#151 Zehn Alltagssituationen, die Trauernde heimlich am meisten Kraft kosten
Shownotes
Viele denken bei Trauer an die großen Tage – Jahrestage, Beerdigung, Feiertage. Doch ich erlebe es immer wieder: Es sind oft die ganz banalen Alltagsmomente, die nach einem Verlust am schwersten werden – der Einkauf, das Heimkommen in eine stille Wohnung, das Aufstehen am Morgen oder das Zur-Ruhe-Kommen am Abend. In dieser Folge gehe ich mit dir zehn solcher Situationen durch und erkläre, warum dein Nervensystem und dein Körper da so viel weniger Kraft haben und schneller überfordert sind. Aus der SeelenSport-Perspektive gebe ich dir zu jeder Situation einen kleinen, machbaren Impuls mit – ohne Druck, einfach als Einladung, was für dich heute gehen könnte. Und vor allem möchte ich, dass du spürst: Du bist damit nicht allein, so geht es ganz vielen Trauernden.
✅ Nicht nur die großen Tage sind schwer – gerade Einkaufen, Heimkommen, Kochen oder Einschlafen kosten in der Trauer oft die meiste Kraft. ✅ Dein Körper und dein Nervensystem sind als Trauernde:r geringer belastbar – Reize, Entscheidungen und Begegnungen überfordern schneller, und das ist vollkommen normal. ✅ Zu jeder der 10 Situationen bekommst du einen kleinen, alltagstauglichen Impuls, der sie ein Stück leichter machen kann.
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Trauerwelle ist der SeelenSport® Podcast für trauernde Menschen, die selbstsicher und mutig ihre Trauerwellen surfen wollen. Du erfährst, wie du deiner Trauer Raum und Zeit gibst und aus ihr deine körperliche Kraft zurückgewinnst. Denn Trauerwellen sind anstrengend und kosten Kraft, wenn sie über dich hereinbrechen, du sie ignorierst oder versuchst zu unterdrücken. In den einzelnen Podcast-Folgen leitet dich Katy Biber liebevoll und achtsam, und gleichzeitig mit Leichtigkeit durch die Wellen der Gefühle, damit du deine Trauer verstehst und den Mut findest deinen eigenen Trauerweg selbstwirksam zu gehen.
Transkript anzeigen
00:00:00: Die großen Tage in der Trauer, die hat man oft schnell am Schirm.
00:00:03: Jahrestage, Geburtstagebeerdigung.
00:00:06: aber dann gibt es diesen ganz normalen Dienstag zum Beispiel du stehst im Supermarkt an der Kasse oder du machst abends die Wohnungstür auf und da ist einfach nur diese stille und leere Und plötzlich kostet das was früher so banal war unfassbar viel Kraft.
00:00:23: In dieser Folge schaue ich mir mit dir zehn solcher Alltagssituationen an Einkaufen, übers Heim kommen bis zu dem Moment in dem du abends endlich zur Ruhe kommst und innern es dann aber ganz laut wird.
00:00:38: Zu jeder dieser Situation gebe dir einen kleinen Impuls mit um es vielleicht zumindest ein bisschen leichter zu machen.
00:00:46: Wenn man sicher durcherkennst die wieder in vielen dieser Situationen Und auch in meinem Online-Programm Gefühlskraftreise geht es ganz viel um den Alltag.
00:00:55: Du kannst die jetzt schon unverbindlich auf die Warteliste setzen, wir öffnen wieder im Sommer!
00:01:00: Den Link dazu findest du in den Show notes, kurz Pause schalten, eintragen und dann losgeht's mit den zehn Alltagssituationen Trauerwelle Dein Sehensport Podcast für einen sicheren, ehrlichen und bewegten Weg durch all deine Trauergefühle hindurch Der Alltag in der Trauer.
00:01:24: Viele Menschen denken ja, dass bei der Traur eher so auf Fachjahres Tage besondere Tage Beerdigung irgendwelche großen Ereignisse und so weiter besonders schwierig sind.
00:01:37: Sind's ja grob fragt aber... Es sind oft nicht nur diese großen Momente, sondern es sind eben ganz oft kleine, klitzekleine alltägliche Situationen die jeder kennt.
00:01:50: Die eigentlich so banal und einfach früher waren und plötzlich so unglaublich viel Kraft kosten manche gar nicht wirklich möglich sind.
00:02:01: Und heute in der Folge schauen wir uns zehn solcher Situation an.
00:02:07: Ja, ich beschreibe es ja ein bisschen.
00:02:09: Was für Möglichkeiten es gibt in dieser Situation wo du die einfach wieder finden kannst und dass du wirklich das Gefühl kriegst hey das ist vollkommen normal.
00:02:19: und so geht's ganz vielen da draußen.
00:02:22: und dann werde ich sie einordnen.
00:02:24: also was macht ihr auf körperlicher Ebene mit dir insgesamt?
00:02:27: Und gib so einen Mini Impulse mit eine kleine Idee wie es vielleicht leichter gehen könnte in dieser.
00:02:36: Also, wir starten gleich direkt rein in unsere zehn Alltags-Situationen.
00:02:42: Und zwar Situation Nummer eins des Einkaufen gehen an Klassiker und das wirklich also egal was für real oder ein Post oder was auch immer ihr dazu schon macht, dass ist immer direkt viral gegangen und hat mittlerweile glaube ich einen fünf Millionen Menschen erreicht weil es einfach so ein krass großes Thema ist und eben alltäglich etwas Etwas, wo nicht vorbeikommt.
00:03:06: Du musst es machen!
00:03:07: Du brauchst Essen in der Home oder andere Dinge und das macht so schwierig.
00:03:12: Weil gerade beim Einkaufen gehen du wirst konfrontiert mit vielen Menschen einmal dann vielleicht Stresspegel steigt weil eben lange Schlange an der Kasse, du musst deine Emotionen irgendwie unter Kontrolle behalten.
00:03:25: ganz viele Geräusche sind Reize und so weiter ganz viele Entscheidungen mit denen man konfrontieren wird Überall normale Welt, so sichtbar oh, während innen irgendwie alles so schwer ist.
00:03:38: Und dann gibt es natürlich auch die Situation dass das ganz viele Trigger passieren können.
00:03:42: entweder trifft jemanden bestimmten der die an deine Person die vielleicht verstaubt mich eben oder verlust oder so Die erinnert.
00:03:50: oder zum Beispiel kann so sein Wenn du zum Beispiel Partnerverlust vorliegst, dann siehst du ein Paar irgendwo, die sich gegenseitig vielleicht in den Rücken streicheln oder umarmen.
00:04:06: Es gibt Produkte, die ganz stark Erinnerungen hervorrufen.
00:04:10: Es sind bestimmte Orten, Geschäfte, Märkte
00:04:14: etc.,
00:04:15: Routinen, die es geben hat.
00:04:17: jeden Samstag ist man vielleicht auf einen Bauernmarkt gegangen.
00:04:21: Das alles macht es brutal schwierig und zu einer richtig großen Herausforderung.
00:04:28: Wir sind als Trauerende generell viel geringer belastbar, haben viel weniger innere Kapazität oder Kraft für Reize, Entscheidungen für so viele Menschen – ja für alle!
00:04:44: Und das macht es insgesamt zu schwierig.
00:04:48: An dieser Stelle möchte ich dir einfach mitgeben... Du darfst auf jeden Fall Hilfe holen.
00:04:53: Also wenn irgendwer im Freundeskreis hast, dann bitte nimm diese Hilfe an oder wenn eben du vielleicht eine Freundin bist und diesen Podcast anhörst, dann übernimm das fahr hin und sag ich gehe ein einkaufen was darf ihr dir mitbringen?
00:05:09: Und es nicht nur die Woche nach der Beerdigung sondern vielleicht auch mal ein Jahr später.
00:05:14: fragen einfach so.
00:05:16: Also ja, um zu unterstützen und zu sagen hey ich seh die noch in deinem Schmerz und mir ist noch bewusst dass das alles schwierig ist und ich helfe gern.
00:05:26: oder du hast die Möglichkeit als Trauerender zum Beispiel das wöchentlich zu machen.
00:05:32: also viele können von Freunden so gehen oft täglich Klonigkeiten einkaufen.
00:05:38: Ich find's da oft sinnvoller, oder mir hat das vor allem geholfen wenn ich dann wirklich das so gebündelt gemacht habe.
00:05:44: Also auch mal die Woche bewusst einkauft haben.
00:05:47: Bestimmte Dinge natürlich sowas wie Brot oder so kaufst du vielleicht dann öfter?
00:05:51: Oder frisches Obst oder so... Aber irgendwie diese großen Dinge nudeln und sowas im Vorrat einfach kaufen und das einfach wöchentlich oder sogar monatlich manche Dinge Dann vielleicht auch so diese Geschäfte anders wählen, also flat in einer Geschäft gehen, wo ich vielleicht zehn Minuten länger fahren muss.
00:06:13: Dafür aber ein bestimmtes Mensch nicht trifft oder die Erinnerungen eh zu krass groß sind damit ich noch stabil bin oder was ganz viele O machen immer wieder in meine Online-Programme eben online einkaufen gehen.
00:06:26: Also das gibt ja ganz viele Geschäfter, die das jetzt anbieten, wo man einfach so bestellt online und dann wird es rumliefert.
00:06:34: Also auch die Möglichkeit gibt's!
00:06:37: Ja, dann springen wir gleich zu Punkt Nummer zwei.
00:06:40: Das nach Hause kommen und oder es ist ein Riesenthema und schwierig etwas.
00:06:45: was so also wirklich wenn man sich mal überlegt vorher wer bitte hat vorher jemals an das Thema gedacht?
00:06:54: heimkommen nach Hause kommen könnte irgendwie schwierig sein.
00:06:59: Man hat sich natürlich immer gefreut schon, wenn die Person da ist und man sie in den Arm nehmen kann, einen schönen Abend verbringen kann oder was auch immer... Und jetzt ist alles anders!
00:07:08: Du machst die Tür auf und davon ist da diese Lehre, diese Stille.
00:07:12: niemand ist da du kannst nichts teilen was vielleicht deinem Tag durch passiert ist.
00:07:19: Es gibt grün gemeinsam Alltag mehr und gerade dieser Übergang kann sich so brutal anfühlen.
00:07:27: Der Hintergrund dazu ist einfach alles voll mit Erinnerung natürlich, ganz viel Verbindung steckt drin, ganz viele Gewohnheit, Stimmung, Präsenz war da und jetzt wird es körperlich spürbar durch diese Lehre und Stille.
00:07:47: Bei mir war das wie eine Schwelle, die ich übertreten habe.
00:07:51: Sobald diese Tür zu war sind so die Emotionen aus mir rausgebrochen... Ich bin immer an der Tür entlang schon runtergesagt und habe nur noch gehalten!
00:08:01: Also richtig alles rauslassen können weil sie eben solange funktionierten den Tag über und plötzlich kann alles abfallen.
00:08:09: Und da würde ich an dieser Stelle einfach dir den Impuls mitgeben vielleicht dazu schauen nimm dir wirklich diesen Raum immer so einen Übergang zu schaffen, also rumkommen und dann wirklich diesen Übergangs schaffen.
00:08:21: Mach's dir da fein!
00:08:22: Zünderkirze an, setz dich hin, hol die aus und dann geh erst über in irgendwelchen Haushaltsaktivitäten oder was auch immer.
00:08:31: aber gönn' dir da selber einfach diesen Übergang und diesen Raum
00:08:36: dafür.".
00:08:38: Dann Punkt Nummer drei ist natürlich das nächste, was man durch Ruhm oft tut... kochen und essen anschließend.
00:08:45: Und das wird natürlich extrem schwierig, gerade wenn man zum Beispiel in der Partnerschaft gelebt hat und plötzlich eine Lunge ist, haben viele die Herausforderung was machen sie jetzt eben für sich?
00:08:56: eine Longe kochen wie wo was?
00:08:58: Ich habe oft Appetit mehr oder so, dass Essen schmeckt nehmen viel Essen erinnert eben auch wieder.
00:09:05: bestimmte Rituale fehlen ja das macht es einfach echt herausfordert.
00:09:12: Und die ganze Trauer, die ganzen Emotionen beeinflussen auf auch unseren Appetit und unsere Verdauung, unsere Motivation.
00:09:21: alles was mit Essen zusammenhängt ist ja oft emotional und sozial verknüpft.
00:09:28: gibt es auch Menschen, die dann eben emotional anfangen essen.
00:09:32: Also gar nicht um sich irgendwas kochen sondern einfach irgendwas sich reinstopfen wortwörtlich um diese Lehre zum Beispiel zu fühlen.
00:09:41: oder sie fühlen sich schon so voll mit Emotionen dass einfach gar nichts mehr reinpasst.
00:09:47: so ungefähr das gibt's ja und ja und das ist einfach brutal schwierige Situation.
00:09:54: und an der Stelle möchte ich dir mitgeben, was mir zum Beispiel persönlich immer gut geholfen hat auf vielen anderen ist dass man sich dann vorkocht.
00:10:04: Ich mache z.B.
00:10:05: ganz gerne so Currys oder Kürbis und anderes Gemüse mit ein bisschen Feta oder so und das mache ich immer zum Beispiel am Sonntag für Montagdienstag Mittwoch und dann koche wieder Mittwochs für Donnerstag Freitag Und am Wochenende gehe ich zum Beispiel essen oder mache irgendwas anderes.
00:10:26: Das finde ich hilft schon, weil man nicht so jeden Tag konfrontiert wird mit dem Herd, dem Kochen dieser Ritual, dass vielleicht auch viel zu viele Erinnerungen mit sich bringt und ganz viel Anstrengung, wenn die körperliche Kraft fehlt.
00:10:45: Urfachdenken, also wirklich so simpel.
00:10:47: Es muss ja nichts Aufwendiges sein.
00:10:49: Manchmal roicht das Suppe zum Beispiel und da kann man auch Sachen machen die man dann gut einfrieren kann in klaren Portionen oder so.
00:10:57: Also damit man halt trotzdem noch natürlich die Nährstoffe kriegt, die dein Körper ja braucht.
00:11:03: Und gleichzeitig du die Urfach ein bisschen entlastet fühlst.
00:11:06: an der Stelle Ja, dann zum vierten Punkt.
00:11:10: Das Aufstehen und in den Tagen überhaupt starten ist ebenfalls brutal schwierig im Alltag.
00:11:16: Direkt wenn wir aufwachen, spüren oder merken sofort den Verlust.
00:11:22: eben, es wird sofort wieder bewusst, ich bin ja aluh und also wirklich mein Gedanke war... Monatelang das erste, was ich dachte.
00:11:30: Larissa ist gestorben und Larissa steht dort.
00:11:33: So ähnlich würde es dir wahrscheinlich auch gehen und eigentlich will man gar nicht aufstehen und wieder in den Funktionsmodus dann hängt oft die Arbeit noch mit dran oder vielleicht Kinderversorgung oder irgendwas in diese Richtung.
00:11:45: Man hat einfach so wenig Kraft, dann hat man schlechte Nacht.
00:11:49: Natürlich Honokrat, also der Schlaf ist ja oft und nicht wirklich erholsam.
00:11:54: Und ja morgen sofach die Realität zwatschen wie mir immer sagen in Tirol!
00:12:00: Der Tag fordert dann Strukturenenergie, die eben gerade auch sehr fehlt.
00:12:07: Das macht es halt schwierig dieses Aufstehen.
00:12:10: An dieser Stelle mein Gedanke an die oder Impulse holt ihr gerne meinen ersten Hilfekitt von Sehensport.
00:12:18: Da habe ich nämlich eine Morgenroutine drin, die kannst du direkt im Bett starten.
00:12:23: also zum Beispiel wenn du aufwasch machst das Video an und machst sofort direkt mit und du wirst merken wie es leichter fällt aufzustehen weil du dir einen kurzen Raum nimmst für deine Gefühle, kurz ein Check-in machst, wie es dir gerade geht, wie du dich fühlst was bis dein Körper gerade geht nach der Nacht Und dann kommst du einfach besser aus dem Bett, weil wir machen wirklich in dieser Mogenroutine so im Liegensitzen anfangen und dann langsam ins Stehen kommen.
00:12:50: Ich weiß dass das total beliebt ist bei ganz vielen und die sich das schon geholt haben, machen das oft schon seit Jahren regelmäßig immer noch.
00:12:58: das gleiche Video finde ich total nett und schier und ja probiere es auch zu findest den Link natürlich in den Show Notes dazu.
00:13:07: Dann Nummer fünf Nachrichten beantworten oder auch generell erreichbar zu sein.
00:13:13: Also gerade Handy, WhatsApp-Sprachnachrichten, Rückmeldungen im Smalltalk – das kann einfach sehr herausfordernd sein weil sich die umfachsten Antworten schon noch zu viel anfühlt.
00:13:27: also ich habe oft dann wochenlang unbeantwortete Nachrichten da drin gehabt und das hat mir innerlich natürlich wieder mehr gestresst.
00:13:38: haben wir dann auch so kleine Sätze zurechtgelegt.
00:13:42: Gerade alles zu viel, sorry meldet mich wenn es wieder geht also wirklich ganz kurze und das würde ich dir gleich mitgeben wollen.
00:13:49: Also da einfach ehrlich sein und kurz und knackig antworten kann gerade nicht... Ich melde mich wenn mein Kraft wieder zurück ist oder wenn ich merke ich habe mehr Kapazität oder so.
00:14:04: Weil soziale Interaktionen brutal viel Energie kostet und für so Kontakt braucht man halt auch eine gewisse Kapazität.
00:14:13: Und die fehlt dann oft, also man muss sich konzentrieren sprachlich.
00:14:19: Manche fragen ja wieder hunderttausend Sachen und so.
00:14:21: Dann musst du dich wieder erklären und reagieren und das überfordert einfach alles total.
00:14:27: Man hat immer so ein Gefühl, dass man die andere Person belastet nur damit.
00:14:33: Das macht's!
00:14:34: Deswegen einfach so schwierig insgesamt.
00:14:37: Dann Nummer sechs, Termine und Organisatorisches.
00:14:41: Also alles was mit Arztterminen, Papierkram, Formulare, E-Mails, Absprachen usw.
00:14:47: fühlt sich einfach viel komplizierter und schwerer an.
00:14:51: Ja... Und da steht ja dann ganz viel natürlich am Anfang auch an gerade was auch wenn jetzt jemand verstirbt oder hier eben bürokratisch erledigt werden muss.
00:15:05: Und uns fehlt da einfach eben diese kognitive Energie auch, die Konzentration lässt ja noch, Priorisierung wird oft eingeschränkt und es ist einfach dieser Organisation viel viel anstrengender als eben früher.
00:15:22: Da möchte ich dir mitgeben dass du... also das habe ich zum Beispiel von einer Freundin, damals ist ihr Papa gestorben und die hat sich dann so gemacht weil der ist eben durch eine Krankheit gestorben und für sie war ein Arzttermine ganz, ganz schwierig.
00:15:37: Und sie hat es dann so gemacht dass sie einmal im Jahr sich eine Woche freigenommen hat also von der Arbeit und in dieser Woche hat sie alle ihre Arztterminen reingesetzt.
00:15:48: Und so hat sie... Also diese klassischen was um den jahr geht man zum Zahnarzt oder eben zum Frauenarzt zum Beispiel Frauenarztein Kontrolltermine halt, wo man einfach schaut.
00:16:03: Vorsorge-Termine und so weiter.
00:16:05: Jetzt nicht, wenn ich natürlich akut irgendwie krank bin, dann gehe ich zum Arzt an den Planen.
00:16:09: Das ist jetzt nicht so in einem halben Jahr aber diese Vorsorgegeschichten.
00:16:14: Und das macht sie mittlerweile noch immer dass sie einmal im Jahr eine Woche frei nimmt und all diese Termine für sich macht weil es eben auch so viel Kraft für Sie kostet usw.
00:16:27: Ja, war nicht ganz spannend gefunden so.
00:16:31: Vielleicht kannst du damit was anfangen und für die überlegen ob das auch eine Möglichkeit wäre?
00:16:36: Und alles andere an bürokratischen Dingen oder so würde ich dir auf jeden Fall raten irgendwie oder es so gebündelt zu machen.
00:16:44: also einmal in der Woche zum Beispiel gezielt für drei Stunden nur Bürokratie und den Rest der Woche nichts!
00:16:51: Es muss nicht immer alles von heute auf morgen passieren.
00:16:54: Also wenn man überlegt, schaut es einmal auf Rechnungen.
00:16:57: Ich schreibe ja selber Rechnung und da steht immer sieben Tage, vierzehn Tage irgend sowas Zahlungsziel drauf.
00:17:04: Und dann kann ich das gut sagen jeden Montag von was ich nicht sechs bis neun kühmere mich genau um diese Dinge und die restliche Woche nicht.
00:17:14: Ich mache das mittlerweile auch so und das hat mich.
00:17:17: auf jeden Fall extrem entlastet, dass sie nicht jeden Tag mit diesem scheiß Kleinkram und Papierkram und so was beschäftigen muss.
00:17:25: Genau!
00:17:27: Ja dann generell Punkt sieben, Smalltalk und Menschen begegnen und naja, das passiert ja im Alltag überall gefühlt und jedes normale Gespräch fühlt sich ja irgendwie total absurd an.
00:17:39: ich kann mich noch so erinnern wirklich an diese ersten Gespräche wenn du in der Strasse stehst und die erzählt jemand was so von einem Was heißt, die bei mir waren natürlich viel mit der Uni und so weiter.
00:17:49: Ja, noch in die Vorlesung und so.
00:17:51: Und ich habe schon mal vorstellen die Professorin-Universität gedacht.
00:17:54: What the fuck?
00:17:55: Machen wir das gerade ernsthaft über sowas reden?
00:17:57: Das interessiert mich grad null!
00:17:59: Also ich habe nur so wirklich kein Ohrkett oder keinen Nerv für so belanglose Dinge, die für mich einfach so lapalien waren.
00:18:11: dann zu dem Zeitpunkt natürlich und fragt vielleicht wieder jemand nach.
00:18:16: Wie geht's da gerade?
00:18:17: Du versuchst eh grad irgendwie stehen, also standauf zu bleiben und stabil zu sein usw.
00:18:23: Und dann will man sich heute ewig erklären.
00:18:25: Dann hat man natürlich wieder Angst vor Floskeln.
00:18:29: Man will aber auch nicht so tun als bei alles normal.
00:18:32: Das kann einfach brutal.
00:18:34: anstrengend sind diese Begegnungen.
00:18:37: Da passt der innere Realität mit den Äußeren gar nicht zusammen Und man muss ja als Trauerender gefühlt auf das Sozial mit der Welt mithalten, die einfach viel, viel schnell.
00:18:53: Viel zu schnell für die selber weiterloft also... Ja!
00:18:58: Es geht auf alles so schnell und du stehst gefühelt noch immer an einer gleichen Stelle.
00:19:03: Das kostet auch extrem viel Kraft, diese Begegnung mit anderen Menschen.
00:19:08: Und gleichzeitig gibt es natürlich auch Menschen, die besonders wertvoll sein können.
00:19:12: Die besonders gut stützen und so weiter.
00:19:15: aber wenn wir jetzt wirklich vom alltäglichen ausgehen wo ich dann in der Arbeit konfrontiert bin mit Gesprächen oder im Geschäft usw.
00:19:23: Dann ist das schon manchmal eher anstrengend und herausfordernd.
00:19:26: also jetzt unterstützend.
00:19:30: Ja und auch da würde ich dir mitgeben wollen, einfach ehrlich rot zum sein.
00:19:34: Wenn du über etwas nicht reden magst dann sagt er so ganz klar, dass du sagst können wir bitte anders mal darüber sprechen?
00:19:42: Ich habe halt nicht so die Kraft und Kapazität dafür und bitte darum das zu akzeptieren.
00:19:48: nix gegen die oder sowas in die Richtung und ja mehr brauchst du dann oft gar nicht sagen.
00:19:56: Dann gehen wir über zu Punkt Nr.
00:19:58: VIII, da geht es um Entscheidungen.
00:20:00: Entscheidungen treffen!
00:20:02: Weil im Alltag gibt's ganz viele Entscheidungen zu treffen und selbst die kleinsten Entscheidungen sind plötzlich einfach brutal schwierig.
00:20:11: Fühlen sie ran wie so ein Riesenberg?
00:20:13: Was soll ich essen?
00:20:14: Wenn ich rauf bin an was mache ich heute?
00:20:16: Was brauche überhaupt?
00:20:18: Wie gehts mir gerade?
00:20:19: Ich kann das auch gar nicht benennen... was für Gefühl ist gerade da oder so.
00:20:22: Man ist total verunsichert, überfordert, viel Lehrer und früher hat man sich vielleicht oft abgestimmt mit der Mama dem Papa den Partner usw.
00:20:34: Und jetzt ja ist man total unsicher und hilflos in der Situation dann weil man das alles auch nur plötzlich entscheiden soll.
00:20:45: Das Nervensystem ist ja auch an dieser Stelle einfach was ganz anderen beschäftigt, also mit Überleben, mit Stabilisieren, mit Aushalt und Emotionen.
00:20:53: Und dadurch will ich es jetzt eigentlich nicht um irgendwelche Entscheidungen in die Richtung kümmern.
00:20:59: Dadurch werden sie einfach extrem mühsam an.
00:21:03: Da möchte ich dir mitgeben dass wenn es um wirklich große Entscheidungen geht wie zum Beispiel Hausverkaufen oder ausräumen oder Erinnerungen weg tun und so weiter.
00:21:14: Das würde ich auf jeden Fall nicht am Anfang machen, wo du so richtig nur in krass horche emotionale Trauerwellen steckst sondern wirklich abwarten bis ein bisschen anderes hoch kommt und mehr Klarheit wieder da ist weil aus der größten Emotion heraus sollte keine große Entscheidung getroffen werden.
00:21:36: das darf dann auch mal warten genau wenn es geht Sofern es möglich ist natürlich.
00:21:43: Ja, dann haben wir Nummer neun.
00:21:46: Das sind unsere altbekannten Trigger.
00:21:49: so im Alltag Dinge sehen schmecken riechen die uns erinnern an etwas also verschiedene Orte Gegenstände eben Gerüche Lieder Melodien Kleidung und Mir fällt gerade nichts weiter ein, aber du weißt was im Alltag da auch das ja ständig auf überall sieht.
00:22:12: Und es erinnert einer Tier oder was auch immer und man weiß oft gar nicht so wirklich was gerade passiert, aber man spürt irgendwas passiert gerade in mir und davon muss ich wieder losweinen.
00:22:22: Das ist extrem körperlich und emotional einfach eng verknüpft.
00:22:29: Der ganze Alltag ist oft dann auch voller Unbewussterreize, also vieles nie mehr gar nicht so bewusst war und deswegen kann jederzeit einfach ganz viel an Trauerwellen hochkommen die du gar nicht einordnen kannst erst.
00:22:43: Woher sie jetzt kommen oder warum sie jetzt auftauchen usw.
00:22:47: Und es ist etwas ganz Normales.
00:22:50: das geht dazu und ich finde es immer ganz entlastend.
00:22:53: oder gut wenn man's dann versucht anzunehmen z.B.
00:22:58: Sieg, was ich nicht... ein bestimmtes Tier oder so, das erinnert mich jetzt zum Beispiel an meine Schwester und ich merke, wo die Erinnerung kommt und die Trauerwelle kommt und dass sie es dann einfach mir sagt okay wow!
00:23:14: Das hat mich gerade echt ordentlich berührt und macht mich grad sehr sehr traurig Und das darf ich so Also wirklich merkt, braucht's dann halt.
00:23:23: Ich nehme das jetzt an, das ist vollkommen ok Und das gelingt nicht immer aber dadurch wird es auch ein bisschen sanfter und weniger intensiv und flacht schneller wieder ab, also wie wenn ich mich vollkommen dagegen wäre.
00:23:40: Dann haben wir noch unseren zehnten Punkt und das ist abends zur Ruhe kommen sollen, Übergang ins Bett gehen usw.. Und das ist also etwas Alltägliches, wo früher vielleicht gar kein Thema war und plötzlich eben so jeden Tag auf ein Thema ist.
00:23:56: Und jeden Tag brutal schwierig ist!
00:23:59: Und tagsüber funktionierst du weitgehend... ...und dann eben abends kommt alles hoch.
00:24:06: Da kommt dann das ganze Grübeln die Unruhe, vielleicht auch das Gefühl von Einsamkeit.
00:24:11: der Tage war anstrengend und gleichzeitig fühlt sich dann diese Ruhe überhaupt nicht ruhig an weil du eben so unruhig bist.
00:24:18: Und das kann ich dir so vorstellen, wenn eben diese ganze Ablenkung vom Alltag, vom Tag wegfällt.
00:24:23: Dann wird das Innere erleben einfach ganz deutlich spürbar als.
00:24:27: es wird dann still und das Innern wird da natürlich ganz laut und es wird im abgelenkt.
00:24:34: und dadurch ja, spürst du es dann umso mehr?
00:24:39: Da kann das Nervensystem dann einfach ohne Gescheit runterfahren solange das nicht irgendwie rauskommt und Raum kriegt.
00:24:46: Dadurch kommen dann natürlich die ganzen Emotionen auch mit und melden sich abends halt umso stärker oft.
00:24:52: Und dann wird es schwierig mit Einschlafen an.
00:24:55: Deswegen möchte ich da auch mitgeben, vielleicht mit einem klaren Ritual-Bewegungsabfolge oder so wirklich in die Nachtruhe ins Bett überzugehen und nochmal sich ganz bewusst diesen Raum zu geben.
00:25:10: Hey!
00:25:11: Jetzt nehme ich mir noch mal die dreißig Minuten ohne Serie oder Schundschwass, sondern wirklich mitzuspüren.
00:25:18: Schreib vielleicht mir alles raus und höre vielleicht ein Lied ganz bewusst wo ich gut weinen kann um das alles noch besser rauszukriegen, das habe ich eh oft gemacht Und dann fällt es auch leichter in den Schlaf wieder zum finden.
00:25:34: Ja!
00:25:34: Das waren jetzt zehn Alltagssituationen die besonders schwierig oft sind wie viel du da gerade insgesamt tragen musst und erlebst, und wie intensiv das alles noch mal ist.
00:25:48: Und dass es einfach wirklich auch etwas Vollkommen Normales ist und du nicht irgendwie verrückt bist oder so, dass nur bei dir so ist sondern wirklich damit hat dann einfach ganz ganz viele Trauernde.
00:26:02: Du kennst bestimmt schon mein neues Online-Programm, das eben seit diesem Jahr läuft, Gefühlskraftreise.
00:26:09: und oder erzählen Sie immer wieder genau von diesen Situationen.
00:26:13: Und genau deswegen sage ich auch immer es braucht doch auch... Trauer, Begleitung mehr als nur die Gespräche über den Verlust sondern eben wir müssen auch auf den Alltag schauen.
00:26:24: Den Körper uns anschauen was macht er mit in diesem Alltag?
00:26:27: Die Reizüberflutung Bedürfnisse Grenzen Erschöpfung Orientierung das alles muss mitgedacht werden und genau das machen wir im Gefühlskraftreise.
00:26:37: Es geht nicht nur allein, um es sich austauschen oder darüber zu sprechen sondern wirklich den Körper mit reinzunehmen.
00:26:44: Den Alltag mit reinzunehmen aber auch das Umfeld mit rein zu nehmen.
00:26:48: und in diesen geschützten Rahmen merkt man halt dann schnell.
00:26:52: hey ich bin gar nicht die einzige mir hat gerade Heinz wieder.
00:26:54: also wir kriegen mich vor egal wann ich aufnehme.
00:26:57: immer wieder gibt's da eine Situation wo grad in unserer WhatsApp Gruppe wieder jemand toll tut Geht gerade durch den Todestag.
00:27:06: Zack, zack, zuck!
00:27:07: Da kommen ganz viele Nachrichten von den anderen die sie mittragen und stabilisieren unterstützen indem Sie einfach da sind und Verständnis zeigen.
00:27:18: Manchmal braucht es ja gar nicht mehr von einer Gruppe so.
00:27:21: Also jemand der einfach versteht und das machen wir auf jeden Fall.
00:27:24: Niemand ist bei uns Alun gelassen oder so... Und du spürst natürlich auch in dem Programm mein Alltag ist nicht komisch oder seltsam sondern eben anderen geht es genauso und du darfst lernen die wieder zu spüren.
00:27:38: Oh gut, wieder zu Spüren!
00:27:39: Und mit deinem Tag oder anders umzugehen.
00:27:43: und genau das macht man in Gefühlskraftreise.
00:27:46: und wenn du da dabei sein willst dann tragt dich gerne ganz unverbindlich auf die Wartelische ein.
00:27:53: Wir starten als nächstes die Anmeldung wieder im Sommer.
00:27:56: Das hast du Ende Juli.
00:27:57: Anfang August werden wir wieder öffnen und dann darfst du mitgehen auf diese Reise, deine Koffer packen voll mit deinen Gefühlen.
00:28:06: Und dann schauen wir mal auf deinen Alltag drauf und schauen wie wir es dir leichter gestalten können und die da gemeinsam durchbringen können.
00:28:17: Wie gesagt das ist ganz unverbindlich die Warteliste!
00:28:19: Du kriegst dann eine Mail dazu sobald's losgeht und kannst dir dann immer noch entscheiden ob du dabei sein magst oder doch nicht Und wir würden uns auf jeden Fall freuen, unsere Gruppe auf jeden Einzelnen.
00:28:32: Ich hoffe du hast viel mitnehmen können aus dieser Folge und vielleicht ein paar so kleine Aha-Momente erlebt oder zumindest das Gefühl kriegt Du bist nicht allein in der ganzen Situation und damit wünsche ich dir auf jeden fall einen möglichst stabilen guten Alltag und dass du vor allem ganz gut auf die Schauschen diesem Alltag der so herausfordernd ist.
00:28:58: Ja und dann bis zur nächsten Folge, tschüss!
00:29:26: rund um deine Trauer und deine Gefühle.
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