#146 Trauer in der Rushhour: Papa verloren als junge Mutter mit Veronika Keite
Shownotes
„Es war wie ein Fallen, weil dieses sichere Netz plötzlich weg war."
In dieser Folge spreche ich mit Veronika Keite darüber, wie sich Trauer anfühlt, wenn sie mitten in eine ohnehin kräftezehrende Lebensphase platzt – als junge Mutter, zwischen Schlafmangel, Care-Arbeit und einer Familie, die nach dem plötzlichen Tod ihres Vaters aus den Fugen geriet. Mich berührt besonders, wie ehrlich Veronika erzählt, was Trauer in ihrem Körper ausgelöst hat: extreme Kieferverspannung, Hüftschmerzen, Erschöpfung und eine unbändige Wut, die sich wie festgesetzt hatte. Sie nimmt uns mit hinein in die Gleichzeitigkeit der Gefühle – Liebe, Schmerz, Schuld, Sehnsucht und Mama-Alltag dürfen nebeneinander existieren. Und sie erzählt, wie sie über Seelensport Stück für Stück wieder einen Weg zu sich selbst gefunden hat – nicht als Programm zum Abhaken, sondern als Anker, der weit über die Trauer hinaus trägt. Diese Folge ist eine Einladung an alle, die mitten im Leben funktionieren und gleichzeitig einen schweren Verlust tragen.
Die drei wichtigsten Punkte: ✅ Trauer als erwachsenes Kind ist oft einsamer doch genauso tief – auch dann, wenn das Umfeld sie unterschätzt. ✅ Trauer zeigt sich nicht nur innerlich, sondern deutlich im Körper – als Verspannung, Wut und Erschöpfung; das Wahrnehmen davon ist der erste Schritt zur Entlastung. ✅ Seelensport kann dich dabei begleiten, deine Trauer behutsam in Bewegung zu bringen – mit festen Terminen, Übungen für den Alltag und einer Gruppe Gleichgesinnter, die mitgehen.
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Trauerwelle ist der SeelenSport® Podcast für trauernde Menschen, die selbstsicher und mutig ihre Trauerwellen surfen wollen. Du erfährst, wie du deiner Trauer Raum und Zeit gibst und aus ihr deine körperliche Kraft zurückgewinnst. Denn Trauerwellen sind anstrengend und kosten Kraft, wenn sie über dich hereinbrechen, du sie ignorierst oder versuchst zu unterdrücken. In den einzelnen Podcast-Folgen leitet dich Katy Biber liebevoll und achtsam, und gleichzeitig mit Leichtigkeit durch die Wellen der Gefühle, damit du deine Trauer verstehst und den Mut findest deinen eigenen Trauerweg selbstwirksam zu gehen.
Transkript anzeigen
00:00:00: Veronica hat ihren Papa ganz plötzlich verloren, mitten in einer Lebensphase.
00:00:05: In der für etwas so Schweres eigentlich gar kein Platz mehr war.
00:00:10: Sie war nämlich junge Mutter, kleines Kind mit neun Monaten sowieso schon erschöpft.
00:00:17: Wir sprechen darüber, wie sich Trauer anfühlt wenn das Leben einfach nicht stehen bleibt.
00:00:22: Warum Trauer auch als erwachsenes Kind oft so unterschätzt ist und was Veronica durch Seelensport Stück für Stück für sich gefunden hat.
00:00:31: Bevor es losgeht noch ein kurzer Hinweis.
00:00:34: wir sprechen über mein aktuelles Online-Programm Gefühlskraftreise.
00:00:38: Veronica ist ebenfalls mit dabei!
00:00:40: Im Sommer öffne ihr wieder die Anmeldung und du kannst sie jetzt schon ganz unverbindlich auf die Warteliste setzen, den Link dazu findest Du in den Shownotes.
00:00:50: Aber jetzt geht's erst mal los – mit Veronica Trauerwelle Dein Seelen Sport Podcast für einen sicheren, ehrlichen und bewegten Weg durch all deine Trauergefühle hindurch von und mit mir Kati Biber.
00:01:10: Liebe Veronica, ich freue mich dass du heute hier bist bei meinem Podcast Trauerwelle das wir über dieses traurige Thema auch wieder mal sprechen.
00:01:19: ja magst Du bevor wir überhaupt ins thema einsteigen die mal vorstellen wer bist Du eigentlich?
00:01:24: Wo lebst Du?
00:01:25: was machst Du so?
00:01:26: erzähl uns bisschen von Dir.
00:01:29: Ja vielen vielen dank.
00:01:30: Ich bin Veronica.
00:01:32: Ich lebe mit meinem Mann und unserem fastjährigen Sohn in Osnaburg, in Niedersachsen.
00:01:42: Ursprünglich komme ich aus dem Emsland, das liegt an der deutsch- niederländischen Grenze.
00:01:46: Bin aber vor einigen Jahren hier hergezogen aufgrund meines Mannes.
00:01:52: Normalerweise arbeite ich im Marketing.
00:01:54: Bin jetzt gerade schon im Mutterschutz, weil wir unser zweites Kind erwarten.
00:02:00: Schön!
00:02:01: Und wir kennen uns ja jetzt auch schon ein ganzes Weile.
00:02:03: Ihr habt dann noch überlegt, du wascht zweimal bei Winterkraft?
00:02:07: Bitteschön!
00:02:07: Das ist richtig
00:02:08: im Kopf.
00:02:09: Genau, ja.
00:02:10: Okay und bist jetzt aktuell auch bei Gefühlskraftreise dabei und das hat ja auch einen Hintergrund.
00:02:18: also du bist ja nicht einfach so da gelandet und hast gedacht oh das klingt ganz nett sondern du bringst eben ja einen traurigen Verlust mit.
00:02:26: und zwei Stein Papa im Mai zwanzig dreiundzwanzig verstorben Ganz plötzlich, und magst du uns da mal ja auch einfach mitnehmen was sich damals passiert?
00:02:36: Wie war so dein Leben generell in der Zeit.
00:02:39: Und was hat das mit dir gemacht?
00:02:42: Ja tatsächlich mein Vater ist im Mai dreiundzwanzig verstorben ganz plötzlich nachts also wahrscheinlich irgendwie ein Herzinfarkt oder ähnliches.
00:02:52: dem ist auch gar nicht auf den Grund gegangen worden Und ich war damals in Elternzeit.
00:02:58: Unser erster Sohn war damals neun, zehn Monate alt ungefähr und ich persönlich war damals sehr erschöpft.
00:03:06: also die Monate vorher waren sehr anstrengend.
00:03:09: unser Sohn hatte einen relativ schweren Staat ins Leben Also nichts bedrohliches aber so kleinere Baustellen wodurch er schlecht zur Ruhe gekommen ist viel geweint hat viel wach war nachts Ja, es war damals irgendwann im April-Mail so dass es ein bisschen besser wird tatsächlich mit ihm und wir so ein bisschen zur Ruhe gekommen waren und auch einen gewissen Alltag irgendwann einfach hatten.
00:03:39: Und ja dann ist halt plötzlich mein Vater verstorben und ich war eigentlich in der Situation dass ich mich darauf gefreut hatte.
00:03:47: Mein Mann hatte im Juli noch meine Elternzeit auch geplant, dass der Monat zu Hause ist.
00:03:51: Wir wollten da gemeinsam in den Urlaub und für mich war so dieser Blick noch ein paar Wochen durchhalten und dann ist mein Mann da, dann geht's in den Sommer, dann sollte die Eingewöhnung im Kindergarten für den kleinen Staaten.
00:04:06: Und dann hat das voll ins Leben einfach eingeschlagen.
00:04:10: Mein Vater war damals kurz vor seinem einsechzigsten Geburtstag also es plötzlich und überraschend.
00:04:16: Also es gab keine Anzeichen vorher, da war nichts, warum man darauf hätte kommen können dass er jetzt plötzlich verstirbt.
00:04:26: Genau ich hatte tatsächlich im Jahr vorher als der Sechzig geworden ist das war so für mich ein Punkt wo ich irgendwie... Das hat eine Endlichkeit auch von Eltern deutlich gemacht Als ich damals gedacht habe, weil vorher war so die Fünfzig irgendwie.
00:04:41: Das war sehr jung und ich hatte auch im Vergleich zu meinen Freunden immer sehr junge Eltern aber damit hat einfach niemand gerechnet.
00:04:52: Und wie hast du dann davon erfahren?
00:04:54: Also hast du da in der Nähe gewohnt oder wer hat dir da benachrichtigt?
00:05:00: also wir wohnen meine ganze Familie wohnt wie gesagt im emsland und wir sind eine Stunde fünfzehn davon entfernt.
00:05:07: Und das war eben nachts und ich war in der Nacht noch auf gewesen, bei meinem Sohn gewesen.
00:05:14: Der war dann gerade wieder im Bett und da hatte ich mir so meine Airpots noch reingemacht um zum einen Schlaf noch was zu hören.
00:05:22: Und muss dann auch irgendwie eingeschlafen sein.
00:05:24: und dann sprach plötzlich diese Siri Kopfhörer-Sprachen dann plötzlich mit mir dass meine Schlägerin mich anruft.
00:05:32: Ich habe das erst mal irgendwie verträumt.
00:05:34: sie war damals auch schwanger freund sie eine Fehlgeburt oder so, was ich weiß nicht darauf kam.
00:05:40: Und dann bin ich aber irgendwie wach geworden und hab sie dann glaube ich zurückgerufen und dann weiss ich nur noch diesen Satz, ironiker, ich muss dir etwas sagen, euer Papas heute Nacht
00:05:53: verstorben.".
00:05:55: Dann ist das Nächste, dass ich mich vor dem Bett stehen sehe und nur irgendwie nein gesagt habe.
00:06:00: Ich weiß auch gar nicht ob ich viel gesagt.
00:06:03: Mein Mann ist dann auch gleich wach geworden und ja, dann haben wir glaube ich noch irgendwie kurz auch miteinander gesprochen.
00:06:13: Und so ein paar Stunden sind auch einfach weg.
00:06:16: also ich habe dann irgendwann meine anderen Brüder.
00:06:18: da hatte ich mich gleich nach erkundigt.
00:06:19: Ich hab insgesamt drei jüngere Brüde und zwei von denen wohnten eben auch nicht dort zu Hause und hab dann doch gefragt ob die schon informiert sind und die habe ich dann aber erst irgendwann später auch angerufen.
00:06:32: Also es sind so zwei, drei Stunden wirklich irgendwie auch ein bisschen weg.
00:06:35: Und dann haben wir uns halt eben entschieden, dass wir nicht jetzt auf den Kleinen direkt aus dem Bett holen sondern schon mal ein bisschen anfangen zu packen aber dann nochmal so ein bisschen warten bis er morgens dann ein bisschen wach wird und sind dann aber gleich los.
00:06:52: Da erinnere ich mich noch dran.
00:06:53: Ich hatte dann zu meinem Mann gesagt, ich kann wohl fahren um eine Ablenkung zu haben.
00:06:57: natürlich hat er dann gesagt auf keinen Fall
00:07:00: Gott sei Dank!
00:07:01: Genau, genau.
00:07:02: Und dann sind wir aus der Stadt hier rausgefahren und da weiß ich dann noch... Da war dann eine Stelle auch wenn ich heute noch dort lang fahre, weiß ich das noch, da bin ich dann richtig angefangen zu weinen.
00:07:12: also es war dann so nach diesem ganzen Packen und irgendwie mit dem Kind das alles organisieren und wir wussten auch nicht wie lange bleiben wir jetzt erstmal und habe ich dann wirklich angefangen abzu weinen?
00:07:25: Auch wenn ich heut noch dran vorbeifahr, dann erinnere mich das immer noch sehr daran.
00:07:28: ja
00:07:30: Ja, das kann ich so nachvollziehen.
00:07:32: Also du kennst ja auch meine Geschichte ein bisschen und ihr habt eure erste Reaktion, also nein, nein irgendwie war es so, hab nie was gesagt viel, glaub ich nicht?
00:07:42: Und alles war totaler Schock!
00:07:45: Du warst so richtig abgespalten von dir selber oder?
00:07:48: In so eine Blosse... Und dann war's bei mir im Auto erst auf dem Weg zu meiner Familie durch das Telefonat, mit meiner besten Freundin.
00:07:57: Der Frummel hat sich da irgendwas gelöst und die binden so einen richtigen Heulkampf kippt.
00:08:01: Ja,
00:08:01: ja.
00:08:02: So schlimm der Schmerz, der dann da kommt, gell?
00:08:06: Ich konnte auch dann merken also wir waren im Auto unterwegs und dann hatte in unserer... Wir haben so eine Freundeskreisgruppe und da hatte dann einer irgendwie reingeschrieben oder wollte halt erzählen dass sie nochmal schwanger ist Und dann hatte ich diese Nachricht gesehen Dann hat sie die aber auch gleich wieder gelöscht nach zwei Minuten Und das hat für mich das auch so gebracht.
00:08:25: Okay, es spricht sich... Also ich komme aus einem ganz kleinen Ort mit fünfhundert, sechshundert Einwohnern.
00:08:31: Es spricht sich also schon rum.
00:08:32: Es war irgendwann dann neun Uhr morgens, also ich wusste die Leute waren jetzt wahrscheinlich beim Bäcker und da war eben auch ein Einsatzesmitten im Ohr.
00:08:39: Das werden viele auch dann doch mitbekommen haben irgendwie mit Polizei und Krankenwagen was dann eben alles da war.
00:08:46: Und das war so okay, das scheint irgendwie echt zu sein ja genau.
00:08:52: Und wenn du jetzt so auf die Beziehung oder Verbindung zu deinem Papa blickst, glaubt euch geschrieben, muss ich grad nachschauen.
00:08:59: Dass du die selber genannten Papas Prinzessin voll nett, magst schon damals ein bisschen von dieser Verbindung erzählen.
00:09:07: was hat dein Papa ausgemacht?
00:09:08: Oder eben diese Beziehungen zu dem Papa?
00:09:10: weil jeder Mensch, oh wenn es Eltern sind, hat ja doch eine andere Art von Beziehungsverbindungen.
00:09:15: damit.
00:09:18: Wie gesagt, ich habe drei jüngere Brüder und ich war halt so.
00:09:20: seine älteste hatte auch immer gesagt.
00:09:22: Und er hat mich immer meine Prinzessin genannt also es kam nicht von mir sondern das war halt... Immer schon hat er mich so genannt und gerade auch in der Pubertät war das auch ein bisschen irgendwie was Besonderes irgendwie auch.
00:09:41: Ich war ihm sehr ähnlich Und oftmals sind wir auch aneinander geraten und konnten doch gut miteinander diskutieren.
00:09:52: Und trotzdem war er so ein sicherer Hafen irgendwie, so ein sicheres Netz.
00:09:57: Ich wusste egal was es ist ich kann immer zu ihm kommen und dem Zweifelot der mich aus jedem Mist wieder raus.
00:10:06: Das ist mir eher so richtig bewusst geworden nach dem Tod das da dann einfach irgendwie fehlt.
00:10:14: natürlich sterben irgendwann Eltern, aber irgendwie stand für ihn noch ein anderer Lebensabschnitt der auch eigentlich an.
00:10:21: Er war jetzt Opa und er hat damals schon immer gesagt, wenn die Kinder dann so zwei drei sind, da kann ich ja richtig was mit denen anfangen und war auch zu Hause auf dem Hof so dass er irgendwie weniger machte sich da freute das der Enkel jetzt auch im Hof auch dann geboren werden sollte und irgendwie standen für ihn Lebensabschnitte an.
00:10:41: Das hat ihn so ausgemacht, dieses Optimistische darauf zu blicken.
00:10:46: Sich drauf freuen und ja das war irgendwie eine ganz schöne Beziehung.
00:10:51: Obwohl er nicht derjenige war, der einem jetzt denn nicht gesagt hat wie sehr ein Lebtes war vielleicht auch die Generation irgendwie aber man hat es einfach gespürt.
00:10:59: Er war sehr interessiert auch einfach an allem.
00:11:03: also ich war gerade auch im Studium in einer Schulzeit mehrere mal im Ausland dann mich auf
00:11:09: Dinge
00:11:09: gefragt gefragt, wo ich dann selber gar nicht wusste.
00:11:12: Also gerade was so Landschaftliches angehen oder auch irgendwie der Landwirtschaft funktionierte hat er sich dann irgendwie dafür interessiert und dann bin ich da losgelaufen und habe das irgendwie versucht rauszufinden aber hab ganz tolle Gespräche einfach mit ihm geführt und er war ein unheimlich interessierter Mensch also allen anderen auch aber eben auch.
00:11:32: ja das war für mich einfach auch immer sehr besonders so.
00:11:36: Man konnte immer mit ihm zusammensitzen, Kaffee trinken und irgendwie hat er immer zugehört.
00:11:41: Also er war ein unglaublich guter Zuhörer auch einfach ja.
00:11:45: Und durch gerade noch kurz erwähnt Hof das hast du bist auf dem Hof aufgewachsen oder?
00:11:53: Genau ich bin aufm Hof aufwachsen mein Bruder der macht das weiter dort und ich war da selbst jetzt nicht so involviert Genau, aber das war so.
00:12:04: Er war halt auch immer zu Hause und er war so... Wir damals zur Schule gingen, ich war dann eben die erste, die auch länger Schule hatte, weil ich ihm das erste Kind auch war.
00:12:14: Und dann hat er so entschieden, Mahlzeiten werden jetzt nach hinten verschoben Weil sie sollen nicht nach Hause gekommen und irgendwie dann alleine essen müssen.
00:12:22: Also hat dann die ganze Familie erst um halb zwei Mittag gegessen, wenn dann mein Schulbus auch da war.
00:12:27: Und ja er war da unheimlich familiär hat die Familie einfach zusammengehalten und der war halt wie gesagt immer da.
00:12:35: also es war so Ja man hat ihn immer gesehen das war nicht so ein Papa der irgendwie morgens zur Arbeit geht und abends nach Hause kommt sondern
00:12:43: Das macht schon einen Unterschied.
00:12:44: Da kann natürlich Beziehung auf einer ganz anderen Ebene steigen.
00:12:53: spürt man einfach das Fehlen auch ganz anders, wenn so viel Erinnerung und so viel da war.
00:12:59: Ja der hat halt auf den Raum gefühlt.
00:13:00: Das merkt man auch jetzt noch, wenn man dort ist.
00:13:04: also es fehlt halt einfach.
00:13:05: ja so dieses ganze Haus den Hof er hat das halt gelebt und das fehlt halt nach wie vor.
00:13:13: Und du bist dann eben hingefahren zu deiner Familie?
00:13:16: Denk deine Brüder alle waren dann da oder?
00:13:21: Hast du die dann nur von ihm verabschieden können?
00:13:23: oder wie habt ihr das dann macht weiter?
00:13:26: Ja, also er war dann als wir ankamen.
00:13:27: War ja schon eben abgeholt und ist dann auch noch kurz obduziert worden.
00:13:33: aber das ging nur... Also es war der Vormittag und dann ist er in die Leichenhalle gekommen Und dann haben wir als Familie auch entschieden Es war an dem Mittwoch dass wir an dem Freitag eine Woche später erst Also es ist jetzt zehn Tage später dann auch erst beerdigt wird eine Abschiedsfeier machen eben.
00:13:53: Und der war halt einfach sehr involviert, auch einfach in sämtlichen Vereinen und so konnte direkt ein großer Anteilnahmeauch spüren.
00:14:00: wir wollten halt dass möglichst viele sich auch einfach verabschieden können.
00:14:04: Auch für uns war das schnell klar so.
00:14:06: Wir konnten jetzt nicht vorstellen dieses Standard nach drei Tagen wird jemand beerdigt.
00:14:12: also es war so Das geht irgendwie nicht!
00:14:16: Ich bin dann auf die ganze Zeit dort geblieben bin viel bei ihm gewesen.
00:14:20: Also die Leichenhalle war auch irgendwie zwei Minuten mit dem Fahrrad entfernt und ich bin ganz viel dort gewesen, wir konnten auch immer rein.
00:14:28: Wir hatten halt einen Schlüssel dann auch und konnten immer zu ihm hin und ich habe ganz viel dann bei ihm einfach gesessen mich verabschiedet mit ihm besprochen.
00:14:40: das war schon sehr schön auch einfach die Möglichkeit
00:14:43: Und es waren dann zum Verständnis diese zehn Tage wo du beschrieben hast Dass du mit deinem Geschwistern zusammen warst, waren das diese zehn Tage?
00:14:52: Genau.
00:14:52: Ja also da waren wir dann quasi alle zu Hause auf dem Hof dann halt und haben ja die Beerdigung vorbereitet, waren aber auch einfach wirklich viel zusammengesessen, haben uns unterhalten und wir waren eben alle dann einfach auch konnten dann da sein.
00:15:11: Unser Partner muss.
00:15:13: in der Zwischenzeit War dein Mann und das Sohn in der Zeit die ganze Zeit dabei?
00:15:19: Mein Sohn war bei mir.
00:15:20: Mein Mann musste irgendwann wieder zurück, auch zur Arbeit.
00:15:25: Der war vor allem am Wochenende da oder ist zwischendurch gependelt und wieder vorbeigekommen.
00:15:31: Und eine Freundin meines Bruders musste dann auch wieder zur Arbeit und meine Schwägern im Hof, die waren eben auch da.
00:15:40: Genau!
00:15:41: Mein Sohnt war dann die ganzezeit mit mir.
00:15:45: Und dann, nach der Beerdigung bist du ja wieder zurück.
00:15:49: In deinen Alltag zurück und dann kommt ja oft eben diese Lehre oder dieses Wach überfordern, dir erschöpfen das Ganze was man halt so kalten hat in diesen zehn Tagen.
00:16:02: Wie war es bei dir?
00:16:03: So dann dieser Alltag der der Alltags Schock.
00:16:07: Das war tatsächlich schlimm weil wir also wie gesagt zehn Tage so auch in diesem irgendwo geschützten Raum mit uns zusammen und gerade auch so diese intensive Zeit, mit all meinen Geschwistern zusammen.
00:16:21: Ich weiß nicht wann wir das letzte Mal hatten als Kinder vielleicht, dass man so viel Zeit miteinander verbracht hat.
00:16:28: Und so auf dem Dorf war es, wenn man da auch mal einkaufen gegangen ist, man fühlte sich schon sehr wie auf einem Präsentierteller.
00:16:34: also es hat niemand irgendwann mal was Blödes gesagt oder so.
00:16:38: aber man gefühlt jeder Kante ein plötzlich und hat einen anders angesehen.
00:16:42: Und dann kam so der Kontrast hier, dass es war nicht mehr viel.
00:16:51: Ich hatte den Alltag zugesteuert auf viel Freizeit um dann eben den Sommer genießen zu können mit meinem Mann und meiner Familie.
00:17:00: das heißt wir hatten auch nicht mehr soviel einfach vor.
00:17:03: ich war dann viel auf dem Spielplatz und hier kannte ihn halt niemand.
00:17:06: also ich habe natürlich schon dann auch Freunde davon erzählt aber das ist halt nochmal Wir hatten keinen Bezug.
00:17:12: Also da war man dann schon, das war irgendwie... Ich will nicht sagen es hat niemanden interessiert aber es war halt einfach eine ganz andere Situation.
00:17:20: Es war schon ein Loch und ich war dann wie gesagt viel auf Spielplätzen einfach unterwegs um nicht alleine in der Wohnung zu sitzen.
00:17:28: Und einer meiner Brüder tatsächlich mein jüngster Bruder hat damals auch hier gewohnt In der Stadt und er arbeitete im Schichtdienst.
00:17:36: wir haben uns danach mit das auch viel getroffen und gequatscht.
00:17:41: das war ganz gut, aber es war tatsächlich so ein Loch und ich erinnere mich daran.
00:17:46: Es war ja dann auch im Mai also es war total schönes Wetter, weil mir war irgendwie immer kalt.
00:17:51: Also es war eine ganz seltsame verlorene Zeit und ich habe glaube ich einfach tagsüber viel funktioniert mit dem kleinen halt irgendwie und versucht mir irgendwie eine Struktur in den Alltag zu bringen wo ich vorher viel Kurse mit ihm besucht hatte die dann aber weil eben der Sommernate auch ausgelaufen waren.
00:18:12: Und mein Mann hat irgendwann mal zu mir gesagt und wenn ich abends nach Hause kam, hast du eigentlich direkt angefangen zu weinen?
00:18:18: Also das erinnere ich auf gar nicht mehr so.
00:18:22: Aber es muss dann irgendwie abgefallen sein.
00:18:26: Ja klar für so ein Kluns Kind, wie du gesagt hast, neun Monate ist also... Ich bin ja selber mit neun Monaten da braucht's schon noch volle Präsenz und du musst den Blick kontinuierlich auf das Kind halten.
00:18:40: Dann fängt es ja auch an mit den starken Emotionen, die dann so langsam daherkommen ob am Kind.
00:18:46: Also die ersten Wutdinge, wo kann ich mich noch erinnern?
00:18:49: So in der Zeit dass das sich langsam entwickelt hat und wenn man dann selber halt gerade so instabil und da praktisch einfach in den Funktionsmodus springen muss damit das irgendwie funktioniert.
00:19:05: Ich habe aber auch gemerkt, dass ich in vielen Situationen überfordert war und viel angefangen hatte zu weinen im Alltag.
00:19:12: Und tatsächlich konnte man uns am Sohn diese intensive Zeit vorher anmerken.
00:19:20: Natürlich ist auch viel mit ihm gespielt worden als wir dort bei meinen Eltern zu Hause waren.
00:19:26: Aber er hat natürlich auch diese Stimmung einfach mitbekommen so... Das hat auch damals was mit ihm gemacht.
00:19:32: Er ist ja auch von jetzt auf gleich irgendwie rausgerissen worden und das war schon eine heftige Zeit.
00:19:37: dann, ja.
00:19:39: Hast du da irgendwie anderweitig noch Unterstützung dir Kohlscher?
00:19:43: Also nicht in Bezug zum Beispiel mit deinem Bruder reden oder dass dein Mann übernimmt wenn er hoch kommt, dass du einfach deiner Trauer einen Raum geben kannst.
00:19:51: aber hat es nur eine andere Art von Unterstützung geben?
00:19:54: Das habe ich tatsächlich am Anfang direkt.
00:19:57: am Anfang noch gar nicht.
00:20:00: Ich bin dann irgendwann im Laufe des Sommers, das muss im August gewesen sein.
00:20:04: Bin ich mal bei so einer Beratungsstelle auch gewesen.
00:20:08: Aber das hat mir damals nicht richtig viel geholfen und es war erst einmal am Anfang nicht.
00:20:16: Am Anfang habe ich versucht... Ich war aber auch dieses ganze Thema Trauer hatte ich mich noch nie damit beschäftigt.
00:20:23: Und ich hatte mal von Trauerphasen gehört.
00:20:27: Ich hab dann irgendwie so, ich bin dann auch jemandem.
00:20:30: Belese mich oder höre in dem Fall habe ich viel Podcast dann irgendwie aufgehört und hab gedacht okay, ich muss jetzt gucken was sind die Phasen?
00:20:37: Und da kann ich sie durchlaufen und dann ist ja irgendwann, weiß nicht, bei uns im katholischen gibt es ja dann die sechs Wochenmesse und bis dahin ist das schon abgeschlossen und dann kann ich ja irgendwie weiter machen und in den Urlaub fahren.
00:20:48: Das war so...
00:20:50: Also das war so in
00:20:52: meinem Kopf!
00:20:53: So geht's dann ja irgendwie und dann trägt man ja auch irgendwie noch schwarz Aber nur die Witwe trägt ein Jahr lang Schwarz, aber ansonsten ist dann ja abgeschlossen.
00:21:05: Ich war mir gar nicht bewusst was Trauer eigentlich bedeutet und dass ich auch so lange oder wie ich trauern würde, dass das einfach bleibt und man einen anderen Umgang damit findet.
00:21:19: Ja,
00:21:20: das ist so krass.
00:21:21: So geht es ja wirklich fast jedem um ihr damals.
00:21:24: Jemand dacht jeden Tag und man dachte, wann hört es endlich auf?
00:21:27: Wann ist es vorbei?
00:21:29: Dann wache ich wieder auf und bin einfach die Alte ungefähr.
00:21:35: Von der Realität kann man ja kaum sein, gell?
00:21:38: Aber weiss er doch oft.
00:21:39: so beschrieben wird dem wie du sagst mit Trauerphasen oder andere Zeiten.
00:21:43: dies früher vor allem war das nur viel schlimmer Sag ich da, also bei mir steht doch ein bisschen länger her.
00:21:48: Da hat sich ja schon einiges getan eben und zum Glück bist du ja dann nur auf mein Podcast gestoßen.
00:21:54: Glück im Unglück muss man sagen weil am Anfang klingt es dann so ein bisschen so, glaube ich auch niederschmetternd wenn man dann hört hey yo na das bleibt jetzt okay scheiße
00:22:07: Aber es war irgendwie auch beruhigend, muss ich sagen tatsächlich.
00:22:10: Es war so... Also auf gerade dieser Name Trauerwelle und die Wellen Surfen das ... Das hat ein Gefühl von Selbstwirksamkeit Und ich kann was machen, auch irgendwie vermittelt.
00:22:24: Und es war so das erste Mal dass sich so das Gefühl hat.
00:22:27: okay Ich bin ja gar nicht so falsch.
00:22:30: also das scheint ja irgendwie auch normal zu sein Und gerade auch mit Kindern, natürlich der kleine Finger dann zu laufen und so.
00:22:38: Also man hat sich auch im Alltag einfach viel gefreut.
00:22:41: Und am Anfang war das so ich lachehe und freue mich und trotzdem bin ich aber auch sehr sehr traurig.
00:22:46: also diese Gleichzeitigkeit dass das alles in Ordnung ist.
00:22:49: Dieses Erklärende auch einfach im Podcast.
00:22:52: Das hat mir sehr geholfen.
00:22:56: Einfach ein Verständnis von es ist normal.
00:22:57: Ich hatte auch in meinem Umfeld niemanden auch seine Eltern schon verloren hat und ich hatte dann auch mal nach Trauergruppen gesucht, aber gut das sind in der Regel entweder für ganz junge Erwachsene also zwanzig bis vielleicht fünfundzwanzig irgendwie oder eben so dieses klassische einmal im Monat.
00:23:17: Aber dann sind es halt auch eher ältere und dann sind so Trauer.
00:23:20: Cafés habe ich mich jetzt damals auch nicht so richtig gesehen und das war so ja und dann hab' ich mich halt irgendwie online einfach orientiert und gerade das Podcast hören wir halt mit einem Kind nebenbei auch einfach sehr gut möglich.
00:23:35: Und ja, das hat mich sehr angesprochen.
00:23:38: Gerade auch mit dieser Verbindung mit dem Sport dann.
00:23:41: Das hat mir so eine Möglichkeit gegeben ich kann was tun irgendwie.
00:23:46: Ja, ich kann mich auch noch erinnern.
00:23:47: Ich bin sehr viel spazierengang und immer irgendwas im Ohr.
00:23:51: Ja genau.
00:23:52: Hörbuch oder so weil wirklich dieses zum Beispiel mitten wagen war es.
00:23:57: da ich nicht stehen bleiben kann, weil dann ist er aufgewacht.
00:24:00: Aber ich kann ja nicht lesen und gehen.
00:24:05: So ungefähr.
00:24:05: deswegen bin ich sehr dankbar dass es so was gibt mittlerweile.
00:24:11: Die
00:24:11: sprechen am Anfang auch nicht.
00:24:13: Heute ist das etwas anderes als sehen die den ganzen Tag aber gerade bei Babys ist.
00:24:17: natürlich auch wenn sie dann schlafen dann ist das ganz schön ein bisschen was anders zu hören.
00:24:24: Hast du körperlich Am Anfang oder so mit den Monaten dann spürt, dass der Trauer etwas in dir auslöst?
00:24:34: Ja.
00:24:36: Auch das habe ich am Anfang nicht auf die Trauer bezogen.
00:24:39: Ich hab bald gedacht okay, ich trage irgendwie das Kind viel und bin übermüdet und übernächtigt, dass wir da herkommen.
00:24:46: Das habe ich tatsächlich durch Seelensport erst verstanden.
00:24:49: Ich hatte irgendwann extreme Kieferprobleme Also dieser ganze CMD-Bereich, dass da alles verspannt war und die Hüfte tat mir unglaublich weh.
00:25:02: Das war so viel Hüftschmerz dann irgendwann auch.
00:25:06: und ja das einfach alles irgendwie verspannt eigentlich diese Verspannung im ganzen Körper, also dieser Anspannung.
00:25:18: Und irgendwann mit der Zeit habe ich auch – das war noch nicht sofort am Anfang aber so mit derzeit einfach gemerkt, dass ich eine unglaubliche Wut in mir hatte.
00:25:26: Also die sich wie so festgesetzt, die alles festgesetzt hatte und ich hab mich damals auch gleich bin viel spazierengewesen und war auf Spielplätzen irgendwie, aber ich hab damals nicht irgendwie, ich hab vorher früher Feb auch Pilates und sowas gemacht da war irgendwie gar kein Gedanke dran, weil ich einfach auch erschöpft war.
00:25:46: Auf dieses sowieso schon mit einem kleinen Kind irgendwie so den Alltag zu machen dann noch diese Trauer oben drauf das war einfach eine unglaubliche Erschöpfung die dann auch irgendwann da war.
00:25:59: und das mit der Wut kannst du sagen was oder worauf gezielt war?
00:26:06: schwütend hat es irgendwelche?
00:26:08: Was hast du hier auf Gott, auf das Schicksal?
00:26:10: Auf das, dass du jetzt da nur als Mama dastehen musst und Raum hast?
00:26:13: oder was war das Wütende.
00:26:18: Ich glaube es war so alles zusammen einfach diese Wut, dass so mein Papa jetzt nicht mehr da ist, dass das eigentlich zu früh war und ich ihm das auch so gegönnt hätte.
00:26:32: Also ich gönne jedem seinem Leben aber irgendwie so.
00:26:34: er war an einem Punkt Ja, er war irgendwie gerade Opa geworden und ich hätte mich so gefreut.
00:26:41: Wenn er auch was davon hätte haben können.
00:26:42: Er hat so viel sein ganzes Leben immer für andere gegeben Und da war ich auch so wütend das dass er sich nicht selbst besser umsichtgekommert hat So sondern irgendwie immer für andere da war.
00:26:53: aber ja Dann wird ihm das wird der einfach so aus dem leben rausgerissen und dann auch auch irgendwann so diese Situation, weil sich das auch familiär mit meiner Mutter dann alles eher zum Negativen entwickelt hat.
00:27:07: Was auch schwierig war, wo ich auch dann irgendwann auch mit meinen Brüdern zwischenzeitlich tatsächlich einen schwierigen Kontakt hatte ein paar Monate lang, was Gott sei Dank jetzt auch wieder gut ist.
00:27:21: aber das war die ganze Situation und ich wusste nicht wohin?
00:27:24: Nicht, was ich tun sollte dann dieser ganze Alltag mit dem Kind, den man irgendwie halten muss und eigentlich keinen Raum so richtig für sich hat.
00:27:34: Das war diese ganze Gesamtsituation.
00:27:38: Da war ich auch viel wütend auf meinen Mann, der beruflich viel eingespannt war und so gefühlt einfach machen konnte, was er wollte.
00:27:45: Was natürlich nicht so ist aber das gehörte dann irgendwie auch mit dazu.
00:27:51: Und wie hat sich das dann zockt?
00:27:53: Also weil du schon gesagt hast, da sind ja ganz viele Stellen wo du wütend warst.
00:27:58: Hat sich das denn zockte?
00:27:59: einfach indem du jeden anbrüllt hast oder indem du es runter geschluckt hast und dann einfach eben diese also gemerkt hast dass ständig irgendwie total in der Anspannung bist oder bist dann manchmal auch einfach auszuckt.
00:28:13: Das ist keine Euphorie, wenn's zu viel wird dann so weg mit der Klonigkeit Platz dann und Corona kennt sie raus.
00:28:21: Oder wie hat sich das dann zorgt bei dir?
00:28:23: Ja, das war das also sehr viel.
00:28:26: Bei mir auch einfach unheimlich wichtig war gerade mit unserem Sohn alles richtig und gut zu machen.
00:28:31: Und ich habe sehr viel geschluckt und mich hinten angestellt und dann aber plötzlich irgendwann wegen irgendeiner Kleinigkeit völlig an die Decke gegangen.
00:28:41: Meistens hat es dann auch mein Mann abbekommen tatsächlich Und dann wusste ich aber auch selber gar nicht.
00:28:49: Dann habe ich mich auch total reingesteigert in so ein Wut und konnte das auch selbst gar nicht benennen, hab dann einfach viel geweint und wusste gar nicht mehr was irgendwie... weil ich zeitgleich traurig war und dass ich irgendwann mal verstanden habe, dass hinter Wut ja auch eigentlich Trauer steckt.
00:29:07: Das merke ich heute doch wenn ich wütend bin, wenn ich entweder sehr müde oder traurige.
00:29:14: Das habe ich dann erst mit der Zeit einfach auch verstanden.
00:29:17: Das war damals so, ja da waren diese unbändige Wut, die sich irgendwann wegen irgendwelchen Kleinigkeiten ihren Weg rausgesucht hat.
00:29:28: Und beim Sehensport haben wir ja konkret Wutübungen in Oro.
00:29:31: Wir müssen es jetzt mal anschauen oder hinspüren?
00:29:34: Wie war das dann?
00:29:34: Kannst du dich vielleicht erinnern, wo du das erste Mal irgendwie in die Richtung deiner Übung gemacht hast und spürt hast?
00:29:39: Boah!
00:29:40: Kommt irgendwas raus oder wie war das?
00:29:43: Ja, also es war die Fliege.
00:29:47: Also auch am Anfang vor allem ganz oft diese Flieger einfach gemacht.
00:29:53: Auch wenn ich mal gemerkt habe, wenn das wieder mit dem Kleinen irgendwie dann doch wieder ewig dauerte bis er einschrief und so, das war so meine Übung einfach.
00:30:03: Am Anfang kam ich mir auch ein bisschen blöd damit vor, auf meiner
00:30:06: Butter zu liegen
00:30:07: und auf einen Zettel zu hauen.
00:30:10: Aber es hat so gut getan und irgendwie war das so dieses... Es ist auch okay, wenn man diese Wut hat.
00:30:17: Und dann ist es auch okay sie rauszulassen.
00:30:20: auf eine gute Vorart und Weise sage ich einfach mal Das war so beruhigend irgendwie auch Ich habe mir das nicht selber ausgedacht dass sich das so mache Sondern ich hab diesen Arttipp von jemandem bekommen Dass das auch ein guter Weg ist und das hat mich irgendwie So beruhigt.
00:30:39: die Übung, die am Anfang ganz viel auch mit mir gemacht hat und wo ich dann richtig reingehauen habe.
00:30:44: Und dann auch geweint hab dabei.
00:30:48: Du hast ja dann noch gemerkt dass es sich irgendwie im Alltag verändert.
00:30:51: also das du dann merkst du fühlst dir ein bisschen leichter und die Wut... Also zum Beispiel bei mir selber, wenn ihr dann schnell gemerkt okay Das macht mich gerade wütend.
00:31:02: Ich bin dem geplatzt und die haben immer im Kopf gehabt, okay dann auf dieser Matte kann ich das wieder voll rauslassen oder so ohne jetzt jemand anderen zu verletzen.
00:31:12: damit ja?
00:31:13: Ja absolut!
00:31:15: Ich bin früher schon auch viel joggen gegangen wenn ich auch mal irgendwie einfach Gefühle raus lassen musste und dass es halt im Moment auch schwierig möglich war nicht mehr so flexibel und das habe ich da extrem gemerkt.
00:31:29: wenn man dann auch wirklich mal diese Wut rauslässt, auch hinterher so eine... auch wirklich die Erschöpfung zu merken und diese Traurigkeit.
00:31:37: Das ist ja wie so ne Wand, die man irgendwie aufbricht.
00:31:43: Wie beim Stier?
00:31:45: Genau!
00:31:45: Wie beim Stehe im Prinzip genau das Gleiche.
00:31:48: Diese Wutübung war am Anfang für mich super, super wichtig um so dieser Wand einfach aufzubrechen nach dem dahinter auch zu schauen um mich dann auch wieder leichter öffnen zu können.
00:32:01: Auch mein Mann gegenüber zum Beispiel, dann auch mal sagen zu können, das ist irgendwie gerade los und ja... Können wir irgendwie auch einfach sprechen?
00:32:13: Das hat sehr viel geholfen.
00:32:15: Und so eine Ruhe setzt dann ja auch einfach ein.
00:32:17: Wenn so diese lodernde Wut, im Jahreskraft haben wir diesen Gefühle-Workshop gemacht wo auch Wuts sitzt Und das fand ich damals auch so spannend, dass gerade auch Wut in den Händen und so.
00:32:29: Das habe ich immer sehr auch gespürt, dass es bei anderen auch so ist.
00:32:32: Also man ist einfach nicht allein mit diesen Dingen, mit diesen ganzen Gefühlen und andern geht's da ähnlich oder genauso.
00:32:42: Was würdest du schon so sagen was die an Gefühle noch neben der Wut ziemlich belastet hat?
00:32:53: Ja insgesamt einfach diese Trauer dieser Haltlosigkeit.
00:33:01: Also es war tatsächlich so, dieser Tod hat mir wirklich den Boden unter den Füßen weggenommen und das war wie ein Fall einfach weil dieses sichere Netz weg war und ich habe irgendwie auch sämtliches in Frage gestellt und hab gedacht, wenn jetzt mal irgendwas ist was mache ich dann?
00:33:22: Ich war eine unheimliche Angst mit meinem Mann.
00:33:27: Also das war so gerade auch in den ersten Monaten, im ersten Jahr.
00:33:31: Er war dann irgendwie kurz Zeit später auf vierzig geworden und okay wir haben jetzt noch zwanzig Jahre zusammen.
00:33:36: also es war so diese Halblosigkeit was eine absolute Versuchdinge vorzubereiten und irgendwie ich weiß nicht eben zu sagen ich brauche wenn irgendwas ist passwörter und total vorbereitet sein auf jede Eventualität.
00:33:51: also dieser Kontrollverlust Das war, dass einfach jemand so von jetzt auf gleich sterben kann.
00:33:58: Und man sich nicht verabschieden kann, dass man jedes letzte Wort sich noch mal dreimal überlegt und Dinge... Also ich konnte am Anfang auch überhaupt nicht mehr planen irgendwie so.
00:34:14: Wenn es nächste Woche machen wir Mittagessen oder sowas?
00:34:18: Das war schon schwierig weil ich immer Angst hatte das findet nicht mehr statt!
00:34:22: Ja, das kann ich absolut nachvollziehen.
00:34:25: Dadurch dass ihr diesen plötzlichen Todesfall... Du gehst ständig davon aus, dass es wieder eben zu jeder Zeit bei jedem so möglich ist und bei mir auch, also das Verabschieden oder diese Planung war ganz schwieriger Zeitraum und die anderen oft so nebenbei erwähnt.
00:34:44: Ja, treffen wir uns ... Oder soll man nächstes Monat da und dahin fahren?
00:34:48: Und dann sagen wir was hab ich noch im nächsten Monat leben oder du.
00:34:51: Wo
00:34:52: die Leiter noch so ... Okay also übertreiben jetzt nicht.
00:34:56: Ist doch so kann ja sein!
00:34:59: Ich lebe halt in so einem Leben, wo das möglich ist und was mir deutlich zeigt hat dass es möglich ist.
00:35:05: Was mich auch noch interessiert weil du ja eben Mama bist Inwiefern hat sich das so bei deinem Kind sorgt?
00:35:12: Weil das kann ich natürlich auch.
00:35:14: So mit dem Kind ist dann auch wieder was anderes, da ist mein ganzen Tag beisammen und hat es dann auch irgendwelche Ängste mit sich gebracht?
00:35:22: Ja also... Das war auch extrem!
00:35:26: Ich bin auch immer mal wieder mit ihm, weil mein Mann dann auf Dienstreisen ist auch nachts alleine Und ich war ja vorher auch viel nachts mit ihm wach mit ihm durch die Gegend gelaufen, dass er wieder eingeschlafen ist und irgendwie war es ja schon eine gewisse Routine.
00:35:41: Und
00:35:41: dann ging das aber ja los, dass der dann in dem Sommer in den in die Krippe gekommen ist und da sind sie natürlich erstmal viel krank.
00:35:49: So was passiert ja auch oft nachts.
00:35:56: Das hat mich absolut getriggert.
00:35:57: gerade wenn er dann Nachts Fieber bekam konnte auch bei uns nicht gut schlafen, das heißt er musste immer schon in seinem Zimmer schlaven weil er diese Ruhe brauchte.
00:36:08: Aber ich habe dann einfach ganz viel bei ihm gelegen und wenn er dann irgendwie Fieberarms hat und trotz Fiebersaft hab ich mir einen Wecker gestellt auf stündlich um dahin zu gehen, um zu gucken ob noch alles so in Ordnung ist und mein Schwager ist selbst auch Hausarzt und den hatten wir dann irgendwann abends auch dann wieder angerufen was ich mir totale Sorgen machte Und der hat dann immer beruhigt.
00:36:32: Dann war ich wieder auf den Sauer, weil er beruhigte nur und er nimmt das alles gar nicht ernst so.
00:36:38: Der hat irgendwann zu mir gesagt, naja ist ja schon eine sehr engmaschige Betreuung wie auf einer Intensivstation.
00:36:45: Aber es war so... Ich hatte einfach Angst dass da wieder was passiert und dass ich irgendwann in sein Zimmer gehe und dann ist irgendwas Schlimmes mit ihm passiert.
00:36:53: Weil mein Vater war halt auch, der war ja einfach im Bett.
00:36:56: So, der schlief ja einfach und gerade diese Nächte.
00:37:01: Und es ist auch mittlerweile besser geworden tatsächlich, weil man natürlich auch irgendwann wieder positive Erfahrungen macht und ich mich heute ganz anders runterholen kann und wieder eine gewisse Rationalität einfach bringen kann.
00:37:14: aber das war lange extrem und vor allem wenn ich nachts dann alleine war.
00:37:21: Dann geht halt schon einfach das Kopfkino los
00:37:26: Kannst du ihn erinnern?
00:37:28: Also was hat der denn dann geholfen, was hast du denn dann gemacht um die eben runterzubringen außer jetzt vielleicht stündlich den Wecker zum stellen.
00:37:34: Hat es da irgendwas gegeben?
00:37:35: Hast du eine Atemübung gemacht, die ausgeschüttelt oder irgendeine Übung oder irgendetwas?
00:37:40: Ja also dieses Ausschütteln hat tatsächlich viel geholpen das wir auch im Seelensport gemacht haben und einfach so.
00:37:48: dieses dann auch Wissen gar nicht konkrete Übungen sondern einfach dieses Wissen.
00:37:54: Das sind jetzt gerade Gefühle die irgendwie da sind und es geht vielen anderen auch ähnlich, einfach.
00:38:02: Das bekommt man ja auch über die WhatsApp-Gruppe und den Austausch was man immer so hatte wie... Auch wenn das ganz andere Verluste sind oder andere Situationen.
00:38:11: aber dass es vielen auch einfach ähnlich geht Und dann einfach versuchen mit einem klaren Gedanken da irgendwie ran zu gehen und uns ein bisschen zu überlegen okay das ist jetzt gerade ein Gefühl kann mit dem Gefühl umgehen.
00:38:24: Das muss ich jetzt auch gerade annehmen, also ich kann jetzt nicht einfach sagen da ist nichts.
00:38:29: aber dann kann ich auch dann auch wieder klarer denken das hat einfach dann dann auch geholfen.
00:38:37: ja eben so ist bei mir und die kennt es ja auch mit diesen Triggern.
00:38:42: Bei dir ist eben so diese Trigger Nacht wie du sagst was in der nacht passiert ist?
00:38:46: Bei mir ist dieser Trigger nicht atmen können weil er erstickt wurde.
00:38:53: Da hängt es aber zusammen, weil wenn mein Sohn irgendwas an so ein Infekt, wo's eben um Atme geht, also Hurschen und so.
00:39:00: Und du kennst sie auch?
00:39:01: Wenn die ganz klurn sind, dann Hurschten dir ja!
00:39:03: Dann müssen die ohne Erbrechen... Was ich für Panikattacken krete, da dachte ich, der stickt man jetzt oder so.
00:39:11: Also mein Mann hat's dann oft nicht so nachvollziehen können.
00:39:15: Ich bin noch hunderttausendmal zu den Ärzten gekannt.
00:39:21: Es ist echt krass, was das einfach mit ihm macht.
00:39:24: Und bei ihm selber kann ich mir auch vorstellen... Ich habe oft angestimmt, dass mir jetzt etwas passiert im Bezug auf eben in der Nacht oder plötzlich oder irgendwas.
00:39:36: Bei jedem Autofan war gerade zum Beispiel ein Innspruch über das Wochenende und es ist immer noch bei mir drin, bevor ich in den Zug steige.
00:39:48: Dazu könnte jetzt dann Unfall holen und die kann plötzlich sterben.
00:39:52: So steige ich in jedes Auto oder Ding, obwohl ich zu einem Unfall ja nie gekriegt habe.
00:39:57: aber ich weiß das ist eine totes Art und kann halt überall passieren.
00:40:02: Und verabschiede es wieder ganz anders.
00:40:04: Es ist irgendwie positiv und negativ.
00:40:07: Ja absolut!
00:40:08: Also mein Mann ist auch so wenn der auf Dienstreisen unterwegs ist Da mit einem Auto bei Zügen bin ich zum Beispiel wieder ein Spannter, weil da denke ich okay das ist ja weiß ich nicht.
00:40:20: Das ist irgendwie fühlt sich das sicherer an aber gerade dann auch mit dem Autolängere Fahrten und so das ist ganz ganz schlimm.
00:40:28: Und vor allem also du hast ja ohne dass er lebt, dass du, kann ich mich da richtig erinnern?
00:40:33: Dass du mit deinem Papa das letzte Gespräch, das hat sich nie zu gut angefühlt glaube
00:40:38: ich.
00:40:38: Ja genau wir hatten In den Wochen vorher, also man muss so ein bisschen sagen, dass mein Verhältnis zu meiner Mutter war eigentlich schon lange oder immer auch schwierig und ich hatte mich durch Corona.
00:40:51: Und dann nach der Geburt meines Dones hatte ich mich von ihr einfach distanziert.
00:40:57: Man konnte eh während Corona nicht so viel dorthin und das war dann einfach so.
00:41:02: Dann war so nach der Geburtenmeines Donen es gab's viele Punkte die ich mal versucht hab anzusprechen, die sie aber auch anders gesehen hat Und mein Papa war halt irgendwie über sehr loyal.
00:41:15: Und was natürlich auch irgendwo gut ist als Ehemann, aber wir haben dann in den Wochen-Feuerspitze sich das so ein bisschen zu und ich bin immer weiter auf Abstand gegangen und dann hat er mich angerufen – es war tatsächlich in der Woche vor Freitags oder Dienstagsnachts ist da gestorben – und dann hatte er mich dann angerufen dass er irgendwie ganz anders informiert war, also das viele Dinge verdreht waren.
00:41:46: Dass das nicht den Sprach was ich auch... Also wie ich das zumindest auch wahrgenommen hatte alles und wir haben dann schon noch sehr diskutiert und er machte einen so auch im Nachhinein gesehen so einen gehetzten Eindruck irgendwie auch und so ein endgültigen Eindruck.
00:42:02: So als würde er noch Dinge gerne klären wollen und wir hatten in dem Gespräch nicht so richtig was geklärt.
00:42:08: aber ich konnte ihm oder meinen Standpunkt auch sagen und vor allem konnte ich ihm auch sagen, dass das so dieser Konflikt zwischen mir und meiner Mutter ist.
00:42:19: Und dass sich das auch schade finde, dass der Kontakt dadurch auch zwischen uns gerade so belastet ist aber dass das von meiner Seite aus nichts mit ihnen zu tun hat und dass ich wirklich bin so ein Vater eigentlich für ihn zu haben und es er mir auch eigentlich so fehlt im Kontakt auch irgendwie was dann wiederum auch ganz schön war.
00:42:41: Aber wir sind tatsächlich auseinandergegangen, also ich war danach nach diesem Gespräch ziemlich von der Rolle weil wir auch so ein Gespräch noch nie geführt hatten.
00:42:50: Das war schon ein schwieriges Gespräch und als er dann erst verstorben war das auch der erste Gedanke dieses Telefonat, dieser Abschied.
00:43:01: Und es ist so ein blöder Abschied irgendwie auch wahr?
00:43:06: Also meine Mutter oder meine Oma, seine Mutter hat immer schon als Kind gesagt, man weiß ja nie was mal ist.
00:43:12: Man darf nie im Streit auseinandergehen und das fühlte sich halt nach einem riesengroßen Streit einfach an, indem wir auseinander gegangen
00:43:19: sind.".
00:43:20: Und wie bist dann damit wieder umgangen?
00:43:22: Also wenn man dann eben so ein Schlacht gewissen oder sich irgendwie schuldig oder so fühlt also einerseits zorgt es sich ja in so Dingen im Alltag jetzt noch wie bei mir ja auch.
00:43:32: Man schaut immer noch mehr drauf dass man sich gut verabschiedet.
00:43:36: Aber wie bist du dann damit umgangen, dass du so eine Art Friedenum mit diesem letzten Gespräch finden kannst?
00:43:44: Das am Anfang war da ganz viel Scham und eben auch Schuld.
00:43:50: Und auch dieses Gefühl ich darf gar nicht trauern weil warum soll ich jetzt traueren wenn ich vorher irgendwie so ein Gespräch hatte?
00:43:58: Warum soll ich da trauert dürfen?
00:44:01: Es war mir einfach unheimlich unangenehm.
00:44:03: auch irgendwie Und dann habe ich aber irgendwann auch, so als ich dann auch im Seelensport irgendwann war.
00:44:13: Habe ich dann irgendwann aber auch gedacht ja, umgekehrt war es das erste Mal dass ich ihm auch irgendwie mal so richtig gesagt hab der Konflikt ist zwischen mir und meiner Mutter und so sehen das ja auch meine Brüder Aber es hat mit dir nichts zu tun und du bist eigentlich der einzige Grund warum es da überhaupt noch so gerade den Kontakt gibt Und du hältst eigentlich unsere Familie zusammen.
00:44:35: und ja, ich habe am Anfang immer versucht den Leuten zu erklären warum ich so traurig bin dass mein Papa gestorben ist weil ich immer gesagt hab er jetzt die Mutterrolle bei uns übernommen.
00:44:46: Das habe ich mir einfach bewusst gemacht und dann auch gedacht eigentlich war es auch ganz schön so die Form und das ist dann tatsächlich danach kein weiteres Gespräch gab klar aber dass ich ihm noch irgendwie sagen konnte So das Gefühl, er ist nicht jetzt gegangen oder gestorben mit dem Wissen.
00:45:06: Dass ich ihn abgelehnt habe, sondern eher dass ich ihm noch mal gesagt hab so Ich mag dich total gerne und ja du bist nicht das Problem.
00:45:15: Und das... Das ist heute auch bin ich eigentlich fast ganz dankbar, dass wir nochmal so dann auch gesprochen haben.
00:45:21: Ja.
00:45:22: Das hast du einfach immer wieder oh das Gespräch wahrscheinlich im Kopf durchgangen?
00:45:27: Dann vielleicht doch die Impulse.
00:45:28: eben was mir im Seelensport ja Philo machen kriegt man von allen Seiten in alle Richtungen Ideen oder Impulse dazu und dann irgendwann so für die Schritt-für-Schritt halt, was gerne eben nicht von heimt auf morgen geht.
00:45:41: Viele drängen dann oft das um.
00:45:44: Jetzt macht er da keine Vorwürfe und ist jetzt ein Haken dahinter, dass das aber auch ein Prozess ist.
00:45:50: Wir sind die Wenigsten, gell?
00:45:52: Ja genau also.
00:45:53: ich hatte damals auch eine gute Freundin, die mich auch in der Zeit dann danach hat sich wieder hier war und die ihn auch kannte, also die ich aus der Heimat kenne.
00:46:02: Und die hat damals schon versucht so ein bisschen auf den Blick draufzulängen.
00:46:05: Die war da auch die Erste, der ich überhaupt davon erzählen konnte.
00:46:10: Sie hat auch versucht, mein Blickwinkel einfach zu ändern mit Gesprächen mit meinem Mann.
00:46:19: Klar, ich bin immer noch traurig das insgesamt.
00:46:20: Das Verhältnis vorher auch angespannt war einfach.
00:46:24: Es hätte auch schöner sein können aber irgendwie so einen Frieden damit einfach schließen können und auch einfach dieses Auseinandersetzen mit den Gefühlen.
00:46:33: Und vielleicht auch ein bisschen dieses Versuchen zu verstehen, was damals auch einfach mit mir los war.
00:46:38: Auch gefühlstechnisch einfach.
00:46:42: Aber es war tatsächlich ein längerer Prozess.
00:46:44: Ja.
00:46:45: Und du hast ja gesagt, mit deiner Mama war's ja immer schwierig dann?
00:46:49: Und mittlerweile hast du soweit divorce Grundkontakt mehr?
00:46:52: Genau!
00:46:53: Das ist ja ohne wieder... eine Art von Verlust, wieder ne neue Art von Trauer.
00:46:58: Wie hat sich das dann irgendwie zorgt oder was war vielleicht der Unterschied?
00:47:02: Oder wo hat es Ähnlichkeiten geben?
00:47:05: Ja also der Kontaktabbruch da ist so seit Ende dreiundzwanzig dann tatsächlich und mittlerweile hat sie auch zu niemandem mehr, also wieder zu meinen Geschwistern, zu ihren Eltern
00:47:18: etc.,
00:47:18: keinen Kontakt mehr.
00:47:20: aber ich war tatsächlich so die erste Das ist dieses Jahr im Winterkraft tatsächlich sehr, wie auf die Füße gefallen so ein bisschen oder mir bewusst geworden.
00:47:35: Dass das auch eine Trauer ist, die ganz tief irgendwie auch sitzt und die aber auch nochmal ganz anders ist weil es so eine Trauers ist.
00:47:42: also sie ist ja theoretisch noch da natürlich Und das ist so dieses dieses ambivalente Das ist, wenn sie wirklich meine ich mehr da.
00:47:53: Es bereut man das dann vielleicht auch, obwohl ich weiß es ist... ...es ist auch so gut und es geht mir auch viel besser.
00:48:01: Aber das ist noch mal eine ganz andere Form von Trauer einfach gewesen oder umgekehrt.
00:48:08: Das war dann auch dieses Jahr in der Zeit mit Winterkraft und Weihnachten rum haben wir tatsächlich mittlerweile dadurch dass auch wir Kinder keinen Kontakt zu ihr haben haben wir aber wieder Kontakt zu ihrer Familie, also zu meinen Großeltern und zu meinen Tanten und Onkel.
00:48:23: Und waren jetzt dann auch dieses Jahr Weihnachten das erste Mal wieder alle dort in großer Runde über zwanzig Leuten.
00:48:31: Meine Oma ist oberglücklich, dass sie ihre beiden Ohrenkel jetzt dann hat wie da.
00:48:38: Das war so eine große Gleichzeitigkeit irgendwie.
00:48:43: Gleichzeitig habe ich dann dort wieder absolut ... konnte quasi den Stuhl sehen, wo mein Vater hätte sitzen müssen, der irgendwie auch fehlt in dieser Runde.
00:48:53: Ja das ist so eine ganz andere Trauer weil da sich immer wieder Wut mit einmischt.
00:48:58: Dass es so ist und dass es so blöd ist.
00:49:02: Einfach so eine dode Situation gerade auch als selbst junge Mutter.
00:49:07: Wie oft sieht man auch in einer Stadt irgendwie junge Frauen mit Baby offenkundig die eigene mutter die dann irgendwie auch mit dabei ist.
00:49:14: das fehlt halt so.
00:49:15: und dass es so Da mischt sich ganz viel zusammen.
00:49:19: auch angst wenn sie mal wirklich nicht mehr da ist.
00:49:21: ob man das bereut macht man sich vor würfel.
00:49:24: Ja,
00:49:25: auch für meinen son finde ich einfach unheimlich schade Dass er da keine groß Eltern von der seite aus hat.
00:49:31: und
00:49:33: ja wie geht's?
00:49:33: wie gehts dir denn oder Euch, also dir als Mama und deinem Sohn, der ja jetzt mittlerweile älter geworden ist natürlich.
00:49:42: Wie geht es ihr damit auch so im Alltag um?
00:49:44: Also ich stand trotzdem irgendwie zumindest bei Papa ja präsent, dass du von ihm erzählst.
00:49:49: oder fragt er manchmal, wie erlebstest du das so?
00:49:53: Ja, also von meinem Vater erzähle ich ihm auch.
00:49:57: Er hat das irgendwann mal tatsächlich, weil er kannte ihn ja nicht so... nicht so richtig was vermisst, natürlich.
00:50:06: Mal erst nicht anders kannte und er hat es dann aber irgendwann auch mal aufgeschnappt und danach gefragt und dann auch so dieses ganze Thema tot und ich hatte mich schonmal damit beschäftigt wie man das auch Kindern dann irgendwie erklären kann und dann habe ich mit ihm darüber gesprochen.
00:50:22: und also ich bin selbst auch gläubig und hab ihm erzählt der ist jetzt im Himmel und passt auf uns auf unser Schutzsingle.
00:50:30: Das ist für ihn ganz spannend, aber man merkt dann so... Also oft ist es abends, wenn ich Ihnen ins Bett bringe, dass dann Fragen kommen.
00:50:37: Und man merken auch Kinder, die plumpsen einmal in eine Trauerfütze sagt man ja auch oft und dann stellt er ein paar Fragen und das ist aber wieder gut.
00:50:47: Man muss sich aber in dem Moment, wo die Frage kommt, diese Zeit nehmen habe ich immer den Eindruck schon so ganz wilde Sachen irgendwie, dass er dann im Bett liegt und gesagt hat Mama ich möchte noch nicht in den Himmel.
00:51:02: Ich möchte noch bei dir bleiben.
00:51:04: Aber auch warum kann der da nicht wiederkommen?
00:51:08: Also so ganz viele Fragen aber einfach auch offen und interessiert.
00:51:15: Aber natürlich ist es manchmal dann auch schwer ihm zu erklären weil er dieses Bild hat, wenn man alt ist und der Körper kaputt, dann stirbt man.
00:51:26: Aber so Ooma ist ja eigentlich noch älter irgendwie.
00:51:30: Das ist da manchmal schon auch schwierig im Moment.
00:51:33: Ist eher weniger einfach weil er gerade so beschäftigt ist mit dem Baby auch einfach.
00:51:37: aber es kommen immer mal so Phasen wo dann auch mehr Fragen kommen.
00:51:45: Das kenne ich auch so mitten im Alltag, wo überhaupt nicht damit rechnest.
00:51:50: Kommen die krassesten Fragen und dann eben dieses Wie immer wieder beantworten ohne dem Kind ja auch Angst jetzt zu machen.
00:51:57: also dass er dann so wie du mit der Nacht, dass man das so kommuniziert, dass er nicht Angst hat da schlafen zum gehen oder so.
00:52:04: Man muss
00:52:04: so
00:52:05: aufpassen welche Worte man dann verwendet Mit was für einem Gefühl man so beschreibt und so.
00:52:11: Das ist immer wieder so, weil man es ebenso unvorbereitet hat.
00:52:16: Schon könnte man sich nur Gedanken machen aber dann sitzt man da.
00:52:19: Also bei mir ist das halt immer wieder dieses Gewaltthema also ... Ich hab noch nie gesagt mit dem Wirken oder so.
00:52:28: Aber eben so, ich sage immer er hat ihr so fest weh getan dass sie daran gestorben ist.
00:52:34: Manchmal fragt er wie der Detaniert danach Wie erklärstest du am vierjährigen bitte?
00:52:44: Ja, das war auch so dieses Thema.
00:52:49: Der Körper war halt kaputt.
00:52:51: Das war mir auch empfohlen worden zu sagen der Körper war dann ganz kaputt und er konnte nicht mehr leben.
00:52:57: Und jetzt ist es in dem Himmel.
00:52:59: Dann habe ich aber irgendwann... Also das ist eine Floskel die man da wohl mal sagt, ich bin aber auch ganz schön kaputt heute.
00:53:06: Anders auf meine eigenen Worte auch irgendwie achte.
00:53:10: Ja, er ist ja selbst dann noch nie darauf gekommen.
00:53:14: aber da bin ich ganz anders.
00:53:15: dann auch achtsam was ich jetzt auch sage.
00:53:20: Voll voll eben das wenn man sich vorstellt eben da gibt es so viele Menschen die müssen sich über solche Sachen konnetzend machen und wir müssen bei jedes Wort analysieren so ungefähr.
00:53:33: Ich manchmal schon hat Challenge auf jeden Fall
00:53:40: Ja, und trotzdem ist man auch einfach auf traurig so.
00:53:43: Ich glaube er hat so weil er sie auch nicht kannte, weil er ihn auch nicht kann hatte er so gar nicht diese Trauer dass er richtig was vermisst der zu sein Bild von.
00:53:51: er hat ja noch eine Oma Und die
00:53:53: es ist
00:53:54: feiratet und dann hat er noch ein Opa.
00:53:56: So das ist alle auch alles in Ordnung.
00:53:59: aber ich selbst bin einfach so traurigt an dem Moment
00:54:04: Ja voll, ja so geht's mir auch.
00:54:06: Wobei ich sagen muss also mein Sohn ist jetzt ein bisschen älter schon und er fängt jetzt an immer wieder ansatz zum sagen.
00:54:13: Das macht mich dann nur immer so fix und fertig wenn er so sagt, ach so schade dass sie die Larissa nicht kennen da.
00:54:21: Also das ist jetzt echt seit ein paar wochen erst, dass er sowas aushaut, gell?
00:54:25: Und dann sieht man ja, ja voll, muss schon wieder pfleinen, so gell.
00:54:31: Ja so schadet Das fällt ihm halt jetzt auf so.
00:54:34: Ah ja, er kann sich nicht kennenlernen.
00:54:37: Ja.
00:54:37: Und hat mir also noch ein Wutanfall drüber gekriegt, weil meistens wenn er etwas nicht kriegt, kriegt auch einen Wutanfall.
00:54:43: Aber da ist er eher nur in dem Achso-Schade.
00:54:47: Manchmal fragt er dann noch wie war sie denn?
00:54:50: Was hat sie gern gemacht?
00:54:51: und so.
00:54:53: Ja das glaube ich dass auch das wovor ich irgendwann auch Angst habe.
00:54:58: Also ich selbst hatte halt bis... Also zwei Großeltern leben eben noch und auch meine anderen beiden, die sind bis zu sechs Jahren irgendwie verstorben.
00:55:10: Ich hatte halt immer Großeltern so.
00:55:12: ich bin damit einfach aufgewachsen auch und das ist so ja und irgendwann wird er das wahrscheinlich schon dann noch irgendwie auch anders merken im Freundes- und Kindergartenkreis und irgendwie versucht man das immer so zu kompensieren irgendwie also ich merke es ganz extrem an Weihnachten und Geburtstagen und so weil da natürlich auch an Geschenken nichts kommt.
00:55:32: und dann ja mein Mann und meine Schwägerin lachen immer so, weil mein Bruder und ich sind da ähnlich.
00:55:40: Das vielleicht übertreiben?
00:55:45: Ja, aber irgendwie muss man durchgefühlt diese Hilflosigkeit ist dann noch nicht außerhalbbar.
00:55:55: Du hast gesagt du bist irgendwann auf den Podcast gestoßen Wie du vorher schon gesagt hast, einige Folgen oder alle Folgen mal reinzogen.
00:56:03: Alle!
00:56:04: Was halt wie viele aus dem Damals geben?
00:56:06: Mittlerweile gibt es ja echt schon die... Du bist jetzt glaube ich Nummer hundert irgendwas fast fünfzig.
00:56:12: Ja, ich glaub der war relativ neu tatsächlich.
00:56:15: Ich meine er war erst irgendwie ein paar Monate vorher dann rausgekommen oder so genau.
00:56:21: Und dann hast du irgendwann merkt oder halt natürlich erfahren drüber, dass sie das Programm Winterkraft macht.
00:56:28: Das
00:56:28: war ja so das erste wo du dann dabei warst.
00:56:30: Kannst du dich auch noch erinnern wo du dachtest man da bin ich jetzt dabei?
00:56:33: Oder was hat dazu geführt, dass überhaupt dabei sein wollte?
00:56:37: Ich habe
00:56:38: tatsächlich also es war dann ja das war ja im Sommer dreiundzwanzig und Gab's, also war dann ja auch so mit meiner Mutter.
00:56:48: Dann irgendwann dieser Kontaktabbruch und da war aber auch eine Phase mit meinen Geschwistern schwierig.
00:56:52: Da ging es auch um Erbe und so.
00:56:54: Und dann war klar dass ich an dem ersten Todestag nicht dabei sein würde im Mai.
00:57:00: Und das hat mir Anfang vierundzwanzig dann auch irgendwie Angst gemacht.
00:57:03: und dann gab's doch glaube ich diesen Gedenkkraftworkshop,
00:57:06: der mit
00:57:07: besonderen Tage.
00:57:08: dann glaube ich auch oder so auf jeden Fall habe ich da diesen Workshop schon mal gemacht diesen besonderen Tag zu planen unheimlich angesprochen, weil ich vorher total... Ich wusste halt gar nicht wo soll ich dann hin?
00:57:20: Was mache ich denn an diesem Tag irgendwie auch und alleine diesen Vordruck zu haben mit macht ihr so in diesen Schritten Gedanken was du eigentlich willst.
00:57:31: Und alles ist okay.
00:57:32: und dann noch diese Übungen dazu.
00:57:34: das hat mir unheimliche geholfen.
00:57:36: Dann habe ich auf dem Tag damals echt schön verbracht.
00:57:41: Dann kam auch irgendwann so dieser Hinweis eben auf Winterkraft, dass das wieder startet.
00:57:46: Und dann war es eigentlich relativ klar, sodass ich irgendwie mit meinem Mann gesprochen habe, der auch gesagt abends viel unterwegs ist, aber dass ich dann gesagt hab, ich würde das gerne machen und da wusste ich noch gar nicht, wann das dann immer stattfindet.
00:58:01: Aber er hat dann irgendwie auch gesagt ... Ich merke ja auch, dass du was brauchst und du bist ein sportlicher Mensch.
00:58:09: Ich hatte mich auch vorher schon sehr viel einfach mit diesen Dingen beschäftigt.
00:58:12: Und ich bin dann auch so, dass ich auch immer mal viele von der Zähle und dann war das irgendwie klar und ich habe eigentlich nur darauf gewartet, dass es losgeht.
00:58:21: tatsächlich ja genau.
00:58:25: Wenn jetzt zurückblickend beim ersten Mal was war dein persönliches Highlight dran?
00:58:32: Die Austauschgruppen also diese festen Termine überhaupt So dieses okay abends irgendwie ich glaube sieben Uhr ging es dann ja immer los und da bin Ich dann jetzt verabredet und das ist auch nicht aufzuschieben.
00:58:46: also mir war auch klar dass die Aufzeichnung würde ich mir dann noch nicht angucken Da finde ich dann wieder nicht die Zeit für oder das ist irgendwas anderes sondern ich muss da mitmachen und Am Anfang fühlen wir das auch auch relativ schwer auf die übung überhaupt mitzumachen Aber alleine so diesen diesen input zu bekommen diesen Austausch.
00:59:06: Zu sehen, da sind andere, denen es genauso geht und ich weiß noch ganz nicht ganz oft zu meinem Mann aufgesagt hat, aber ich glaube heute Abend in Austauschen, also hinterher danach den Übungen dann ja immer, das ist mir heute zu spät, ich bin auch wirklich müde so und ich bin immer drin geblieben.
00:59:23: Ich wollte grad sagen dafür war schon mal wirklich...
00:59:26: Jedes Mal!
00:59:28: Und irgendwie weil ... Das war einfach nochmal schön sich dann auch in einer kleinen Runde einfach nochmal auch auszutauschen, von anderen zu hören und einfach so diese Beschäftigung mit dem Thema.
00:59:41: Das war irgendwie ein fester Termin und das war tatsächlich das Einzige was ich dann oder das erste wo ich wieder irgendwann gesagt habe so ja Baby und Mama sein aber das ist so ein fester Termin.
00:59:53: ich kümmere mich da jetzt um mich.
00:59:56: Ja und es ist so wichtig dass man eben so Ankerpunkte hat?
01:00:00: Ja genau und Praktisch, dass halt auch einfach online ist.
01:00:05: Also man muss nirgendwo hin so und auch wenn mein Mann da meine ich da war dann stand halt das Babyfond dran und in der Regel ist es ja auch tatsächlich ganz gut geklappt und deswegen... Das war eigentlich immer mein Highlight.
01:00:20: Und jetzt beim zweiten Mal hat sich's da irgendwie verschoben und bis jetzt schon mit der Früh Schwangerschaft eingeburzelt und trotzdem mitgemacht oder wie waren die?
01:00:31: Oder hast du umgekehrt?
01:00:32: Hast die Angemeldet und dann erfahren, oder...?
01:00:34: Nee
01:00:34: ich hatte tatsächlich... Ich hatte das erfahren und mich dann angemeldet.
01:00:37: Und ich hatte aber... Das hatte auch in der ersten Schwangerschaft schon extrem mit Übelkeit zu tun.
01:00:43: Und war dieses Mal auch klar dadurch dass ich halt auch schon ein Kind habe irgendwie nochmal ganz anders erschöpft.
01:00:50: Auch einfach unmüde!
01:00:51: Und
01:00:51: ich hab auch vergessen wie müde
01:00:53: man in einer Frühschwangerschaft
01:00:54: ist.
01:00:56: Also das war diesmal schon auch ja nochmal irgendwie anstrengender, gerade auch so dann die Übungen irgendwie auch gut mitmachen zu können.
01:01:06: Ich habe es dann tatsächlich auch ganz oft gemacht an den Tagen, wenn dann abends auch der Workshop anstand, dass ich dann nachmittags mich tatsächlich mit dem Kleinen auch so vergesetzt hab und ein bisschen bei denen den Fernseher angemacht habe.
01:01:17: Und er fand das natürlich total toll, mit Mama irgendwie vom Fernsehe und ich habe da einen kleinen Power-Nap gemacht um dann abend auch fit zu sein.
01:01:25: aber für ihn war das auch eine tolle Zeit einfach tatsächlich.
01:01:29: Aber es war schon anders.
01:01:30: Und eigentlich war ich total motiviert, diesmal noch mehr die Übungen und alles auch mitzumachen.
01:01:34: aber da fehlte mir tatsächlich dann auch viel Kraft einfach.
01:01:38: Aber umgekehrt habe ich dies mal ganz anders mitgenommen dieses... wenn ich im Alltag an Übung denke dass sie mir dann auch schon helfen das war nach dem ersten Mal noch gar nicht so extrem irgendwie und das war jetzt diesmal vielmehr.
01:01:53: Dass alleine der Gedanke schon hilft weil man auch immer wieder Übung macht Und
01:01:58: wenn man wieder hört,
01:01:59: genau.
01:02:00: Weil
01:02:01: es gibt ja auch einfach
01:02:02: viele Übungen und mich das
01:02:05: alles zu
01:02:05: merken ist ja auch schwierig.
01:02:06: Aber man
01:02:07: hat aber irgendwie
01:02:10: seine Übung die wo man weiß sie tut mir gerade gut und dann kann ich im Alltag mal
01:02:15: helfen.
01:02:16: Spannend!
01:02:16: Und jetzt bin ich eben aktuell bei Gefühlskraftreiseweil Viele wissen es ja nicht, aber Winterkraft gibt's ja so nicht mehr.
01:02:25: Durch viele Winterkraftdurchgänge und viele Jahreskraft.
01:02:29: Und die ganze Erfahrung, das ganze Feedback hat er dazu geführt.
01:02:32: Das war mein innerster Wunsch, Menschen ein ganzes Jahr, weil ich gemerkt habe diese zwölf Wochen, wir haben so viel danach geschrieben, ah jetzt ist weg, jetzt falle ich wieder in eine Loch und wollte doch weiter.
01:02:44: Ich glaube da ist ein Jahr einfach dieser Rahmen was ganz anderes, ich war sicher durch jeden Scheiß Todestag oder Jahrestag, oder was auch immer.
01:02:53: Schweren Tag bin ich auf jeden Fall mal fix begleitet für dieses Jahr und machet ja dann noch immer die Möglichkeit... Ah Joa zum Verlängern
01:03:00: z.B.,
01:03:01: also das ist glaube ich für trauende Personen etwas stabiler und viele sagen dann aber, dass ich war aber viel zu lang oder so.
01:03:12: Wenn man es noch nicht gemacht hat, weiß man nicht wie wichtig es ist.
01:03:14: Dass das doch länger, dass man auch einfach die Möglichkeit hat also, dass es ja ganz anders ist beim Sehenspaut.
01:03:19: Nicht darum geht etwas abzuhacken so die Übungen auf einmal durch zu machen und jetzt habe ich erledigt und jetzt bin ich fertig so wie du gesagt hast mit der Trauer abkackt sondern dass es eher drum geht immer diesen Ankel im Hintergrund zum Hoch.
01:03:33: wenn ihr was braucht kann jederzeit darauf zurückgreifen entweder über die aufgezeichnet oder eben sagen, hey next Monat findet wieder ein Trauerplauderstatt.
01:03:42: Oder ein Workshop oder was auch immer.
01:03:43: Training irgendwas gibt es immer wo ich dann den Anspruch nehmen kann für mich.
01:03:48: Ja absolut deswegen war für mich auch klar Jahreskraft zu machen weil ich irgendwie so gedacht habe also jetzt ist Winterkraft und dann für mich war klar das nächste Winterkraft mache ich wieder mit.
01:03:58: aber was mache ich da dazwischen?
01:04:00: Das ist jetzt natürlich noch mal nochmal viel mehr auch im Jahr, was da einfach ein Angebot ist und nochmal mit den ganzen Videos und den Übungen.
01:04:14: Man kann sich ja jeden Tag damit beschäftigen tatsächlich momentan.
01:04:18: Das finde ich auch so viele unterschiedliche Sachen also Workshops dann die reinen Trainings wo es aber auch dadurch dass immer unterschiedliche Trainerinnen sind sie machen das ja auch noch mal immer unterschiedlich einfach umbringen anderes Und dann die Trauerplaudereinheiten.
01:04:35: Also das ist,
01:04:37: ja... Ich find's
01:04:38: einfach klasse!
01:04:39: Ja und vor allem auch gerade so die Winterzeit ist ja auch eh oft schon sehr voll einfach.
01:04:47: Zumindest wenn man auch Familie irgendwie hat und da es ganz schön auch andere Monate drin zu haben, die vielleicht nicht so voll sind.
01:04:57: Ja und das entzelt natürlich eben weil ich bin ja dann eben so Obersharing, fast schon das und das will ich noch.
01:05:05: Ich weiß wie toll das helfen kann und so weiter.
01:05:07: Aber dann alles in zwölf Wochen rein zu quetschen, das war für mich als ausführende Person ohne.
01:05:14: Weil die ja mittlerweile auch selber kleine Familien an und über Weihnachten und alles zu managen.
01:05:21: Da bin ich jetzt schon ein bisschen erleichtert.
01:05:23: aber es hat halt doch eine Zeit gedauert umzusetzen weil sehr aufwendig ist so ein Programm natürlich zu konzipieren, zu planen.
01:05:33: Die ganzen Feedbacks waren wie viele hunderte Feedback sie durchgelesen haben und erforscht und so um das halt wirklich möglichst hilfreich umzusetzen.
01:05:43: Das ist mir natürlich immer wichtig.
01:05:45: entweder mache ich es gescheit und ganz kann ich alles machen.
01:05:49: Jetzt bin ich auch ganz froh dass es geschafft ist und dass man zum Start eine tolle Gruppe schon hat und ich freue mich schon auf das was alles kommt noch voll
01:06:00: Ja, auf jeden Fall.
01:06:01: Das ist doch schon schön!
01:06:04: Also ich war auch erst traurig dass es keinen Winterkraft mehr gibt aber ich habe auch immer gedacht so Boah wie macht die das
01:06:08: eigentlich
01:06:09: alles?
01:06:11: Gerade in dieser Weihnachtszeit und ich meine auch bei dir kommen ja vielleicht auch in der Weihnachtszeiten eigene Trauer dann noch hoch.
01:06:18: also das fand ich schon echt immer beeindruckend auch einfach wie ihr das denn auch mit so einer Nähe auch einfach an den Leuten dran seid.
01:06:25: Es ist nicht dass man irgendwie eine Nummer in so einem Workshop ist Ihr wisst ja auch, wie ihr davor euch habt oder du vor allem auch.
01:06:34: Und umgekehrt das jetzt das ganze Jahr zu haben ist schon schön.
01:06:37: einfach dieses ... Auch zu wissen bei mir mit Blick kommt noch ein zweites Kind und es wird noch mal echt was anderes.
01:06:44: aber ich habe für mich dieser ganzen Bereich Gefühle.
01:06:49: Ich hab eine Sache da... Das lasse ich mir nicht wieder nehmen im Sinne von Selbstfürsorge Das wird stattfinden und irgendwie wird das klappen.
01:07:01: Und das gibt mir auch eine Ruhe.
01:07:03: einfach so, ich habe vorhin schon mal gesagt also bei Sehensport mittlerweile für mich nicht mehr nur Trauer ist sondern über Trauer bin ich da hingekommen.
01:07:13: aber ich brauche es in so vielen Situationen im Alltag und mit meinem Sohn der jetzt natürlich auch diese Trotzphase aber auf jeden Fall viele Wutanfälle dann ganz normal mit umgehen einfach und ja das ist schon ein super hilfreiches Tool.
01:07:35: Ja, danke schön.
01:07:36: Ich freu mich natürlich voll!
01:07:38: Und weil du eben sagst schon Winterkraft ist traurig also für mich war es dann auch so solche Sachen zu beenden und wo du jahrelang aufbaut hast und so viele so schöne Sachen reingesteckt hast.
01:07:52: War nicht leicht muss ich sagen.
01:07:56: Ich kann nicht Boards gleich sein.
01:07:58: Das macht so keinen Sinn, es macht keinen Sinn ein Winterkraftprogramm und gleichzeitig die Gefühlskraftreise parallel zu erhalten.
01:08:05: Deswegen wir werden uns auch im Winter natürlich ausführlicher um Weihnachten und so weiter kümmern.
01:08:10: also den Fokus kann ja dann jederzeit verschieben und ich bin ja da immer manchmal sehr spontan was wieder Dornburg shoppen her oder das wieder... Lass euch überraschen was noch alles entspringt in dem Ganzen.
01:08:25: Ja, jetzt haben wir echt schon über eine Stunde miteinander gequatscht.
01:08:30: Vielleicht zum Abschluss noch so deine Lieblingsübung vom Sehensport?
01:08:34: Das wird mich so aktuell... gibt es irgendeine wo du sagst?
01:08:40: Also wie gesagt lange waren diese Wut-Übungen gerade die Fliege aber mittlerweile ist das vielleicht auch ganz klassisch von vielen.
01:08:48: Aber der Bärenhyter habe ich jetzt auch noch mal im Frühjahr gemerkt, einfach so dieses Grenzen setzen.
01:08:55: Auch als mir mit der Schwangerschaft und allem was so jobmäßig und da einfach viel los war.
01:09:01: Ich darf mir Grenzen setz, nicht selbst mir grenzen und ich pass auf mich auf, ich beschütze mich.
01:09:06: Und ja, tatsächlich war es eine Zeit lang sogar bei zwischen meinem Mann und mir sowas beflügelt.
01:09:12: Also ich hatte ihm das dann mal gezeigt und wenn's auch irgendwie wieder stressig wurde in so einem Beide immer gesagt wir beschützen uns So eine Übung für uns, für den Alltag.
01:09:23: Und das ist so ein ... Ich darf mich um mich kümmern, dass es so was damit für mich einhergeht und an die denke ich ganz viel tatsächlich im Alltag ja.
01:09:36: Und wenn du jetzt wurscht, dass eben viele Trauerende da draußen uns zuhören?
01:09:41: Was würdest du abschließend jemandem mitgeben wollen der vielleicht auch seine Elternvater-Mutter je nachdem verloren hat?
01:09:52: Trauer irgendwie die normale Antwort auf Liebe ist, also wo vorher Liebe war und eine Bindung und Verhältnis.
01:10:02: Ist das auch irgendwo ganz klar dass da auch tiefe Trauer ist?
01:10:04: Und bloß weil man selbst vielleicht auch schon sein eigenes Leben sich jetzt oder vermeint nicht eigenes leben aufgebaut hat mit einer eigenen Familie sind ja die Eltern nicht unwichtig im Gegenteil sie so ein wichtiger Bestandteil eigentlich des eigenen Lebens.
01:10:21: Und es wäre ja verrückt, wenn man nicht darum trauern würde und gerade aber auch junge Eltern vielleicht denen zu sagen versucht irgendwie euch Tauernseln einzubauen.
01:10:39: also ich habe das oft so gemacht gerade am Anfang welche Lieder berühren mich sehr.
01:10:44: Und ich hab dann oft abends, wenn ich vielleicht noch vom Tag aufgeräumt habe oder so mir Musik angemacht und hab ganz bewusst gesagt, ich merke, ich muss heute auch mal wieder was rauslassen.
01:10:55: Weil mir ging viel über Tränen.
01:10:57: Es musste irgendwie raus.
01:10:58: Ich hab das auch ganz bewusst gemacht.
01:11:02: Dass man einfach diese Gleichzeitigkeit für den Alltag akzeptiert.
01:11:06: Man kann an Weihnachten total traurig sein ... dass die eigenen Eltern nicht mehr dabei sind und sich trotzdem total freuen.
01:11:12: Und dankbar sein, dass das eigene Kind unter Meinachtsbaum steht und sich tierisch freut.
01:11:17: Also es ist so versuchen gut auf sich auch zu passen in der Rush Hour des Lebens wie man ja so schön sagt.
01:11:27: Wie man mit kleinen Kindern gerade auch hat.
01:11:28: Ja
01:11:30: genau.
01:11:31: Danke schön!
01:11:32: Das war ein schönes Schlusswort.
01:11:37: Ja, Veronica.
01:11:38: Danke für dieses Gespräch!
01:11:39: Es war echt berührend und erfrischend zugleich oder auch die Gleichzeitigkeit deutlich spürbar, gell?
01:11:48: Ich freue mich wenn wir uns bald sehen beim nächsten Training-Workshop, wo ich immer in Gefühlskraft reise und wünsche dir auf jeden Fall alles Gute weiterhin für die Schwangerschaft, für das Wunsch.
01:12:00: Und danke dass du deine Geschichte erzählt hast.
01:12:04: Danke für die Einladung, dass ich dabei sein durfte.
01:12:07: Ja, danke dir für alles was du anbietest tatsächlich.
01:12:11: Dankeschön!
01:12:12: Gut, dann ihr da draußen bis zur nächsten Folge.
01:12:15: Danke fürs Zuhören.
01:12:16: Tschüss!
01:12:33: www.zehlen-sport.at und auch auf Instagram und Facebook unter Sehlensport.
01:12:41: Für noch mehr Ideen rund um deine Trauer und deine Gefühle!
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