher da

00:38:15: ist?

00:38:15: Also ... Die Angehören kommen zu Besuch.

00:38:19: Ich denke, das ist vergleichbar mit dem Pflegeheim.

00:38:21: Wenn Sie dann Feierabend haben von Ihrer eigenen Arbeit und Sie vorbeikommen oder abholen zum Mittagessen gehen am Wochenende ... Aber man merkt schon sehr entlastet, dass Sie wissen, Ihre Mama, Ihr Papa ist da gut versorgt für die Zeit, wo sie einfach für sich ihre Arbeit machen müssen.

00:38:42: Man merkt trotzdem, wenn sich die Menschen verändern, die Angehörigen entweder nicht mehr erkennen oder eine Weile brauchen, bis sie wieder erkennen was für ne Freude da in den Gesichtern ist.

00:38:54: Wenn Sie merken ah die Mama weiß jetzt grad wer ich bin oder man hat diesen Körperkontakt und man berührt sich ja vielleicht... Die eine Tochter berührt ihre Mama immer an der Schulter Und dann kommt sie und macht es und die Mama weiss genau das ist jetzt die Tochter.

00:39:12: Das ist dann einfach ein Strahlen im Gesicht wo man merkt Da kommt was an und es gibt einem, Sie wissen die Person verändert sich aber trotzdem ist noch die Mama.

00:39:24: Und ich denke die Trauer beginnt nie erst mit dem Versterben sondern schon zu der Zeit wo sich die Person so verändert dass man sie nicht mehr wieder erkennt.

00:39:36: das man merkt früher hat die Mama oder der Papa für einen gesorgt und jetzt dreht sich das Ganze und das Kind muss jetzt für die Eltern sorgen.

00:39:46: Ich denke, dass da schon ganz viel Abschiedsarbeit auch passiert.

00:39:53: Auch wenn es dann um Thema alle Menschen die dort in die WG einziehen müssen eine Patientenverfügung haben das alle Beteiligten wissen.

00:40:00: was soll gemacht werden und was nicht Wenn sich der Gesundheitszustand verschlechtert und allein das auseinandersetzen mit dem Sterben wenn doch die Person noch gar nicht so weit ist Ja, braucht fein Gefühl um da ein gutes Gespräch zu entwickeln.

00:40:18: Die Angehörigen damit zu nehmen.

00:40:20: und dass es nicht heißt wenn jetzt die Patientenverfügung ausgefüllt wird das jetzt schon des Todesurteils ist sondern Es ist einfach wichtig dass man in dem Moment wo man noch mit der Person sprechen kann und auch den eigenen Willen herausfinden kann, dass es da schriftlich festgehalten wird.

00:40:37: Weil wenn's dann mal soweit kommt und man muss eine Entscheidung treffen so wie es bei meiner Oma ja war.

00:40:41: Man musste entscheiden will man jetzt die Beatmung oder nicht?

00:40:46: Wenn der Krankenwagen kommt und hat keine Patientenverfügung wird alles gemacht was notwendig ist Und dann zu entscheiden man stellt die Geräte ab oder man macht nichts mehr ist viel schwieriger als in dem Moment, wo man einfach klar denken kann und auch wirklich noch mit der Person das sich austauschen kann.

00:41:07: Ja und für die Angehörige eben dann später in der Situation wenn du steckst und zu wissen okay sie wollte das so?

00:41:14: Genau.

00:41:14: Dann ist natürlich doch viel umfacher, ja?

00:41:16: Ja.

00:41:17: Ach

00:41:18: krass!

00:41:20: Und irgendwann bist du ja dann auf Seelensport gestoßen mitten auf dieser Reise.

00:41:28: Was war das für ein Moment?

00:41:29: und wie ist es dann dazu krummend, dass du sagst, spart die Ausbildung will ich machen?

00:41:37: Es war recht spontan.

00:41:39: Also auch wieder ein Bauchgefühl, was mir gesagt hat.

00:41:42: Sarah, das passt jetzt gerade, das sollt ihr machen!

00:41:47: Du hast schon rausgehört, ich mache ständig irgendwas.

00:41:49: Ich mach die Weiterbildung und ich mach das.

00:41:51: Dann bin ich noch Elternbeirat und das mache ich auch noch.

00:41:55: Und die fragen mir die ganze Zeit wie macht sie das?

00:41:58: Ja dann

00:41:59: weiß ich mal nicht so richtig.

00:42:02: Aber ich brauche immer eine Herausforderung.

00:42:06: Tatsächlich hatte ich mich mit dem Thema Trauerbegleiterin die Weiterbildungen auseinandergesetzt.

00:42:13: Das finde ich ist ein Thema, das muss man in Präsenz machen um einfach im Austausch zu sein und es kann nicht gerade von meinen zeitlichen Ressourcen her.

00:42:22: Und dann folge ich dir schon ganz schön lange auf Instagram und habe dann gesehen... Ich glaube, ich war der erste Kurs des Online-Machenkontekers?

00:42:32: Nein, es hat schon viele Online-Kruse gegeben aber alle waren zeitlich immer im Live-Modus.

00:42:39: Hat's noch nichts geben von der Plattform!

00:42:42: Genau, und das hat mich dann total überzeugt.

00:42:47: Man hat trotzdem den Austausch in den Praxistagen die wir hatten.

00:42:52: aber ich kann auch die Zeit, die ich zur Verfügung habe so nutzen wie ich es einfach möchte und so lief's ja dann auch ab.

00:42:59: Ich hatte dann das Gespräch mit der Steffi des Kennenlerngesprächs An dem Tag, mein Mann hat gesagt, jetzt überlegst du doch noch mal schlafen.

00:43:08: Ich hab dann entschieden ... Nee?

00:43:09: Ich meld mich da an, sagt gebucht und es hat sich aber zu jeder Zeit richtig angefühlt.

00:43:16: Manchmal habe ich noch so ein Gedanke der dann reinkommt und sagt, ach komm, wart doch mal das ist nicht so viel, aber nee bei dem wusste ich wirklich, ich mach's

00:43:25: einfach.".

00:43:26: Und dann war Der Beginn der Ausbildung, ich weiß noch.

00:43:29: Der erste Abend des Kennenlernen.

00:43:31: da war ich mit meinen Mädels im Urlaub und habe mich dann kurz ausgeklingt Und hab dann die anderen Frauen getroffen und es war einfach total stimmig und eine ganz tolle Gruppe.

00:43:44: Wir waren auch ständig im Austausch.

00:43:46: Auch wenn wir dann die einzelnen Module für uns bearbeitet haben hatte man immer Kontakt noch zu anderen Teilnehmerinnen Und dann hat man sich am Praxistag getroffen und hat wirklich geübt.

00:43:59: Ich war ja auch... Das war meine größte Angst, kann ich überhaupt anleiten?

00:44:02: Ich habe das noch nie gemacht!

00:44:04: Jetzt bin ich in meinen Kursen und es fühlt sich einfach so stimmig an.

00:44:11: Kannst du dir noch erinnern, dass Sie da das mal gesagt haben am Anfang?

00:44:14: Ja.

00:44:14: Ich bin da zerstört und das ist ja immer.

00:44:17: Also gerade Menschen die Ausbildung machen, die nicht aus dem Sportbereich kommen und dann eben sagen, ah wie soll ich das hinkriegen?

00:44:23: und die sage immer wieder Glaub mir, du würdest es hinkriegen und das wird doch irgendwann relativ normal anfühlen.

00:44:31: Und man macht es ja auch nicht von heute auf morgen.

00:44:34: und hat die Praxistage, wo man sich gegenseitig anleitet.

00:44:38: Dann habe ich die tollste Ines kennengelernt, die vielleicht immer noch so oft in Kontakt steht.

00:44:44: Und wir haben dann immer mal wieder uns per Zoom getroffen und haben uns gegenseidig angeleitet, der Prüfungstag, wo alle total nervös waren.

00:44:53: aber es war einfach perfekt!

00:44:56: Es war wirklich für im Jahr zwei Tausend Fünfundzwanzig die beste Entscheidung, die ich hab treffen können.

00:45:01: Weil ich auch merke das Seelensport bringt ja nicht nur den Menschen, was denen man es weiter gibt.

00:45:07: Es bringt ja auch einem selbst etwas.

00:45:08: also da setzt man sich mit der Trauer auseinander, mit der eigenen Trauer.

00:45:13: ich habe auch... Also ich lebe so in zwei Zyklus-Hälften Ich hab ganz schlimme PMS.

00:45:23: immer kurz bevor ich meine Periode bekommen geht's mir ganz arg schlimm.

00:45:27: und gerade da ist Seelensport das Beste was man machen kann weil man einfach lernt nicht nur das Anleiden, sondern auch sich selbst reinspüren.

00:45:37: Alles was man dabei lernt kann man ja dann auch wieder an die Teilnehmerinnen weitergeben.

00:45:42: und gerade auch mit der Familie wenn meine Kinder mit ihrer Wut zu kämpfen haben, dann mache ich den großen Bern auf Sofa und wir boxen da rein oder wir treten unsere Wutmauer ein mit dem Stier.

00:45:55: also es ist so alltagstauglich.

00:46:00: Ich habe einfach auch gemerkt, dass das nicht nur für die Trauer oder für die trauernden Menschen hilft.

00:46:06: Sondern eben für alle Menschen, die Gefühle haben und es sind einfach alle Menschen.

00:46:11: Jeder Mensch hat Gefühlen und entweder erlebt sie aus oder nicht aber dann sind sie trotzdem da und müssen durch Seelensport in Bewegung gebracht werden.

00:46:21: Und wenn jetzt jemand uns zuhört und überlegt soll ich die Ausbildung machen?

00:46:25: Soll ich nicht.

00:46:26: was würde der Person mitgeben oder sagen

00:46:29: Hör auf dein Bauchgefühl.

00:46:31: Wenn es Bauch-Gefühls sagt, soll ich's machen?

00:46:33: Ja oder nein?

00:46:34: Machen!

00:46:35: Einfach ausprobieren.

00:46:37: und wenn man später dann doch nicht merkt, man kanns nicht anleiten oder man möchte es nicht an leiden, dann nimmt man das für sich selbst mit.

00:46:45: Und macht nur im engsten Kreis und berichtet viel davon oder nutzt in der Familie... Man profitiert immer davon ob man jetzt an die andere Menschen weitergibt oder nur für sich selber nutzt.

00:46:59: Nicht lang überlegen.

00:47:02: Ja voll!

00:47:04: Und du hast dich dann auch, also du hast da noch gespürt bei dir, ich weiß nicht so klassisch trauernden nach Todesfällen, Trausti vielleicht nur nicht direkt selber rein oder zu und hast dann einen ganz anderen Weg eingeschlagen mit Zählensport.

00:47:22: Das ist wie du sagst, es gibt ja ganz viele Bereiche wo man's anwenden kann.

00:47:28: Du machst jetzt Zehensportkurs für Eltern, aber nicht Eltern, die jetzt ihr Kind verloren oder direkt einen Verlust erlebtern.

00:47:36: Sondern generell warum gerade Eltern?

00:47:39: Ich meine viele können sich denken, warum, aber vielleicht ist die Entscheidung da hingangen.

00:47:44: und ja wie ist es so mit den Eltern Zehentsport zu machen?

00:47:51: Genau also während der Ausbildung war irgendwann mal das Modul die Zielgruppe festlegen Zielgruppe überlegen und es ist ja ganz klar die Zielgruppetrauernde.

00:48:02: Und wie ich vorhin mal erwähnt habe, Ich will nichts halbes machen.

00:48:07: Wenn dann will ich's richtig machen und auch professionell und nicht einfach so mit Halbwissen?

00:48:12: Und da ich keine Trauerbegleiterin bin war mir das am Anfang zu... Ja, ich hab mich einfach nicht gewachsen gefühlt dafür weil Mir fehlt das Hintergrundwissen, dass ich einfach noch nicht weiß.

00:48:29: Also meine Vorstellung war, ich bin in einem Kurs mit trauernden Menschen und eine Teilnehmerin oder einen Teilnehmer bricht komplett zusammen Und ich habe kein Wissen dazu.

00:48:38: wie kann ich die Person jetzt auffangen?

00:48:41: Das hat mich dann immer so ein bisschen abgeschreckt und es hat sich auch für mich nicht richtig angefühlt.

00:48:46: Dann habe ich eben gemerkt während der Ausbildung, dass sich das mit meinen Kindern ganz oft anwende.

00:48:50: Ich hab dann gedacht, ja warum kann ich nicht mit was Leichtem starten und...

00:48:56: In Anführungszeichen?

00:48:57: Genau!

00:48:58: Das sieht man jetzt gar nicht, gell?

00:48:59: Ich mache Anführungstrichle.

00:49:02: Ja weil also Natürlich gibt es auch Eltern, die trauern.

00:49:07: Aber es ist nicht so diese akute Trauer, die man auffangen muss sondern es sind vielleicht Kinder aus einer Entwicklungsphase rauskommen und man trauert dem kleinen Kind hinterher oder Kinder, die jetzt in die Schule kommen.

00:49:23: und man muss Emotionen regulieren von den Kindern weil in der Schulzeit kommen viele Emotionen viel Frustration Auch dieser Alltag mit Kindern, man hat den eigenen Beruf.

00:49:37: Die meisten arbeiten irgendwann wieder.

00:49:39: Man hat zu Hause den Alltag, den Haushalt, die ganzen Kindergartenfeste, Schulveranstaltungen, Kindergeburtstage, also der ganze Trubel im Alltag... und dieses Spagat, was man da machen muss.

00:49:55: Und ich möchte einfach für Eltern eine bewusste Auszeit schaffen, dass man sagt heute Abend bin ich eineinhalb Stunden einfach mal nicht abrufbar.

00:50:04: Natürlich müssen die Kinder immer versorgt sein das ist klar.

00:50:08: aber meine Kurse sind schon zu Zeiten wo die Kinder normalerweise schlafen oder morgens in der Schule versorgt sind.

00:50:17: Ich merke einfach, ich habe jetzt eine Kooperation mit einem Kinder- und Familienzentrum bei uns in Endingen.

00:50:23: Und da war gestern Abend der letzte Kurs... ...und ich hab auch die Rückmeldung bekommen wie wertvoll so ne Seelensporteinheit sein kann wenn man Man weiß, die Kinder sind zu Hause versorgt.

00:50:37: Ich gehe jetzt dahin mit meiner Yogamatte und dann bin ich einfach mal für mich

00:50:41: da.".

00:50:41: Und ich versuchte Kurses so zu gestalten, dass sich auch Übungen weitergebt, die dann im Alltag umsetzbar sind.

00:50:47: wenn doch mal eine spontane Wutausbruch kommt was für eine Übung oder welche Atemvariante kann ich anwenden um mich und mein Nervensystem zu regulieren?

00:50:59: Und ich bin selbst dreifache Mama!

00:51:05: Es sein muss, dass man sich mal runterfährt und sich regulieren kann.

00:51:11: Ja total spannend!

00:51:12: Und gibt es irgendeine Situation oder Moment aus dem Kurs?

00:51:16: Oder den Krusen wo du sagst das war ganz besonders oder berührend irgendwas ohne jetzt Namen zu nennen natürlich sondern für die als Trainerin vielleicht der erste Stunde oder irgendetwas ist passiert?

00:51:30: Also ich mach ganz arg gern den Bärenhüter weil Das ist wirklich meine Lieblingsübung, weil es darum geht sich selbst auch zu beschützen und auch stopp zu sagen wenn's einem zu viel wird.

00:51:44: Und das gebe ich den Eltern ganz gerne mit.

00:51:48: man muss nicht immer zu allem ja sagen.

00:51:50: Man darf auch, wenn man merkt, dass ist mir gerade soviel.

00:51:53: oder bei mir persönlich ist oft, wenn ich gefragt werde zum Einspringen Wenn jetzt eine Kollegin krank ist Ich bin immer die erste sagt Ja klar!

00:52:01: Ich sage mal eine privaten Termine ab Nur weil ich nicht möchte, dass die jetzt noch mehr rumsuchen müssen.

00:52:09: Aber ich habe da auch wirklich gelernt zu sagen okay, ich muss erst gucken das es mir gut geht damit ich mich für andere einsetzen kann.

00:52:19: und da ist eben beim Bärenhüter dieses schützende Dach was man sich selbst gibt um dann auch die Abgrenzung zu schaffen und zu sagen stopp!

00:52:29: Ich beschütze mich jetzt Dann kann ich auch, wenn es mir gut geht, für andere da sein.

00:52:36: Es ist ja das Gleiche, wenn die Kinder alle ... Sie wollen sich verabreden und das Geschenk haben.

00:52:45: Man isch im Geschäft und sie wollen tausende Sachen sich aussuchen.

00:52:49: Und man merkt aber eigentlich ist mir grad alles zu viel!

00:52:53: Ich will einfach mal meine Ruhe bewusst sagen... Okay, ich kümmere mich jetzt um mich.

00:52:58: Ich nehme mir jetzt zum Beispiel eineinhalb Stunden Seelensportauszeit und am nächsten Tag starten wir dann wieder von

00:53:05: vorne.".

00:53:06: Und als die Rückmeldung von den Eltern ist schon das es sich im Alltag... Eine Frau hat mir erst letztens geschrieben Eine Mama, ihr Kind hat einen Wutausbruch und sie haben den großen Berg gemacht.

00:53:18: Dann mussten sie alles so lachen weil sich dann der eine irgendwie die Hand versehentlich nicht aufs Kissen geschlagen hat sondern auch im Boden Und dann hat er sich weh getan.

00:53:26: aber irgendwie war es so witzig.

00:53:28: Das bringt dann aus dieser Ernsthaftigkeit wieder diese Leichtigkeit mit rein.

00:53:34: Was schön!

00:53:35: Du hast schon mal gesagt gleichzeitig Nicht nur bei dieser Zielperson oder Zielgruppe bleiben möchte ich, sondern irgendwie auch noch ganz viel im Kopf hast.

00:53:46: Du hast ja schon gesagt, du hast immer ganz viel zu tun und du willst viel machen und Herausforderungen angehen.

00:53:52: Und hast, glaube ich auch erwähnt so die pflegenden Angehörigen dass das also zukünftig etwas wäre wo du angehen möchtest.

00:54:00: Kannst du da schon was vorstellen?

00:54:02: Oder hast du schon einen konkreten Plan dafür?

00:54:06: Das Thema bei pflegenden Angehörigen ist, dass die Menschen ja wenig Zeit haben.

00:54:11: Also wenn es jetzt nicht nur in der Demenzwege, wo ja ihre Angehöhrungen versorgt sind sondern zu Hause Sie arbeiten selbst sie müssen sich dann um ihren pflegenen Angehörung oder um Ihre Pflegeperson kümmern Dann noch die Zeit zu finden sich wirklich mal eine Stunde rauszunehmen Ist wirklich schwierig.

00:54:30: und da bin ich schon am überlegen wie kann man das gestalten?

00:54:33: Dass sie trotzdem Schaffende sich die Auszeit zu nehmen, um Kraft zu tanken.

00:54:39: Und da sind so Ideen im Kopf das ich auch Hausbesuche mache, dass ich im Endeffekt zu den Personen nach Hause komme.

00:54:48: Dann schauen wir, dass die Person, die zu pflegen ist, dass sie gut versorgt ist.

00:54:52: Vielleicht kann man auch andere Angehörige mit einbeziehen, dass dann mal die Schwester kommt oder ... Man organisiert eine Haushaltshilfe oder es gibt auch so Alltagsbegleiterinnen, die das ehrenamtlich machen.

00:55:04: Dass man das dann für die Zeit organisiert.

00:55:07: und dann möchte ich bewusste Sehensportübungen auch anleiten, die auch dann im Alltag umsetzbar sind wenn ich nicht da bin.

00:55:16: Oder mal Ich mache gern die Wechselatmung aus dem Yoga oder andere Atemtechniken wie man's einfach schafft Wenn man akut eine Überstimulation oder Überreizung vom Nervensystem hat, wie man sich da regulieren kann.

00:55:34: Aber das ist in Planung.

00:55:36: ich habe auch mit der VHS stehe ich in Kontakt.

00:55:39: also ab Herbst werde ich im VHS Heft drinstehen und da hab' ich drei Angebote Und eins ist eben auch für pflegende Angehörige, dass wir dann in Samstag-Vormittag sein über drei Stunden.

00:55:51: Damit es nicht vier oder fünf Abende sind sondern ein Kompaktkurs an einem Wochenende wo man vielleicht doch die Möglichkeit hat jemand anderes zu organisieren.

00:56:01: Ja voll und vor allem kann man echt schauen okay welche Klone Bewegungselemente oder flach gibt's schon so Häftel mit oder sowas wo zusammen schreibst damit man im Alltag das so gut einsetzen kann.

00:56:13: Das ist eine gute Idee!

00:56:14: Aber ich finde es so spannend, weil du also für mich ... Du wirkst extrem kompetent in deinen ganzen Bereichen.

00:56:23: Und ich find's total spannend dass du dann eben so Sachen dir nicht zutrauschen wenn jemand zum Beispiel so ein Holkrampf hätte.

00:56:30: Denken wir mal so hey wer bitte Schunsch kann sowas halten?

00:56:34: Wenn ich die Sarah habe.

00:56:36: das ist auch für mich so logisch!

00:56:40: Weil du diese Empathie und Feinfühligkeit mitbringst Und ich kann mir vorstellen, dass du intuitiv in so einem Fall immer das Richtige machen würdest.

00:56:51: Mehr als wie vielleicht sogar Menschen die zigtausend Ausbildungen nur im Psychologiebereich hat.

00:56:57: Weil gerade wenn es um Weinen geht was braucht man da viel an Theorie?

00:57:02: Wir brauchen wirklich Gefühl dann in dem Moment und das halten können, gell?

00:57:06: Und da bin ich mal sicher, du kannst sowas.

00:57:10: Danke!

00:57:10: Also

00:57:11: ich... Die Szenz davon Lernen wir auch in der Ausbildung, aber ich weiß schon was du möchtest.

00:57:16: Du bist ja aus Hervisbegehung!

00:57:17: Du willst immer ganz viel Theorie und alles rundherum wissen wie das funktioniert?

00:57:24: Und manchmal braucht es aber gar nicht soviel Wissen sondern mehr Empathie und davon hast du ja so overloaded.

00:57:34: Also ich planen in dem VHS-Modul im Herbst einen Kurs für trauernde Menschen.

00:57:39: Ich trau mich jetzt ran Ich, also nicht aber.

00:57:44: Sondern es wird so stattfinden und ich möchte da bewusst nicht diese akute Trauer, wo es auch um Traumararbeit geht.

00:57:56: Das ist in meinem Kopf mit Trauern.

00:57:59: Und trotzdem gibt's ja...ich bin auch eine trauernde.

00:58:02: Ja voll!

00:58:03: Und trotzdem schaff' ich den Alltag.

00:58:07: letztens hatte ich bei der Arbeit eine Situation, weil mir irgendwas nicht gut gelungen ist und dann habe ich einfach anfangen zu heulen.

00:58:13: Das war am Tag nachdem meine Großtande verstorben ist wo ich noch nicht geweint hatte und da war das eine Situation im Alltag wo mich diese Trauerwelle so überrannt hat.

00:58:22: Ich sage aber ich weiß gar gar nicht warum ich heult es war doch jetzt gar nichts Schlimmes.

00:58:25: und dann überlegt man und überlegt okay an was könnte es liegen?

00:58:30: Ah ja vielleicht doch wegen der Tande Anna die jetzt verstorgen weiß, dass sich Menschen die Weinen gut auffangen kann.

00:58:38: Wie du sagst, es braucht nicht viel!

00:58:40: Manchmal reicht auch nur die Hand auf der Schulter oder ich reiche ein Taschentuch oder man hält's einfach nur gemeinsam aus.

00:58:47: und deswegen traue ich mich jetzt ran und bin gespannt wie es angenommen wird.

00:58:53: und mir ist einfach auch... Deswegen solls auch ein Gruppenangebot sein weil mir der Austausch so wichtig ist.

00:58:59: Weil Menschen profitieren soviel von gegenseitigem Austausch und das Erlebte, was sie dann miteinander teilen können.

00:59:10: Weil es ja doch kein Thema ist, was man so mitten auf der Straße anspricht oder man kommt gar nicht in diese tiefgründigen Gespräche rein wie es jetzt im geschlossenen Rahmen sein wird.

00:59:21: Deswegen wird auch ein Angebot sein, was über vier bis fünf Wochen geht, wöchentliche Treffen immer die gleichen Personen und ich bin mir sicher dass da eine gute Gruppenkonstellation zusammenkommen wird.

00:59:35: Ich glaube immer daran, dass alles sich so fügt wie es sein soll und dann wird das auch wirklich sehr wertvoll sein für die Menschen.

00:59:44: Und trotzdem ist es für mich ein großer Schritt zu sagen ich mache das jetzt aber irgendwann mal anfangen.

00:59:48: Irgendwann einen ersten Kurs mit Trauernden und vielleicht wird's der sein.

00:59:53: Aber ich glaube, das gibt ja auch nochmal ein bisschen mehr Sicherheit.

00:59:56: Wenn du dann schon die Erfahrung gemacht hast in Großen also wo jetzt nicht mit akut trauernden oder frisch trauern und ganz ehrlich also es melden sich ja Die wenigsten sind frisch Trauernd In dem Fall die sich dann anmelden Sondern meistens ist schon gewisse Zeitspanne schon da Und sie sind schon In so einem Momentum Oder Situation Wo Sie eben schon spüren sie wollen was machen oder sich bewegen.

01:00:23: Es ist immer ein Unterschied, als wenn ich frisch gerade eine Nachricht kriege und frisch von einer Beerdigung gerade gegen.

01:00:29: Und das ist so meine Erfahrung.

01:00:31: also... Dass wir die traumatisierten und so, das kann man ja differenzieren.

01:00:35: Man kann dann das Wording benutzen, du kannst es hinschreiben, bitte Trauma da bla-bla-bla absprechen und wahrscheinlich wirst du das Auto, dass du vorher ein Gespräch vielleicht mit ihnen hast oder so.

01:00:47: Das kannst du mit der VRS sicher klären.

01:00:49: Das gibt dir auch nochmal mehr Sicherheit, gell?

01:00:51: Also dass du da einfach spürst, ah ich kenne die Person schon.

01:00:54: Sie weiß wirklich was auf sie zukommt und so weiter und sofort und wir stehen dir ja auch an deiner Seite.

01:01:02: Ja das ist immer sehr sehr toll, dass man Trainerinnen Meetings hat wo man sich austauschen kann.

01:01:09: es gibt einem wirklich Sicherheit.

01:01:11: Auch aus der Erfahrung von den anderen Trainerinnen lernt man so viel Und der Austausch mit dir und eben mit den anderen Das ist sehr wertvoll.

01:01:21: Und dann kommt die Portion Mut und ich bin mir sicher du machst es richtig toll.

01:01:26: Und all diese Infos zu den Kursen, was du eben anbietest, das findet man sowieso immer auf dem Profil.

01:01:32: also wir werden das dann immer drauf tun sobald oder so wasch.

01:01:36: Den Link zu deinem Profil wird man auf jeden Fall auch in die Show Notes packern von der Podcastfolge sodass alle da draußen die sagen, weil die Sarah ist so sympathisch.

01:01:44: Ich will mal nirgendwas machen dass sie die natürlich noch finden.

01:01:49: Und zum Schluss jetzt noch, vielleicht drei Dinge zu mitnehmen für unsere Hörerinnen.

01:01:59: Egal ob sie es halber als pflegen oder Mama sind oder einfach eben ein fühlender Mensch wie du so schön sagst... Was würde ich für drei Dinge ihnen mitgeben wollen?

01:02:11: Also ich denke das Wichtigste ist sich selbst eine Auszeit zu gönnen weil nur dann wenn man selbst stark ist und die Kraft hat, kann man es an andere weitergeben.

01:02:22: Das zählt für pflegende Angehörige, die wirklich jemanden an der Seite haben, die abhängig von einem sind.

01:02:31: Dann das was ich bei meiner Oma gelernt habe verabschiedet dich jedes mal ganz bewusst egal ob sie jetzt die Kinder sind, die man morgens in der Schule verabschiedet oder die Oma, die Tante.

01:02:46: Wenn man sich verabsiedet so dass man... weil das ist was es bleibt in Erinnerung wenn dann wirklich etwas passiert und dass man weiß okay ich habe mich verabssiedet Und höre auf dein Bauchgefühl Das Bauch gefühlt liegt meistens richtig Bei mir zumindest.

01:03:06: Die letzte Frage wäre gewesen, deine Lieblingsübung.

01:03:09: Aber das hast du uns schon verraten mit der Bärenhüter?

01:03:12: Ja ich habe tatsächlich zwei!

01:03:14: Also in der Ausbildung war es immer der Bärenhüter und jetzt ist es auch noch der Zirkel.

01:03:21: Der Zirke bei dem man sich seinen eigenen Schutzwall malt.

01:03:25: Die hab' ich gestern Abend in meinem Kurs ab zum Abschluss gemacht und hab dann die Teilnehmerinnen ihren eigenen Zirkeln malen lassen.

01:03:35: Ich habe selbst auch mitgemalt und ich hab die Übung auch schon mal gemacht, auch schonmal mit dem Malen.

01:03:39: Und mein persönlicher Zirkel, der hängt auf meinem, bei meinem Vision-Board für im Jahr zwanzigzehn sechsundzwanzig.

01:03:47: Er kommt um geht immer wieder Stopp zu sagen für Dinge, die einem nicht gut tun Menschen, die einen mehr Energie ziehen als sie einem geben bisschen Auf Abstand halten Und dann aber sich mit der wenigen Zeit, die man hat, sich um die Menschen zu kümmern.

01:04:03: Die einem Kraft schenken und Mehrwert bieten, wo es auf Gegenseitigkeit beruht.

01:04:10: Ja, der Zägel ist auch ganz, ganz toll!

01:04:13: Und was für Farben?

01:04:14: hat dein Schutzwahl so?

01:04:16: Oder Symbole?

01:04:17: gibt's irgendwas Bestimmtes?

01:04:18: Ganz bunt und ganz viele Herzchen.

01:04:21: Herzchen ist für mich ein Symbol von total positiv und liebenswert Und auch ein Zeichen von Stärke.

01:04:32: Ja, meine Kinder sagen immer sieht halt aus wie ein Popo.

01:04:34: das macht mein Bild dann immer ein bisschen kaputt aber

01:04:38: ist ja lustig!

01:04:39: Aber bei mir sind überall Herzle und ganz rund also in Weinrot Grasgrün hellblau alles leuchtende Farben.

01:04:49: Das bin ich.

01:04:51: Schön.

01:04:52: Mein Sohn hat erst mal gesagt da waren wir im Lokal.

01:04:54: eben wenn man so da guckt Rot ist die Farbe der Liebe,

01:04:59: Mama.".

01:05:00: Und dann gesagt, okay.

01:05:02: Wie kommst du jetzt wieder auf das?

01:05:04: Einfach so... Ah!

01:05:07: Okay.

01:05:08: So bitzig.

01:05:09: Was sieht sie gerade mit den Darindern aus?

01:05:12: Die bringen immer irgendwas hervor oder?

01:05:14: Ist immer wieder erfrischend zwischendurch.

01:05:17: Ja, dann würde ich sagen, schließe mal genau mit den Herzen und der vielen Liebe an euch da draußen.

01:05:24: Diese Folge ab!

01:05:25: Und ich sage nochmal Danke Sarah fürs Teilen deines Weges ganz spannend und berührend und wünsche dir weiterhin alles Gute als Trainerin auf jeden Fall und auch in deinen anderen Hundert Bereichen natürlich.

01:05:40: Und ja freue mich dass du Trainerin bist.

01:05:43: Dankeschön!

01:05:47: Ja und bis zur nächsten Folge, tschüss!

01:06:15: rund

01:06:16: um deine Trauer und deine Gefühle.

Kommentare (1)

Leo

Was für eine spannende Folge! Wahnsinn, was Sarah schon alles gemacht hat und wie sie das alles neben Beruf und Familie hinbekommt! Super, dass sie Seelensport so vielfältig in ihr eigenes Leben integrieren kann und gleichzeitig auch anderen damit weiter hilft! Ihre Pläne klingen super spannend! Einfach schön, was ihr macht! ❤️

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