#150 „Plötzlich war ich nicht mehr ich": Sekundärverluste in der Trauer
Shownotes
„Du trägst nicht einfach nur die Trauer – du trägst viel mehr Verluste, die von außen oft unsichtbar bleiben."
In dieser Folge geht es um etwas, das deine Trauer unsichtbar mitträgt: Sekundärverluste. Das sind all die Brüche, die mit dem einen großen Verlust dazukommen – Beziehungen, die wegbrechen, Routinen, die ihren Sinn verlieren, ein Körper, der streikt, ein Selbstbild, das plötzlich nicht mehr passt. Ich erzähle dir, warum genau das Trauer so erschöpfend und schwer greifbar macht, und teile sehr ehrlich, welche Sekundärverluste mich nach Larissas Tod am härtesten getroffen haben. Aus der SeelenSport-Perspektive geht es dabei auch immer um deinen Körper – denn jeder dieser Verluste hinterlässt Spuren im Nervensystem. Und vielleicht ist diese Folge der Moment, in dem du erkennst: Es ist nicht „nur" die Trauer um einen Menschen. Es ist viel mehr. Und es darf da sein.
✅ Sekundärverluste sind die unsichtbaren Brüche, die aus dem ersten Verlust heraus entstehen – Beziehungen, Gesundheit, Alltag, Arbeit, Sicherheit, dein altes Ich. ✅ Auch nach Jahren oder Jahrzehnten kann Trauer wieder ganz akut sein – jeder neue Sekundärverlust bringt eine neue Welle. ✅ In der Gefühlskraft-Reise begleite ich dich ein Jahr lang dabei, deine Trauer im Körper besser zu verstehen, Halt zu finden und dich selbst wieder zu spüren.
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Trauerwelle ist der SeelenSport® Podcast für trauernde Menschen, die selbstsicher und mutig ihre Trauerwellen surfen wollen. Du erfährst, wie du deiner Trauer Raum und Zeit gibst und aus ihr deine körperliche Kraft zurückgewinnst. Denn Trauerwellen sind anstrengend und kosten Kraft, wenn sie über dich hereinbrechen, du sie ignorierst oder versuchst zu unterdrücken. In den einzelnen Podcast-Folgen leitet dich Katy Biber liebevoll und achtsam, und gleichzeitig mit Leichtigkeit durch die Wellen der Gefühle, damit du deine Trauer verstehst und den Mut findest deinen eigenen Trauerweg selbstwirksam zu gehen.
Transkript anzeigen
00:00:00: Wenn ein Mensch stirbt oder du einen Verlust erlebt hast, dann verlieren wir nicht nur diesen einen Menschen oder den Verlucht.
00:00:07: Mit einem Verlüst brechen nämlich oft ganz viele andere Dinge weg wie zum Beispiel Freundschaften, Routinen der Körper die Arbeit des Vertrauen ins Leben und manchmal sogar das Gefühl sich selber nutz zu kennen.
00:00:20: Und genau darum geht es heute in dieser Folge um Sekundärverluste.
00:00:24: Ihr erklärt dir, was das eigentlich ist und warum sie deine Trauer aus so erschöpfend und schwer greifbar machen.
00:00:30: Und ihr erzählt ja sehr ehrlich, welche Sekundärverluste Mie nach Larissa's Tod selber getroffen hat!
00:00:38: Wenn du immer wieder das Gefühl hast, dass deine Trauers viel größer als nur unter Anführungszeichen der eine verlust ich – dann ist diese Folge für die….
00:00:48: Kleiner Hinweis an der Stelle, mein Online-Programm Gefühlskraftreise öffnet bald wieder im Sommer.
00:00:55: Und du kannst jetzt schon auf die Warteliste setzen – den Link dazu findest Du in den Shownotes!
00:01:00: Jetzt geht's los!
00:01:08: In den ersten Monaten oder Jahren, ich weiß jetzt gar nicht mehr genau.
00:01:20: Als ich mit Zählen-Sport frisch gestartet bin in dem Jahr zwei Tausend Siebzehnte, habe ich ja ziemlich schnell auch YouTube Videos gemacht und da habe ich ein Video aufgenommen – das ist nicht mein bestes Video an der Stelle – aber es ging um ein wichtiges Thema, und zwar Sekundärverluste.
00:01:39: Und irgendwie, jetzt habe ich da über, was sind denn die Hundertfünfzig Folgen?
00:01:45: Hä?
00:01:46: Und die haben noch nie über dieses Thema gesprochen, obwohl es einfach so oft und immer eigentlich vorkommt.
00:01:54: Und mir auch in den letzten Wochen wieder so bewusst worden ist durch die Begleitung von vielen Trauerenden in der Gefühlskraftreise.
00:02:03: Ja!
00:02:03: Es geht um Sekundärverluste.
00:02:05: also jetzt Zeit das man mal darüber sprechen dass es eben nicht nur um den einen großen Verlust geht in der Trauer sondern oft daraus Sekundärverluste resultieren.
00:02:19: Weil mit einem Verlust brechen, uffach ganz viele andere Dinge weg und das macht Trauer ja oft so komplex und auch so schwer greifbar.
00:02:30: weil wenn jetzt jemand zum Beispiel vier fünf Jahre in der Trauer ist nach dem großen einen Verlucht zum Beispiel dann denken viele Leute woa ich doch eh schon so lange her und was hast denn jetzt noch?
00:02:42: und so weiter.
00:02:44: Aber in diesen Jahren passieren so viele Sekundärverluste nacheinander, die ja ebenfalls wieder neue Trauerwellen mit sich bringen.
00:02:53: Ganz viele Emotionen ganz viel Veränderung im Alltag, im Leben und du fangst praktisch dann immer wieder bei wie bei null an so ungefähr das heißt noch vier fünf Jahre.
00:03:05: wenn du da stehst und der letzter sekundär verlust war gerade vor einem halben Jahr Dann kann ich nicht sagen vier, fünf Jahre.
00:03:11: Sondern es ist einfach immer akut und da!
00:03:14: Und das passiert halt immer ganz viel in den ersten Jahren... und auch später.
00:03:21: Leider Gottes muss ich an der Stelle sagen.
00:03:24: Also Sekundärverluste.
00:03:25: Das bedeutet ein weiterer Verlust, der sozusagen den Ursprung den einen verlust hat also aus dem einen Verluster raus resultieren weitere Verluste.
00:03:37: hinzu kommt ja noch, dass andere Verluste, Folgeverluste passieren können.
00:03:44: Also wir haben gerade zum Beispiel in Gefühlskraftreise ein Person durch die Katze gestorben und zwar im Bezug auf ihre Mama war das eine ganz besondere Katze Verbindung und weiterer Verlust.
00:04:00: und dann auch nur in Zusammenhang mit dem ersten großen Verlucht boom!
00:04:07: bringt einfach so viel wieder rauf und hervor.
00:04:11: Und man fühlt sich, als würde man wieder am Anfang stehen – am ersten Tag wo es passiert ist!
00:04:19: Da gibt's eben ganz viele Verschiedene und auf die möchte ich jetzt nacheinander Schritt für Schritt eingehen.
00:04:24: Es gibt natürlich noch mehr aber wir haben versucht ein bisschen in so Kategorien zu packen damit es einfach übersichtlicher bleibt und nicht allzu lang und verwirrend ist.
00:04:34: am Ende Ja, von außen leider ist es trotzdem immer so dass die meisten einfach nur den einen Verlust sehen und das andere gar nicht als verlust wahrnehmen oder als zusätzliche Trauer.
00:04:45: Leider Gottes jetzt vielleicht bei der Katze etwas anders obwohl da gibt's sicher wieder diese Idiotenstimmen sag ich mal die dann wieder sagen oh ich doch nur eine Katze, ich doch nicht so schlimm.
00:04:56: Ich kanns dem Herr nicht an der Stelle.
00:04:58: Oh Gott!
00:04:58: Okay machen wir weiter bevor er wieder mit ihn rasche redet.
00:05:03: also Oh, ich habe natürlich in meiner Trauer schnell gemerkt – also definitiv schon im ersten Trauer.
00:05:11: Wie viele weitere Verluste da passieren?
00:05:13: Wie krass einschneiden dieser Verlust auf alles in deinem Leben ist!
00:05:19: Nicht nur dass der Mensch fehlt sondern einfach alles verändert sich.
00:05:26: Ja, Trauer wird oft ziemlich unterschätzt weil eben viele einfach nur den Ursprünglichverlust sehen.
00:05:35: Und wenn wir jetzt von diesen vielen Veränderungen sprechen, dann mal kurz so eine Miniliste Beziehungen Alltag Körper Sicherheit zum Beispiel finanziell Arbeit Umzug Dein Selbstbild die ganze Zukunft.
00:05:52: Und als Mensch brauchen wir oft sichere Bindungen Wir brauchen Orientierung Wir brauchen Sicherheit und Struktur und auch Verlust erschüttert sozusagen all diese Grundpfeiler Und dadurch ist man eben nicht nur traurig, sondern eben oft desorientiert, erschöpft isoliert überfordert körperlich belastet und so weiter und sofort.
00:06:18: Also wir tragen als Trauerende sozusagen nicht einfach nur die Trauer allure und zu viel Trauer vielleicht an manchen Tagen, sondern wir tragen viel mehr Verluste weitere Verluster, die von außen oft unsichtbar bleiben oder verstanden, nachvollzogen werden.
00:06:39: Und das macht es dann einfach immens schwierig!
00:06:44: Also wir gehen jetzt Schritt für Schritt durch.
00:06:47: Ich habe eine kleine Liste und fange mit dem ersten Punkt an und zwar Verlust von Freundschaften, Familienmitgliedern oder sozialem Umfeld.
00:06:59: Nach einem Verluste merkt man oft erst wer wirklich da ist.
00:07:03: Ich herr immer wieder diesen Satz, das hat mein Telefonbuch aufgeräumt sozusagen oder neu geschrieben.
00:07:10: Weil viele Menschen sich dann einfach zurückziehen Freunde oder eben soziales Umfeld vieles überfordert wissen nicht wie sie damit umgehen sollen, wie sie die ansprechen sollen ob sie fragen sollen ob Sie nichts sagen sollen.
00:07:24: Manche erwarten natürlich auch ganz viel, also dass man bald wieder normal unter Anführungszeichen wird.
00:07:30: Beziehungen verändern sich oder brechen eben sogar ganz weg und Trauer verändert damit die ganzen sozialen Dynamiken des Umfelds hält einfach den ganzen Schmerz ziemlich schlecht aus.
00:07:42: meistens Verstalle viele und viele reagieren dadurch mit Abstand als mit echter Nähe das was wir eigentlich brauchen würden an der Stelle Und das treibt Trauerende oft in so eine Einsamkeit, in so einer Isolation.
00:07:59: Ich habe es selber auch bei mir ganz deutlich gemerkt.
00:08:01: also ich finde man muss so echt anfangen zu einer eigenen Familie weil bei mir ist ja die Schwester gestorben und ich hatte zwei weitere Schwestern dann noch Eltern und das verändert ja jeden damit und dann habe ich das Gefühl kreit jetzt habe ich meine Eltern zusätzlich verloren weil meine Eltern einfach gar nicht In der Rolle der Eltern waren, dann habe ich auch nur meine anderen Schwestern verloren.
00:08:22: Weil die gar keinen Zugang mehr zu ihnen kretern oder wir es so unterschiedlich getraut haben dass man oft aneinander kracht sind Konflikte kreternt und ja das einfach diese Beziehung dann ganz schwierig gemacht hat im ersten, zweiten Jahr.
00:08:37: Und das Lango braucht bis wir uns da wieder zusammenkauft haben und jeden Oro verstehen können in seinem Weg.
00:08:44: Dann gibt es aber auch das andere, was sie erlebt haben.
00:08:46: Dass viele Bekannte mit denen ich vielleicht während des Studiums ausgegangen bin... ...dass die dann plötzlich die Strostenseite gewechselt haben und mir wirklich aus dem Weg gegangen sind oder ich bin einfach nicht im Eingladen worden zu bestimmten Partys weil sie natürlich dachten, sie will ja eh nicht hingehen!
00:09:02: Was irgendwie auch gut war, aber gleichzeitig kann ich mich schon sehr ausgeschlossen gefühlt und dann haben wir gedacht, boah krass jetzt bin hier eben die Partys versaut so ungefähr kann nirgends mehr teilnehmen, so ungefähr.
00:09:16: Also, oh, ich habe das gemerkt, dass in Beziehungen und Freundschaften etc.
00:09:23: da ganz viel sich verändert hat durch das, dass meine Schwester verstaubt mich.
00:09:29: Dann der zweite Sekundärverlust, den ich benennen möchte ist Gesundheit.
00:09:35: Und vielleicht auch die zusätzliche Belastbarkeit so... Weil, wie du wahrscheinlich schon oft in meinem Podcast gehört hast, Trauer wirkt sich einfach massiv auf den Körper aus.
00:09:45: Wir haben Erschöpfung, Schlafprobleme, Verspannungen, Mankdarm, innere Unruhe, Kreislaufbeschweren, Schwindel, Herz, Schmerzen und was auch immer alles.
00:09:54: Wir fühlen uns einfach nicht so belastbar wie früher Und der Körper macht nicht wirklich das, was man eigentlich will.
00:10:01: Man hat das Gefühl er macht einfach gar nicht mit Obwohl er ja für uns ist und uns hilft damit.
00:10:07: Aber... Es fühlt sich halt geil so an in dem Moment.
00:10:10: Und der ganze psychische Stress ist einfach körperlicher Stress, breitet sich komplett aus im ganzen Körper und da sehen wir wieder das Trauer halt so ein Gesamtzustand ist und nicht nur einzelnes Gefühl weil Trauer bringt einfach ganz viele Gefühle mit sich und jedes Gefühl hat eine körperliche Reaktion.
00:10:30: Ja, und auch ich habe das natürlich erlebt.
00:10:32: Mit Haarausfall, Magen-Down-Problemen, Unverträglichkeiten, Krieverschmerzen, Verspannungen, Verhärtungen... Meine Paiode ist zum Beispiel acht zu neun Monaten ausblieben im ersten Jahr.
00:10:45: Trauer kann sich auf einmal ein Stück weit auf die Gesundheit auswirken und damit ja auch ganz viel Stabilität kosten.
00:10:52: Und es ist auf einmal echter Sekundärverlust der uns zu schaffen macht, immer wieder und ganz viele weitere Trauerwellen zur Folge hat.
00:11:02: Dann kommen wir mal zum nächsten Sekundärverlust und zwar so Routinenstrukturen und Gewohnheiten.
00:11:09: So ein ist jetzt mal zankfast weil der ganze Alltag funktioniert plötzlich auch einfach nicht mehr wie vorher.
00:11:17: Vor allem dann, wenn zum Beispiel die Person noch im selben Haushalt klebt hat, dann merkt man schon, dass gemeinsame Rituale wegbrechen oder plötzlich die alltäglichen Belastungen nur auf deinen Schultern liegt und sitzt.
00:11:32: Die Abläufe im Alltag verlieren vielleicht auch ihren Sinn und du denkst ja warum soll ich das noch machen?
00:11:38: Kochen!
00:11:38: Nur für mich allein!
00:11:39: Hä?!
00:11:40: Warum?!
00:11:41: Und... Der Tag hat einfach sogar nehmen dieselbe Form wie zuvor.
00:11:46: Und vieles fühlt sich dann auch ganz fremd oder leer an.
00:11:51: Und oder der Hintergrund, Routinen diese alltäglichen Dinge die geben uns ja Sicherheit und Orientierung in unserem Leben.
00:11:59: Wenn sie wegbrechen dann entsteht einfach so eine zusätzliche Belastung und Unruhe.
00:12:05: Gerade in der Trauer wäre eigentlich diese Struktur unter Halt so wichtig und gleichzeitig geht genau das verloren!
00:12:13: Ich habe an vielen Stellen selber gespürt.
00:12:15: zum Beispiel Habe ich damals studiert und gearbeitet neben dem Studium.
00:12:21: Und war plötzlich, also als wäre der Alltag nicht schon voll genug gewesen, aber plötzlich war ich auch noch jeden Tag stundenlang in der Psychiatrie bei meiner jüngsten Schwester, die da damals in die Psychiaterie gekommen ist.
00:12:36: Das war einfach eine zusätzliche Belastung, ein zusätzlicher Punkt, wenn ich mich natürlich gefreut habe zu sehen brutale Herausforderung und Änderungen von meiner ganzen Struktur.
00:12:46: Und meinen Routinen.
00:12:48: oder meine Mama war sie noch, die hat dann zu kämpfen gehabt dass das der Hund halt versorgt wird weil Larissa ist einfach oft mit dem Hund gegangen.
00:12:58: und dann ist eben Mara mein jüngste Schwester in die Psychiatrie kommen.
00:13:02: Anna und ich haben ja sowieso nehmende Homeklebt.
00:13:05: Und meine Eltern waren zu dem Zeitpunkt, der schon geschieden war.
00:13:08: Das heißt mein Mama war plötzlich auch nur mit dem Hund... Hat aber trotzdem also selber ja Vollzeit gearbeitet!
00:13:15: Und Larissa ist vorher eben immer jetzt schon dreieinhalb vier mit dem Hund gegangen und jetzt hat mein Mama da Lösungen finden müssen.
00:13:23: oder Wenn ich zum Beispiel umgefahren bin, da kann ich mich auch noch genauer erinnern.
00:13:28: Ich habe ja eineinhalb Stunden weggeklebt in Innsbruck und bin dann immer nach heute gefahren, besuchen... Und wenn ich wieder umgefangen bin auf Omen war für mich so diese Gewohnheit weg.
00:13:38: Ich bin home, komme normalerweise!
00:13:40: Und Larissa war da.
00:13:42: Und davon war da diese leere Wohnung weil Mara war ja lang ohne es da ganz seltsam und schrecklich angefühlt.
00:13:51: Und für mich war das dann immer wieder so ein neuer Schlag, wo die anderen ja schon in ihrem Alltag waren und das wirklich durchgehend gespürt hat dass diese Wohnung anders ist, weil es für mich immer im ersten Moment so okay ich muss jetzt erstmal ankommen und begreifen also diese ganzen Routinen Strukturen und Gewohnheiten die zusätzlich wegbrechen sind auch sekundär Verluste.
00:14:18: Dann haben wir noch einen wichtigen Sekundärverlust, der ganz häufig vorkommt ist Arbeit oder berufliche Stabilität.
00:14:26: Weil einerseits leider die auch die Konzentration, Merkfähigkeit, Leistungsfähigkeit sinkt.
00:14:34: Der Job wird oft zur Überforderung statt zur Bereicherung oder das es da gefällt und gut tut.
00:14:41: Manche kennen Ofach deswegen, weil z.B.
00:14:44: körperliche Sachen passieren, eben dann nicht so arbeiten wie vorher.
00:14:48: Manche fallen aus, müssen reduzieren oder verlieren sogar direkt ihren Job.
00:14:54: andere funktionieren beruflich irgendwie weiter und zahlen aber dafür einen hohen Preis.
00:15:00: also die fallen so richtig in ein Funktionsmodus wo dann später oft wie so ein Burnout kommt oder dass diese Tätigkeit an sich Ofach gar keinen Sinn mehr gibt und man findet alles so einfach nur noch sinnlos.
00:15:14: Und dann gibt es natürlich auch, was in Verbindung damit steht die finanzielle Not und der Druck, der hervorkommt.
00:15:21: und das wenn ich gerade die Arbeit dann verliere oder langen Krankenstand bin da kriege ja auch weniger ausbezahlt dass sie dann auch so eine finanziellen Notlage fallt und was ja auch wieder weiterer Verlust an ist.
00:15:35: Da eben an dieser Stelle Ari sein Thema ist und viele oft gar nicht am Schirm hand.
00:15:43: Also wenn man sich das mal vorstellt, so eine ganze Arbeitsding zusammenbricht was da alles dran hängt Das ist einfach immens Und ich finde es echt schade dass das viel zu wenig gerade im Umfeld dann auch berücksichtigen oder beachten.
00:15:59: So und natürlich gibt's so das Gegenteil dass man sagt okay jetzt gehen meiner Arbeit auf sie tut mir voll gut Sie gib mir Struktur und Halt Aber es gibt eben auch die andere Seite, wo's dann einfach zum Sekundärverlust oder Meeren sogar führt.
00:16:13: Und ich hab' da selber jetzt gar nicht so die krasse Erfahrung, dass sie jetzt direkt bei Arbeit verloren hat weil ihr ja zu dem Zeitpunkt im Krankenstand war dann, wo Larissa gestorben ist und dann erst wieder anfangen hätte sollen zu arbeiten neben der Uni.
00:16:30: und das erste Weihnachten kann ich mich noch erinnern ohne meine Schwester Da sollte ihr eben arbeiten gehen, weil ich das Geld natürlich braucht und aber nicht kennen habe.
00:16:39: Ich hab mich einfach nicht hinkriegt, dass erste Weihnachten in irgendeinem Gaschgewerbe in einer Bar zum Stehen alles sind happy!
00:16:45: Und ich soll jetzt die bedienen... ...und es war ganz schwierig, weil sie dann finanziell so gut wie gar nichts ketten und... Ja, dann auch natürlich die Uni, die viel länger dauert hat als wie es wollte.
00:17:01: Sie wollten natürlich früher fertig studiert haben aber das ist sich da nicht so ausgegangen und dann eben in der Arbeit sowieso.
00:17:09: also ich habe dann ab Frühjahr wieder gearbeitet im Eistiele zum Beispiel Und das war natürlich auch schwierig weil Es hat mich komplett überfordert immer diese Hallkämpfe dazwischen immer wieder aufs Klo gehen längere Pausen brauchen die eigentlich nicht sein dürfen.
00:17:24: Also es war absolut nicht einfach.
00:17:27: und ja, eine Riesen-Herausforderung, Ofach.
00:17:31: Und ich kann mal vorstellen dass du da ähnliche Erfahrungen hast was eben die Arbeitswelt angeht.
00:17:37: und dein Verlust und da mach es dir bewusst das ist ein Sekundärverlust der Ofach gesehen werden darf und gespürt und betrauert werden darf dann generell der Verlucht oder Sekundärverlust eben von Sicherheit und Kontrolle.
00:17:59: Weil nach so einem Verlust ist ja nichts mehr selbstverständlich, alles ist plötzlich auch wie so auf Alarm das ganze Vertrauen dass du schon so ins Leben hast kriegt komplett Risse!
00:18:13: Und man fühlt sich unsicher, ängstlicher, verletzlicher.
00:18:18: Dinge die früher irgendwie ganz normal waren fühlen sich plötzlich eben super betrohlich an weil dieser Verlust einfach das innere Sicherheitsgefühl komplett erschüttert.
00:18:29: Das Nervensystem reagiert super sensibel drauf, Kontrolle geht verloren und es fühlt sich auch alles so gar nicht berechenbar an.
00:18:38: Und ich habe das natürlich auch wieder selber erlebt einerseits im Kontakt mit Männern.
00:18:42: also ich habe ganz viel Abstand gehalten und war ganz vorsichtig und ja mega ängstlich.
00:18:48: Ich wollte mal wirklich mit der Mann reden können zu der Zeit oder Autofahren war für mich ganz schwierig.
00:18:54: Also bestimmte Dinge, die dann einfach weggefallen sind ebenfalls wieder an Verluster gehen wollen weil sie es nicht geschafft haben.
00:19:02: Weil diese Unsicherheit sich so ausbreitet hat in mir dass ich eben vieles im Hinkel tanze.
00:19:10: und ja man verliert oft eben nicht nur jemanden also wenn jetzt eine Person zum Beispiel verstorben ist sondern eben oder das Gefühl dass die Welt verlässlich ist ist ebenfalls ein Sekundärverlust und macht es oft sehr, sehr schwierig.
00:19:25: Dann habe ich noch einen weiteren Sekundäerverlust mitgebracht und zwar ein ganz großer, finde ich der ebenfalls einfach nicht wirklich gesehen wird Der Verlust von dir selber Von deinem eigenen alten Ich.
00:19:40: Du schaust in den Spiegel Und du denkst ja so So ist mir immer gegangen Wer ist diese Frau?
00:19:46: Wer bist du gerade drin?
00:19:47: Habe ich mir immer gedacht und gesagt Du bist so gar nicht du.
00:19:52: Wo bist du und wann kommst du wieder?
00:19:53: Kommst du überhaupt wieder zurück oder anders?
00:19:57: Und man fühlt sich auch komplett anders, reagiert ganz oft anders wie man es früher gemacht hat.
00:20:03: Man lebt komplett anders!
00:20:04: Man ist anders, man schlaft anders Alles ist anders an uns selber und du verlierst dich selber komplett.
00:20:10: Das ist ebenfalls eine Sekundärverlust.
00:20:13: Es braucht brutal viel Raum und Zeit um sich da selbst wieder neu zu... Er finden zu finden, wieder zu entdecken und so weiter.
00:20:22: Das ist mega anstrengend weil Verlust verändert einfach Identität und das kommt ja auch daher dass Bindungen ums Beziehungen Bindung prägen wer wir sind.
00:20:34: Und wenn die Person stirbt zum Beispiel dann stirbt eben dieser Teil von mir, der ich eigentlich bin mit der Person.
00:20:44: Also da stirbt ein Verrateil von dir und deinem Wesen oder Charakter usw.
00:20:51: Und bei mir ist eben ganz viel auch so.
00:20:53: meine Zukunftsvisionen oder meine Interessen.
00:20:56: Ich war ja sehr interessiert am historischen Wissen – ich bin ja Historikerin gewesen – und habe es eben studiert und wollte immer so ... Meine Vision war immer im Stadtarchiv oder Staatsarchiv in Wien dann zu arbeiten, Paleografie weiterzumachen.
00:21:14: Archivwissenschaft und so... Das war immer mein Traum!
00:21:17: Und mit der Larissa habe ich gemeinsam diesen Traum kreiert.
00:21:20: Sie wollte technische Physik machen und all das ist plötzlich wegbrochen und die haben wir die ganze Zeit dacht Ja was mache denn jetzt?
00:21:27: soll jetzt nur nach Wien gehen?
00:21:29: Oder
00:21:29: nicht?!
00:21:31: Wer bin ich dann in Wynund?
00:21:33: Wer macht denn dann den Sport mit mir, den sie mir immer versprochen hat?
00:21:38: Mit mir zu machen in Studios.
00:21:41: Mit wem lebe ich dann zusammen wenn ich mit ihr?
00:21:45: und was mache ich dann in Wien?
00:21:48: Und ja das ist dann am Ende Seelensportwirt hätte ich auch nicht gedacht.
00:21:54: Ja sonst wird es natürlich entwickelt.
00:21:56: aber ich war lange Zeit sehr verloren und sehr ratlos.
00:22:01: was Zukunft Ich angang nicht.
00:22:05: Also viele Fragezeichen und das macht mich jetzt noch echt so traurig, wenn ich mir vorstelle wie dieses Leben in Wien ausschauen hätte können mit ihr gemeinsam dass sie das einfach niemals erleben darf Und es immer jetzt halt so eine Vision bleibt die eben nie gelebt wurde weil sie eben nicht lebt.
00:22:35: Da muss ich kurz durchschnaufen.
00:22:39: Das bedeutet, Trauer ist auf einmal so ein richtiger Identitätsbruch und da braucht es einfach genau deswegen ganz viel Zeit, ganz viel Raum Abstand zu viel im Alltag, um sich wirklich neu orientieren zu können und das geht nicht von heimt auf morgen.
00:22:57: Das ist wirklich ein intensiver langer Prozess Und da dürfen wir uns an vielen Stellen ausprobieren Hinspüren immer wieder hinfallen und wieder aufstehen und weitermachen und noch mal probieren.
00:23:09: Ja es ist anstrengend muss ich ehrlich sagen.
00:23:14: ja das sind so die wichtigsten.
00:23:19: oder wo ich halt jetzt einfach zusammengefasst habe, diese Sekundärverluste, die auch fast so gut wie jede trauerende Person irgendwann erreichen im Laufe des Trauerprozesses.
00:23:31: und ja, auch einfach keine Wunder dass Trauer da so überwältigend ist wenn es nicht nur die Trauer um die Person oder den einen Verlust geht sondern eben ganz viel weitere brücher Verluste stattfinden.
00:23:44: Und deswegen Ich ist einfach sehr erschöpfend und man fühlt sich oft ganz allein oder orientierungslos.
00:23:52: Ja, weil viele trauern ja nicht nur um diesen einen Menschen zum Beispiel sondern eben auch um ein ganzes Leben das so nicht mehr da ist.
00:24:01: Und wie ich es schon am Anfang gesagt habe, ich habe mir gedacht die muss diese Folge jetzt mal aufnehmen Weil es aktuell immer wieder Thema ist in unserer Gefühlskraftreise Programme, ein Online-Programm mit dem ich eben ganz viele Trauerende begleite und genau das machen wir ja dann in diesem Programm.
00:24:20: Es dauert einen Jahr lang eben.
00:24:22: du hast dann die Möglichkeit innerhalb des Jahres eben alles aufzusaugen und die Lives mitzumachen aber auch den Austausch, die Gruppe die die trägt, ganz viele Übungen die dir helfen wieder zu dir selber zu finden und immer gut mit all diesen Trauerwellen umzugehen.
00:24:41: es geht um Trauer im Körper, es geht sich drum selber zu spüren.
00:24:46: Den Alltag besser zu begreifen Herausforderungen auch im Umfeld zum Meistern Halt Orientierung und Selbstkontakt wiederzufinden.
00:24:57: Und wir öffnen wieder die Anmeldung im Sommer jetzt Ende Juli Anfang August und du kannst die Gang schon auf die Wartelis setzen.
00:25:06: den Link dazu findest Du in den Show notes.
00:25:10: Wenn ihr diese Folge jetzt auch schon ein bisschen so, boah krass.
00:25:14: Jetzt war sie viel mehr über meine Trauer oder so irgendwas geben hat.
00:25:17: und aha Moment dann bitte bitte bitte bewährt gerne meinen Podcast mit ein paar Sternen weil das hilft natürlich auch dass er von anderen aufgefunden wird und gehört wird Und viele Trauernde da ganz viel Hoffnung hoffentlich Mut Inspiration kriegen und Unterstützung.
00:25:40: Und sich einfach weniger alleinfühlen damit auch.
00:25:43: Genau, so viel zu dieser Folge!
00:25:47: Dann würde ich sagen hören wir uns wieder in der nächsten Folge.
00:25:51: Ich wünsche dir bis dahin dass so wenig wie möglich sekundär Verluste dir erreichen und wenn sie kommen dann du dir wirklich den Raum gönnen und nehmen kannst und die selber gut halten kannst mit all den Trauerwellen.
00:26:06: Tschüss!
00:26:08: Das war Trauerwelle.
00:26:09: Dein Seelensport-Podcast für einen mutigen und sicheren Umgang mit all deinen Trauergefühlen.
00:26:16: Von und mit Katibiba!
00:26:19: Du findest Seelsport auch in Netz unter www.seelensports.at Und auf Instagram und Facebook unter seelsport.
00:26:30: Für noch mehr Ideen rund um deine Trauer und deine Gefühle.
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